Fußball-Ticker

Borussia Mönchengladbach blamiert sich im DFB-Pokal

| Lesedauer: 26 Minuten
Lars Stindl (l.) und Kouadio Koné konnten es nicht fassen.

Lars Stindl (l.) und Kouadio Koné konnten es nicht fassen.

Foto: Ulrich Hufnagel / imago images

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 19. Januar 2021:

Demütigung für Hertha: Unions Pokal-Träume nach Derby-Sieg

Der 1. FC Union hat die neuen Machtverhältnisse im Berliner Fußball eindrucksvoll manifestiert. Durch ein 3:2 (1:0) bei Hertha BSC zogen die Eisernen nach zwei Jahren wieder ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein und demütigten ihren sportlich abgehängten Lokalrivalen nun auch in dessen Olympiastadion. Zwei Monate nach dem souveränen 2:0 im Bundesliga-Duell war das Team von Erfolgscoach Urs Fischer im Hauptstadt-Derby am Mittwochabend spielerisch und taktisch wieder überlegen. Die Hertha stemmte sich gegen die Niederlage, zeigte aber erschreckende Defensivschwächen.

Andreas Voglsammer (11. Minute) mit einem artistischen Seitfallzieher, Niklas Stark per Eigentor (50.) und Robin Knoche (55.) trafen für den Pokal-Finalisten von 2001, der sich nach dem ersten Auswärts-Derbysieg seit elf Jahren sogar gute Chancen auf eine Rückkehr ins Olympiastadion beim Endspiel am 21. Mai ausrechnen kann. Für die Hertha traf Suat Serdar doppelt (54., 90.+4). Trainer Tayfun Korkut muss die zähe Aufbauarbeit einer verunsicherten Mannschaft fortsetzen - am Sonntag im Heimspiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Bayern München.

Grifo schießt TSG aus dem DFB-Pokal

Kunstschütze Vincenzo Grifo hat die TSG 1899 Hoffenheim aus dem DFB-Pokal geschossen und lässt den SC Freiburg vom ersten nationalen Titelgewinn träumen. Der 28 Jahre alte Italiener erzielte am Mittwochabend beim 4:1 (2:0) im Achtelfinale zwei Tore (10. Minute/36./Handelfmeter) und entschied damit frühzeitig das Baden-Württemberg-Duell zugunsten der Breisgauer. Vor nur 500 erlaubten Zuschauern machte der TSG ein Eigentor von Rückkehrer Nico Schlotterbeck (53.) nur kurzzeitig Hoffnung. Kevin Schade (55.) und Ermedin Demirovic (67.) trafen zum Endstand. Ein später zweiter Treffer der Hoffenheimer durch Ihlas Bebou wurde wegen Abseits aberkannt.

Bei Hoffenheim misslang das Experiment, Stürmer Andrej Kramaric auf der Bank zu lassen, gehörig. Die sonst so offensivstarken Kraichgauer wirkten harmlos und erspielten sich kaum Chancen. Die ganz große Gelegenheit, im nach dem Ausscheiden von Bayern, Dortmund und Leverkusen stark dezimierten Pokal etwas zu gewinnen, hat nun der Sportclub, der bei dem wichtigen Sieg auch von der Rückkehr von Torhüter Mark Flekken und Schlotterbeck profitierte. Das Viertelfinale findet am 1. und 2. März statt.

"Verstehe es nicht" – Mönchengladbach blamiert sich im Pokal

Adi Hütter rang sich bei der Gratulation an seinen Trainerkollegen Christoph Dabrowski noch ein Lächeln ab – doch dann wurde die Miene des Coaches von Borussia Mönchengladbach wieder bitterernst. Die 0:3 (0:2)-Blamage im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Zweitligisten Hannover 96 hatte aber nicht nur Hütter die Stimmung verhagelt. "Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Wir hatten so eine große Möglichkeit, etwas Besonderes zu schaffen. Ich verstehe es einfach nicht", sagte ein tief enttäuschter Kapitän Lars Stindl kopfschüttelnd bei Sky.

