Fußball-Ticker

Hamburgs Amateur-Fußballer beschließen Saison-Abbruch

| Lesedauer: 24 Minuten
Im Hamburger Amateur-Fußball finden keine Spiele mehr statt.

Im Hamburger Amateur-Fußball finden keine Spiele mehr statt.

Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 4. März 2021:

Hamburgs Amateure beschließen Saison-Abbruch

Der Hamburger Fußballverband (HFV) hat den Spielbetrieb der Saison 2020/21 beendet. Bei einem Online-Verbandstag votierten 91,4 Prozent der Teilnehmer für einen Abbruch der laufenden Spielzeit. Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Die Clubs stimmten für die Beschlussvorlage, nach der „die Mannschaften der Spielbetriebe der Herren- und Frauenmannschaften zum Spieljahr 2021/2022 in die gleichen Spielklassen wie im Spieljahr 2020/2021 eingeteilt“ werden.

Die Pokalwettbewerbe der Männer, Frauen, A-Junioren, B-Mädchen und 2. Mannschaften sollen nach Möglichkeit sportlich entschieden werden, da unter anderem auch der Hamburger Teilnehmer am DFB-Pokal gesucht wird.

Lauterbach: Schnelle Fan-Rückkehr unrealistisch

Karl Lauterbach hält eine Rückkehr von Zuschauern in die Sport-Stadien noch in dieser Saison für „nicht realistisch“. Das sagte der SPD-Gesundheitsexperte im Gespräch mit der Sportschau. „Wir werden in dieser Saison weder ausreichend Testkapazität haben noch ein Logistikkonzept, welches den Besuch von Sportveranstaltungen möglich macht“, so Lauterbach.

In Zukunft sei „mit einer guten Teststrategie einiges möglich“, diese müsse aber „erstmal sauber vorbereitet werden. Dann halte ich es durchaus für denkbar, dass Zuschauer an den Tagen, an denen sie getestet wurden, an Sportveranstaltungen teilnehmen können.“ Eher keine Rolle spielen bei diesen Überlegungen allerdings Testungen direkt vor dem Stadion: „Das halte ich für undurchführbar, das ist auch administrativ gar nicht machbar.“

Aufgrund der Corona-Pandemie sind nicht nur im deutschen Profifußball aktuell wieder Geisterspiele an der Tagesordnung. Nach einer zwischenzeitlichen Öffnung für Teilkontingente mit Saisonbeginn Mitte September wurden die Fans im späteren Herbst wieder komplett ausgeschlossen. Für die Clubs hat das schwerwiegende finanzielle Folgen.

Anfang der vergangenen Woche hatte ein Bündnis aus Sport, Kultur, und Wissenschaft daher ein Drei-Stufen-Modell für die mögliche Zuschauer-Rückkehr vorgestellt. Die Initiatoren verbanden mit dem Plan die Hoffnung auf eine Teil-Öffnung der Stadien schon nach Ostern.

Podolski will noch "zwei bis drei Jahre" spielen

Der langjährige Nationalspieler Lukas Podolski hofft auf eine Fortsetzung seiner Karriere über den Sommer hinaus. Das sagte der 35-Jährige im Gespräch mit der türkischen Sportzeitung Fanatik. „Ich habe noch Hunger auf Fußball“, sagte der Weltmeister von 2014: „Wenn ich ein gutes Angebot bekomme, möchte ich noch zwei bis drei Jahre spielen.“ Bereits „ein paar Clubs“ hätten ihr Interesse mitgeteilt.

Podolskis Vertrag beim türkischen Erstligisten Antalyaspor läuft in diesem Sommer aus, wirklich glücklich ist der Offensivspieler dort nicht mehr. „Natürlich bin ich mit dieser Situation nicht zufrieden, weil ich mehr spielen will“, sagte Podolski. In den vergangenen Wochen kam er überwiegend von der Bank, plagte sich zwischenzeitlich allerdings auch mit einer Kapselverletzung herum.

Werders Sargent: "Pushen uns gegenseitig“

Werder Bremens Stürmer Joshua Sargent hat die Rückkehr seiner zuletzt so lange verletzten Konkurrenten Niclas Füllkrug und Davie Selke begrüßt. „Wir alle wollen spielen, haben aber zugleich eine gute Beziehung zueinander. Wir pushen uns gegenseitig“, sagte Sargent am Donnerstag. Der 21 Jahre alte Amerikaner hat in dieser Saison erst ein Spiel verpasst, Trainer Florian Kohfeldt hält große Stücke auf den Angreifer.

Zuletzt traf Sargent beim überraschenden 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Damit ließ er vorerst auch die Kritiker verstummen, die sagen, der US-Boy sei nicht torgefährlich genug. „Immer wenn du triffst, steigert das dein Selbstvertrauen. Das Tor gegen die Eintracht war wichtig, aber grundsätzlich verfolge ich nicht, was die Leute sagen“, sagte Sargent.

Mit Werder trifft der Amerikaner nun nacheinander auf den 1. FC Köln und Arminia Bielefeld und damit zwei direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. „Wenn wir gute Ergebnisse einfahren, bringt uns das in eine sehr gute Position“, sagte Sargent vor dem Doppelpack im Tabellenkeller. „Wir wollen unbedingt beide Partien gewinnen.“

St. Pauli bietet Gutscheine für Europacup-Tickets an

Der FC St. Pauli macht seinen Fans ein ganz spezielles Angebot: Weil das Millerntorstadion in der laufenden Saison wegen der Coronavirus-Pandemie bislang leer bleiben musste oder nur spärlich gefüllt war, bieten die Hamburger allen Inhabern von Dauerkarten an, diese in Tickets für ein Europapokalspiel umzuwandeln.

Die entsprechenden Gutscheine sind ab 15. März für 100 Euro online zu erwerben, gültig bleiben sie bis zur Saison 2035/36. Für Anhänger mit weniger Geduld empfiehlt sich eine 1:1-Umwandlung in eine Erstliga-Dauerkarte. Nutzbar allerdings nur, wenn den Hanseaten binnen zehn Jahren der Aufstieg gelingt.

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Keine völlig utopische Vorstellung, denn 2011 mussten die Norddeutschen letztmals aus Liga eins absteigen. Die internationale Variante hingegen ist hochspekulativ, da der Kiezclub in seiner 111-jährigen Vereinsgeschichte noch nie ein Pflichtspiel auf europäischer Ebene bestritten hat.

Augsburger Jubel-Foto: DFB ermittelt

Nach einem Jubel-Foto droht dem FC Augsburg Ärger mit dem DFB. Der Bundesligist veröffentlichte nach seinem 1:0-Sieg beim FSV Mainz 05 am Sonntag einen Schnappschuss in den Sozialen Medien. Darauf sind zwölf Augsburger Spieler zu sehen, die in Corona-Zeiten beim Jubeln keinen Abstand zueinander halten und auch keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Vor dem Hintergrund des Hygienekonzepts hat der DFB-Kontrollausschuss nun ein Ermittlungsverfahren gegen den FCA eingeleitet, über das zunächst die „Augsburger Allgemeine“ berichtet hatte. Der Verein sei vom Kontrollausschuss angeschrieben worden und zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert worden, bestätigte der DFB der Deutschen Presse-Agentur. Anschließend werde über den weiteren Fortgang entscheiden.

Meppen: Tattermusch wechselt zum BVB

Nachwuchsstürmer Ted Tattermusch wird den Drittligisten SV Meppen nach dieser Saison verlassen und in die Reserve-Mannschaft von Borussia Dortmund wechseln. Der 19-Jährige, dessen Vater Reinhold früher ebenfalls für die Niedersachsen spielte, durchlief seit 2014 sämtliche Nachwuchsmannschaften des JLZ Emsland und gehörte seit Sommer 2019 zum Kader der Profis. Tattermusch kam neun Mal für die Emsländer in der 3. Liga zum Einsatz und erzielte dabei ein Tor.

