Fußball-Ticker

Umstrittener Sponsor Katar: FC Bayern macht Fans ein Angebot

| Lesedauer: 18 Minuten
Fans des FC Bayern kämpfen gegen die Partnerschaft des deutschen Rekordmeisters mit Katar.

Fans des FC Bayern kämpfen gegen die Partnerschaft des deutschen Rekordmeisters mit Katar.

Foto: Eibner-Pressefoto/Sascha Walther

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 24. Juni 2022:

Sponsor Katar: FC Bayern lädt Fans an runden Tisch

Bayern München löst ein Versprechen ein und lädt seine kritischen Fans zu einem runden Tisch mit den Bossen zum Thema Katar. An dem Dialog am 4. Juli (17.00 bis 19.00 Uhr) nehmen Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer teil. Neben den Fans sind zudem Vertreter*innen des katarischen WM-OK, von Menschenrechtsorganisationen und ehemalige Mitglieder der Bundesregierung angekündigt.

Moderiert wird die Runde vom Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen. Ziel ist ein „sachlicher und direkter Dialog über die deutsche und katarische Gesellschaft, über die Kritik von Menschenrechtsorganisationen und über die Partnerschaft zwischen der FC Bayern München AG und Qatar Airways“. Dieser soll nach Hoffnung des Rekordmeisters zu einem „besseren gegenseitigen Verständnis“ führen.

Besagter Deal ist seit Jahren ein Reizthema für viele kritische Bayern-Fans. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung hatte es für Turbulenzen und zu einer Beinahe-Spaltung zwischen den Anhängern und ihrem Herzensclub geführt. Der FC Bayern hatte im Anschluss an sein Trainingslager in Doha im Januar 2020 angekündigt, einen runden Tisch zur Sache einzuberufen.

Herthas Löwen vor Wechsel in die USA

Mittelfeldspieler Eduard Löwen wird Hertha BSC in Richtung USA verlassen. Vorbehaltlich der medizinischen Untersuchung und Formalitäten wie der Arbeitserlaubnis steht der 25 Jahre alte Deutsche vor einem Wechsel zum St. Louis City SC, wie der Bundesligist am Freitag mitteilte. Ein Transfer von Löwen hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet. „Wir bedanken uns bei Eduard Löwen für seine Zeit bei Hertha BSC und wünschen ihm alles Gute für seine persönliche und sportliche Zukunft“, sagte Geschäftsführer Sport Fredi Bobic der Mitteilung zufolge.

Löwen war im Sommer 2019 vom 1. FC Nürnberg nach Berlin gewechselt. In der Hauptstadt konnte er sich jedoch nicht durchsetzen und machte insgesamt nur 14 Bundesligaspiele für Hertha. In der vergangenen Saison war er an den VfL Bochum ausgeliehen und kam auf 26 Ligaspiele. Lutz Pfannenstiel, ehemaliger Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf, ist in St. Louis Sportdirektor. Der frühere BVB-Keeper Roman Bürki ist ebenfalls bei dem Club unter Vertrag.

Flick verzichtet auf WM-Workshop in Katar

Bundestrainer Hansi Flick wird auf eine Reise zum Team-Workshop im Vorfeld der WM in Katar verzichten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte am Freitag mit, dass er mit einer Delegation auf Arbeitsebene an der Veranstaltung vom 2. bis 7. Juli in der Hauptstadt Doha teilnehmen werde. Der Workshop hat die wichtigsten organisatorischen und administrativen Aspekte mit Blick auf das Turnier (21. November bis 18. Dezember) zum Thema.

Neben dem aktuellen Stand der WM-Vorbereitungen kommen die Vertreter*innen der qualifizierten Nationen in Arbeitsgruppen unter anderem zu den Themen Sicherheit, Marketing, Logistik, Zoll, Akkreditierung und Transport zusammen. Der DFB ist unter anderen mit Mitarbeiter*innen und Expert*innen aus den Bereichen Teammanagement, Scouting und Analyse sowie Medien und TV vertreten.

