Nachspiel

Roter Faden in der Transferpolitik

Ein Kommentar von Björn Jensen

Andrej Nedorost. Justin Morrison. Ryan Stone. Adam Henrich. Fans der Hamburg Freezers erinnern sich mit Grausen an diese Namen, deren Auflistung man fortführen könnte. Es sind allesamt Spieler, die der Club aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) im Winter nachverpflichtete, im Glauben, den Kader mit ihnen aufwerten zu können. Keiner blieb länger als ein paar Monate. Mehr als eine quantitative Verstärkung war nur einer: Ahren Spylo, der trotzdem abgeschoben wurde, weil er zu viel Geld wollte - und sich dann in Nürnberg bewährte.

Ein Plan war bei den Wintertransfers nie zu erkennen, man bediente sich auf dem Markt wenig erwünschter Spieler. Daher ist es gut, dass der rote Faden, den Cheftrainer Benoît Laporte und Sportchef Stéphane Richer in dieser Saison verfolgen, auch jetzt weitergeknüpft wird.

Mit Eric Schneider, 35, soll ein Stürmer geholt werden, der die DEL aus sechs Jahren in Hannover, Frankfurt und München kennt, und der in jeder Spielzeit seine Fähigkeiten als Vorbereiter und Torjäger nachgewiesen hat. Dazu ist mit Artem Demkov, 23, ein Toptalent im Fokus, das im Probetraining überzeugte, perfekt in Laportes Beuteschema passt.

Es scheint deshalb so, als könnten die Freezers ihre Transfererfolge aus dem Sommer endlich auch auf den Winter ausdehnen. Wenn Schneider seine Fitness nachweist und Demkov sein Visum erhält, dürfte für Grausen in dieser Saison kein Anlass bestehen.