„Wir hätten Ted sehr gern weiter an den Verein gebunden“, sagte Meppens Sportvorstand Heiner Beckmann. „Wir wissen um die Qualität von Ted. Deshalb haben wir ihm ja auch die große Chance gegeben, sich im Profiteam zu beweisen.“

Auch SVM-Coach Torsten Frings hätte gerne länger mit dem Sturmtalent zusammengearbeitet. „Er hat enorm viel Potenzial. Daher ist es sehr schade, dass er nun wechselt. Wenn aber die zweite Mannschaft eines Top-Bundesligisten ruft, dann haben wir kaum eine Chance, den jungen Spieler zu halten“, sagte Frings.

Grammozis trotz den Schalker Sorgen

Dimitrios Grammozis geht trotz vieler personeller Sorgen optimistisch in sein erstes Spiel mit dem abgeschlagenen Bundesliga-Tabellenletzten Schalke 04 (siehe auch diesen Eintrag). „Die Zeit ist knapp, um viele Inhalte durchzugehen. Aber was wir uns vorstellen, haben wir sehr gut herausgearbeitet. Wir haben die Zeit so gut wie möglich genutzt“, sagte Grammozis am Donnerstag vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am Freitag (20.30 Uhr/Dazn).

„Wir sprechen viel, sind in die Kommunikation gekommen“, berichtete der fünfte Schalke-Trainer einer chaotischen Saison: „Ich bin überrascht. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ein Spieler den Kopf hat hängen lassen. Viele Spieler haben eine Initialzündung bekommen durch den Trainerwechsel.“

Viele Spieler werden allerdings auch ausfallen. Torhüter Ralf Fährmann, Matija Nastasic, Nassim Boujellab und Kilian Ludewig erholen sich von Verletzungen, Salif Sané, Mark Uth und Steven Skrzybski sind im Aufbautraining. Nabil Bentaleb fehlt wegen Adduktorenproblemen.

Fraglich ist auch der Einsatz von Klaas-Jan Huntelaar („Es geht peu à peu besser“) und Ersatztorhüter Fredrik Rönnow, der aber wieder Teile des Trainings absolviert hat. Grammozis wird den Kader mit Nachwuchsspielern auffüllen.

Frankfurt: Hütter blendet Wirbel um Bobic aus

Der Wirbel um Sportvorstand Fredi Bobic hat für Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter keinen Einfluss auf das kommende Spiel. „Nein, grundsätzlich gar nicht“, sagte der Österreicher vor der Partie gegen den VfB Stuttgart am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky): „Weil es unsere Aufgabe ist, dass wir uns auf das Spiel konzentrieren. Alles andere passt da nicht.“

Bobic hatte am Dienstag in einem TV-Interview seinen Abschied zum Saisonende aus Frankfurt verkündet, der 49-Jährige wird mit Hertha BSC in Verbindung gebracht. Die Eintracht fühlte sich offensichtlich überrumpelt und verwies darauf, dass die Gespräche noch nicht abgeschlossen seien. Zudem sei verabredet worden, „absolutes Stillschweigen“ zu wahren.

„Ich bin nicht hier, um Personalien innerhalb des Vereins zu diskutieren“, sagte Hütter: „Wir sind alle Profis. Wir haben eine historische Chance. Der Fokus geht dahin, dass wir alles unternehmen werden, dass wir etwas Außergewöhnliches erreichen können.“

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Nach der ersten Liga-Niederlage in diesem Jahr bei Werder Bremen (1:2) will Hütter mit seiner Mannschaft „eine Reaktion“ zeigen. „Wir wollen bis zum Ende um die Champions-League-Plätze fighten“, sagte der 51-Jährige. Gegen die Stuttgarter Mannschaft, die er „sehr interessant“ findet, erwartet Hütter „möglicherweise einen offenen Schlagabtausch“.