Während der Außenseiter den höchsten Sieg eines Zweitligisten gegen einen Bundesligisten seit zehn Jahren ausgelassen feierte, stapften die Gladbacher fassungslos in die Kabine und trauerten der riesigen Chance auf den ersten Titel seit 1995 hinterher. "Wir kannten alle die Ergebnisse von den Spielen zuvor. Wir haben uns so viel vorgenommen und wir kriegen es nicht auf den Platz", schimpfte Stindl nach den Gegentoren von Maximilian Beier (4./51.) und Sebastian Kerk (36./Handelfmeter). "Den Abend werden wir in Erinnerung behalten", sagte der starke 96-Torhüter Ron-Robert Zieler.

Leipzig nach Pflichtsieg: "Haben schon mal mehr geglänzt"

Die knapp 1000 Fans skandierten "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", die Spieler klatschten sich nach der erfolgreichen Pflichtaufgabe ab und flachsten noch ein wenig rum. RB Leipzig hat sich im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwoch im Schongang mit 2:0 (1:0) gegen den Zweitligisten FC Hansa Rostock durchgesetzt. "Grundsätzlich war das Spiel ein bisschen zäh", sagte Leipzigs Nationalspieler Lukas Klostermann: "Wir haben schon mal mehr geglänzt."

Nach dem Aus der Top-Clubs aus München, Dortmund und Leverkusen zählt beim Vorjahresfinalisten nur der erneute Einzug ins Endspiel. Den Weg dafür ebnete Yussuf Poulsen (6. Minute) mit seinem ersten Tor seit Anfang November, wenige Minuten vor Schluss erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Dani Olmo (82.). "Eine Runde weiterkommen war unser einziges Ziel heute, da darf man auch mal glücklich sein", sagte Poulsen.

Robinho wegen Vergewaltigung zu neun Jahren Haft verurteilt

Der frühere brasilianische Starspieler Robinho (37) muss in Italien eine neunjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung antreten. Das Oberste Kassationsgericht in Rom lehnte einen Einspruch des ehemaligen Weltklassestürmers gegen einen zweitinstanzlichen Urteilsspruch am Mittwoch ab, das Urteil ist endgültig und kann nicht mehr angefochten werden.

Robinho soll 2013 an einer Gruppenvergewaltigung einer 23-Jährigen in Mailand beteiligt gewesen sein. Der Beschuldigte selbst war bei der Anhörung und Urteilsverkündung in Rom nicht anwesend, er war auch 2017 in Abwesenheit schuldig gesprochen worden. Erwartet wird, dass Italien nun Robinhos Auslieferung aus Brasilien beantragt.

Füllkrug über Weiser: „Immer ärgerlich“

Werder Bremens Stürmer Niclas Füllkrug bedauert das Fehlen des erneut mit dem Coronavirus infizierten Spielers Mitchell Weiser bedauert. „Es spielt ja keine Rolle, wer es ist. Es ist immer ärgerlich, wenn jemand ausfällt. Ich würde Mitch gönnen, dass er bald wieder bei uns sein darf“, sagte Füllkrug am Mittwoch in einer Medienrunde.

Am Dienstag hatte der Weser-Club mitgeteilt, dass Weiser erneut positiv getestet wurde. Zuvor hatte er bereits mehrfach gefehlt, weil er sich als Kontaktperson in Quarantäne begeben musste, obwohl er nicht selbst positiv getestet worden war. Das deutete darauf hin, dass er nicht geimpft ist, da nur Ungeimpfte als Kontaktpersonen in häusliche Isolation geschickt werden.

Füllkrug berichtete selbst von seiner Corona-Infektion vor einigen Tagen: „Ich hatte es auch. Die erste Halbzeit fiel es mir schon etwas schwerer von der Luft her“, sagte er über seinen ersten Einsatz am Wochenende nach der Infektion. „Ich habe eigentlich gar nichts gespürt, konnte zu Hause meine Workouts machen und habe versucht, mich so gut es geht fit zu halten“, sagte er vor dem Auswärtsspiel der Bremer gegen den SC Paderborn am Sonnabend (13.30 Uhr/Sky).