Flick und DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff waren in den vergangenen Monaten mehrmals nach Katar gereist, um die sportlichen und infrastrukturellen Bedingungen vor Ort intensiv zu prüfen und Gespräche mit verschiedenen Interessengruppen wie der International Labour Organization (ILO), der FIFA und dem Supreme Committee for Delivery and Legacy, dem deutschen Botschafter in Doha und der Qatar Foundation zu führen.

Korruption? PSG-Boss erneut freigesprochen

Paris Saint-Germains Präsident Nasser Al-Khelaifi ist auch in zweiter Instanz vom Vorwurf der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen worden. Zum Ende des Berufungsverfahrens am Freitag vor dem Schweizer Bundesstrafgericht in Bellinzona konnte dem 48 Jahre alten katarischen Geschäftsmann kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. „Die jahrelangen unbegründeten Anschuldigungen, erfundenen Anklagen und ständigen Verleumdungen haben sich als völlig unbegründet erwiesen – und das gleich zweimal“, teilte Al-Khelaifis Anwalt Marc Bonnant mit.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war, dass Al-Khelaifi vor der Vergabe von TV-Rechten für die Weltmeisterschaften 2018 bis 2030 als Besitzer der Mediengruppe BeIN dem ehemaligen FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke „nicht gebührende Vorteile“ gewährt haben soll. Er hatte die Vorwürfe stets bestritten.

Das Bundesstrafgericht hatte im März die Berufungsverhandlung gegen Al-Khelaifi, Valcke und einen griechischen Geschäftsmann wegen des Vorwurfs der Korruption bei der Vergabe von Medienrechten Weltmeisterschaften eröffnet. Die Staatsanwaltschaft war mit den Urteilen im Oktober 2020 nicht einverstanden. Sie hatte mehrmonatige „teilbedingte Freiheitsstrafen“ gefordert, unter anderem 36 Monate für Valcke und 28 Monate für Al-Khelaifi.

Valcke wurde in der Berufung nun ebenfalls freigesprochen. Der Franzose (61) wurde allerdings in einem getrennt geführten Fall wegen „passiver Korruption“ und „wiederholter Urkundenfälschung“ zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, in erster Instanz waren es nur drei gewesen. Valcke war im September 2015 von seinen Aufgaben beim Weltverband FIFA entbunden worden, auch er hatte ein Fehlverhalten bestritten.

Wildes Gerücht: Holt Bayern Ronaldo für Lewandowski?

Wildes Gerücht aus Spanien: Einer Meldung des Sportblatts AS zufolge soll Bayern München bei der Nachfolge-Suche für den abwanderungswilligen Weltfußballer Robert Lewandowski niemand Geringeren als Weltstar Cristiano Ronaldo auf dem Zettel haben. Der deutsche Rekordmeister bereite einen „großen Tausch“ vor: CR7 für „Lewy“.

Ronaldo (37) habe sich demnach entschlossen, seinen 2023 auslaufenden Vertrag bei Manchester United nicht erfüllen und den englischen Rekordchampion vorzeitig verlassen zu wollen. „Und sein nächstes Ziel könnte München sein“, schreibt die Zeitung.

Weil Lewandowski (Vertrag bis 2023) von seinem Wunsch nicht abzubringen sei, die Bayern vorzeitig in Richtung FC Barcelona zu verlassen, plane der Club „einen der wichtigsten Transfers seiner Geschichte“ und „einen spektakulären Coup“. Das Interesse der Münchner sei bei Ronaldo schon auf Gegenliebe gestoßen, hieß es weiter.

Nach SID-Informationen ist an dem Gerücht aktuell aber nichts dran, obwohl die Bayern-Bosse weitere Verstärkungen in der Offensive zuletzt nicht ausschließen wollten. Sollte Lewandowski die Münchner trotz des derzeitigen klaren Neins des Clubs noch vor Saisonbeginn verlassen, könnte auch Neuzugang Sadio Mané wie jüngst bei seinem Ex-Club FC Liverpool in der Spitze spielen.

