Fußball-Ticker

Champions League: Dortmund und Leipzig gewinnen

Lesedauer: 15 Minuten
Erling Haaland (M.) erzielt sein zweites Tor beim 3:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den FC Brügge.

Erling Haaland (M.) erzielt sein zweites Tor beim 3:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den FC Brügge.

Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 4. November 2020:

Dortmund und Leipzig siegen in der Champions League

Borussia Dortmund hat in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale genommen. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann beim belgischen Meister FC Brügge 3:0 (3:0) und setzte sich mit sechs Punkten in der Gruppe F an die Tabellenspitze. Thorgan Hazard (14.) und Erling Haaland (18., 32.) erzielten drei Tage vor dem Ligagipfel gegen Rekordmeister Bayern München die Treffer für den überlegenen BVB.

Im zweiten Spiel mit deutscher Beteiligung fuhr RB Leipzig gegen Paris St. Germain seinen zweiten Saisonsieg ein: Eine Woche nach der 0:5-Klatsche bei Manchester United gewann das Team von Trainer Julian Nagelsmann am Mittwochabend nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 (1:1) gegen Paris Saint-Germain. Christopher Nkunku (42. Minute) und Emil Forsberg per Handelfmeter (57.) trafen für die Sachsen. Angel Di Maria hatte den von Thomas Tuchel trainierten französischen Meister, der ohne seine verletzten Superstars Neymar und Kylian Mbappé antrat, in Führung gebracht (6.). Wenig später scheiterte Di Maria mit einem Handelfmeter an Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi (16.). PSG-Profi Idrissa Gueye sah die Gelb-Rote Karte (69.). In der Gruppe H ist RB nach drei Spieltagen mit nunmehr sechs Punkten Tabellenzweiter hinter Manchester United (6) und vor Paris (3).

Kai Havertz hat sich mit Covid-19 angesteckt

Fußball-Nationalspieler Kai Havertz vom FC Chelsea ist mit dem Coronavirus infiziert. Das gab Trainer Frank Lampard am Mittwoch kurz vor dem Champions-League-Spiel des Premier-League-Clubs gegen Stade Rennes bekannt. Havertz sei positiv getestet worden, schrieb der Verein auf Twitter. Als Konsequenz habe sich der Spieler in Selbstisolation begeben. Ob der 21-Jährige Symptome auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gezeigt hat, gab der Club nicht bekannt. Havertz gehörte daher im Gegensatz zu Nationalstürmer Timo Werner auch nicht zum Aufgebot für die Partie gegen Rennes

Drittligist Verl meldet drei weitere Corona-Fälle

Der Drittligist SC Verl vermeldete am Mittwoch drei weitere Corona-Fälle im Team. Dies wurde nach den eingegangenen Testergebnissen bekannt. Zuvor waren im Club bereits zwei Spieler positiv getestet, sodass die Partie gegen den FSV Zwickau am vergangenen Sonnabend abgesagt werden musste.

Die komplette Mannschaft und das Trainerteam befinden sich weiterhin in Quarantäne, der Trainingsbetrieb ist ausgesetzt. Mit den Behörden und dem DFB wird das weitere Vorgehen abgestimmt.

Nächste Jota-Gala: Klopps Luxusproblem im Sturm

Das Luxusproblem im Sturm des FC Liverpool bereitet Trainer Jürgen Klopp nach der nächsten Galavorstellung von Neuzugang Diogo Jota kein Kopfzerbrechen. „Gute Leistungen machen mir nie Kopfschmerzen“, sagte der Deutsche nach dem 5:0 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Roberto Firmino saß am Dienstagabend bis zur 65. Minute auf der Bank und wurde dann für den dreimaligen Torschützen eingewechselt.

„Es ist wichtig für uns, dass wir mehr als elf haben und heute Abend hat Diogo seine Form in einer unfassbaren Art genutzt und ein super, super Spiel gemacht“, sagte Klopp. „Aber das sagt nichts über Bobby und bereitet mir keine Kopfschmerzen.“

Der englische Meister holte mit dem 5:0 (2:0) in Italien den dritten Sieg im dritten Spiel der Gruppe D und könnte bereits im Rückspiel in drei Wochen das Weiterkommen perfekt machen. Der Portugiese Jota erzielte gegen Atalanta seine drei Treffer in der 16., 33. und 54. Minute und war damit im vierten Pflichtspiel in Serie der Matchwinner. Außerdem trafen Mohamed Salah (47.) und Sadio Mané (49.).