Leverkusen: U-Nationalspieler Gedikli bleibt

Bayer Leverkusen hat seinen Nachwuchsspieler Emrehan Gedikli für ein weiteres Jahr an sich gebunden. Der 18-Jährige unterschrieb einen neuen Vertrag bis Sommer 2023. Der deutsche U19-Nationalspieler ist seit 2010 bei Bayer, in der vergangenen Saison hatte er sein Profi-Debüt gegeben. Gewöhnlich läuft der Spieler für die U19 auf.

„Emrehan ist ein abschlussstarker Strafraumspieler, der in der Hinrunde mit einigen kleineren Verletzungen zu kämpfen hatte. Doch seine Entwicklung ist vielversprechend“, sagte Sportdirektor Simon Rolfes: „Jetzt wird es wichtig sein, dass er auf möglichst hohem Niveau Spielpraxis bekommt.“

Oliver Kahn: „Sport braucht Fans“

Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn hofft auf eine baldige Zuschauer-Rückkehr. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei einer entsprechenden Pandemie-Entwicklung die Rückkehr der Zuschauer in Aussicht gestellt hat. Wir sind davon überzeugt, dass die Zuschauerkonzepte der Clubs eine starke Grundlage bilden, um diesen Schritt mit den zuständigen staatlichen Stellen angehen zu können“, sagte Kahn auf Anfrage.

„Der Sport braucht seine Fans und ihre Emotionen – in den Stadien und in den Hallen. Selbstverständlich hat die Eindämmung und Bekämpfung von Corona immer höchste Priorität. Es geht in dieser Pandemie insgesamt darum, in allen Lebensbereichen vernünftige Lösungen zu finden“, sagte Kahn. In Bayern spielen die Bundesligisten seit Anfang Dezember wieder vor leeren Rängen.

Die vier wichtigsten deutschen Profiligen hatten zuvor angesichts der Zuschauerbeschränkungen in der Corona-Pandemie große Sorgen geäußert und in einem gemeinsamen Brief an das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten eine Rückkehr zu standortbezogenen Konzepten gefordert. „An einigen Stellen ist sogar die Existenz bedroht“, heißt es in dem Papier, das von den Verantwortlichen der Deutschen Fußball Liga (Donata Hopfen), der Deutschen Eishockey Liga (Gernot Tripcke), der Handball-Bundesliga (Frank Bohmann) und der Basketball Bundesliga (Stefan Holz) unterzeichnet ist.

Amiri vor Wechsel zum CFC Genua

Nationalspieler Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen steht nach Informationen des „Kicker“ vor einem Wechsel in die Serie A zu CFC Genua (siehe auch diesen Eintrag). Der Spieler und der italienische Club seien sich bereits über die Konditionen einig, berichtet das Magazin. Nun seien die Vereine am Zug. Spekuliert wird über ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption in Höhe von etwa neun Millionen Euro.

Amiri habe am Mittwoch in Leverkusen nur abseits der Mannschaft trainiert. Der 25-Jährige, der im Juli 2019 von der TSG 1899 Hoffenheim an den Rhein gewechselt war, kam in dieser Saison unter dem neuen Trainer Gerardo Seoane in 27 Pflichtspielen nur auf sechs Startelf-Einsätze.

Dembélé sorgt bei Barça für Ärger

Der ehemalige BVB-Profi Ousmane Dembélé sorgt beim FC Barcelona für Ärger. Trainer Xavi Hernández warnte am Mittwoch, der frühere Dortmund-Stürmer müsse seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag umgehend verlängern. Andernfalls werde er nicht mehr für den spanischen Verein spielen – und im Sommer wäre Dembélé, der 2017 für rund 140 Millionen Euro von Dortmund nach Barcelona gewechselt war, dann ablösefrei zu haben.

„Entweder er verlängert oder wir lösen den Fall mit einem Weggang des Spielers. Uns bleibt nichts anderes übrig, nichts anderes. Morgen werden wir eine Entscheidung treffen“, sagte der Coach vor dem Achtelfinal-Pokalspiel der Katalanen am Donnerstag bei Athletic Bilbao.

