Eishockey

Historisch: NHL-Spiel endet erst nach mehr als sechs Stunden

Brayden Point (M.) von Tampa Bay Lightning jubelt über seinen Siegtreffer gegen Columbus.

Brayden Point (M.) von Tampa Bay Lightning jubelt über seinen Siegtreffer gegen Columbus.

Foto: ELSA / AFP

Die K.-o.-Runde der Eishockey-Profiliga NHL beginnt mit einem Spiel der Rekorde. Nur drei Play-off-Partien dauerten länger.

Tampa. Die Tampa Bay Lightning haben in einem epischen Auftaktspiel im Achtelfinale der Play-offs in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL den längeren Atem behalten. Nach 150 Minuten und 27 Sekunden siegte das Team aus Florida im viertlängsten Play-off-Spiel der Ligageschichte durch den Treffer von Brayden Point in der fünften Overtime mit 3:2 gegen die Columbus Blue Jackets und ging mit 1:0 in der Best-of-seven-Serie in Führung.

Tampa Bay besiegt Columbus in der fünften Verlängerung

Aber nicht nur die Spieldauer war historisch, denn mit insgesamt 151 Abschlüssen gaben beide Mannschaften die meisten Schüsse in einem Spiel seit der Datenerhebung 1955/1956 ab. Außerdem sicherte sich Blue-Jackets-Schlussmann Joonas Korpisalo mit 85 Paraden einen weiteren Rekord.

Da die Partie in der Scotiabank Arena in Toronto sich insgesamt über einen Zeitraum von sechs Stunden und 13 Minuten erstreckte, musste das im Anschluss angesetzte Spiel eins der Serie zwischen den Boston Bruins und den Carolina Hurricanes auf Mittwochmorgen 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr/MESZ) verlegt werden - die längste Begegnung aller Zeiten im Jahr 1936 zwischen den Detroit Red Wings und den Montreal Maroons dauerte 167:30 Minuten.

Rieder siegt zum Play-off-Auftakt mit Calgary

Deutlich kürzer, aber ebenso erfolgreich verlief der Auftakt für den deutschen Nationalspieler Tobias Rieder und die Calgary Flames. Der 27-Jährige feierte mit den Kanadiern einen 3:2-Sieg gegen die Dallas Stars. Rieder kam auf knapp elf Minuten Eiszeit.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die NHL für ein verkürztes Saisonfinale in Turnierform in den kanadischen Spielorten Edmonton und Toronto entschieden.