Neuer Osnabrück-Coach: "Wir kriegen das hin"

Der neue Osnabrücker Trainer Markus Feldhoff ist trotz neun Niederlagen in Serie von der Substanz im Kader des abstiegsbedrohten Zweitligisten überzeugt. „Es gibt hier kein Qualitäts- oder Fitnessproblem, sondern ein Kopfproblem“, sagte Feldhoff der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag).

„Wir kriegen das hin. Es sind Kleinigkeiten aus dem Ruder gelaufen, die alle gelöst werden können“, sagte Feldhoff, der am Mittwoch als Nachfolger des zwei Wochen zuvor freigestellten Marco Grote geholt worden war. Interimstrainer Florian Fulland, unter dem der VfL zwei Mal verloren hatte, soll als Co-Trainer weitermachen.

CL: Leipzig wieder in Budapest gegen Liverpool

Auch das Rückspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool im Achtelfinale der Champions League wird coronabedingt in Budapest stattfinden. Dies teilte die Uefa am Donnerstag mit. Da Leipzig bei einem Gastspiel an der Anfield Road am 10. März (21 Uhr) nach der Rückreise eine Quarantäne gedroht hätte, wurde die Partie erneut in die ungarische Hauptstadt verlegt.

Schon das Hinspiel am 16. Februar, das Leipzig als offizielles Heimteam 0:2 gegen die Mannschaft von Welttrainer Jürgen Klopp verloren hatte, war in der Puskas-Arena abgehalten worden. Grund waren die deutschen Einreisebeschränkungen aufgrund der in Großbritannien stark vorkommenden Corona-Mutation.

Völler: Berichte über Endspiel für Bosz "Blödsinn"

Sportchef Rudi Völler von Bayer Leverkusen hat einen Medienbericht über ein angebliches Endspiel für Trainer Peter Bosz am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach energisch dementiert. „Das ist Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen“, sagte er im „Kicker“ und versicherte mit Blick auf einen Bericht der „Sport Bild“: „Das ist kein Endspiel für unseren Trainer.“

Gleichwohl lässt sich auch bei Völler herauslesen, dass Bosz nun bald liefern muss. „Es sind im Moment viele Dinge, die nicht funktionieren“, sagte Völler: „Die Fakten sind klar: In der Europa League sind wir gegen Bern gegen eine gute Mannschaft ausgeschieden, die aber in zwei Spielen machbar war. Im Pokal sind wir in Essen ausgeschieden, wo du eigentlich weiterkommen musst. Und in der Liga zehren wir von den Punkten, die wir im alten Jahr gesammelt haben – das ist jetzt vorbei.“ Allerdings verwies Völler auch auf die zahlreichen Verletzten, gerade unter den Führungsspielern.

Club-Chef Fernando Carro hatte im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe) erklärt, Bosz genieße „auch jetzt und in dieser schwierigen Phase unser Vertrauen“. Gleichzeitig erklärt er aber: „Das befreit uns gleichzeitig nicht davon, die Situation intern immer wieder aufs Neue bewerten zu müssen.“

Schalke: Grammozis für Reschke der Richtige

Der ehemalige Technische Direktor des Bundesliga-Schlusslichts Schalke 04, Michael Reschke, sieht den neuen Coach Dimitrios Grammozis als guten Griff an. Der 42-Jährige sei „gewiss eine schlüssige und sinnvolle Lösung“, sagte Reschke bei Sport1, „Grammozis strahlt Energie aus und hat in Darmstadt sehr akribisch und erfolgreich gearbeitet“.

Grammozis war im dritten Anlauf Cheftrainer bei den Königsblauen geworden. Reschke: „Bereits zu meiner Zeit auf Schalke war er im engeren Kandidatenkreis und überzeugte in unseren Gesprächen.“

Für Schalke („Wir haben meinen Vertrag zum 31. Januar 2021 in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst“) hofft Reschke auf eine positive Entwicklung: „Ich habe jede Woche die Hoffnung, dass es für diesen tollen Verein doch noch in eine erfolgreiche Richtung geht.“ Als abgeschlagener Tabellenletzter droht den Knappen allerdings der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte.

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Beruflich ist der 63-jährige Reschke als Direktor bei der englischen Berateragentur Stellar Football Ltd tätig, die unter anderen Eduardo Camavinga betreut. „Camavinga und Ibrahima Konate von RB Leipzig sind zwei außergewöhnliche Talente mit herausragenden Qualitäten. Sie werden in den nächsten Jahren mächtige Fußstapfen hinterlassen“, meinte Reschke.

EM soll weiter vor Zuschauern stattfinden

Nach einem Bericht über das mögliche Aus für drei Gastgeber-Städte hat die Uefa den Willen zu einer EM in diesem Sommer mit zwölf Spielorten bekräftigt. „Es werden derzeit keine anderen Pläne verfolgt“, teilte die Uefa am Donnerstag auf dpa-Anfrage mit. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle berichtet, dass der Verband Bilbao, Dublin und Glasgow von der Liste der zwölf Ausrichterstädte streichen könnte. Als Grund wurde genannt, dass in den Ländern eine Zuschauer-Zulassung nicht garantiert werden könne.

Die Entscheidung, ob Fans in die Stadien dürfen, hatte die Uefa zuletzt vom 5. März auf Anfang April verschoben. Der Kontinentalverband habe sich dazu verschrieben, die EM „in den zwölf Städten abzuhalten, die ursprünglich eingeplant waren“, hatte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin Ende Januar gesagt. Dies sei immer noch gültig, hieß es nun vom Verband.

Obwohl in den meisten Ligen derzeit vor leeren Rängen gespielt wird, möchte die Uefa dem Bericht von AP zufolge die Stadien mindestens zur Hälfte mit Fans füllen. Sollten Länder diese Möglichkeit nicht garantieren können, drohe ihnen demnach der Entzug der Gastgeberrolle. Zuletzt hatte der britische Premierminister Boris Johnson erklärt, dass Großbritannien mehr Spiele als ursprünglich vorgesehen ausrichten könne. Bislang sollen Spiele im Finalort London und in Glasgow stattfinden. Dies schloss der englische Verband FA Medienberichten zufolge anschließend allerdings aus.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Europameisterschaft im vergangenen Jahr abgesagt und auf diesen Sommer (11. Juni bis 11. Juli) verschoben worden. In München finden die drei Gruppenspiele des deutschen Nationalteams sowie ein Viertelfinale statt.

Nübel-Berater: "Über eine Ausleihe nachdenken"

Bayern Münchens Ersatztorhüter Alexander Nübel steht laut „Kicker“ offenbar vor einem Leihgeschäft nach dieser Saison. „Diese Situation ist unbefriedigend“, sagte sein Berater Stefan Backs dem Fachmagazin: „Man muss im Sommer über eine Ausleihe nachdenken, wenn Alex nicht mehr zum Spielen kommt.“

Der 24-Jährige war vor der Saison ablösefrei von Schalke 04 gekommen. Bei den Münchnern soll der frühere U21-Nationaltorwart als Nachfolger von Welttorhüter Manuel Neuer aufgebaut werden. Nübel, der zuletzt wegen einer Bänderverletzung ausgefallen war, durfte in dieser Spielzeit bislang lediglich in der ersten Runde des DFB-Pokals und im Champions-League-Gruppenspiel gegen Atletico Madrid ran.