Wegen des Hin und Her um den 24 Jahre alten Franzosen verschob Xavi die Bekanntgabe des Kaders für das Spiel im Baskenland um 24 Stunden auf Donnerstag. Dembélé habe dem Coach mehrfach versichert, dass er bei Barça bleiben wolle, schrieben spanische Medien. Doch der Agent des Profis, Moussa Sissoko, habe das bereits vor fünf Monaten vorgelegte Angebot bisher nicht akzeptiert, weil der Club Dembélé künftig ein deutlich niedrigeres Salär zahlen wolle, hieß es.

Im Gespräch mit dem französischen Radiosender „RMC“ kritisierte Sissoko das Verhalten des Vereins: „Wenn Barcelona hätte verhandeln wollen, hätten sie versuchen können, sich mit uns zusammenzusetzen und zu sprechen. Aber es gibt kein Gespräch, nur Drohungen, nicht mehr in ihrer Mannschaft zu spielen. Und das ist verboten.“

Der finanziell und sportlich angeschlagene Club hat Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro. Barça bemüht sich deshalb darum, die Höhe der Bezüge zu reduzieren oder durch den Verkauf oder die Ausleihe von Profis die Ligaregeln für die Gesamtsumme der Profigehälter einzuhalten. Zuletzt wurde der Brasilianer Philippe Coutinho an Aston Villa ausgeliehen. Gleichzeitig will man sich auch verstärken. Jüngst wurden der Brasilianer Dani Alves (38) und der spanische Nationalstürmer Ferrán Torres (21) geholt. Ganz oben auf der Wunschliste steht aber Erling Haaland (21) von Borussia Dortmund.

Bayern: Goretzka setzt Aufbautraining fort

Nationalspieler Leon Goretzka hat sein Aufbautraining beim FC Bayern München fortgesetzt. Nachdem der 26-Jährige am Vortag nach anhaltenden Knie-Problemen bei einer Laufeinheit auf den Rasen zurückgekehrt war, arbeitete der Mittelfeldspieler auch am Mittwoch individuell für sein Comeback. Manuel Neuer trainierte aus Gründen der Belastungssteuerung ebenfalls individuell.

Goretzka hat schon seit längerem Patellasehnenprobleme. „Wir versuchen es mit einer medikamentösen Therapie und werden das Aufbautraining sukzessive steigern. Nach zwei Wochen schauen wir, wie das Knie reagiert“, hatte Trainer Julian Nagelsmann zuletzt erklärt.

Dresden-Ikone „Dixie“ Dörner ist tot

Dynamo Dresden trauert um seine Clubikone Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner. Der Rekordspieler und Ehrenspielführer des Zweitligisten verstarb in der Nacht zu Mittwoch nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren. Das teilte Dynamo auf seiner Internetseite mit. „Lieber “Dixie', Du wirst uns unendlich fehlen und dennoch immer mit uns sein„, schrieb der Club: “Ruhe in Frieden!“ Lesen Sie hier mehr zum Tod von Dixie Dörner.

Trauer um Dynamo-Legende: "Dixie" Dörner ist tot
Trauer um Dynamo-Legende: "Dixie" Dörner ist tot

Norwegen trauert um Nils Arne Eggen

Der norwegische Fußball trauert um Nils Arne Eggen. Der langjährige Erfolgstrainer von Rosenborg Trondheim starb in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 80 Jahren.

Eggen wurde als Coach 15-mal norwegischer Meister, 14-mal mit Rosenborg, das er an der Spitze des Landes und international etablierte. Der Club setzte dem Mann, der in der Champions League Real Madrid und den AC Mailand bezwang, 2019 vor dem Lerkendal-Stadion ein Denkmal.

Liverpools Erfolgsgarant Robinson ist tot

Der FC Liverpool trauert um seinen früheren Geschäftsführer Peter Robinson. Wie der englische Erstligist am Mittwoch bekannt gab, ist der langjährige Macher und Erfolgsgarant im Alter von 86 Jahren verstorben. Robinson war von 1965 bis 2000 in verschiedenen Rollen bei den Reds aktiv. In dieser höchst erfolgreichen Ära gewann Liverpool 29 Titel.

