Haspa-Marathon & Co.

Hamburg legt klare Regeln fest: Startrecht nur für Geimpfte

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Rainer Grünberg
Tadu Abate (Äthiopien) gewann 2019 den Hamburg-Marathon.

Tadu Abate (Äthiopien) gewann 2019 den Hamburg-Marathon.

Foto: TayDucLam / WITTERS

Die Regel gilt für die Großveranstaltungen Cyclassics, Ironman, Marathon und Triathlon. Warum die Veranstalter nun in Sorge sind.

Hamburg. Der Hamburger Sportsommer soll im August und September wie geplant fortgesetzt werden. Das ist der feste Wille der Stadt und ihres Innen- und Sportsenators Andy Grote. „Wir werden alles dafür tun, damit auch unsere populären Straßenveranstaltungen durchgeführt werden können“, sagte der SPD-Politiker auf Anfrage des Abendblatts.

Konkret geht es um das Radrennen Cyclassics (22. August), den Ironman (29. August), den Haspa-Marathon (12. September), den World Triathlon (18./19 September) und das die Global Champions Tour der Springreiter in Klein Flottbek (26. bis 29. August).

Alle Organisatoren haben bei der Stadt und den zuständigen Bezirksämtern in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder modifizierte Sicherheits- und Hygienekonzepte einreichen müssen. Sie wurden bislang für gut befunden, müssten aber bei veränderter Pandemielage erneut angepasst werden.

Startrecht in Hamburg nur für Geimpfte

Fest steht, dass an den Massenevents Cyclassics, Ironman, Marathon und Triathlon nur vollständig geimpfte Menschen teilnehmen dürfen. Hamburg ist hier strikter als andere Kommunen, in denen zum Teil auch Genesene und Getestete an den Start gehen dürfen.

Dadurch befürchtet Frank Thaleiser, Geschäftsführer der Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH, bis zu 40 Prozent weniger Teilnehmende und entsprechende Einnahmeverluste. Ohnehin hatte er für dieses Jahr schon das Elitefeld gestrichen, inklusive Staffeln nur mit 8500 Läuferinnen und Läufern kalkuliert. „Fallen noch 3000 davon aus, weil sie nicht geimpft sind, geht unsere Rechnung nicht mehr auf“, sagt er.

Grote verspricht Hilfe für Hamburger Veranstalter

Die Stadt will eine Absage möglichst verhindern. „Wir sind grundsätzlich bereit, coronabedingte Mehraufwendungen oder Einnahmeverluste zu ersetzen. Das wissen die Veranstalter, dass sie von uns entsprechende Hilfen erwarten dürfen“, sagt Grote. Dazu gehörten etwa Sichtschutzwände an den Straßen, Tribünen, zusätzliche Ordner, um eine geordnete Zuschauersituation an der Strecke zu schaffen.

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Menschenansammlungen sollen verhindert, Abstandsregeln eingehalten werden und eine Nachverfolgung der Zuschauenden soll gewährleistet sein. Das scheint beim Springreiten wie schon zuvor im Juli beim Tennisturnier am Rothenbaum unproblematisch. Dort, wo öffentlicher Raum genutzt wird, wird es schwierig.

Trotz gestiegener Sicherheitsanforderungen hält Oliver Schiek, Managing Director Germany der Ironman Group für Deutschland, die Schweiz und Österreich, die Durchführung der Cyclassics weiter für denkbar. „Wir sind im ständigen Austausch mit den Behörden“, sagt er. Derzeit regelt er die Geschäfte aus Tokio von den Olympischen Spielen.

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