Fußball-Ticker

Ex-HSV-Keeper Adler schaltet sich in Neuer-Debatte ein

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Adler: Ter Stegen ist nach der EM 2020 dran

Der frühere Nationaltorwart René Adler erwartet nach der EM 2020 einen Wechsel im deutschen Tor von Manuel Neuer zu Marc-André ter Stegen. „Die Zukunft, da braucht man kein Raketenwissenschaftler zu sein, gehört ter Stegen. Ich glaube, Manuel wird die EM noch spielen und danach ist der Marc dran“, sagte Adler bei "Sport1". Bis dahin müsse der Schlussmann des FC Barcelona trotz starker Leistungen noch die Füße stillhalten.

Ex-HSV-Torhüter Adler äußerte Verständnis für die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw, an Neuer als Nummer eins festzuhalten. „Als der Druck auf Manu am größten war, hat er performt. Das zeichnet einen Weltklasse-Torwart aus, dass er dann liefert – und das hat er gemacht“, sagte er.

Wenn man auf der Torhüterposition hätte wechseln wollen, dann wäre aus Adlers Sicht der richtige Zeitpunkt nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland gewesen. Bayern-Torwart Neuer war vor der WM lange verletzt, während ter Stegen „permanent auf brutalem Niveau gespielt“ habe. „Das machen jetzt beide“, stellte Adler fest.

„Schalke ein Fehler“: Badstuber wirft Heidel Lügen vor

Holger Badstuber sieht seine Zeit bei Schalke 04 im Rückblick als vertan an und wirft dem damaligen Manager Christian Heidel Unehrlichkeit vor. „Das waren einfach Lügen, dass sie nicht mit mir verlängern wollen. Für mich stand außer Frage, dass ich auf Schalke bleiben will“, sagte Badstuber dem Podcast "Rasenfunk".

Heidel hatte 2017 in einer Pressekonferenz behauptet, Schalke habe sich nach der Leihe des damaligen Bayern-Profis Badstuber gegen eine feste Verpflichtung entschieden. Diese stand für Badstuber allerdings nie zur Debatte. „Das war unsinnig. Das war link“, sagte er über das Vorgehen der Clubführung: „Zu Schalke zu gehen war im Nachhinein definitiv ein Fehler. Wohl gefühlt habe ich mich dort nicht, der Bruch war zu groß.“

Schon beim Wechsel vom FC Bayern nach Gelsenkirchen sei es unehrlich zugegangen, betonte der 30-Jährige, der seit Sommer 2017 beim VfB Stuttgart spielt: „Mir wurde etwas vorgegaukelt.“ Trainer Markus Weinzierl habe ihm gesagt, „er bräuchte meine Passsicherheit und Qualität. Sonst wäre ich nicht von Bayern weg.“

Dass Weinzierl in der jüngsten Stuttgarter Abstiegssaison ausgerechnet zum VfB kam, war aus Badstubers Sicht „völlig unverständlich. Ich hatte mit ihm auf Schalke keine gute Zeit. (...) Als Weinzierl kam, habe ich zu Mario Gomez gesagt: “Das wird eine zähe Saison.'" Der Coach wurde nach einem halben Jahr wieder entlassen – und die Schwaben stiegen 2019 ab.

Matthäus schlägt Müller-Verlängerung vor

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus rät dem FC Bayern davon ab, den unzufriedenen Thomas Müller ziehen zu lassen. „Müller ist für Bayern als Identifikationsfigur, aber auch sportlich, unheimlich wertvoll. Ihn abzugeben, wäre ein großer Verlust für alle Seiten. Darum habe ich auch eine Vertragsverlängerung für Müller vorgeschlagen“, sagte der 58-Jährige der „Bild“. Bei keinem anderen Club gebe es für Müller „diese Ideal-Position“ hinter Stürmerstar Robert Lewandowski.

Müller war in den vergangenen Wochen nach Jahren als Leistungsträger von Trainer Niko Kovac nur noch auf die Bank gesetzt worden. „Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen“, hatte Müller im „Kicker“ gesagt und damit Spekulationen über einen Abschied aus München angeheizt.

