Fußball-Ticker

Klopp ärgert sich über Lampard-Spruch und schießt zurück

Jürgen Klopp wies seinen Trainerkollegen Frank Lampard schon während der Partie von Liverpool gegen Chelsea zurecht, als es zu einem hitzigen Wortgefecht kam.

Jürgen Klopp wies seinen Trainerkollegen Frank Lampard schon während der Partie von Liverpool gegen Chelsea zurecht, als es zu einem hitzigen Wortgefecht kam.

Foto: imago / PA Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 24. Juli 2020:

Klopp verärgert über Lampard-Spruch

Diese Spitze lässt Jürgen Klopp nicht unkommentiert auf sich sitzen: Der Liverpool-Coach hat seinen Trainerkollegen beim FC Chelsea, Frank Lampard, für dessen Aussagen nach dem Premier-League-Duell am vergangenen Mittwoch kritisiert – und seinerseits zum Gegenangriff ausgeholt. „Wir sind nicht arrogant“, sagte Klopp mit ein paar Tagen Abstand.

Lampard hatte nach der 3:5-Niederlage seines Teams in Anfield gesagt, Liverpool solle nach dem Gewinn der Meisterschaft „nicht zu arrogant“ werden. „In der (Spiel-)Situation kann man sagen, was man will, das ist pure Emotion“, sagte Klopp. „Aber er muss lernen, dass es nicht okay ist, so etwas nach Abpfiff des Spiels zu sagen. Wenn abgepfiffen wurde, muss man das Buch als echter Sportsmann zuklappen. Das hat er nicht gemacht. Und das ist, ehrlich gesagt, etwas, das mir nicht gefällt.“

Lampard hätte Bier mit Klopp getrunken

Lampard (42) und Klopp (53) hatten sich während der Partie nach einem Foul von Mateo Kovacic an Sadio Mané ein hitziges Wortgefecht an der Seitenlinie geliefert. Lampard entschuldigte sich am Freitag zumindest teilweise dafür. „Ich bereue die Worte, die ich gewählt habe“, sagte der Coach.

Mit seinem Trainerkollegen Klopp habe er ausdrücklich kein Problem, betonte Lampard. „Ich hätte nach dem Spiel ein Bier mit Klopp getrunken, um auf deren Erfolg anzustoßen. Aber es gab Dinge an der Seitenlinie, die ich nicht gut fand – nicht von Jürgen Klopp, sondern von der Bank. Die Emotionen kochen hoch in so einem Spiel.“

Aufstockung der Liga? DFL lehnt Dresden-Antrag ab

Die DFL hat laut dem „Kicker“ den Antrag von Dynamo Dresden auf eine Aufstockung der Zweiten Liga abgelehnt. Dresden hatte beantragt, dass das DFL-Präsidium auf der nächsten Mitgliederversammlung der Liga Anfang August eine Aufstockung der Liga auf 19 Vereine zur Abstimmung stellt. Am Freitag soll die DFL Dynamo schriftlich mitgeteilt haben, dass der Antrag abgelehnt wurde.


Dresden sieht eine Wettbewerbsbenachteiligung, da die Mannschaft aufgrund von mehreren Coronavirus-Fällen zunächst in Quarantäne und dann neun Spiele in 28 Tagen absolvieren musste.

Kovac will BVB-Profi Wolf

Bei den Transferbemühungen von Marius Wolf bekommt Hertha BSC Konkurrenz vom einstigen Trainer-Wunschkandidaten Niko Kovac. Laut der „Bild“ soll der gebürtige Berliner Coach den 25-Jährigen zu seinem neuen Club AS Monaco locken. Kovac hatte Wolf bei Eintracht Frankfurt einst zum Leistungsträger entwickelt. Beide gewannen 2018 auch zusammen den DFB-Pokal.

Wolf war in der Vorsaison von Dortmund an die Berliner verliehen. Beim BVB hat er trotz eines Vertrags bis 2023 keine Perspektive mehr. Hertha hat die vereinbarte Kaufoption von 20 Millionen Euro nicht gezogen, ist aber bereits fünf Millionen Euro zu zahlen und damit so viel, wie Dortmund einst an Frankfurt für Wolf überwiesen hatte. Der BVB fordert allerdings zehn Millionen Euro.

