Fußball-Ticker

Medien: Chelsea will Haaland zum zweitteuersten Profi machen

Lesedauer: 20 Minuten
Verliert Borussia Dortmund nach Jadon Sancho auch Erling Haaland? Der FC Chelsea will den norwegischen Stürmer angeblich zum zweitteuersten Fußballer nach Neymar machen.

Verliert Borussia Dortmund nach Jadon Sancho auch Erling Haaland? Der FC Chelsea will den norwegischen Stürmer angeblich zum zweitteuersten Fußballer nach Neymar machen.

Foto: INA FASSBENDER / AFP

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonnabend, den 10. Juli 2021:

Chelsea würde für Haaland angeblich 175 Millionen zahlen

Verliert Bundesligist Borussia Dortmund nach Jadon Sancho den nächsten Star? Nach Informationen der englischen Zeitung „Mirror“ soll der vom Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel trainierte FC Chelsea bereit sein, für Torjäger Erling Haaland 175 Millionen Euro Ablöse zu zahlen. Das wäre die zweithöchste Summe, die nach dem Neymar-Transfer (222 Millionen) für einen Profifußballer bezahlt würde.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht die Zukunft des 20 Jahre alten Norwegers, der seit Januar 2000 beim BVB spielt, allerdings weiterhin in Dortmund. „Es hat sich nichts geändert. Wir planen mit Erling für die neue Saison“, sagte Zorc der „Bild“-Zeitung.

Der begehrte Mittelstürmer hat beim deutschen Pokalsieger noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024, der eine Ausstiegsklausel für 2022 beinhalten soll. Der norwegische Nationalspieler hat für die Dortmunder in 43 Bundesligaspielen 40 Tore erzielt.

Köln gibt geegen Duisburg Sieg aus der Hand

Der 1. FC Köln hat im zweiten Testspiel unter seinem neuen Trainer Steffen Baumgart den Sieg aus der Hand gegeben. Einen Tag nach dem 4:0 gegen den viertklassigen Stadtrivalen Fortuna Köln erreichte der Bundesligaclub beim Drittligisten MSV Duisburg ein 1:1 (0:0). Anthony Modeste (63.) traf für den FC, Moritz Stoppelkamp (90.) glich spät aus.

Am kommenden Sonnabend tritt der FC zum Härtetest gegen Bayern München an. Ihre Saison eröffnen die Kölner am 15. August gegen Hertha BSC.

Gegner im Stau – Union Berlin testet sich selbst

Union gegen Union: Statt eines Testspiels im Rahmen der Saisonvorbereitung gegen Dukla Prag musste der schmale Kader des Berliner Bundesligisten gegeneinander spielen. Der Bus des tschechischen Zweitligisten steckte in einem Stau nach einer Vollsperrung auf der Autobahn fest. Damit die 2000 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei aber entschädigt werden konnten, schickte Union-Trainer Urs Fischer seine insgesamt 22 Spieler zu einem munteren Spielchen über zweimal 30 Minuten auf den Platz.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte der neu verpflichtete Stürmer Kevin Behrens die in rot-schwarz angetretenen „Gäste“ nach 38 Minuten in Führung. Doch nur eine Minute später glich Suleiman Abdullahi für die „Gastgeber“ aus, die in den Ausweichtrikots spielten. 13 Minuten vor dem Ende gelang Leon Dajaku die erneute Führung für die „Roten“. Die Leihgabe des FC Bayern München schnürte eine Minute vor dem Abpfiff einen Doppelpack und besorgte den 3:1-Endstand in dem munteren Trainingsspiel.

Wolfsburg blamiert sich im Test gegen Rostock

Bundesligist VfL Wolfsburg hat mit Trainer Mark van Bommel ein Testspiel gegen den Zweitliga-Aufsteiger FC Hansa Rostock deutlich verloren. Ohne zahlreiche Leistungsträger unterlag der Champions-League-Teilnehmer den Hanseaten mit 0:3 (0:1) und hat in der Saisonvorbereitung im zweiten Match die erste Niederlage kassiert. Rostocks Ridge Munsy (31. Minute) und Streli Mamba (71./88.) sorgten für die Hansa-Treffer.

