Champions League

FC Bayern feiert Kantersieg – Wolfsburg hadert mit Elfmeter

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Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel knöpfte sich nach dem Spiel den bulgarischen Schiedsrichter Georgi Kabakov vor.

Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel knöpfte sich nach dem Spiel den bulgarischen Schiedsrichter Georgi Kabakov vor.

Foto: Martin Rose/Getty Images

Weltfußballer Robert Lewandowski glänzt mit einem Doppelpack. Wolfsburg verpasst dagegen den sicher geglaubten Sieg.

Hamburg. Angeführt von Doppelpacker Robert Lewandowski setzte Bayern München in der Champions League mit einer glanzvollen Gala erneut ein Zeichen. Zwei Wochen nach dem 3:0 beim FC Barcelona gewann der Rekordmeister in überzeugender Manier mit 4:0 (2:0) gegen Dynamo Kiew, es war der neunte Pflichtspielsieg in Serie.

Der VfL Wolfsburg hatte den Sieg ebenfalls vor Augen, muss sich nach einem umstrittenen Foulelfmeter kurz vor Schluss aber mit einem 1:1 (0:0) gegen den FC Sevilla begnügen. „Das ist bodenlos. Ich weiß nicht, ob die Schiedsrichter heute zum ersten Mal den Videobeweis benutzt haben. Das kann man in der Champions League nicht pfeifen. Ohne den Schiedsrichter hätte Sevilla heute nichts mitgenommen“, motzte Maximilian Arnold am DAZN-Mikrofon.

Lewandowski schießt Bayern zum Sieg

Währenddessen gab es in München nur strahlende Gesichter zu sehen. Nachdem Lewandowski nach seinem torlosen Auftritt am Sonnabend zuvor in Fürth (3:1) noch Frust geschoben hatte, lief die Münchner Tormaschine diesmal wieder wie geschmiert. Erst traf der Weltfußballer nach Videobeweis per Handelfmeter (12.), wenig später auf Vorlage von Thomas Müller (27.). Der dritte Treffer gelang Serge Gnabry (68.), der vierte dem starken Leroy Sane (74). Zum Auswärtsspiel bei Benfica Lissabon (20. Oktober) fährt der FC Bayern als souveräner Tabellenführer der Gruppe E.

„Wir haben es relativ gut gemacht, haben im Endeffekt wieder unsere Dominanz gezeigt“, sagte der starke Sané. Leon Goretzka schwärmte von einem „schönen Fußballabend“, an dem „vieles gut“ gewesen sei. Und auch der neue Trainer Julian Nagelsmann sei „über weite Strecken schon zufrieden“ gewesen.

Der Sieg der hochmotivierten und spielfreudigen Münchner hätte sogar noch höher ausfallen können. Der erneut überzeugende Sane traf aber bereits in der eindrucksvollen ersten Halbzeit nur den Pfosten (35.). Der FC Bayern kombinierte phasenweise wie aus einem Guss und blieb immer torhungrig, Kiew kam seinerseits nur selten zu Kontern – traf dabei aber spätestens auf einen sicheren Manuel Neuer.

Wolfsburg kassiert Platzverweis

Ein ganz anderes Bild zeichnete sich in Wolfsburg ab, wo der VfL am Ende mit dem Schiedsrichter haderte. Ivan Rakitic (87.) glich für die Spanier nach einem fragwürdigen Foulelfmeter noch aus. Josuha Guilavogui sah für sein Einsteigen die Gelb-Rote Karte (85.). Die Entscheidung des Unparteiischen Georgi Kabakow (Bulgarien) nach Videobeweis quittierte das Wolfsburger Publikum mit lauten Pfiffen. Renato Steffen (48.) hatte die Wölfe in einer ruppigen Partie zunächst in Führung gebracht.

Für Wolfsburg war an diesem Abend vor 11.733 Zuschauern deutlich mehr drin, so rangiert der Werksclub nach dem zweiten Unentschieden im zweiten Champions-League-Spiel aber auf Platz drei in Gruppe G – dennoch hat der Bundesligist damit weiter alle Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals. Am 20. Oktober geht es für die Niedersachsen im Europapokal bei RB Salzburg weiter.

( sid/HA )

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