Fussball-WM 2010

Ottmar Hitzfeld ließ unter Vuvuzela-Beschallung üben

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Die Schweiz fühlt sich bereit für eine Überraschung gegen den Topfavoriten Spanien. Nach der EM soll nun auch bei einer WM der große Wurf gelingen.

Durban. Die Auswahl der Schweiz geht heute (16 Uhr/ARD) als klarer Außenseiter in das Duell mit Europameister Spanien. Für die Schweizer wird es ganz dunkel, wenn man den direkten Vergleich heranzieht. 18 Spiele hat die "Nati" bislang gegen die Iberer absolviert, dabei gab es keinen Sieg, drei Unentschieden und 15 Niederlagen - bei einer Tordifferenz von 15:45. "Wir müssen ein, zwei Tore machen, um zu bestehen. Zu null zu spielen gegen Spanien ist schwierig. Spanien wird mehr Ballbesitz haben, 60, 70 Prozent. Darauf müssen wir uns einstellen", sagte der ehemalige Münchner Meistertrainer Ottmar Hitzfeld, der nach der geglückten WM-Qualifikation in der Schweiz als "Messias" gefeiert wurde.

Der 61-Jährige hat für seinen ersten Auftritt als Nationaltrainer alles getan und seine Auswahl auch unter den akustisch extremen Bedingungen in Südafrika vorbereiten lassen. Zum Training wurden einheimische Fans mit Vuvuzelas eingeladen, um die Lärmbelastung im Stadion zu simulieren. Hitzfeld: "Die Spanier sind Europameister. Jeder sagt, dass sie gewinnen werden. Da liegt vielleicht unsere Chance: Die kleine Schweiz ärgert den Favoriten. Wir werden alles geben und versuchen, eine Überraschung zu schaffen."

Für diesen Versuch muss Ottmar Hitzfeld, der im direkten Klubduell mit seinem Kollegen und Freund Vicente Del Bosque 1:2 zurückliegt, aber auf Alexander Frei (Knöchelverletzung) und Valon Behrami (muskuläre Probleme) verzichten. Für den ehemaligen Dortmunder Bundesligaprofi Frei, der mittlerweile in der Heimat beim FC Basel spielt, könnte der Leverkusener Eren Derdiyok stürmen. Für England-Legionär Behrami (West Ham United) könnte mit dem Frankfurter Pirmin Schwegler ein weiterer Bundesligaprofi eine Bewährungschance erhalten.

Der Kader von SPANIEN

Der Kader der SCHWEIZ