Wolfsburgs Toptalent Vranckx fällt lange aus

Für die "Wölfe" gab es am Sonnabend eine weitere schlechte Nachricht: Ihr belgisches Toptalent Aster Vranckx (18) wird vorerst fehlen. Der Neuzugang hat eine Muskelverletzung in der rechten Wade erlitten und wird längerfristig ausfallen.

Am Mittwoch testen die Niedersachsen gegen Holstein Kiel aus der 2. Bundesliga, bevor mit den französischen Topclubs Olympique Lyon und AS Monaco die ersten Härtetests auf dem Programm stehen. Zum Saisonauftakt ist am 14. August Neuling VfL Bochum zu Gast, zuvor ist Wolfsburg bei Regionalligist Preußen Münster in der ersten Runde des DFB-Pokals gefordert.

Glasner verliert ersten Test mit Frankfurt

Eintracht Frankfurt ist mit einer Niederlage in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit in der Bundesliga gestartet. Der Europa-League-Teilnehmer verlor das Testspiel gegen Drittligist Wehen Wiesbaden trotz Pausenführung mit 1:3 (1:0).

Aymen Barkok erzielte den Treffer für die Eintracht, Kevin Lankford (50.) und Amin Farouk (52./72.) drehten die Partie für die Wiesbadener. In der ersten Runde des DFB-Pokals treffen die Hessen auf Drittligist Waldhof Mannheim (6. bis 8. August). Zum Saisonauftakt gastiert die Mannschaft des neuen Trainers Oliver Glasner bei Pokalsieger Borussia Dortmund (14. August).

Osnabrück ärgert Götzes PSV Eindhoven

Drittligist VfL Osnabrück hat in einem Testspiel gegen den niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven ein 0:0 erkämpft. Gegen die Mannschaft des früheren Weltmeisters Mario Götze und Nationalspielers Philipp Max hielt der Absteiger vor allem in der ersten Hälfte sehr gut mit. Nach dem Seitenwechsel wurde Eindhoven vor 3051 Zuschauern ohne die ausgewechselten Götze und Max stärker, doch die VfL-Defensive stand sicher.

Götze will in Eindhoven bleiben

Mario Götze will bei der PSV Eindhoven bleiben und mit dem niederländischen Erstligisten die Qualifikation für die Königsklasse schaffen. „Ich denke nicht daran, zu gehen. Wir haben eine große Chance, die Champions League zu erreichen, als Team zu wachsen und vielleicht ein paar Titel zu gewinnen“, sagte der frühere Nationalspieler im Interview mit dem TV-Sender ESPN NL.

Eindhoven mit dem deutschen Trainer Roger Schmidt spielt gegen Galatasaray Istanbul am 21. und 28. Juli um die Qualifikation für die Champions League. Das Wichtigste sei nun, „die kommenden Duelle zu gewinnen“, sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler. „Natürlich habe ich schon oft Champions League gespielt. Das will ich wieder, das ist mein Ziel“, sagte Götze.

Der frühere Profi von Borussia Dortmund und des FC Bayern München war im vergangenen Oktober ablösefrei zur PSV gewechselt, wo er in 25 Spielen sechs Tore erzielte und sieben Vorlagen gab. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2022. Unter Schmidt fand er nach schwachen Jahren wieder zu alter Stärke. „Ich habe in einer neuen Liga gespielt, ich habe vom Trainer eine neue Taktik gelernt. Alles in allem war es sehr gut für mich“, sagte Götze, der mit seinem Siegtor Deutschland 2014 zum WM-Titel geschossen hatte.

