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Helmes erlebt Terroranschlag in Wien: "Wir waren mittendrin"

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Ex-Nationalspieler Patrick Helmes erlebte den Terrorangriff in Wien am Montagabend hautnah (Archivbild).

Ex-Nationalspieler Patrick Helmes erlebte den Terrorangriff in Wien am Montagabend hautnah (Archivbild).

Foto: imago images/Herbert Bucco

Der frühere Nationalspieler war mit seiner Familie im Restaurant, als draußen Schüsse fielen. Er sah Menschen in Todesangst.

Wien. Der frühere Fußball-Nationalspieler Patrick Helmes und seine Familie haben die Terroranschläge am Montagabend in Wien hautnah miterlebt. Der 36-Jährige ist für den österreichischen Erstligisten Admira Wacker Mödling als Trainer tätig und besuchte mit dem Betreuerteam des Clubs sowie seiner Ehefrau und den beiden Kindern (zwei Jahre, sechs Monate) ein Restaurant am Schwedenplatz in der Innenstadt.

„Wir waren mittendrin“, sagte Helmes dem Kölner „Express“, „nur 100 Meter entfernt.“ Auf der Straße seien Schüsse zu hören gewesen, daraufhin seien flüchtende Menschen in das Restaurant gestürmt, um Schutz zu suchen.

Er und seine Familie hätten sich im Müllraum verbarrikadiert „Das war eine absolute Ausnahme und Stresssituation mit Bildern von Menschen in Todesangst, die man nicht sehen will“, sagte der langjährige Kölner und Leverkusener Spieler.

Alaba spricht Heimatstadt Mut zu

Nahe ging der Anschlag David Alaba von Bayern München. Der gebürtige Wiener schrieb auf Instagram: „Bleib stark, Wien“ und ergänzte: „Ich bete für Dich.“

Wien: Ermittlungen zu Terrorangriff laufen
Mindestens vier Tote bei Terrorangriff in Wien

Red Bull Salzburg, der am Dienstag in der Champions League gegen den FC Bayern antrat, twitterte: „Unsere Herzen sind in Wien.“ Zum Gedenken an die Opfer kündigten beide Mannschaften an, eine Schweigeminute abzuhalten und mit Trauerflor zu spielen. Auch die Basketballer der Münchner Bayern reagierten: „Unsere Gedanken sind in Wien. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer und den Verletzten.“

Österreichs Sport reagiert auf Anschläge in Wien

Die beiden Wiener Fußball-Großclubs Rapid und Austria hatten früh in der Terrornacht ihre Logos in den Sozialen Netzwerken geschwärzt und ihre Anhänger umgehend gebeten, sich besonnen zu verhalten und zu Hause zu bleiben. „Passt auf euch auf!“, twitterte Rapid. Die Austria forderte dazu auf, Videoaufnahmen nicht in den sozialen Netzwerken zu posten, sondern an die Behörden weiterzuleiten.

Auch der Österreichische Skiverband (ÖSV) reagierte und postete eine Österreich-Flagge mit einer schwarzer Schleife. Der Eishockeyclub Vienna Capitals schrieb: „Wir sind tief betroffen von den Ereignissen in unserer Stadt! Bleibt zu Hause oder an einem sicheren Ort, falls ihr gerade in Wien unterwegs seid! Meidet öffentliche Plätze! Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, die helfend vor Ort sind!“

Neben Helmes war auch der ehemalige Tennisprofi Nicolas Massu nah am Geschehen. Der Athen-Olympiasieger im Einzel und Doppel, seit April 2019 Trainer des österreichischen US-Open-Siegers Dominic Thiem, twitterte zunächst: „Hallo Leute, ich bin im Zentrum von Wien ganz in der Nähe der Angriffe.“ Später ergänzte er: „Ich bin bereits im Hotel. Wir waren vorsichtshalber im Restaurant eingesperrt. Danke an alle für die besorgten Nachrichten.“

Bei dem Anschlag am Montagabend waren vier Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.