Auch der frühere Liverpool-Profi Dietmar Hamann kondolierte bei Twitter. „Das sind traurige Neuigkeiten. Ein besonderer Mann hat uns verlassen“, schrieb Hamann, der mit den Reds 2005 die Champions League gewonnen hatte: „Ohne seine Verdienste und Leistungen wäre der FC Liverpool nicht der Klub, der er heute ist. Er wird sehr vermisst werden.“

Labbadia: Genua-Verhandlungen gescheitert

Nach dem Rauswurf von Trainer Andrej Schewtschenko sind die Verhandlungen zwischen dem italienischen Erstligisten FC Genua und dem ehemaligen HSV-Coach Bruno Labbadia gescheitert. Laut Gazzetta dello Sport soll sich der 55-Jährige nicht mit Genuas Sportdirektor und ehemaligem Hamburger Chefscout Johannes Spors (2018/19) über die Perspektiven für den Club und den Erwerb neuer Spieler geeinigt haben.

Labbadia wurde seit Tagen als Nachfolger des am Sonnabend entlassenen Schewtschenko gehandelt und hätte am Dienstag in die norditalienische Stadt kommen sollen. Grund für Labbadias Rückzieher könnten unterschiedliche Ansichten beim Kauf neuer Spieler gewesen sein, berichtete der Sender Rai Sport. Der frühere ukrainische Weltklassestürmer Schewtschenko hatte in elf Pflichtspielen nur einen Sieg geholt. Genua liegt mit zwölf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz der Serie A.

Nun denkt Genua laut Medien an eine Rückkehr früherer Trainer. Zur Wahl stünden Ex-Coach Rolando Maran, hieß es beim Sender Sky Sport Italia. Der 58-Jährige hatte die Mannschaft von August bis Dezember 2020 trainiert. Eine weitere Option könnte Marans Vorgänger bei CFC Genua, Davide Nicola, sein. Seit der Trennung von Schewtschenko wird die Mannschaft interimsweise von U17-Coach Abdoulay Konko betreut.

Drei Spiele Sperre für Düsseldorfs Peterson

Stürmer Kristoffer Peterson vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ist vom DFB-Sportgericht nach seinem Platzverweis beim 0:3 bei Werder Bremen für drei Spiele gesperrt worden. Peterson war in der 58. Minute von Schiedsrichter Tobias Reichel (Stuttgart) des Feldes verwiesen worden.

WM in Katar: Erste Tickets im Verkauf

Zehn Monate vor dem WM-Eröffnungsspiel in Katar hat die Fifa die erste Verkaufsphase für die Eintrittskarten gestartet. Bis zum 8. Februar (11 Uhr) können sich Interessenten um Tickets bewerben. Sollte es mehr Anfragen als Karten geben, kommt es zu einer Verlosung. Fans sollen dann bis zum 8. März erfahren, ob sie zum Zuge gekommen sind. Die WM-Endrunde mit 32 Mannschaften dauert vom 21. November bis zum 18. Dezember.

In der ersten Verkaufsphase können nicht nur Karten für einzelne Partien vom Eröffnungsspiel bis zum Finale bestellt werden, sondern auch Ticketserien, mit denen alle Begegnungen einer Mannschaft ab der Vorrunde verfolgt werden können. Neu ist dank der kurzen Entfernungen im Gastgeberland eine Kartenserie für vier Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen in vier Stadien. Auch Karten für Menschen mit Behinderung und/oder eingeschränkter Mobilität werden angeboten.

Vor der Auslosung der Vorrundengruppen am 1. April soll es – solange der Vorrat reicht – eine zweite Verkaufsphase geben, Einzelheiten will die Fifa später mitteilen. Nach der Auslosung folgen weitere Verkaufsphasen, dann werde es auch Karten für Zuschauer geben, die bei den anderen Fans ihrer Mannschaft sitzen wollten, hieß es. Zudem werden sogenannte bedingte Fantickets angeboten, mit denen Zuschauer einen Sitzplatz für mögliche Begegnungen ihres Teams in der K.o.-Phase einschließlich des Finales reservieren könnten.

Darmstadts Karic positiv auf Corona getestet

Linksverteidiger Emir Karic vom Zweitligisten Darmstadt 98 ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Österreicher hatte sich wegen Symptomen am trainingsfreien Dienstag einem zusätzlichen PCR-Test unterzogen, dabei wurde der Verdacht einer Infektion nach Vereinsangaben bestätigt. Karic wird den Lilien damit mindestens im Auswärtsspiel am Sonnabend (13.30 Uhr/Sky) beim Schlusslicht FC Ingolstadt fehlen.