Herrmann rettet bei Hütters Debüt ein Unentschieden

Borussia Mönchengladbachs neuer Trainer Adi Hütter musste sich zum Einstand im ersten Testspiel mit seinem neuen Team mit einem Remis begnügen. Der Bundesligaachte der vergangenen Saison kam im ersten Vorbereitungsspiel gegen den Drittligisten Viktoria Köln über ein 2:2 (1:2) nicht hinaus.

Vor 990 Zuschauern im Rheydter Grenzlandstadion rettete Patrick Herrmann (67. Minute) mit einem direkt verwandelten Freistoß das Unentschieden, Ramy Bensebaini (4.) hatte die 1:0-Führung der Gladbacher erzielt. Hütter musste auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Die Kölner kamen durch Jeremias Lorch (8.) und einem Eigentor von Tony Jantschke (17.) zu ihren Treffern. Im nächsten Testspiel treten die Gladbacher am kommenden Sonnabend beim Zweitligisten SC Paderborn an.

Hertha müht sich gegen Babelsberg zum Sieg

Bundesligist Hertha BSC hat nach einer laufintensiven Trainingswoche einen erfolgreichen Abschluss gefeiert. Im dritten Vorbereitungsspiel auf die Mitte August startende 59. Bundesliga-Saison kam die Mannschaft von Trainer Pal Dardai zu einem mühsamen 3:1 (2:1)-Erfolg über den Regionalligisten Babelsberg 03.

In einer intensiven Partie erzielten Davie Selke (24.), Suat Serdar (36.) sowie Jhon Córdoba (49.) im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion die Tore für die Berliner. Babelsbergs Stürmer Daniel Frahn hatte nach 16 Minuten die Gastgeber in Führung gebracht.

Al Ghaddioui schnürt Dreierpack für Stuttgart

Der Deutschmarokkaner Hamadi Al Ghaddioui hat den VfB Stuttgart im Alleingang den zweiten Testspielerfolg in der Vorbereitung auf die kommende Saison beschert. Der schwäbische Bundesligist setzte sich mit 3:0 (0:0) gegen den Schweizer Erstligaclub FC St. Gallen durch. Al Ghaddioui erzielte nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit binnen vier Minuten (47./50. und 51. Minute) alle drei Tore.

Der VfB hatte zu der Partie im kleinen Robert-Schlienz-Stadion auf dem Clubgelände bis zu 2000 Zuschauer zugelassen. Am Dienstag hatte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo in seinem ersten Test in diesem Sommer den Verbandsligisten FSV Hollenbach mit 10:1 besiegt.

Neuzugang Serra schießt Bielefeld zum Sieg

Neuzugang Janni Serra hat Bundesligist Arminia Bielefeld zum ersten Testspielsieg in der Vorbereitung auf die neue Saison geführt. Der von Holstein Kiel verpflichtete Offensivspieler erzielte in der 48. Minute den Treffer zum 1:0-Erfolg der Ostwestfalen gegen den Zweitligisten Hannover 96. Den ersten Test hatten die Bielefelder am vergangenen Wochenende mit 0:3 gegen den Drittligaclub SC Verl klar verloren.

Die Niedersachsen blieben damit zwei Wochen vor dem Saisonstart in der 2. Liga am 24. Juli bei Werder Bremen im vierten Testspiel zum dritten Mal ohne Sieg. Lediglich gegen Viktoria Berlin gab es für die Mannschaft des neuen Trainers Jan Zimmermann einen 1:0-Erfolg.

Freiburg dreht Testspiel gegen Saarbrücken

Bundesligist SC Freiburg hat im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken gewonnen. Nachdem Trainer Christian Streich zur Halbzeit das gesamte Team ausgewechselt hatte, besiegte der SCF die Gäste nach Rückstand noch 2:1 (0:1). Die zu den Profis hochgezogenen Kiliann Sildillia (47.) und Noah Weißhaupt (53.) trafen für Freiburg.