Drittligist Meppen beklagt sieben Corona-Fälle

Beim Drittligisten SV Meppen hat es bei den jüngsten Tests am Dienstag sieben Corona-Fälle gegeben. Alle im Monitoring erfassten Mitarbeiter seien daraufhin in häusliche Quarantäne geschickt worden, teilte der Club am Mittwoch mit. Die Meppener sagten die Trainingseinheiten für Mittwoch und Donnerstag ab.

Über weitere Maßnahmen soll entschieden werden, wenn das Gesundheitsamt die Kontaktnachverfolgung abgeschlossen hat. Die Meppener sollen in der 3. Liga am Sonnabend daheim gegen Waldhof Mannheim spielen.

Zwei Corona-Fälle: Dynamo Dresden sagt Training ab

Nach zwei positiven Tests hat auch Meppens Drittliga-Konkurrent Dynamo Dresden das Mannschaftstraining am Mittwoch kurzfristig abgesagt. Wie der Verein mitteilte, gibt es zwei positive Fälle bei den insgesamt 45 Proben nach der planmäßigen Testreihe am Dienstag beim kompletten Drittliga-Kader samt Trainer- und Betreuerstab. Die Betroffenen sind nach Clubangaben derzeit symptomfrei.

„Unser Mannschaftsarzt steht im engen Austausch mit den Betroffenen, auch wenn sie derzeit keinerlei Symptome aufweisen. Als Vorsichtsmaßnahme haben wir die beiden Trainingseinheiten am Mittwoch kurzfristig abgesagt und besprechen nun das weitere Vorgehen in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker. An diesem Donnerstag ist die nächste Testreihe geplant.

Boateng will offenbar bei Bayern verlängern

Jérôme Boateng würde nach Angaben seines Beraters gerne auch nach dieser Saison für Bayern München spielen. „Wir sind offen für Vertragsgespräche. Wir freuen uns, wenn wir die Gespräche mit Bayern führen. Jérôme fühlt sich unglaublich wohl hier. Die Mannschaft ist unglaublich fokussiert und professionell. All das passt zu Jérôme“, sagte Damir Smoljan zu Sport1.

Auch Trainer Hansi Flick kann sich allem Anschein nach gut vorstellen, mit Boateng nach dessen Vertragsende in München am 30. Juni 2021 weiterzuarbeiten. „Wir sind alle froh, dass er die letzten Monate an sich gearbeitet und aufgeholt hat“, sagte er nach dem 6:2 (2:1) des deutschen Rekordmeisters im Champions-League-Gruppenspiel bei Red Bull Salzburg. Der 32-Jährige habe, so Flick weiter, ein „sehr gutes Spiel gemacht“ und mit dem wichtigen Treffer zum 3:2 „den Weg geebnet“.

Corona: Regionalliga Südwest stoppt Spielbetrieb

Die Regionalliga Südwest stellt wegen der Corona-Verordnung im Bundesland Rheinland-Pfalz im November den Spielbetrieb ein. Dies teilte der Südwestdeutsche Fußballverband (SWF) am Mittwoch mit. In Rheinland-Pfalz wird Regionalliga-Fußball als Amateursport deklariert.

Da Amateursport gemäß der neuesten Verordnung der Bundesregierung bis zum 30. November verboten ist, wurde den entsprechenden Viertligisten der Trainings- und Spielbetrieb vorerst verboten. An der Regionalliga Südwest nehmen Vereine aus vier Bundesländern teil. Das Saarland, Hessen und Baden-Württemberg hatten für den Trainings- und Spielbetrieb ihrer Teams bereits grünes Licht gegeben.

