Handball-EM

Nationalspieler Julius Kühn wird in Kabine eingeschlossen

Zugzwang? Julius Kühn (r.) ist von Weißrusslands Artsem Karalek nur regelwidrig zu stoppen.

Zugzwang? Julius Kühn (r.) ist von Weißrusslands Artsem Karalek nur regelwidrig zu stoppen.

Foto: David Bitzan / imago images/GEPA pictures

Als der Rückraumspieler in der Halbzeitpause aus der Toilette kommt, ist plötzlich keiner mehr da – und die Tür zugesperrt.

Wien. „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“: Das Motto des RTL-Dschungelcamps hatte für Handballnationalspieler Julius Kühn plötzlich eine ganz ungewollte Bedeutung. Nach der Ansprache von Bundestrainer Christian Prokop in der Pause des EM-Spiels gegen Weißrussland (31:23) wurde Kühn irrtümlich in der Umkleidekabine eingeschlossen.

„Ich kam aus der Toilette und dachte: “Hier ist ja nicht viel los", erzählte Kühn nach dem Spiel: “Plötzlich war gar keiner mehr da, die Tür war zu. Ich hab dann panisch geklopft, ich glaube, das war nicht zu überhören." Glücklicherweise habe ein Mitglied des Sicherheitspersonals ihn gehört, “der hat dann unseren Teamguide geholt, und der hat mich rausgelassen".

Prokop vermisst Kühn zunächst gar nicht

Rechtzeitig zum Anpfiff der zweiten Halbzeit stand Kühn wieder auf der Platte, Bundestrainer Christian Prokop hatte von seinem Missgeschick gar nichts mitbekommen. „Ich habe das erst im Nachhinein erfahren“, sagte Prokop und gestand: "Ich darf das gar nicht laut sagen, aber ich habe ihn zunächst gar nicht vermisst.“