Olympia

Florian Fuchs war Matchwinner für die deutschen Hockeyherren

Lesedauer: 2 Minuten
Björn Jensen
Florian Fuchs freute sich am Dienstag über drei eigene Tore.

Florian Fuchs freute sich am Dienstag über drei eigene Tore.

Foto: imago images

Der Hamburger traf beim 5:1 gegen Großbritannien dreimal. Am Donnerstag wartet die Mannschaft aus Südafrika.

Hamburg/Tokio.  Der Mann des Spiels tat das, was ein guter Mannschaftssportler tut: Er reichte die Lorbeeren direkt weiter. „Natürlich freue ich mich über meine Tore, aber in erster Linie war das eine überragende Teamleistung“, sagte Florian Fuchs, nachdem er mit drei Treffern großen Anteil am 5:1-Sieg der deutschen Hockeyherren im dritten Gruppenspiel gegen Großbritannien gehabt hatte.

Zweimal hatte der 29 Jahre alte Hamburger in Diensten des niederländischen Topclubs HC Bloemendaal mit Strafeckenvarianten getroffen (15./60.), vor dem 4:1 (52.), das der Brite Liam Sandford ins eigene Netz vollstreckte, war er als letzter deutscher Spieler am Ball gewesen und ging deshalb als Torschütze in die Statistik ein.

Ausgewogenheit in der deutschen Mannschaft

Dass es ausgerechnet Fuchs war, der in den ersten beiden Partien gegen Kanada (7:1) und Weltmeister Belgien (1:3) blass geblieben war und mit sich gehadert hatte, war ein Sinnbild für die Ausgewogenheit, auf die die Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi bei diesen Olympischen Spielen bauen kann. Auch die Fähigkeit der Führungsspieler, sich innerhalb einer Partie aus einem Tief herauszukämpfen und diese noch entscheidend zu beeinflussen, wurde in Person von Mats Grambusch sichtbar.

Der Kölner hatte das frühe 0:1 durch Phil Roper (8.) mit einem Ballverlust an der Mittellinie verbockt, in der zweiten Halbzeit aber das Spiel im Mittelfeld an sich gerissen und das 3:1 durch den Mannheimer Justus Weigand (42.) mit einer Einzelleistung mustergültig vorbereitet. Das 2:1 von Christopher Rühr (35.) war zudem das Tor des Tages, aus spitzem Winkel schlenzte der Kölner Torjäger den Ball in den rechten Winkel.

Deutsche Hockeyherren vor Einzug ins Viertelfinale

„Das Wichtigste war, dass die Sachen, die gegen Belgien schwach waren, heute gut geklappt haben und wir gesehen haben, dass wir uns von Widrigkeiten nichts anhaben lassen“, sagte der Bundestrainer, dessen Auswahl sich am Donnerstag (4.45 Uhr) gegen das noch punktlose Südafrika den Einzug ins Viertelfinale sichern kann, für das sich aus den beiden Sechsergruppen die jeweils vier besten Teams qualifizieren.

Die deutschen Damen, die zum Auftakt 2:1 gegen Großbritannien und 2:0 gegen Indien gewonnen hatten, trafen bereits am frühen Mittwochmorgen in ihrem dritten Gruppenspiel auf Irland.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport