Der Pfosten verlängert Cristiano Ronaldos 16-monatige Torflaute

Port Elizabeth. Während sich Didier Drogba nur noch einmal kurz vor dem Schlusspfiff in Szene setzen konnte, hatte Cristiano Ronaldo, der Superstar in Reihen des Gegners, seinen großen Auftritt schon in der 11. Minute. Mit einem Schuss aus 25 Metern traf er aber nur den Pfosten. Eine Szene, die Zuschauer Drogba dazu brachte, sich auf der Bank zu bekreuzigen, doch viele aufregende Szenen musste er danach nicht mehr überstehen.

Denn danach tauchte der Mannschaftskapitän der Portugiesen, die nun am zweiten Spieltag der Hochkaräter-Gruppe G auf Nordkorea treffen, zunehmend unter. Seit 16 Monaten hat er für die Selecao seines Landes nun schon kein Tor mehr erzielt - dass er nach dem Spiel kurioserweise dennoch zum "Man of the Match" gekürt wurde, wirkte da fast schon ein Stück weit ironisch.

"Diese Auszeichnung würde ich gern gegen drei Punkte eintauschen. Aber noch ist nichts verloren. England und andere hochkarätige Mannschaften sind nach einem Unentschieden zum Auftakt in einer ähnlichen Situation. Jetzt müssen wir gegen Nordkorea unbedingt gewinnen", sagte Cristiano Ronaldo, der nur noch ein Mal den Torschrei auf den Lippen hatte. Liedson köpfte nach einer Flanke von Deco den Ball jedoch lediglich in die Arme von Torhüter Boubacar Barry (58.).

"Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften", zog Portugals Nationaltrainer Carlos Queiroz dennoch ein positives Fazit, "zu Beginn waren wir etwas nervös. Uns war klar, dass die Elfenbeinküste verstärkt auf eine gute Abwehr und Konter setzt. Wir haben jederzeit versucht, das Spiel zu gewinnen. Aber es ist nicht leicht gegen elf Gegenspieler, die permanent verteidigen. Ich denke, das 0:0 ist ein faires Ergebnis. Jetzt müssen wir gegen Nordkorea die Karten auf den Tisch legen."

Ein Gegner, der geradezu dafür prädestiniert scheint, Portugal in die Spur zu bringen - und Ronaldo das Ende seiner Torflaute zu ermöglichen.