Werder Bremen

Ailton sieht „schwarz“ für seinen Ex-Club und bietet sich an

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Ausverkauf bei Werder: Diese Profis mussten schon gehen

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Es rumort bei Werder Bremen. Neben der großen finanziellen Krise kommt nun eine sportliche beim Absteiger dazu. Viele Profis mussten den Traditionsklub notgedrungen bereits verlassen. Das vorhandene Tafelsilber wird immer weniger - und die sportlichen Aussichten sind düster.

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„Ahnungslos“: Bremer Vereinslegende rechnet mit Werder ab. Absteiger führt derweil „sehr gute“ Gespräche mit einem Wunschspieler.

Bremen. Vereinslegende Ailton hat mit seinem Ex-Club Werder Bremen abgerechnet und die Führung um Sportchef Frank Baumann (45) kritisiert. Schon vor zwei Jahren hätte der kriselnde Traditionsclub „einen Neustart und ein ganz neues Konzept gebraucht“, sagte der 48 Jahre alte Brasilianer bei Sport1: „Aber es wurde immer alles schön geredet. Und so wurde dann von Jahr zu Jahr ahnungslos weitergearbeitet.“

Den Abstieg hat Ailton, der Werder 2004 zum Double aus Meisterschaft und dem Triumph im DFB-Pokal geschossen hatte, noch nicht verarbeitet. „Ich habe noch nicht akzeptiert, dass Werder in der 2. Liga spielt“, sagte der ehemalige Stürmer, dem beim 1:4 zuletzt gegen den SC Paderborn bewusst wurde, „dass es eine ganz schwere Saison für die Mannschaft wird. Die Jungs müssen lernen zu kämpfen und nicht nur alles spielerisch lösen zu wollen. Aber nach dem Paderborn-Spiel sehe ich schwarz.“

Zudem bot sich Ailton dem Club als Berater an. „Momentan versteht man gar nicht, was da oben gemacht wird. Die Hilfe von uns ehemaligen Spielern würde Werder sicher gut tun“, sagte er: „Auch ein Johan Micoud könnte helfen. Aber die Bosse machen weiter Fehler und bemerken es nicht.“

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Wunschstürmer Giakoumakis war schon in Bremen

Derweil arbeitet Werder weiter an einer Verpflichtung des griechischen Torjägers Georgios Giakoumakis. Der 26-Jährige, der bei VVV-Venlo spielt und in der niederländischen Eredivisie in der vergangenen Saison mit 26 Treffern Torschützenkönig wurde, war bereits in Bremen, um sich ein Bild von den Gegebenheiten beim Zweitligisten zu machen. „Es war ein sehr gutes Gespräch, es hat ihm auch recht gut gefallen hier in Bremen“, sagte Werders Leiter Profifußball, Clemens Fritz, am Donnerstag.

Man sei nach wie vor in einem „sehr guten Austausch“, sagte Fritz. „Für ihn war es auch wichtig, mal ein Gefühl für Bremen zu bekommen.“ Fritz sagte aber auch: „Wir sind aber auch nicht so naiv, dass wir uns nur mit einem Spieler beschäftigen.“ Werder will bis zum Ende der Transferperiode nach Möglichkeit noch mehrere Spieler verpflichten. Das Hauptaugenmerk des Erstliga-Absteigers liegt dabei auf der Offensive.

( sid/dpa )

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