Manager verärgert über Corona-Maßnahmen

Mehrere Bundesliga-Manager haben die aktuellen Corona-Maßnahmen kritisiert und mehr Zuschauer in den Stadien gefordert. Dass zum Teil nur 500 bis 750 Fans bei einem Spiel erlaubt sind, sei „völlig unverhältnismäßig gegenüber Sport und Kultur. 750 Zuschauer in einem 50.000er Stadion hat nichts mit sinnvollem Infektionsschutz zu tun“, wird Eckhard Sauren, Vize-Präsident des 1. FC Köln, vom Nachrichtenportal „The Pioneer“ zitiert.

Die Stadien seien keine Infektionsherde, betonte Sauren und mahnte: „Wir haben früh für 2G geworben und Akzeptanz gefördert und jetzt verlieren wir aufgrund dieser Symbolpolitik 1,7 Millionen Euro in jedem Spiel mit 750 Zuschauern.“

Auch Thomas Hitzlsperger, der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart, äußerte sein Unverständnis. „Alle vorliegenden Daten zeigen, dass Fußballstadien unter 2G-Bedingungen und unter Beachtung der mit den zuständigen Behörden ausgearbeiteten Auflagen und Konzepten keine Infektionsherde sind“, sagte der frühere Profi und Nationalspieler.

Die Corona-Verordnungen ignorierten die Fakten und stellten den organisierten Sport vor fast unlösbare Herausforderungen: finanziell, organisatorisch und emotional, meinte Hitzlsperger: „Unsere Fans fehlen uns. Das Geschäftsmodell Profifußball kann auf Dauer gerade für Traditionsvereine ohne Zuschauer nicht funktionieren.“

Die Zuschauerregeln sind in Deutschland uneinheitlich. Während beim Drittligisten in Magdeburg 15 000 Zuschauer ins Stadion kommen dürfen, sind in Mönchengladbach, Düsseldorf oder Köln nur 750 Fans erlaubt.

FCK überreicht Spende an Flutopfer

Fans und Vorstand des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern haben der Flutopferhilfe Rheinland-Pfalz eine Spende von 42.000 Euro übergeben. Unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer vergangenen Jahres hatten Verein und Fanbeirat eine Sammlung ins Leben gerufen.

„Im Namen der Landesregierung danke ich dem 1. FC Kaiserslautern und seinen Fans herzlich für die großzügige Spende zugunsten der Flut-Betroffenen in Rheinland-Pfalz“, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD): „Die Lauterer demonstrieren damit diesen unerschütterlichen Zusammenhalt, den wir seit der furchtbaren Flutkatastrophe vielfach erleben dürfen.“

Tuchel nach Rückschlag: „Wo fahren wir hin?“

Der frisch gekürte Welttrainer Thomas Tuchel hat nach dem nächsten Punktverlust des FC Chelsea in der Premier League eine große Müdigkeit eingestanden – auch bei sich selbst. Nach dem 1:1 am Dienstagabend bei Brighton & Hove Albion sagte Tuchel dem britischen Sender BBC: „Ich merke es selbst. Manchmal sitzt du im Bus und denkst: Wo fahren wir hin?“, erzählte der 48-Jährige. „Du musst dich neu konzentrieren und überlegen, wo wir hinfahren, wann wir da sind, um wie viel Uhr wir spielen und wann die nächste Sitzung ist.“

Durch den Punktverlust hat der FC Chelsea als Tabellendritter der Premier League nun schon zwölf Zähler Rückstand auf den überlegenen Spitzenreiter Manchester City. Der am Montagabend als Welttrainer ausgezeichnete Tuchel zeigte angesichts des dicht getakteten Spielplans Verständnis für die fehlende körperliche und geistige Frische bei seinen Spielern.

