Fußball-Ticker

Die Pokalfee für den HSV und FC St. Pauli steht fest

| Lesedauer: 10 Minuten
Wen bekommt der HSV im Viertelfinale des DFB-Pokals zugelost? Das entscheidet sich am 30. Januar.

Wen bekommt der HSV im Viertelfinale des DFB-Pokals zugelost? Das entscheidet sich am 30. Januar.

Foto: Imago/MaBoSport

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 20. Januar 2021:

Kiel: Wriedt kommt aus den Niederlanden

Zweitligist Holstein Kiel hat sich mit Angreifer Kwasi Okyere Wriedt verstärkt. Der 27-Jährige wechselt von Willem II Tilburg aus den Niederlanden zu den Störchen und erhält einen Vertrag bis zum Sommer 2025. Das gab der Tabellen-13. am Donnerstag bekannt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Kwasi Wriedt einen technisch starken und sehr variablen Stürmer für uns gewinnen konnten“, sagte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver über den in Hamburg geborenen ehemaligen Spieler des FC Bayern München und VfL Osnabrück.

Neuer Namensgeber für Hannovers WM-Arena

Ein Massivhausanbieter (Heinz von Heiden) hat vom Zweitligisten Hannover 96 bis 2027 die Namensrechte an der WM-Arena am Maschsee erworben. Dies gab 96-Geschäftsführer Martin Kind am Donnerstag bekannt. Über die finanziellen Modalitäten wurde nichts bekannt.

Das Unternehmen aus Isernhagen vor den Toren der niedersächsischen Landeshauptstadt tritt damit die Nachfolge einer Hannoveraner Versicherungsgruppe (HDI) an. Das Stadion bietet aktuell 49.200 Zuschauern Platz und wurde 1954 unter dem Namen „Niedersachsenstadion“ eröffnet.

DFB-Pokal: Neureuther lost Viertelfinale aus

Der ehemalige Ski-Star Felix Neureuther zieht die Paarungen für das Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Auslosung findet am Sonntag, den 30. Januar, ab 19.15 Uhr im Rahmen der ARD-"Sportschau" statt. Das gab der DFB am Donnerstag bekannt. Ziehungsleiter ist DFB-Vizepräsident Peter Frymuth.

Alle Pokalsieger der vergangenen 29 Jahre sind bereits ausgeschieden. Neben den Bundesligisten Union Berlin, SC Freiburg, RB Leipzig und VfL Bochum befinden sich noch die Zweitligisten FC St. Pauli, Hamburger SV, Karlsruher SC und Hannover 96 im Wettbewerb.

Die Viertelfinals werden am 1. und 2. März ausgetragen, das Halbfinale findet am 19. und 20. April statt. Das Endspiel im Berliner Olympiastadion steigt am 21. Mai.

Bremen fast mit voller Kapelle

Werder Bremens Trainer Ole Werner kann beim Zweitligaspiel gegen den SC Paderborn auf fast alle Stammkräfte zählen. „Es ist eine außergewöhnliche Situation, wenn man derzeit überhaupt viermal die gleiche Startaufstellung aufbieten kann“, sagte Werner am Donnerstag vor der Partie am Sonnabend (13.30 Uhr/Sky).

Vor allem der Einsatz von Rechtsverteidiger Felix Agu, dem zuletzt noch eine Verletzung an der Patellasehne zu schaffen machte, ist fraglich. „Bei Felix haben wir eine Resthoffnung, dass es noch reicht“, sagte Werner. Jean Manuel Mbom könnte ein passender Ersatz werden.

Leverkusen-Leihgabe Mitchell Weiser wird wegen einer erneuten Corona-Infektion fehlen. Zuvor hatte er bereits mehrfach gefehlt, weil er sich als Kontaktperson in Quarantäne begeben musste, obwohl er nicht selbst positiv getestet worden war. Das deutete darauf hin, dass er nicht geimpft ist, da nur Ungeimpfte als Kontaktpersonen in häusliche Isolation geschickt werden.

Schalke: Bei Abstieg keine Kündigungen

Schalke 04 hat offenbar für den Fall des verpassten Wiederaufstiegs wirtschaftlich vorgesorgt. Nach Informationen der WAZ haben sich mehr als die Hälfte der rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit erklärt, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten, wenn die Königsblauen nicht sofort in die Bundesliga zurückkehren sollten. Damit seien betriebsbedingte Kündigungen vorerst vom Tisch.

Bei dem Gehaltsverzicht handelt es sich laut WAZ um Kürzungen von fünf bis 15 Prozent. Angestellte mit geringen Einkommen seien nicht betroffen. Durch die Zusagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde eine „hohe sechsstellige Summe“ eingespart. Zuvor hatte es bereits großflächige Sparmaßnahmen gegeben. Der Profi-Etat war bereits von rund 80 auf 20 Millionen Euro reduziert worden. Somit sei im Notfall ein weiteres Jahr in der zweiten Liga finanzierbar.

TV-Quote: St. Pauli toppt Berlin-Derby

Die Übertragungen vom DFB-Pokal sind für die ARD weiter ein Quotengarant. 4,41 Millionen Menschen sahen am Mittwochabend den Union-Sieg im Berliner Derby gegen Hertha BSC und sorgten für einen Marktanteil von 16,2 Prozent.

Noch erfolgreicher war am Vortag die TV-Übertragung vom BVB-Aus gegen den Zweitligisten FC St. Pauli: 5,75 Millionen Zuschauer (19,9 Prozent) verzeichnete das Erste für das Achtelfinalspiel am Dienstagabend.

