2. Bundesliga

HSV-Aufstiegsrivale VfL Bochum patzt in Paderborn

Der Ex-Hamburger Robert Tesche (r.) schaut genauso enttäuscht wie seine Mannschaftskollegen beim VfL Bochum.

Der Ex-Hamburger Robert Tesche (r.) schaut genauso enttäuscht wie seine Mannschaftskollegen beim VfL Bochum.

Foto: Imago / Ulrich Hufnagel

Bochum hat die Steilvorlage des HSV im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga nicht genutzt und beklagt eine „unnötige" Niederlage.

Paderborn. Der HSV kann aufatmen: Wenn schon die eigenen Ergebnisse wie bei der jüngsten 2:1-Niederlage gegen Darmstadt nicht stimmen, patzt wenigstens die Konkurrenz. Denn der VfL Bochum hat die Steilvorlage der Hamburger im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga nicht genutzt. Der Tabellenführer unterlag beim SC Paderborn mit 0:3 (0:2). Dennoch hat der VfL bei vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger weiter die besten Aufstiegschancen.

Julian Justvan (36.), Sven Michel (39.) und Christopher Antwi-Adjei (73.) trafen für Paderborn. Die Ostwestfalen zeigten sich bei ihrem verdienten Erfolg unbeeindruckt von der Entscheidung ihres Trainers Steffen Baumgart, den auslaufenden Vertrag am Saisonende nicht zu verlängern.

„Das war die unnötigste Niederlage, die ich seit langem gesehen habe. Wir hatten nicht das nötige Matchglück. Aber das gehört auch einmal dazu. Obwohl wir nicht gut gespielt haben, hätten wir etwas holen können“, sagte VfL-Torhüter Manuel Riemann bei Sky.

Tabellen nach dem 34. Spieltag

1. VfL Bochum 34 Sp. / 66:39 Tore / 67 Pkt.
2. Greuther Fürth 34 Sp. / 69:44 Tore / 64 Pkt.
3. Holstein Kiel 34 Sp. / 57:35 Tore / 62 Pkt.
4. HSV 34 Sp. / 71:44 Tore / 58 Pkt.
5. Düsseldorf 34 Sp. / 55:46 Tore / 56 Pkt.
6. Karlsruher SC 34 Sp. / 51:44 Tore / 52 Pkt.
7. Darmstadt 98 34 Sp. / 63:55 Tore / 41 Pkt.

Bochum ohne Topspieler Zulj

Die Gastgeber traten gegen den Favoriten von Beginn an mutig auf. Justvan bot sich bei seinem Flachschuss an den Pfosten die erste Chance zur Führung (16.). Bochum tat sich schwer, es mangelte im Spiel nach vorne an Durchschlagskraft. Thomas Eisfeld, der für den Gelb-gesperrten Topspieler Robert Zulj ins Team rückte, vergab die einzige gute Möglichkeit vor der Pause (23.).

Paderborn hatte mehr Zug zum Tor und belohnte sich mit einem Doppelschlag. Justvan traf im Nachschuss, Michel schloss einen sehenswerten Konter eiskalt ab.

Die Gäste erhöhten im zweiten Durchgang den Druck und drängten die Paderborner in die Defensive. Der VfL tat sich aber weiterhin schwer, klare Chancen herauszuspielen. Simon Zoller vergab zudem aus bester Position kläglich (69.). Antwi-Adjei sorgte nach einem Konter für die Entscheidung.

( sid/HA )