In seinem Österreich-Trainingslager überprüft der SCF seine Form noch am 16. Juli gegen den FC Vaduz und sieben Tage später gegen Bayer Leverkusen. Nach dem DFB-Pokal-Spiel bei den Würzburger Kickers (6. August) eröffnen die Freiburger ihre Saison am 14. August bei Arminia Bielefeld.

Bochum verpasst Sieg gegen Drittligist Verl

Bundesligaaufsteiger VfL Bochum blieb auch im zweiten Vorbereitungsspiel zur neuen Saison unbesiegt, musste sich gegen den Drittligisten SC Verl aber mit einem 3:3 begnügen. Vor knapp 200 Zuschauern am Ruhrstadion kamen die Gastgeber in der Partie über 4 x 30 Minuten durch Anthony Losilla, Simon Zoller und den Ex-Bochumer Tom Baack (Eigentor) zu ihren Treffern. Für Verl trafen Lukas Petkov, Kasim Rahibic und Cyrill Akono.

Im Team der Bochumer standen fünf Neuzugänge: Michael Esser, Eduard Löwen, Patrick Osterhage, Takuma Asano und Christopher Antwi-Adjei. Das erste Testspiel hatte der Revierclub gegen den Oberligisten SSVg 02 Velbert mit 9:0 gewonnen.

Frieböse übernimmt Frauen-Bundesligist Sand

Matthias Frieböse ist neuer Trainer der Bundesliga-Fußballerinnen des SC Sand. Der 37-Jährige folgt laut Vereinsmitteilung auf Alexander Fischinger, der den Klub nach der Trennung von Nora Häuptle zum Klassenerhalt geführt hatte. Frieböse war zuletzt Trainer des Männer-Verbandsligisten SV 08 Kuppenheim.

WM alle zwei Jahre? Boban greift Wenger an

UEFA-Direktor Zvonimir Boban hat den Vorschlag des früheren Trainers Arsène Wenger zur Ausrichtung der Weltmeisterschaften in kürzeren Abständen deutlich kritisiert. „Wir können Wenger nur für das bewundern, was er dem Fußball gegeben hat“, sagte Boban (52) im Interview der italienischen „Gazzetta dello Sport“. Er finde es aber „absurd, dass er nicht verstehen kann, dass es einfach nicht geht. Die Weltmeisterschaft kann aus tausend Gründen nicht alle zwei Jahre stattfinden.“

Wenger, inzwischen Chefentwickler beim Weltverband FIFA, hatte am Montag in einem „kicker“-Interview bekräftigt, den WM-Rhythmus verkürzen zu wollen. Bislang finden Welt- und Europameisterschaften jeweils alle vier Jahre statt, versetzt um zwei Jahre. Auf die wegen Corona um ein Jahr verschobene EM folgt 2022 die WM. „Wenn man die Qualität der Spiele auf der ganzen Welt verbessern möchte, dann sollte man darüber nachdenken. Denn neben den 55 Ländern in der UEFA gibt es noch 156 weitere“, sagte Wenger (71).

Bei der FIFA war zuletzt eine Machbarkeitsstudie zu diesem Thema auf den Weg gebracht worden. Boban führte als Gegenargumente den jetzt schon vollen internationalen Spielkalender sowie die Vorfreude auf ein „heiliges“ Event an.

England trauert um Ex-Nationalspieler Mariner

Der frühere englische Nationalspieler Paul Mariner ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen eines Gehirntumors gestorben. Wie seine Familie am Sonnabend mitteilte, ist der einstige Stürmer am Freitag im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. „Paul lebte ein erfülltes Leben und hatte das Glück, für einige fantastische Clubs und sein Land aufzulaufen“, teilte die Familie auf Twitter mit: „Das hat ihm die Welt bedeutet.“

Zwischen 1977 und 1985 bestritt Mariner 35 Länderspiele und erzielte 13 Tore. Mit dem heutigen Drittligisten Ipswich Town, für den er in 339 Spielen 139 Tore schoss, gewann Mariner den nationalen FA-Cup (1978) und den UEFA-Pokal (1981).