Wolfsburg: Weghorst darf weiter Elfer schießen

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner will auch nach dem Fehlschuss im DFB-Pokal weiter auf Torjäger Wout Weghorst als Elfmeterschützen setzen. „In der Situation ist er weggerutscht. Das sieht natürlich skurril aus, aber das kann passieren“, sagte Glasner nach der 0:2 (0:0)-Niederlage im Viertelfinale bei RB Leipzig: „Sollten wir am Wochenende in Hoffenheim wieder einen Elfmeter haben, wird er dort stehen und ihn schießen - und dann auch rein.“

Weil der VfL schon am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) bei der TSG Hoffenheim antritt, wird Weghorst diesen Moment aus der 26. Minute in Leipzig schnell abhaken müssen. Der Niederländer war zum Foulelfmeter angetreten, rutschte beim Anlauf weg und drosch den Ball über das Leipziger Tor. In der zweiten Halbzeit besiegelte RB den Erfolg schließlich durch die Treffer von Yussuf Poulsen (63.) und Hee-Chan Hwang (88.).

Sportschau: Esther Sedlaczek löst Opdenhövel ab

Esther Sedlaczek wird ab Sommer 2021 neue Moderatorin der Sportschau im Ersten. Die 35-Jährige, aktuell in den Diensten des Senders Sky, tritt damit in die Fußstapfen von Matthias Opdenhövel, der seinen bis Juli laufenden Vertrag mit der ARD nicht verlängern wird. „Der Wechsel von Esther Sedlaczek in die ARD bedeutet, dass die Sportschau weiblicher wird“, sagte der ARD-Vorsitzende und Intendant des WDR Tom Buhrow: „Zum ersten Mal haben wir ab Sommer im 18-Uhr-Team am Samstag mehr Moderatorinnen als Moderatoren im Einsatz.“

Die gebürtige Berlinern soll ab August im Ersten vor der Kamera stehen und neben der Moderation der Sendungen am Samstag und Sonntag auch bei Liveübertragungen eingesetzt werden. „Die Sportschau ist seit Jahrzehnten eine absolute Institution in der Sport-Berichterstattung“, sagte Sedlaczek, die seit 2012 bei Sky moderiert. Sie sei „sehr stolz, die Nachfolge von vielen tollen Moderatorinnen und Moderatoren“ anzutreten.

Opdenhövel hätten die vergangenen zehn Jahre „sehr viel Spaß gemacht“, aber „nun ist es Zeit für etwas Neues“, sagte der 50-Jährige: „Darauf freue ich mich.“ Lesen Sie hier mehr Reaktionen auf den Wechsel von Opdenhövel zu Sedlaczek.

BVB-Chef Watzke lobt Terzic: "kein Zufall"

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht Borussia Dortmund vor dem Duell beim FC Bayern München „auf einem guten Weg“ und lobt Trainer Edin Terzic nach dem jüngsten Aufschwung. „Wenn einer fachlich so gut arbeitet wie Edin und zudem so hart, dann wird er auch irgendwann belohnt. Diese vier Siege hintereinander sind kein Zufall“, sagte der 61-Jährige der „Bild“-Zeitung. Nach einer Schwächephase hatte Dortmund zuletzt in drei Wettbewerben insgesamt viermal nacheinander gewonnen.

Der BVB liegt in der Bundesliga aber immer noch drei Punkte hinter dem vierten Platz der für die angestrebte Champions-League-Qualifikation reichen würde. „Wir sind auf einem guten Weg und ich bin zuversichtlich, dass wir unser Saisonziel auch erreichen. Aber wir müssen jetzt dranbleiben und zusehen, dass wir auch in München etwas Zählbares mitnehmen.“ Am Sonnabend (18.30 Uhr) steht das Duell beim Tabellenführer an.

Fröhlich weist Kritik am VAR-System zurück

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich (63) hat die jüngste Kritik am Video-Assistenten in der Fußball-Bundesliga zurückgewiesen. „Statistisch werden 98 Prozent der klaren Fehlentscheidungen verhindert“, sagte der Sportliche Leiter der Elite-Referees beim DFB dem „Kicker“: „Das VAR-System hilft also enorm.“

Fröhlich wirbt bei strittigen Situationen für Verständnis. Der Video-Assistent sei „nach wie vor ein Mensch, wie der Schiedsrichter auf dem Feld“, sagte er. Fehlerursachen seien „unterschiedliche Interpretationen“ einer Szene, „Fokussierungsprobleme bei komplexen Situationen“ oder „auch ganz menschlich, übertriebene Zurückhaltung“. Fröhlich räumte ein, dass man solche Fehler „nie vollständig ausschließen“ könne.

