Hamburg

Basketball-Schulliga: Erste „NBA-Spiele“ in Hamburg

Aden (l.) erzielte den ersten Korb für die Boston Celtics.

Aden (l.) erzielte den ersten Korb für die Boston Celtics.

Foto: Mark Sandten / MARK SANDTEN / FUNKE FOTO SERVICES

Schulliga wird von nordamerikanischer Profiliga mit Trikots, Hosen und Bällen unterstützt. Hamburger Senat spendiert 40.000 Euro.

Hamburg.  Darauf hat die Stadt lange warten müssen, NBA-Spiele in Hamburg: Am Montagnachmittag starteten in der Lessing-Stadtteilschule am Hanhoopsfeld in Wilstorf die Boston Celtics (Stadtteilschule Wilhelmsburg), die Houston Rockets (Stübenhofer Weg) und die Miami Heat (Alexander-von-Humboldt-Gymnasium) in die neue Basketball-Schulliga. Sie wird von der nordamerikanische Profiliga mit Trikots, Hosen und Bällen unterstützt, der Hamburger Senat spendiert 40.000 Euro für Trainer und Übungsleiter. Bis zu den finalen Play-offs am 4. Juni in der Wilhelmsburger edel-optics.de Arena stehen noch fast 100 Begegnungen unter den 25 teilnehmenden Schulen an.

„Hamburg hat das Potenzial, eine coole Basketball-Metropole zu werden. Die NBA-Schulliga ist ein weiterer Baustein auf diesem Weg“, sagt Mike Taylor, der Cheftrainer des Bundesligaclubs Hamburg Towers. Der Verein ist mit Personal – Oliver Eckardt managt das Turnier –, Plakaten

und Trainern vertreten, die Fünft- und Sechstklässler kennen aber keinen Profi des Aufsteigers. „Sie beginnen sich aber für die Teams zu interessieren, die sie repräsentieren“, sagt Adesina Ogundipe, Sportlehrer am Stübenhofer Weg. Genau das ist das Marketing-Kalkül der NBA, Ogundipe hat damit kein Problem: „Dass die Jungs und Mädchen in Original-NBA-Trikots spielen dürfen, ist eine riesige Motivation.“

Der schönste Korb gelingt Aden von den Wilhelmsburger Boston Celtics

Die Begeisterung ist dann auch in der kleinen Einfeldhalle zu spüren. „Defense, Defense“, kreischen die Elf- und Zwölfjährigen, und als Tiago den ersten Korb für die Miami Heat wirft, springt die Bank auf, bejubelt den Schützen. Die Alexander-von-Humboldt-Schüler kommen anschließend aus dem Feiern gar nicht mehr raus, zu überlegen sind sie, was nicht wundert, weil sie alle schon länger Basketball spielen.

40:6 heißt es nach viermal sechs Minuten. Der schönste Korb gelingt jedoch dem kleinen Aden von den Wilhelmsburger Boston Celtics, als er mit dem Rücken zum Brett den Ball über seinen Kopf ins Netz zielt.

Spaß hat es an diesem Nachmittag allen gemacht, die Ergebnisse sind – noch – nebensächlich. „Hauptsache, wir haben gewonnen“, sagt Tiago.