„Wir haben damit zu kämpfen“, sagte Tuchel. „So geht das seit November. Wir sind das Team, das spielt und spielt und spielt, und das merkst du natürlich. Deswegen müssen wir den Stecker ziehen und die Batterien aufladen“, erklärte der frühere Bundesliga-Coach. Er gab seiner Mannschaft zwei Tage frei, damit sie mit „Hunger und Freude“ zurückkomme. „Wir sehen müde aus, weil wir müde sind“, räumte er ein.

Der Champions-League-Sieger trifft am Sonntag in einem Londoner Stadtduell auf Tottenham Hotspur. Es wird seit Anfang November bereits das 21. Pflichtspiel für Chelsea sein. Eine weitere freie Woche werde es in der folgenden Spielpause geben, die im internationalen Rahmenkalender vorgesehen ist, kündigte Tuchel an, der seit knapp einem Jahr Chelsea-Trainer ist.

Welttrainer Tuchel: "Unglaublich, surreal"
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Augsburgs Pepi will in die Champions League

Rekord-Neuzugang Ricardo Pepi will mit dem FC Augsburg hoch hinaus. „Ich habe einen Traum: Ich möchte mit Augsburg in der Champions League spielen“, sagte das 18 Jahre alte Sturm-Talent im Interview mit der Sport Bild: „Das hört sich vielleicht aktuell verrückt an, aber das ist mein Ziel. Ich hatte immer große Träume. Und nur so konnte ich vorankommen.“

Deshalb nimmt sich der junge US-Amerikaner auch keinen Geringeren als den Weltfußballer zum Vorbild. „Ich sehe zu Robert Lewandowski auf. Auf dieses Level will ich kommen, daran arbeite ich jeden Tag“, sagte Pepi.

Die enorm hohe Ablöse von bis zu 17,5 Millionen Euro, die Augsburg an den FC Dallas zahlt, bedeutet für Pepi angeblich keinen zusätzlichen Druck. „Ich war nicht derjenige, der diesen Preis aufgerufen hat“, sagte er: „Ich fühle überhaupt keinen Druck, ehrlich. Ich mache nur, was ich am besten kann.“

Zorc äußert sich zu Morddrohung gegen Zwayer

Für Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc entsprechen die Beleidigungen gegen Schiedsrichter Felix Zwayer „leider im Moment dem Zeitgeist“. Es sei zuletzt „auch bei Politikern und sogar bei Virologen“ zu sehen gewesen, „die einfach nur ihre wissenschaftliche Meinung abgegeben haben, die dann vielleicht einigen Menschen nicht passt“, sagte Zorc am Dienstagabend beim Pay-TV-Sender Sky angesprochen auf die Berichte von Zwayer über Anfeindungen nach seiner umstrittenen Rolle im Spitzenspiel des BVB gegen den FC Bayern (2:3) im vergangenen Dezember.

Das Internet sei „ein anonymes Forum, das einen Raum für solche Meinungsäußerungen und idiotischen Beschimpfungen gibt“, sagte Zorc. Er äußerte zudem, dass Morddrohungen „in keinster Weise zu tolerieren oder zu rechtfertigen“ seien. Zwayer hatte berichtet, dass er zahlreiche Hass-Nachrichten erhalten und ihm die Berliner Polizei geschrieben habe, „dass eine Morddrohung gegen mich im Internet existiert“.

Der Schiedsrichter ist im Moment nicht aktiv, er war nach dem Topspiel von den Dortmunder stark kritisiert worden. Besonders hart hatte BVB-Jungstar Jude Bellingham den 40-Jährigen verbal attackiert. Der Engländer hatte Zwayer in Anspielung auf den 17 Jahre alten Skandal um Robert Hoyzer indirekt Bestechlichkeit vorgeworfen.

„Wir haben damals unsere Enttäuschung über die Leistung von Felix Zwayer zum Ausdruck gebracht“, sagte Zorc, der keinen Sinn in einem Gespräch zwischen Zwayer und Bellingham sieht. „Was soll der 18-jährige Jude Bellingham in solch einem Gespräch äußern“, fragte Zorc. „Aber wir als Borussia Dortmund würden immer für ein Gespräch bereitstehen, das ist doch klar.“

Zwayer berichtet von Drohungen: "Schwer, damit umzugehen"
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( HA/sid/dpa )

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