Fürth holt Bayerns Sturmtalent Sieb

Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth hat Nachwuchsstürmer Armindo Sieb (19) verpflichtet. Wie das Kleeblatt am Freitag mitteilte, kommt der Juniorennationalspieler von Bayern München nach Fürth und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Sieb kam in der abgelaufenen Saison zehnmal für den FC Bayern II in der Regionalliga zum Einsatz.

„Die Art und Weise wie hier Fußball gespielt werden soll und wie hier mit jungen Spielern gearbeitet wird, bietet mir beste Voraussetzungen, um mich bestmöglich weiterzuentwickeln“, sagte Sieb, der in elf Spielen für die U-19-Nationalmannschaft vier Treffer erzielte.

Kehrer eröffnet Jugendzentrum in Burundi

Nationalspieler Thilo Kehrer hat mithilfe seiner Stiftung ein Jugendzentrum in Burundi eröffnet. In dem vom Bürgerkrieg betroffenen Heimatland seiner Mutter soll die Einrichtung den Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen. „Das Jugendzentrum soll in verschiedenen Bereichen helfen: bei der Kreativität, ihren Sehnsüchten und bei verschiedenen Werten, die im Leben wichtig sind“, sagte Kehrer.

Der Verteidiger von Paris Saint-Germain habe nun die Möglichkeit, das, was er gelernt habe, „an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Das ist es, was wir mit der Stiftung tun wollen“, sagte Kehrer. Das erste Projekt der Thilo-Kehrer-Stiftung soll ein „geschützter und öffentlicher Raum für Jugendliche“ in dem ostafrikanischen Land sein, in dem sie sich austauschen können, die Möglichkeit zum Fußball und Nachhilfestunden bekommen.

Köln verpflichtet U-21-Nationalspieler Martel

Bundesligist 1. FC Köln hat Mittelfeldspieler Eric Martel unter Vertrag genommen. Der 20-Jährige kommt von DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig und unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Der U-21-Nationalspieler, zuletzt ausgeliehen an Austria Wien, kam in der vergangenen Saison 30-mal für den österreichischen Erstligisten zum Einsatz (zwei Tore, zwei Assists).

„Mit dem Wechsel in unser Team geht Eric nun den nächsten großen Schritt in seiner Entwicklung. Wir sind überzeugt, dass er auch diesen Schritt erfolgreich meistern wird“, sagte FC-Geschäftsführer Christian Keller über den defensiven Mittelfeldspieler, der auch als Innenverteidiger eingesetzt werden kann.

Der FC sei ein „cooler Club“, in den er gut „reinpasse“, sagte Martel: „Mir ist bewusst, dass der Sprung in die Bundesliga größer ist. Aber ich traue mir zu, ihn zu meistern.“

Stuttgarts Thommy wechselt in die USA

Erik Thommy wechselt vom Bundesligisten VfB Stuttgart in die Major League Soccer (MLS) zu Sporting Kansas City. Der 27-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2024 plus Option für ein weiteres Jahr. „Das ist ein großer Schritt in meiner Karriere“, sagte der Offensivspieler. Thommy, der in der Bundesliga auch für den FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf spielte, erhielt beim VfB keinen neuen Vertrag.

Voss-Tecklenburg kritisiert hohe Männer-Prämien

Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat die hohen Prämienzahlungen im Männerfußball kritisiert. In einem Interview des RedaktionsNetzwerks Deutschland sagte die 54-Jährige, „dass das, was im Männerfußball passiert, einfach überdimensioniert ist. Das sind Bereiche, die der normale Fan nicht mehr nachvollziehen kann.“ Gleichzeitig machte die Nationaltrainerin, die mit ihrem Team am Freitag (17.00 Uhr/ZDF) im letzten Vorbereitungsspiel auf die EM in England auf die Schweiz trifft, einen Vorschlag: „Beim Männerfußball weniger und bei uns vielleicht ein bisschen mehr.“

Bei einem Erfolg in England soll jede Spielerin der DFB-Auswahl 60 000 Euro bekommen - so viel wie nie zuvor. Damit zeigte sich Voss-Tecklenburg zufrieden. „Ich finde gut, dass unser Verband mehr an die Spielerinnen weitergibt, wenn auch mehr hereinkommt“, sagte die 54-Jährige. Allerdings sei die Diskrepanz zu den Männern, die für einen EM-Sieg im vergangenen Sommer 400 000 Euro pro Kopf erhalten hätten, extrem. Laut Voss-Tecklenburg könne der Deutsche Fußball-Bund darüber nachdenken, die Prämien der Männer, Frauen und der U21 anzugleichen, „weil diese drei Team vorneweg marschieren“.

