Hamburg

Clubs beschließen Saisonende im Amateurfußball

Die Hamburger Amateurfußballsaison ist wegen der Corona-Pandemie endgültig abgebrochen worden (Symbolbild).

Die Hamburger Amateurfußballsaison ist wegen der Corona-Pandemie endgültig abgebrochen worden (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Die Aufstiegsregelung sorgt für Ärger. Beginnt die neue Spielzeit im September? Heiße Debatte um Antrag des SC Poppenbüttel.

Hamburg.  Die Hamburger Amateurfußballsaison ist am Montagabend auf dem außerordentlichen Verbandstag des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) in der Wandsbeker Sporthalle wegen der Corona-Pandemie endgültig abgebrochen worden. Die Amateurfußballver­eine folgten dem entsprechenden Beschlussantrag des HFV. Diesen hatte der Verband wiederum gestellt, da sich in einer Befragung der Clubs im Mai 84 Prozent der Vereine für den Saison­abbruch ausgesprochen hatten. Auch der vom HFV gewünschten Haftungsbeschränkung folgten die Vereine mit großer Mehrheit. „Es geht uns vor allem darum, unsere Mitarbeiter von persönlicher Haftung in dieser Ausnahmesituation, so weit es rechtlich möglich und zulässig ist, freizustellen“, sagte HFV-Präsident Dirk Fischer.

Wie erwartet wurde auch mit großer Mehrheit entschieden, dass es keine Absteiger geben soll. Die Ausnahme: Vereine, die auf einem Abstiegsplatz stehen und auf eigenen Wunsch absteigen wollen. Eine heiße Debatte wurde um den Antrag des Bezirksligisten SC Poppenbüttel geführt. Poppenbüttel, Tabellenzweiter der Bezirksliga Nord, beantragte den grundsätzlichen Aufstieg aller Tabellenzweiten im Gegensatz zum vom Verband vorgeschlagenen Modell, welches nur den Meistern ein Aufstiegsrecht als Regelaufsteiger gemäß der Durchführungsbestimmungen wollte.

Emotionale Diskussion

„Wir haben einen Naturrasen und konnten daher leider nur drei Spiele weniger austragen als der Tabellenerste HSV Barmbek-Uhlenhorst III. Nur deshalb ist unser Punktequotient schlechter. Nun haben wir als Tabellenzweiter einen besseren Punkteschnitt als Bayern München und dürfen nicht aufsteigen. Das ist absolut unfair“, beklagte in seiner Wortmeldung Mario Mecklenburg, Trainer von Kreisligist Viktoria Harburg, die auf Platz zwei der Kreisliga 4 stehen.

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Der HFV-Spielausschussvorsitzende Joachim Dipner argumentierte dagegen, warnte vor einer Überfüllung der Staffeln. „Außerdem“, so Dipner, „wissen wir noch gar nicht, wann wir mit dem Amateurfußball wieder beginnen können. Wir hoffen auf den 1. September, aber sicher ist das nicht.“

Nach emotionaler Diskussion setzte sich der Verband durch. 67 Prozent der Stimmen der 135 vertretungsberechtigten Vereine lehnten Poppenbüttels Antrag ab. Zu Ende geführt werden soll der Lotto-Pokal, der im Viertelfinale unterbrochen wurde. Kann ab August weitergespielt werden, sollen die Clubs neu verpflichtete Spieler einsetzen dürfen.