Schweinsteiger: Buch als Mutmacher

Bastian Schweinsteiger will mit einem Buch über sich Mut machen. „Ich denke, heutzutage gibt es viele Kinder und Familien, die nicht die Hoffnung sehen, dass man im Leben was erreichen kann“, sagte der 37-Jährige bei der Buchvorstellung am Donnerstag in Berlin. Er wolle zeigen, dass es sich lohne zu kämpfen und Niederlagen zu überwinden.

Entstanden ist der biografische Roman „Einer von euch“, der am 26. Januar erscheint und den der Schweizer Autor Martin Suter geschrieben hat. „Ich wollte keine klassische Biografie haben, das ist nicht meine Natur. Daher fand ich die Idee des biografischen Romans passend“, sagte Schweinsteiger. Doch was ist nun Wahrheit und was Dichtung? „Was ich erfinden kann, ist nur das Wie, ich kann nicht das Was erfinden“, sagte Autor Suter.

Wichtiger Teil in dem Buch ist auch Schweinsteigers Frau. Ana Ivanović war erfolgreiche Tennisspielerin und die Nummer 1 der Weltrangliste. Das Leben seiner Frau sei viel interessanter gewesen als seins, habe Schweinsteiger ihm früh gesagt, so Suter. „Sie hat mir beigebracht, was Liebe eigentlich ist und wie man in einer Familie lebt“, sagte Schweinsteiger. Und so seien seine Lieblingsstellen im Buch die Hochzeit und die Geburt seiner Kinder. „Das waren Momente, wo ich gerne auf die Uhr gedrückt und sie gestoppt hätte“, so der 37-Jährige.

Gladbach verleiht Hannes Wolf an Swansea

Borussia Mönchengladbach wird offenbar Hannes Wolf an den englischen Zweitligisten Swansea City ausleihen. Das berichten der „Kicker“ und die „Rheinische Post“. Der Österreicher war im Sommer 2020 als Wunschspieler des damaligen Trainers Marco Rose für knapp zehn Millionen Euro verpflichtet worden. Unter Nachfolger Adi Hütter spielt der Offensivspieler aber keine Rolle mehr. Sportchef Max Eberl hatte zuletzt bereits angedeutet, dass sich bei Wolf in den nächsten Tagen etwas ereignen könne.

Jonker spricht über Ex-Club Wolfsburg

Der ehemalige Wolfsburg-Trainer Andries Jonker fühlt mit dem Bundesligisten im Abstiegskampf mit. „Natürlich tut es weh als Trainer und es tut mir leid, dass der VfL nur ein Punkt aus neun Spielen geholt hat“, sagte Jonker dem Portal Sportbuzzer. Der Tabellen-14. ist drei Punkte vom Relegationsrang entfernt und wartet seit Anfang November auf einen Sieg in der Liga.

„Ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung“, sagt Jonker, „dann gibt’s im Umfeld des Vereins Unruhe. Man will in Wolfsburg einfach keinen Abstiegsfußball sehen.“ Woran die Krise genau liege, sei laut Jonker aus der Ferne schwer zu beurteilen. Der Niederländer hatte den VfL 2017 in der Relegation vor dem Abstieg in die 2. Liga bewahrt.

Hoffenheim vor Verpflichtung von US-Talent

Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim steht vor der Verpflichtung des US-Talents Justin Che. Der 18-Jährige soll nach Angaben des „Kicker“ zunächst bis 2023 vom FC Dallas ausgeliehen werden. Danach soll es eine Kaufoption geben. Che war in der Rückrunde der vergangenen Saison bereits an den FC Bayern München ausgeliehen worden und hatte in der zweiten Mannschaft acht Drittliga-Spiele bestritten.

Wirtz profitiert von seiner Schwester

Jung-Nationalspieler Florian Wirtz gehört schon mit 18 Jahren zu den prägenden Figuren der Bundesliga – und hat das auch seiner großen Schwester zu verdanken. „Das fängt schon damit an, dass wir früher auf engstem Raum im Wohnzimmer gespielt und gekämpft haben“, sagte er im Doppel-Interview mit Juliane Wirtz (20) dem Magazin 11Freunde: „Dadurch haben wir früh eine gewisse Zweikampfhärte bekommen.“

Wie Florian hat auch Juliane Wirtz es mittlerweile zu Bayer Leverkusen in die Bundesliga geschafft, der kleine Bruder diente dabei durchaus als Vorbild. „Die Fähigkeiten meines Bruders waren oft ein Anreiz für mich“, sagte sie: „Wenn ich mit meinem Vater eine Extraeinheit absolviert habe, hat er hin und wieder gesagt: “Dies oder jenes macht der Flori schon gut. Probier' mal, ob du das auch schaffst.„

Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen zwischen dem Frauen- und Männerfußball sind aus Sicht von Florian Wirtz noch gewaltig. „Natürlich würde ich mir wünschen, dass meine Schwester unter den gleichen Bedingungen Fußball spielen kann wie ich“, sagte er, „aber das ist noch ein weiter Weg.“

Hoeneß lobt Nagelsmann: „Ich bin verwundert“

Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat Trainer Julian Nagelsmann (34) in den höchsten Tönen gelobt. „Wir haben eine gute Mannschaft und einen sehr guten Trainer. Ich bin immer wieder verwundert, dass so ein junger Bursche schon so eine Reife hat und so über den Tellerrand hinausschaut“, sagte Hoeneß im Interview mit der Abendzeitung: „Da können wir uns alle glücklich schätzen, dass wir ihn haben.“

( HA/sid/dpa )

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