Hamburg Freezers

Eric Schneider: Play-offs statt Karriereende

Der 35 Jahre alte Stürmer könnte im Endspurt der Deutschen Eishockey-Liga zu einem entscheidenden Faktor werden.

Hamburg. Die Skepsis war groß. Zu alt sei er, zu langsam, ein Eisrentner. Mittlerweile hat Eric Schneider jedoch bewiesen, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Der 35 Jahre alte Stürmer der Hamburg Freezers könnte mit seiner Erfahrung im Endspurt der Deutschen Eishockey-Liga zu einem entscheidenden Faktor werden. Wie am Sonntag, als er mit seinem ersten Tor das Spiel gegen die Straubing Tigers entschieden hatte. "Ich fühle mich hier immer besser. Jetzt beginnt die Zeit der Saison, auf die ich mich besonders freue, die am meisten Spaß bringt. Ich spiele normalerweise mein bestes Eishockey, wenn es drauf ankommt", sagt Schneider, der diese Einschätzung an diesem Dienstagabend (19.30 Uhr) im Spiel bei den Augsburger Panthern belegen kann.

Dem Kanadier ist zwar noch anzumerken, dass es ihm an Timing und Fitness fehlt. Schließlich hatte er knapp ein Jahr kein Spiel bestritten und schon an das Ende seiner Karriere gedacht. Aber diese Makel gleicht er mit viel Einsatz und gutem Auge aus. Der ehemalige Münchner fährt jeden Check zu Ende, und versucht dem Gegner unter die Haut zu gehen. Es gibt wahrlich Schöneres, als gegen den körperbetont spielenden Routinier zu verteidigen. Mit seinen Landsleuten Colin Murphy und Rob Collins kommt der Mittelstürmer, der auch auf dem Flügel eingesetzt werden kann, immer besser zurecht. "Es macht Spaß mit den beiden. Von Spiel zu Spiel wird die Abstimmung besser", sagt Schneider, dessen Frau Carla mit den Zwillingen Adam und Clarke in Hamburg angekommen ist.

Schneider weiß, dass die Freezers vor einer schweren Aufgabe stehen: "Es ist nie einfach, bei den Panthern zu spielen. Sie kämpfen auch um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs." Er hat die Chance, mit einer erneut guten Leistung auch die letzten Skeptiker zum Schweigen zu bringen.

Die verletzten Spieler Matt Pettinger (Rücken), Thomas Oppenheimer (Fußwurzelbruch), James Bettauer (Haarriss im Knöchel) und Marius Möchel (Innenbandriss) werden in Augsburg fehlen. Auch Christoph Schubert (Sehnenverletzung im Fuß) muss sein Comeback verschieben. Niklas Treutle wird Dimitrij Kotschnew im Tor vertreten.