Werder plant mit 15.000 Zuschauern

Zum Saisonstart der Bundesliga Mitte September peilt Werder Bremen eine Zuschauerzahl von 15.000 im Weserstadion an. „Das halten wir für möglich, es muss aber natürlich eng mit den zuständigen Ämtern und Behörden abgestimmt werden“, sagte Präsident Hubertus Hess-Grunewald dem „Weser-Kurier". „Wir halten es auch für denkbar, die Zahl eventuell Schritt für Schritt zu erhöhen.“

Union an Japaner Endo interessiert

Der 1. FC Union Berlin zeigt offenbar Interesse am japanischen Nationalspieler Keita Endo. Wie japanische Medien berichten, wollen die Eisernen den 22 Jahre alten Linksaußen von Japans Meister Yokohama Marinos inklusive einer Kaufoption ausleihen. Endo debütierte im Dezember 2019 im Nationalteam seines Heimatlandes und schoss im selben Jahr Yokohama zum Titel. In 33 Begegnungen in der J-League erzielte er sieben Tore und bereitete neun weitere vor.

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Korb für Nürnberg: Schmedes bleibt in Osnabrück

Osnabrücks Sportdirektor Benjamin Schmedes (35) hat nach eigenen Angaben eine Wechselanfrage des 1. FC Nürnberg abgelehnt und bleibt auch in der kommenden Saison beim VfL. Er könne bestätigen, „dass sowohl eine Anfrage aus Nürnberg vorlag als auch ein persönlicher Austausch stattgefunden hat“, wird der frühere HSV-Chefscout Schmedes in einer Mitteilung des niedersächsischen Zweitligisten zitiert. „Ich habe die handelnden Personen beim 1. FC Nürnberg informiert, dass ich unter den aktuellen Umständen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung stehe.“

Als Favorit auf den vakanten Posten des Sportvorstands in Nürnberg gilt nun Ex-HSV-Trainer Dieter Hecking.

Regensburg verpflichtet Jan Elvedi

Wussten Sie, dass Borussia Mönchengladbachs Abwehrspieler Nico Elvedi einen Zwillingsbruder hat, der ebenfalls Profifußball spielt? Auch Jan Elvedi ist Innenverteidiger. Zweitligist Jahn Regensburg hat sich nun seine Dienste gesichert. Jan Elvedi unterschrieb einen Vertrag bis 2022. Der 23-Jährige kommt vom Schweizer Zweitligisten SC Kriens, der ihm bereits vor dem dortigen Saisonende die Freigabe erteilte.

„Jan hat sich beim SC Kriens zum unumstrittenen Leistungsträger und Führungsspieler entwickelt. Mit seiner Mentalität, seiner Athletik, seiner Aggressivität im Spiel gegen den Ball, aber auch seinen Fähigkeiten im Spielaufbau bringt er sehr gute Voraussetzungen mit, um nun auch in der 2. Bundesliga durchzustarten“, sagte Geschäftsführer Christian Keller.

Wolfgang Wolf beendet Trainerkarriere

Achtung, Zungenbrecher: Der langjährige Trainer des VfL Wolfsburg, Wolfgang Wolf, beendet seine Trainerkarriere. „Ich habe im September Geburtstag und gleichzeitig 40. Hochzeitstag“, sagte der 62-Jährige dem „Sportbuzzer“. „Jetzt ist es Zeit, der Familie mal was zurückzugeben.“

Wolf hatte in der vergangenen Saison den 1. FC Lokomotive Leipzig trainiert. Mit den Sachsen verpasste er in den Entscheidungsspielen gegen den SC Verl nur knapp den Aufstieg in die Dritte Liga. „Hätten wir den Aufstieg geschafft“, sagte Wolf, „hätte ich noch ein halbes Jahr weitergemacht.“

Wolf hatte den VfL Wolfsburg zwischen 1998 und 2003 trainiert. „Man kann Wolfsburg nicht aussprechen, ohne Wolf zu sagen“, schrieben die Niedersachsen bei Twitter. „Genieß deinen Ruhestand, Wolfgang. Du hast eine Ära beim VfL geprägt.“ In Deutschland hatte Wolf unter anderem auch den 1. FC Nürnberg, den 1. FC Kaiserslautern und Hansa Rostock trainiert. Seine Trainerkarriere hatte der Ex-Profi bei den Stuttgarter Kickers begonnen.