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete Mariner zunächst als Spielerberater, dann als Trainer, vor allem in Nordamerika.

Olympia-Starterin kritisiert Sonderstellung des Fußballs

Für die deutsche Hindernisläuferin Elena Burkard ist kaum erklärbar, warum bei der Fußball-EM Zuschauer im Stadion sein dürfen und bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht. „Es ist völlig unverständlich, dass der Fußball in der Corona-Zeit über alles gestellt worden ist“, sagte die 29 Jahre alte EM-Sechste und Olympia-Starterin von der LG Farbtex Nordschwarzwald der Deutschen Presse-Agentur. „60 000 Zuschauer in London und Budapest im Stadion, leere Ränge in Tokio – wer kann das noch verstehen? Dennoch ist das Hygienekonzept alternativlos.“

Wegen des Risikos einer Ausbreitung des Coronavirus sind Zuschauer bei den Wettkämpfen in Tokio sowie nun auch an weiteren Olympia-Austragungsstätten untersagt worden.

Arsenal holt Verteidiger-Talent Tavares

Der FC Arsenal hat den 21 Jahre alten Verteidiger Nuno Tavares verpflichtet. Der portugiesische U-21-Nationalspieler kommt von Benfica Lissabon, wie der englische Premier-League-Club bekannt gab.

Tavares erhält einen langfristigen Vertrag, hieß es. Genaue Angaben gab es aber nicht.

Nach Eriksen-Kollaps: Erste-Hilfe-Kurse boomen

Nach dem Zusammenbruch von Nationalspieler Christian Eriksen ist das Interesse an Erste-Hilfe-Kursen in Dänemark kräftig gestiegen. Seit dem Vorfall im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland am 12. Juni in Kopenhagen hat das dänische Rote Kreuz deutlich mehr Anfragen zu solchen Kursen von Betrieben erhalten als normal. Wie die Hilfsorganisation nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau mitteilte, gehen durchschnittlich pro Monat 45 solcher Anfragen ein – in den drei Wochen nach Eriksens Kollaps waren es 148. Bei Privatpersonen lag die Zahl der Anmeldungen im Juni bei 1938, verglichen mit 1708 im Vorjahresmonat.

Eriksen war in der 43. Minute der Auftaktbegegnung seiner dänischen Nationalmannschaft gegen Finnland plötzlich auf dem Rasen zusammengebrochen. Es folgten bange Minuten, in denen er wiederbelebt werden musste. Er überlebte, bekam einen Defibrillator eingesetzt und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Ob und wann der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Inter Mailand seine Karriere fortsetzen kann, ist noch offen.

Corona-Ausbruch: Curaçao vom Gold Cup ausgeschlossen

Die Nationalmannschaft von Curaçao ist wegen zahlreicher positiver Coronatests Stunden vor Turnierbeginn vom Gold Cup ausgeschlossen worden. Dies teilte der Dachverband CONCACAF mit.

Trainer von Curaçao ist der Niederländer Guus Hiddink. Beim Gold Cup hätte vertretungsweise allerdings Patrick Kluivert die zu den Niederlanden gehörige Karibikinsel betreuen sollen, da Hiddink noch selbst mit den Folgen einer Corona-Erkrankung kämpft.

Curaçao sollte am Sonnabend gegen El Salvador das Eröffnungsspiel der Kontinentalmeisterschaft für Teams aus Mittelamerika, Nordamerika und der Karibik bestreiten. Als Ersatz springt nun kurzfristig das Team aus Guatemala ein.