Matthäus, einst selbst Kapitän beim Rekordmeister, sieht in dem vorerst geplatzten Transfer von Leroy Sané und der stattdessen erfolgten Ausleihe des Brasilianers Philippe Coutinho einen Grund für Müllers „verfahrene“ Situation. „Erst als Sané nicht klappte, bemühte sich Bayern als Folge um Coutinho“, sagte er. „Mit Sané auf den Flügeln hätte Müller im Zentrum wie schon in der erfolgreichen Double-Rückrunde seine Einsatz-Zeiten bekommen. Doch Coutinho blockiert diese Rolle nun, Kovac baute sogar für den Brasilianer um. Das war aus Sicht von Müller einer der denkbar unglücklichsten Transfers.“

McKennie mit Rekord-Dreierpack für USA

Schalkes Youngster Weston McKennie hat beim 7:0 (6:0) der USA gegen den alten Klassenfeind Kuba den schnellsten Dreierpack der Verbandsgeschichte geschnürt. Der Allrounder, von US-Coach Gregg Berhalter im zentralen Mittelfeld aufgeboten, traf im Audi Field in Washington in der 1., 5. und 13. Minute. Zudem bereitete der 21-Jährige das 3:0 durch Jordan Morris (9.) vor.

Josh Sargent von Werder Bremen trug sich in der 40. Minute ebenso in die Torschützenliste ein wie der ehemalige Dortmunder Christian Pulisic (62./Elfmeter). Für das siebte Tor der US-Boys in ihrem Auftaktspiel der CONCACAF Nations League sorgte der Kubaner Dario Ramos per Eigentor (37.).

Köpke lobt Nübel: „Schon sehr, sehr stark“

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke sieht Alexander Nübel langfristig in der deutschen Nationalmannschaft. „Es ist schon sehr, sehr stark, wie er gefühlt aus dem Nichts gekommen ist. Das ging von Null auf Hundert, und er spielt, als ob er schon ewig da spielen würde. Er verliert scheinbar nie die Ruhe“, sagte Köpke der "Süddeutschen Zeitung". Daher habe er den 23-Jährigen von Schalke 04 „im Blick“, man müsse ja „gewappnet sein“. Bundestrainer Joachim Löw lobte Nübel in dieser Woche als „sehr jungen Torhüter, der mittlerweile einen sehr guten Eindruck macht“.

Eine schnelle Berufung des ehemaligen U21-Nationalspielers ins A-Team ist aber nicht angedacht. „Im Moment gibt es keine Notwendigkeit, das Thema aufzumachen“, sagte Köpke. Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen sind gesetzt. Um den dritten Platz im Kader für die EM 2020 (12. Juni bis 12. Juli) kämpfen Bernd Leno und der derzeit verletzte Kevin Trapp.

Zuletzt war eine Diskussion um die Nummer eins entbrannt, nachdem ter Stegen den Wunsch nach mehr Einsätzen im Nationaltrikot geäußert hatte. „Es ist einfach eine verrückte Situation“, sagte Köpke angesichts von zwei Torhütern auf Weltklasseniveau.

Irland nur 0:0 in Georgien

Irland hat in der Qualifikation zur EM-Endrunde 2020 einen wichtigen Sieg verpasst. Die Mannschaft von Teammanager Mick McCarthy kam in Georgien nur zu einem 0:0. Nach sechs Spielen hat Irland in der Gruppe D zwölf Punkte, am Samstagabend kommt es zum Verfolgerduell zwischen dem Tabellenzweiten Dänemark (5 Spiele/9 Punkte) und dem Dritten Schweiz (4/8).

Storck neuer Trainer von Cercle Brügge

Der frühere Bundesliga-Profi und langjährige Trainer Bernd Storck ist neuer Coach des belgischen Erstligisten Cercle Brügge. Der 56-Jährige, der zuvor unter anderem auch in Kasachstan, Griechenland und als ungarischer Nationaltrainer gearbeitet hatte, erhielt beim Tabellenletzten der Jupiler Liga einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

Mit Ungarn hatte Storck an der EM 2016 teilgenommen und war im Achtelfinale an Belgien gescheitert. Nach der verpassten Qualifikation zur WM 2018 kam es zur vorzeitigen Trennung. Im vergangenen Mai hatte Storck bekannt gegeben, seinen damals auslaufenden Vertrag bei Brügges Ligarivalen Royal Excel Mouscron nicht zu verlängern.

Wellenreuther bleibt Präsident des Karlsruher SC

Ingo Wellenreuther bleibt weitere drei Jahre Präsident von Zweitligist Karlsruher SC. Der 59 Jahre alte CDU-Politiker konnte bei der Mitgliederversammlung des Vereins 536 der 1032 abgegebenen Stimmen (51,9 Prozent) auf sich vereinen. Gegenkandidat Martin Müller kam in dem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen auf 48,1 Prozent. Für Wellenreuther, der den Verein seit 2010 führt, war es bereits die dritte Wiederwahl.