Auf lange Sicht sieht Voss-Tecklenburg auch den europäischen und den Weltverband in der Pflicht: „Der Auftrag an die FIFA und die UEFA ist, dass es irgendwann ein Prämiensystem gibt, wo es für alle gleich ist – das würden wir uns wünschen.“

Haller-Wechsel zum BVB soll im Juli offiziell werden

Der angeblich schon ausgehandelte Transfer von Sébastien Haller zu Borussia Dortmund soll Medien zufolge erst im Juli offiziell gemacht werden. Hintergrund sei, dass Hallers bisheriger Arbeitgeber Ajax Amsterdam ebenso wie die Borussia ein börsennotierter Club ist und die Einnahmen des Verkaufs dann erst in das nächste Geschäftsjahr fließen würden. Nach Abendblatt-Informationen haben sich Ajax und der BVB bereits über die Bedingungen des Transfers geeinigt.

Der ivorische Angreifer soll rund 31 Millionen Euro plus Bonuszahlungen kosten und einen Vierjahresvertrag erhalten. Er absolvierte am Donnerstag seinen Medizincheck in Dortmund. In der Eredivisie war der 28-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit mit 21 Treffern Torschützenkönig. Bei der Borussia soll er die Nachfolge des zu Manchester City abgewanderten Norwegers Erling Haaland antreten.

Bayern wollen Gnabry halten

In seinen Bemühungen um einen Verbleib von Nationalspieler Serge Gnabry bleibt der FC Bayern hartnäckig. „Er ist ein super Junge. Wir wollen ihn unbedingt behalten. Wir würden so gerne mit ihm verlängern“, sagte der Münchner Sportvorstand Hasan Salihamidzic dem TV-Sender Sky. Der Vertrag des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers beim deutschen Fußball-Rekordmeister läuft nach der kommenden Saison aus. „Wir haben ihm, glaube ich, auch die nötige Wertschätzung gezeigt. Ich hoffe, dass er sich für den FC Bayern entscheidet“, sagte Salihamidzic.

Nach der Verpflichtung von Topstar Sadio Mané scheint die Zukunft von Gnabry jedoch offener denn je. Sollte er das Angebot zur Verlängerung nicht annehmen, gilt der Flügelspieler als Verkaufskandidat. Andernfalls könnte er die Münchner im Sommer 2023 ablösefrei verlassen. „Wir werden die Gespräche in den nächsten Wochen vertiefen“, kündigte Salihamidzic an.

Sollte sich Gnabry aber nicht für die Bayern entscheiden, sei es „nur fair“, dies dem Verein mitzuteilen, „so dass man für alle Beteiligten eine Lösung findet, die alle zufriedenstellt“, fügte der Sportvorstand hinzu. Sollten die Münchner Gnabry und auch den abwanderungswilligen Lewandowski halten, hätten sie auf dem Papier mit den beiden und Mané, Thomas Müller, Kingsley Coman und Leroy Sané eine der besten Offensivreihen Europas.

Pogbas Rückkehr zu Juventus angeblich fix

Weltmeister Paul Pogba steht offenbar unmittelbar vor einer Rückkehr zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Laut Medienberichten ist sich der Franzose mit seinem Ex-KCub einig, seinen Vertrag soll er Anfang Juli unterschreiben. 2016 war Pogba für 105 Millionen Euro von Juve zu Manchester United nach England gewechselt, sein Vertrag dort läuft am 30. Juni aus.