Eine zwischenzeitliche Fortsetzung des Spielbetriebs ohne die pfälzischen Klubs sei eine „zu massive Verzerrung des Wettbewerbs“, so der SWF. Der Verband will die Saison ab dem 1. Dezember fortführen. Bedingung dafür sei allerdings, dass ab dem 17. November in allen vier Bundesländern wieder ein Trainingsbetrieb möglich ist. Die Regionalliga West hatte sich am Montag für eine nahtlose Fortsetzung der Spielzeit entschieden.

100-Millionen-Zahlung von Hertha-Investor bleibt aus

Hertha BSC hat bestätigt, dass eine Zahlung über 100 Millionen Euro durch Investor Tennor nicht wie zunächst vereinbart bis zum 30. Oktober eingegangen ist. Im Gegenzug hätte die Holding von Lars Windhorst 66,6 Prozent der Anteile an der Hertha BSC & Co. KGaA übernommen.

„Hertha BSC und die Tennor Holding B.V. haben sich hinsichtlich der ursprünglich für Oktober vereinbarten Zahlung in Höhe von 100 Millionen Euro auf einen neuen Zahlungsplan verständigt“, teilte Hertha auf SID-Anfrage mit. Es sei aber gewährleistet, dass „der gesamte Betrag innerhalb des laufenden Geschäftsjahres der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA zufließt“, erklärte der Club und bestätigte damit zum Teil einen Bericht der „Sport-Bild“.

Ob unterschiedliche Vorstellungen über den Einsatz des Geldes der Grund für die verspätete Zahlung ist, wollte keine der beiden Parteien bestätigen. Fakt ist, dass Hertha das Geld nicht im großen Stil in die Mannschaft steckt, sondern Schulden tilgen will. Auch sollen Einnahmeausfälle wegen Corona über knapp 60 Millionen Euro aufgefangen werden.

Argentiniens Idol Maradona am Kopf operiert

Das argentinische Fußballidol Diego Maradona ist wegen eines Blutgerinnsels am Gehirn operiert worden. Das Gerinnsel sei bei dem Eingriff in einer Privatklinik in Buenos Aires „erfolgreich entfernt“ worden, sagte Maradonas Arzt Leopoldo Luque. „Diego hat die Operation gut verkraftet.“ Maradona leidet schon seit vielen Jahren unter schweren gesundheitlichen Problemen.

Der Weltmeister von 1986 war am Montag in ein Krankenhaus der argentinischen Stadt La Plata eingeliefert worden, weil er sich unwohl fühlte. Bei einem Scan wurde dann laut Luque das Blutgerinnsel entdeckt, Maradona wurde in die Spezialklinik in Buenos Aires verlegt.

Nach dem Eingriff sagte der behandelnde Arzt, der Fußballstar werde noch einige Zeit zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Maradonas Tochter Dalma schrieb im Onlinedienst Twitter, sie habe ihren Vater im Krankenhaus besucht. Sie dankte seinen Fans für deren Unterstützung. Vor der Klinik in Buenos Aires versammelten sich zahlreiche Anhänger des einstigen Star-Fußballers.

Palermos Ex-Besitzer festgenommen

Wegen des Verdachts auf Betrug und Geldwäsche hat die italienische Finanzpolizei zwei ehemalige Eigentümer des Clubs aus Palermo festgenommen. Sie sollen zudem Gelder des Traditionsvereins, der mittlerweile in der dritten italienischen Liga Serie C spielt, unregelmäßig verwendet haben.

Wie die Ermittler am Mittwoch mitteilten, werden den Brüdern zudem Insolvenzbetrug, Steuerbetrug und die Behinderung der Arbeit der Aufsichtsbehörden vorgeworfen. Der Verein aus der sizilianischen Hauptstadt hatte den Männern einige Monate gehört, bevor er 2019 pleite ging. Im selben Jahr wurde der FC Palermo neu gegründet.

Ter Stegen meldet sich nach Operation zurück

Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen (28) steht elf Wochen nach seiner Knie-Operation vor dem Comeback. Der Ex-Gladbacher gehört zum Kader des FC Barcelona für das Champions-League-Spiel am Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN) gegen Dynamo Kiew.

Ter Stegen hatte sich am 18. August einem Eingriff an der Patellasehne im rechten Knie unterzogen und hat in dieser Saison noch kein Spiel bestritten. Ersetzt wurde er in allen sechs Ligaspielen und bei den beiden Siegen in der Königsklasse von Neto.