Anschließend werde „erwartet, dass wir uns positionieren. Aber wenn wir Fehler ansprechen, stehen wir natürlich trotzdem hinter unseren Schiedsrichtern“, betonte Fröhlich. Es gehe darum, in gravierenden Fällen mit den betroffenen Klubs in den Dialog zu treten. „Es darf nicht sein, dass ein Klub dem Schiedsrichter einen Fehler beim nächsten Spiel noch vorhält“, sagte er.

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Aus seiner Sicht besteht durch die hohe Anzahl an Regeländerungen in den vergangenen Jahren zudem die Gefahr, dass bei Fans und Clubs das Verständnis verloren geht. „Der Fußball soll einfach sein, ein Sport für alle“, sagte Fröhlich. Es sei eine „ordentliche Herausforderung für alle, das immer wieder verständlich und nachvollziehbar zu erklären und zu etablieren“.

Rüdiger spendiert Buffet im Krankenhaus

Nationalspieler Antonio Rüdiger hat anlässlich seines 28. Geburtstags die Mitarbeiter des Chelsea-Westminster Hospitals in London mit einem großen Kuchen- und Getränkebuffet überrascht. Das Buffet reichte für Hunderte von Krankenschwestern und Ärzten, die seit einem Jahr gegen das Coronavirus kämpfen.

Das Krankenhaus liegt direkt neben der Stamford Bridge, dem Stadion, in dem Rüdiger im Trikot des FC Chelsea seine Heimspiele bestreitet.

Im vergangenen Dezember hatte Rüdiger bereits 13 deutsche Krankenhäuser mit kostenlosen Pizzalieferungen versorgt. Ab April 2020 übernahm er für drei Monate die Verpflegungskosten der Mitarbeiter der Corona-Intensivstation seines Geburtskrankenhauses der Berliner Charite.

Matthäus: Kimmich wird Geschichte schreiben

Lothar Matthäus hat Nationalspieler Joshua Kimmich (26) eine bedeutsame Karriere prophezeit. „Kimmich ist für mich der Vorzeige-Profi schlechthin, und ich traue ihm noch viel zu. Er wird in die Geschichtsbücher eingehen – nicht nur in die des FC Bayern, sondern in die des gesamten deutschen Fußballs“, sagte Matthäus im Mitgliedermagazin „51“ des FC Bayern München.

Kimmich erinnere ihn in vielen Punkten an ihn selbst, sagte Matthäus. „Charakterlich auf jeden Fall. Spielerisch hat er vielleicht nicht meine Dynamik, er ist keiner für diese Läufe mit dem Ball, wie ich es war. Aber er ist auf zwei Positionen Weltklasse, das war ich nie. Und er spielt ungeheuer intelligente Bälle“, sagte der 59-Jährige.

Kimmich sei einer seiner „absoluten Lieblingsspieler, weil er schon in jungen Jahren Verantwortung übernimmt und auch neben dem Platz Klartext spricht, womit er sich selbst ab und zu unter Druck setzt, was ich gut finde.“

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Begeistert ist Matthäus auch von der aktuellen Bayern-Mannschaft. „Der FC Barcelona hat mir früher mit dem Tiki-Taka-Stil gefallen, aber die heutige Geschwindigkeit des FC Bayern imponiert mir noch ein bisschen mehr. So wie sich der FC Bayern seit einiger Zeit präsentiert, ist das für den deutschen Fußball grandios“, sagte der Weltmeister von 1990. Der FC Bayern habe „noch nie so attraktiv gespielt wie in der vergangenen Saison“.

( HA/sid/dpa )

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