Zuletzt hatten italienische Medien berichtet, dass Pogba in Turin einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von 7,5 Millionen Euro erhalten werde. In Manchester hatte der 29-Jährige die hohen Erwartungen nur bedingt erfüllt, mit den Red Devils holte er 2017 die Europa League und den Ligapokal.

Gaul übernimmt Podolski-Club Zabrze

Rio-Weltmeister Lukas Podolski bekommt beim polnischen Erstligisten Gornik Zabrze einen neuen Chef-Trainer. Bartosch Gaul, der seit 2015 als Trainer im Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten FSV Mainz 05 arbeitete, schließt sich mit sofortiger Wirkung dem 14-maligen polnischen Meister an. Gaul betreute in den vergangenen vier Jahren die U23 der Rheinhessen.

„Mir fällt der Abschied nach sieben Jahren wirklich nicht leicht. Ich hatte in Mainz eine fantastische Zeit und bin dem Verein sehr dankbar für die Möglichkeit, hier arbeiten und mich entwickeln zu können“, sagte Gaul: „Aber ich hatte das Gefühl, dass es jetzt Zeit für den nächsten Schritt ist. Für mich ist der Wechsel zu einem Traditionsclub wie Gornik Zabrze in mein Geburtsland eine große Chance.“

Zwischenzeitlich war auch der frühere HSV-Trainer Mirko Slomka für den Posten gehandelt worden. Der 37-jährige Podolski spielt seit einem Jahr für Gornik Zabrze. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2023.

Barcelona stockt angeblich Angebot für Lewandowski auf

Der FC Barcelona hat nach Informationen der „Bild“-Zeitung sein Angebot für Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski aufgestockt. Demnach wollen die Katalanen für den 33 Jahre alten Weltfußballer 35 Millionen Euro an den deutschen Rekordmeister zahlen. Eine erste Offerte soll bei 32 Millionen Euro gelegen haben. Laut „Bild“ verlangen die Bayern bis zu 50 Millionen Euro für den Polen.

Seit Wochen sorgt die Wechselabsicht von Lewandowski für Wirbel. Er sieht angeblich keine Zukunft mehr in München. Sein Vertrag läuft allerdings noch bis zum 30. Juni 2023. Die Clubverantwortlichen wie Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatten einen Transfer ausgeschlossen.

Auf einer Versammlung am Donnerstag vergangener Woche hatten die Mitglieder des wirtschaftlich schwer angeschlagenen FC Barcelona den Weg frei gemacht, neue Einnahmequellen zu erschließen. Durch die Veräußerung von Clubvermögen sollen bereits in den nächsten Wochen etwa 600 bis 800 Millionen Euro in die Kassen fließen. Der Verein soll mit 1,35 Milliarden Euro belastet sein.

WM-Teilnehmer erhalten drei weitere Kaderplätze

Bei der Weltmeisterschaft in Katar können die deutsche Nationalmannschaft und alle anderen Teilnehmer auf einen größeren Kader zurückgreifen. Das Präsidium des FIFA-Rates genehmigte für die Welttitelkämpfe vom 21. November bis 18. Dezember in dem Wüstenstaat die Aufstockung der Kader auf maximal 26 Spieler. Das teilte der Weltverband mit. Auch Bundestrainer Hansi Flick hatte sich für einen größeren Kader ausgesprochen.

Statt 35 dürfen bis zu 55 Spieler auf die vorläufige Nominierungsliste gesetzt werden. Für die definitive Liste gilt neu ein Minimum von 23 Spielern und ein Maximum von 26. Mit diesen Entscheidungen nehme man Rücksicht auf den ungewöhnlichen Zeitpunkt der WM. Zudem wolle man wegen möglicher negativer Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kader vor und während des Turniers den WM-Startern mehr Spielraum geben.

Zudem teilte die FIFA mit, dass der 73. Kongress am 16. März 2023 in Kigali (Ruanda) stattfindet – mit der Wahl des FIFA-Präsidenten. Außerdem wurde bekannt, dass die 2021 wegen Corona abgesagte U20-WM nun vom 20. Mai bis 11. Juni 2023 in Indonesien ausgetragen werden soll.

( SID/dpa )

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