Fußball-Ticker

Mäßige TV-Quote für die deutsche Nationalmannschaft

| Lesedauer: 6 Minuten
Kai Havertz (2.v.r.) war einer der wenigen Lichtblicke im deutschen Spiel gegen die Schweiz (3:3).

Kai Havertz (2.v.r.) war einer der wenigen Lichtblicke im deutschen Spiel gegen die Schweiz (3:3).

Foto: Federico Gambarini/dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 14. Oktober 2020:

Juve: Ex-Schalker McKennie hat Corona

Juventus Turin meldet einen weiteren Corona-Fall. Wie der Verein mitteilte, wurde der ehemalige Schalker Weston McKennie positiv auf Covid-19 getestet. Bereits am Dienstag hatte es Cristiano Ronaldo im Kreise der portugiesischen Nationalmannschaft erwischt.

Ronaldo fliegt trotz Quarantäne nach Italien

Cristiano Ronaldo soll laut der portugiesischen Sportzeitung „A Bola“ trotz seiner Corona-Quarantäne am Mittwoch zu seinem Club Juventus Turin nach Italien zurückgeflogen sein. Der Kapitän der portugiesischen Nationalelf war positiv auf Covid-19 getestet worden und hatte sich deshalb am Dienstag in Lissabon isoliert. Der 35-Jährige soll zum Flughafen von Lissabon gefahren worden sein, wo er offenbar an Bord eines Privatflugzeuges ging, heißt es in dem Bericht. Ronaldo will offenbar seine Quarantäne in Turin fortsetzen.

8,19 Millionen sehen 3:3 der DFB-Elf

Die deutsche Nationalmannschaft kommt erneut nur auf eine mäßige TV-Quote: Das 3:3 gegen die Schweiz in der Nations League haben in der Live-Übertragung der ARD 8,19 Millionen Zuschauer verfolgt. Der Marktanteil lag bei 28,6 Prozent. Die Reichweite lag zwar deutlich über der Quote des 2:1-Erfolgs am vergangenen Sonnabend in der Ukraine (7,53 Millionen/26,0 Prozent), für eine DFB-Auswahl sind aber auch 8,2 Millionen Zuschauer eine bescheidene Quote. Auch HSV-Trainer Daniel Thioune hat die Partie nur nebenbei verfolgt.

Sandro Wagner nimmt Löw in Schutz

Der frühere Nationalspieler Sandro Wagner hat Bundestrainer Joachim Löw gegen die Kritik nach zuletzt schwächeren Auftritten der Nationalmannschaft verteidigt. „Was soll Joachim Löw machen?“, fragte der 32-Jährige im „Sportschau Club“ der ARD und verwies auf das Dilemma des dicht getakteten Spielplans.

Die Topspieler könne Löw „nicht alle drei Tage durch die Spiele hetzen, das wäre ein Verbrechen an den Spieler und an der Gesundheit. Dann rebellieren auch die Clubs“, sagte Wagner. Löw hatte am Mittwoch der vergangenen Woche in Köln mit einer B-Elf gegen die Türkei gespielt (3:3), dann mit der Stammformation am Sonnabend in der Ukraine (2:1) und am Dienstag gegen die Schweiz.

Der Bundestrainer habe „sechs, sieben, acht Weltklassespieler“ zur Verfügung, sagte der frühere Bayern-Profi Wagner, „aber dann hintendran nicht mehr diese Weltklasse. Da sind wir bei guten Bundesliga-Spielern. Das ist das Problem der Nationalmannschaft, dass wir das zweite Regal nicht mehr mit absoluten Topspielern bedienen können.“ Deswegen müsse man Löw „in Schutz nehmen“, sagte Wagner. „Er kann da schwierig anders handeln.“

Mertesacker hat Erklärung für Özil-Tristesse

Per Mertesacker hat eine mögliche Erklärung, warum es für seinen früheren Mitspieler Mesut Özil beim FC Arsenal nicht mehr läuft. „Abseits des Feldes hat sich viel verändert. Er hat geheiratet, hat eine Familie. Vielleicht haben sich die Schwerpunkte verändert. Dennoch ist er weiter eine Frohnatur und freut sich, Fußball zu spielen“, sagte Mertesacker im Podcast „Klick & Rush".

2014 war der mittlerweile 36 Jahre alte Mertesacker mit Özil (31) Fußball-Weltmeister geworden. „Er ist der einzige Spieler, mit dem ich bei drei Teams gespielt habe - Bremen, Arsenal und auch beim DFB. Deshalb tut mir das sehr leid, dass er aktuell in einer Situation ist, in der er nicht wirklich genutzt wird. Wenn ich ihn aber treffe, ist er immer gut gelaunt. Er arbeitet hart und trainiert mit“, sagte Mertesacker, der seine Karriere bereits beendet hat.

Hertha: Lehmann nennt Europa League als Mindestziel

Aufsichtsrat Jens Lehmann hat mindestens die Europa League als Saisonziel für Hertha BSC formuliert. „Das Ziel ist allen bei Hertha BSC klar. Und das heißt Qualifikation für den europäischen Fußball“, sagte der ehemalige Nationaltorwart der „Sport Bild“. Der 50-Jährige ist als Vertreter von Investor Lars Windhorst in den Aufsichtsrat berufen worden und dort Nachfolger von Jürgen Klinsmann. Hertha ist mit einem Sieg und zwei Niederlagen in die Fußball-Bundesliga gestartet und liegt vor dem vierten Spieltag auf Rang 13.

Mehr zum Thema:

Götze war „sportlich kein Thema“ bei Bayern

Entgegen anderslautender Spekulationen stand Mario Götze in der abgelaufenen Transferperiode nicht auf der Einkaufsliste von Bayern München. Götze sei „ja wirklich ein guter Junge“ und „im Club mögen wir ihn“, aber „sportlich war er kein Thema“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic (43) der „Sport Bild".

Trainer Hansi Flick hatte zuletzt zugegeben, sich mit Spielern aus dem Weltmeisterteam von 2014 regelmäßig auszutauschen, „mit Mario ganz besonders, weil er eine schwierige Phase hatte, da braucht man besondere Unterstützung“. Götze (28) wechselte nach seinem Vertragsende bei Borussia Dortmund inzwischen ablösefrei zum niederländischen Traditionsclub PSV Eindhoven.

Nach Dreierpack: Neymar jagt Peles Torrekord

Mit einem Dreierpack in seinem 103. Länderspiel hat Superstar Neymar der brasilianischen Nationalmannschaft den zweiten Sieg in der WM-Qualifikation beschert. Beim 4:2 (1:1) machte sich der Profi von Paris St. Germain mit nun 64 Treffern für die Seleção auf die Jagd nach Rekordhalter Pele (77). Nach zwei Spieltagen in den südamerikanischen Eliminatorias weist neben dem fünfmaligen Weltmeister nur noch Argentinien dank eines 2:1 (1:1) in Bolivien eine weiße Weste auf.

Mit seinem Elfmetertor in der 28. Minute zog Neymar erst in der ewigen Torschützenliste der Brasilianer mit Ronaldo (62 Tore/98 Spiele) gleich, zeigte beim Jubel als Huldigung mit den Fingern die Rückennummer 9 seines Vorbilds. Nach Richarlisons Ausgleich (65.) verkürzte der PSG-Stürmer erneut per Strafstoß (83.) sowie nach einem Konter (90.+3) seinen Rückstand auf Legende Pele (77/92) weiter.

( HA/sid/dpa )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport