Fußball-Ticker

Ein paar Millionen mehr: Barça erhöht Lewandowski-Angebot

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Robert Lewandowski will zum FC Barcelona wechseln.

Robert Lewandowski will zum FC Barcelona wechseln.

Foto: Imago / aal.photo

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 28. Juni 2022:

Union vor Transfer von Torschützenkönig

Nach dem Abgang von Stürmer Taiwo Awoniyi steht Union Berlin offenbar vor der Verpflichtung des Angreifers Jordan Siebatcheu von den Young Boys Bern. Der 26 Jahre alte Torschützenkönig der Schweizer Super League solle bereits heute nach Berlin fliegen und am Donnerstag den Medizincheck absolvieren, wie Sport1 berichtet. Ähnliche Informationen hat auch die Schweizer Zeitung „Blick“.

Die Ablösesumme soll den Berichten zufolge sechs Millionen Euro fix betragen und mit Boni auf bis zu acht Millionen ansteigen können. Siebatcheu spielt seit 2020 in Bern, zuvor lief er für Stades Rennes in Frankreich auf. In der Europa League erzielte er 2021 in der Zwischenrunde in zwei Spielen gegen Bayer Leverkusen drei Tore. In der vergangenen Saison traf er in der Champions League unter anderem gegen Manchester United.

Barça erhöht Lewandowski-Offerte erneut

Der FC Barcelona hat sein Angebot für Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski übereinstimmenden Medienberichten zufolge noch einmal erhöht. Die „Bild“ meldet, der spanische Top-Club biete nun 40 Millionen Euro Ablöse und fünf Millionen Euro Bonuszahlungen für den polnischen Nationalspieler. Laut „Sport1“ soll das Angebot der Katalanen in den kommenden Stunden beim Rekordmeister eingehen.

Die spanische Zeitung „Sport“ berichtet, dass es sich dabei um das finale Angebot von Barça für den 33 Jahre alten Torjäger handeln soll. Der Club will die Verhandlungen mit den Münchnern demnach zeitnah vorantreiben und hofft auf eine Einigung im Juli. Barças Mittelfeldspieler Frenkie de Jong soll derweil für rund 65 Millionen Euro zu Manchester United wechseln und damit die finanziellen Handlungsmöglichkeiten des Vereins deutlich erhöhen.

Lukaku zum Medizincheck in Mailand gelandet

Chelsea-Flop Romelu Lukaku ist in Mailand eingetroffen, um seinen neuen Vertrag bei seinem Ex-Club Inter zu unterzeichnen. Der Belgier landete um 6.30 Uhr auf dem Mailänder Flughafen Linate, wo einige Tifosi auf ihn warteten. Lukaku ließ sich mit einem Inter-Schal fotografieren. „Ich bin überglücklich, hier zu sein“, sagte Lukaku, der am Flughafen von Inters Geschäftsführer Giuseppe Marotta empfangen wurde. „Der verlorene Sohn ist zurück“, kommentierte Gazzetta dello Sport.

Der 29 Jahre alte Lukaku unterzieht sich in Mailand zunächst den medizinischen Checks. Der italienische Pokalsieger um Nationalspieler Robin Gosens soll den Belgier für acht Millionen Euro für ein Jahr ausgeliehen. Lukaku hat beim Club von Thomas Tuchel noch einen Vertrag bis 2026. Chelsea zahlte vor einem Jahr die Rekordsumme von 113 Millionen Euro an Inter für den Angreifer. Anfang des Jahres sorgte er mit einem Interview für Schlagzeilen, in dem er offen für Inter schwärmte.

Ibrahimovic bleibt und verzichtet auf Geld

Zlatan Ibrahimovic hat sich mit dem AC Mailand auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr geeinigt. Dafür will der 40-Jährige laut der „Gazzetta dello Sport“ finanzielle Opfer bringen, sein Gehalt soll künftig stark an die Anzahl seiner Spiele gebunden sein. Wegen seiner Knie-Operation Ende Mai wird Ibrahimovic voraussichtlich sieben Monate fehlen. Zuletzt soll der im Januar 2020 zu Milan zurückgekehrte Stürmer sieben Millionen Euro verdient haben. An ein Karriereende scheint er aber nicht zu denken. „Die Zeit ist auf meiner Seite“, heißt es in Ibrahimovic letztem Post auf Instagram.

Tut Bernstein-Wahl bei Hertha dem Fußball gut?

Nach Ansicht von Fan-Experte Michael Gabriel kann Hertha BSC unter Präsident Kay Bernstein von einer engeren Verbindung zu den eigenen Fans profitieren. „Die Kommunikation mit der Fanszene wird sicher einfacher, weil der neue Präsident dort bei großen Teilen einen Vertrauensvorschuss besitzt“, sagte Gabriel dem „Tagesspiegel“ über den Ex-Ultra und Unternehmer, der seit Sonntag Präsident des Berliner Bundesligisten ist.

„Im Fall enger Kooperation zwischen Fanszene und Verein entstehen Ressourcen, die allen Seiten helfen.“ Der Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) nannte als Beispiel für eine gute Kooperation dieser Art Eintracht Frankfurt. Bernstein wolle sicher Präsident aller Mitglieder sein, sagte Gabriel. „Es ist notwendig, Kay Bernstein ganzheitlich wahrzunehmen. Als Unternehmer, als Hertha-Mitglied, als jemand, der sich sozial engagiert hat.“ Trotz allem werde seine Wahl für eine positivere Wahrnehmung der Fan-Szene sorgen, besonders, wenn es ihm gelinge, den Club zu einen.

Gabriel sagte, zuletzt hätten im Fußball generell die Interessen derer im Vordergrund gestanden, die ihn als Wirtschaftsobjekt vermarkten. „In den Augen der Mehrheit der Fans ist eine Schieflage entstanden. Bernsteins Erfolg ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es zu stärkerer Austarierung kommt, das kann dem Fußball nur guttun“, sagte Gabriel. „Die Entwicklung in den letzten 15 bis 20 Jahren finden nicht nur die Ultras falsch. Sie gefällt sehr vielen Fans nicht.“

( sid/dpa/HA )

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