Herber Dämpfer

Hockey-WM 2022: Starke Konkurrenz für Hamburg-Bewerbung

Sportsenator Andy Grote im Rathaus mit den Hockey-Nationalspielerinnen Franzisca Hauke (l.), Charlotte Stapenhorst und Anne Schröder (r.).

Sportsenator Andy Grote im Rathaus mit den Hockey-Nationalspielerinnen Franzisca Hauke (l.), Charlotte Stapenhorst und Anne Schröder (r.).

Foto: Witters

Es wirkt wie ein Schock für den Deutschen Hockey-Bund. Die Hockey-WM der Damen könnte nun erstmals in zwei Ländern stattfinden.

Hamburg. Die Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung der Hockey-WM der Damen 2022 hat einen herben Dämpfer erhalten. Wie der Weltverband FIH am Donnerstag bekannt gab, haben sich Spanien und die Niederlande gemeinsam um die Ausrichtung beworben. Da die Niederlande als führende Hockeynation bei den Damen gilt und über eine deutlich höhere Finanzkraft als alle Mitbewerber verfügt, gilt deren Bewerbung als klar favorisiert.

Es wäre das erste Mal, dass eine Hockey-WM in zwei Ländern stattfände. Spanien hat zudem noch eine Einzelbewerbung eingereicht, der jedoch kaum Chancen eingeräumt werden. Die FIH entscheidet am 8. November in Lausanne über die Vergabe.

Hockey-WM der Herren in Indien?

Favorit für die Ausrichtung der Herren-WM ist Indien, das sich für das Terminfenster Januar 2023 beworben hat und dort konkurrenzlos ist. Belgien und Malaysia möchten die Herren-WM im Juli 2022 austragen. Sollte der Weltverband für die Herren diesen Zeitraum wählen, würde die Damen-WM in den Januar 2023 rutschen. Dafür bewerben sich Malaysia und Neuseeland.

"Unsere Chancen, mit Hamburg den Zuschlag zu erhalten, sind durch diese Konstellationen leider deutlich gesunken. Dennoch hoffen wir weiterhin auf die WM 2022 in Deutschland", sagte ein Sprecher des Deutschen Hockey-Bundes.