Kastenmeier als fairster Profi ausgezeichnet

Florian Kastenmeier (23) vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf wird durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der Fair-Play-Medaille in der Kategorie Profi ausgezeichnet. Den Beschluss fasste eine Jury unter dem Vorsitz von DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann aufgrund von Kastenmeiers Verhalten im Anschluss an die Viertelfinalpleite im DFB-Pokal beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken im vergangenen März.

Kastenmeier hatte im Anschluss an die bittere Niederlage des damaligen Bundesligisten im Elfmeterschießen (6:7) nicht schnell die Flucht in Richtung Kabine gesucht. Stattdessen wartete er geduldig ab, bis er seinem Gegenüber Daniel Batz zur starken Leistung mit fünf parierten Elfmetern gratulieren konnte.

Als fairster Amateur wird Danny Teichfischer geehrt. Als der gegnerische Keeper verletzt zu Boden ging, ließ der Stürmer des Landesligisten Nordberliner SC eine „hundertprozentige“ Torchance ungenutzt und schoss den Ball stattdessen ins Seitenaus.

Lewandowski widmet Doppelpack Gerd Müller

Torjäger Robert Lewandowski hat seinen Doppelpack beim 6:2 des FC Bayern am Dienstagabend in der Champions League gegen Red Bull Salzburg Gerd Müller gewidmet und eine Hommage auf die Münchner Torjäger-Ikone angestimmt.

„Ich möchte meine heutigen Tore einer wahren Legende, Gerd Müller, zum 75. Geburtstag widmen“, schrieb Lewandowski nach dem klaren Sieg des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Ehrentag des „Bombers“ in den sozialen Netzwerken.

„Das Ausmaß dessen, was du erreicht hast, treibt mich an, jeden Tag daran zu arbeiten, um deiner Größe zumindest ein Stück näherzukommen“, äußerte der polnische Stürmerstar. Der 32-Jährige schloss mit dem Satz: „Bleibe stark König Gerd.“ Der schwer erkrankte Müller leidet an Demenz und lebt im Pflegeheim.

Rui Costa überzeugte Waldschmidt von Benfica

Portugals früherer Ausnahmeprofi Rui Costa hat beim Wechsel von Nationalspieler Luca Waldschmidt zu Benfica Lissabon eine entscheidende Rolle gespielt. Der 48 Jahre alte Sportdirektor von Benfica war nach Freiburg gekommen, um den damaligen SC-Spieler von einem Transfer zu überzeugen.

„Das hat schon Eindruck gemacht. Ich weiß noch, wie Rui Costa als Spieler die Champions League mit dem AC Milan gewann. Plötzlich stand er vor mir“, sagte der frühere HSV-Stürmer Waldschmidt der „Sport Bild“. „Er hat mir gesagt, dass er mich unbedingt haben will.“ Kurz darauf wechselte der 24-Jährige in Portugals Hauptstadt. Als Spieler hatte Costa mit dem AC Mailand unter anderem 2003 die Champions League gewonnen.

Hamann: Guardiolas Zeit bei Man City läuft ab

Nach Ansicht von Dietmar Hamann (47) läuft die Zeit von Startrainer Pep Guardiola beim englischen Premier-League-Club Manchester City ab. „Ich kann mir vorstellen, dass es seine letzte Saison ist. Es ist nur seinem Namen und guten Ruf geschuldet, dass er noch da ist“, sagte Hamann der „Sport Bild“.

Die Citizens sind nach einem verpatzten Saisonstart nur im Mittelfeld der Tabelle, im Vorsaison ging die Meisterschaft an den FC Liverpool und auch die Champions League holte Guardiola bisher nicht.

„Wenn man es nüchtern betrachtet, wäre jeder andere Trainer nach dem blamablen Ausscheiden gegen Lyon in der Königsklasse in der letzten Saison rausgeflogen. Ich sehe nicht, wie er das Team nach vier Jahren noch einmal auf einen Höhepunkt bekommt. Der Zenit war nach zwei Jahren überschritten“, sagte Ex-Nationalspieler Hamann. Guardiolas (49) Vertrag läuft nach der Saison aus.