Copa América: Hammer-Tor sichert Kolmbien Platz drei

Mit dem erst zweiten Sieg im siebten Turnierspiel hat Kolumbien dank eines 3:2 (0:1) gegen Peru den dritten Platz bei der Copa América in Brasilien geholt. Luis Díaz führte die Cafeteros in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem fulminanten Schuss zum Erfolg im „kleinen Finale“. In der Gruppenphase hatte Kolumbien nur das Auftaktduell gegen Ecuador (1:0) gewonnen, in der K.-o.-Runde gab es jeweils ein Unentschieden und anschließend Elfmeterschießen gegen Uruguay (4:2 i.E.) und Argentinien (2:3 i.E.).

Im Estadio Mané Garrincha von Brasília ging Peru, das 2019 das Finale gegen Gastgeber Brasilien 1:3 verloren hatte, wie auch schon beim 2:1 im Vorrundenduell in Führung. Doch auf Yoshimar Yotuns Treffer (45.) antworteten Juve-Star Juan Cuadrado (49.) und Díaz (66.), ehe Gianluca Lapadula (82.) mit dem Ausgleich die Partie Richtung Verlängerung lenkte. Doch dann holte Díaz aus 20 Metern zentraler Position noch einmal den Hammer heraus.

Kolumbien gewinnt Spiel um Platz drei der Copa América

Der 24-Jährige vom FC Porto hatte schon beim 1:1 im Halbfinale gegen Argentinien, bei dem es wie auch zuvor gegen Uruguay nach 90 Minuten direkt ins Elfmeterschießen ging, sowie beim 1:2 im Gruppenfinale gegen Brasilien mit spektakulären Treffern geglänzt.

Bayern-Verteidiger Davies verpasst Gold Cup

Für Abwehrspieler Alphonso Davies vom deutschen Meister Bayern München ist der Gold Cup schon vor dem Auftaktspiel mit Kanadas Nationalmannschaft beendet. Der 20-Jährige erlitt zwei Tage vor dem ersten Vorrundenmatch der Nordamerikaner am Sonntag in Kansas City gegen Martinique nach Angaben des kanadischen Verbandes im Training eine Knöchelverletzung und fällt dadurch für das Turnier aus. Davies reiste demnach zur weiteren Behandlung schon nach Deutschland zurück.

Copa América: Rio lässt 7800 Fans im Finale zu

Das Finale der Copa América zwischen Brasilien und Argentinien im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro wird mit einer geringen Publikumspräsenz stattfinden. Die Zahl der Zuschauer beim südamerikanischen Gigantenduell am Sonnabend (2 Uhr/Sportdigital) ist auf zehn Prozent der Kapazität des Maracanã, in das 78.000 Fans passen, beschränkt. Dies gab die Stadtverwaltung Rios bei der Pressekonferenz zur Corona-Situation in der brasilianischen Millionenmetropole bekannt.

Einen Antrag des südamerikanischen Verbands Conmebol, der das Maracanã zur Hälfte für Publikum freigeben wollte, wies die Stadtverwaltung demnach zurück. Bei den nun zehn Prozent der Stadion-Kapazität erlaubten Zuschauer soll es sich um geladene Gäste der Conmebol handeln. So teilte der argentinische Fußballverband mit, dass Eintrittskarten an mehr als 2000 in Brasilien ansässige Argentinier vergeben werden sollen.

Leverkusen holt russischen Torhüter Lunjow

Torhüter Andrej Lunjow steht vor einem Wechsel zu Bayer Leverkusen. Wie die russische Nationalmannschaft mitteilte, soll der zurzeit vereinslose 29 Jahre alte Schlussmann beim Bundesligisten einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben. „Wir freuen uns auf die fantastischen Paraden in der Bundesliga von Andrej und gratulieren zum Wechsel“, hieß es in der Mitteilung.

Lunjow hatte 2018 zum WM-Kader der „Sbornaja“ gehört, war aber wenige Tage vor der aktuellen EM von Trainer Stanislaw Tschertschessow aus dem Aufgebot gestrichen worden. Sein Vertrag bei Zenit St. Petersburg war vor wenigen Tagen ausgelaufen.

( SID/dpa )

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