Champions League

Nach traumhaftem Premierentor: Paris verneigt sich vor Messi

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Lionel Messi jubelt über seinen Premierentreffer für Paris Saint-Germain beim Champions-League-Topspiel gegen Manchester City.

Lionel Messi jubelt über seinen Premierentreffer für Paris Saint-Germain beim Champions-League-Topspiel gegen Manchester City.

Foto: Franck Fife / AFP

Der Superstar trifft beim Gigantenduell der Champions League gegen Manchester City erstmals für PSG. Die Experten schwärmen.

Paris. Diese kindliche Freude in den Armen seines Kumpels Neymar verriet viel über die Last, die von Lionel Messis Schultern abgefallen war. Und als wäre das gelöste Lachen des sonst oft so eiskalten Superstars nicht schon Hinweis genug gewesen, machte er auch später keinen Hehl daraus, wie befreiend dieses erste Tor im Trikot von Paris Saint-Germain war. „Es stimmt“, sagte der Argentinier strahlend, „dass ich diesen Treffer unbedingt wollte.“

Vier Spiele Anlaufzeit hatte Messi nach seinem spektakulären Abgang vom FC Barcelona benötigt, ehe er in der 74. Minute im Gigantenduell der Champions League gegen Manchester City endgültig in Paris ankam. Ein Tempodribbling über 30 Meter, ein Doppelpass mit Kylian Mbappé und ein unwiderstehlicher Direktschuss von der Strafraumkante zum 2:0 (1:0)-Endstand – ein so typischer Treffer für den sechsmaligen Weltfußballer.

Und während der 34-Jährige begleitet von Messi-Sprechchören der Fans im Prinzenpark von einem „perfekten Abend gegen einen großartigen Gegner“ sprach, trudelten schon die gewohnten Lobpreisungen ein. Englands Fußballikone Gary Lineker bejubelte auf Twitter ein „Wundertor“, und auch PSG-Trainer Mauricio Pochettino kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Seine Vorstellung war unglaublich, er hat ein großartiges Tor geschossen“, sagte der 49-Jährige über seinen Landsmann: „Er ist der beste Spieler der Welt, daran gibt es keinen Zweifel.“

Erstes Tor für PSG: Pochettino und Guardiola adeln Messi

Und zu seinem ausgelassenen Jubel über Messis Premierentor fügte Pochettino fast schon entschuldigend an: „Ich saß schon oft auf der gegnerischen Bank und musste seine Tore mitansehen. Nun saß ich ausnahmsweise auf der richtigen Bank und konnte feiern.“

Nach dem Duell der beiden mit Öl-Milliarden aus Katar beziehungsweise Abu Dhabi alimentierten Titelaspiranten in der Champion League musste auch Messis Lehrmeister Pep Guardiola neidlos die Klasse anerkennen, die bei PSG mit dem von Neymar und Weltmeister Mbappé komplettierten „Wundersturm“ zusammenwächst. „Wir können diese Spieler nicht über 90 Minuten kontrollieren“, sagte der Teammanager von Manchester City.

Ein Sonderlob gab es natürlich für seinen einstigen Musterschüler Messi. „Wenn er rennen kann und den Ball am Fuß hat, ist er nicht zu stoppen“, sagte Guardiola, dem am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) in der Premier League gegen Jürgen Klopps FC Liverpool gleich das nächste Spitzenspiel bevorsteht. Messis Tor sei schlicht „fantastisch“ gewesen.

Der Gepriesene selbst, gerade erst nach einer Knieverletzung zurückgekehrt, gab sich hingegen Mühe, die Euphorie einzubremsen und sah noch viel Luft nach oben. „Nach und nach passe ich mich an und integriere mich in die Mannschaft“, sagte Messi: „Mit der Zeit lernen wir uns immer besser kennen. Ich bin sicher, dass wir uns verbessern werden.“

Die Konkurrenz darf das durchaus als Drohung auffassen.

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