Fußball-Ticker

Schalke verpasst Sprung an Tabellenspitze

Lesedauer: 18 Minuten
Der Kölner Jonas Hector und Ahmed Kutucu von Schalke beim Spiel in der Veltins Arena.

Der Kölner Jonas Hector und Ahmed Kutucu von Schalke beim Spiel in der Veltins Arena.

Foto: picture alliance/dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Köln verwehrt Schalke die Tabellenführung

Der FC Schalke 04 hat die große Chance verpasst, erstmals seit Ende März 2010 die Bundesliga-Tabellenführung zu erobern. Nach vier Siegen in Serie musste sich das Team von Fußball-Lehrer David Wagner mit einem 1:1 (0:0) gegen den in den vergangenen Wochen schwächelnden 1. FC Köln begnügen. Jonas Hector gelang erst in der Nachspielzeit der Ausgleich für die Kölner, nachdem Schalke durch Suat Serdar (72.) in Führung gegangen war.

Freiburg ärgert Dortmund und klettert auf Rang zwei

Das Märchen des SC Freiburg geht weiter. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich trotzte Meisteraspirant Borussia Dortmund nach einem zweimaligen Rückstand ein 2:2 ab. Die Tore für Freiburg erzielten Ex-HSV-Profi Luca Waldschmidt sowie Dortmunds Manuel Akanji per Eigentor. Durch das erkämpfte Remis kletterte der Breisgau-Club auf Rang zwei und ist nun erster Verfolger von Bayern München, die nach der Champions-League-Gala gegen Tottenham Hotspur (7:2) überraschend 1:2 gegen 1899 Hoffenheim verloren. Kurios: Die ersten vier Teams in der Bundesliga Bayern, Freiburg, Leipzig und Leverkusen haben alle 14 Punkte.

Andy Möller leitet Nachwuchs bei Eintracht Frankfurt

Andreas Möller (52) ist neuer Nachwuchs-Chef bei Eintracht Frankfurt. Der Welt- und Europameister leitet künftig das Nachwuchs-Leistungszentrum und ist Nachfolger von Armin Kraaz. Der einstige Italien-Legionär von Juventus Turin war lange Jahre Profi der Eintracht. Möller erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 und nimmt seine Tätigkeit mit sofortiger Wirkung auf. „Insbesondere der Förderung der individuellen spielerischen Qualität des Eintracht-Nachwuchses will ich mich verstärkt zuwenden“, sagte der ehemalige Dortmunder und Schalker.

Franck Ribéry Spieler des Monats in Italien

Dieser Wechsel war offenbar ein Erfolg im Karriereherbst von Franck Ribéry (36): Der ehemalige Profi von Bayern München ist beim Erstligisten AC Florenz zum Spieler der Serie A im Monat September gewählt worden. „Ribéry hat uns zu diesem Saisonauftakt das Allerbeste seines Repertoires gezeigt“, teilte die Liga mit. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren unter anderen die hohe Zahl gewonnener Zweikämpfe, seine Passgenauigkeit und seine Beschleunigung.

Effenberg als Manager nach Uerdingen

Neues vom "Tiger": Der Hamburger Ex-Profi und Ex-Trainer Stefan Effenberg wird Manager beim krisengeschüttelten Drittligisten KFC Uerdingen. Der 51-Jährige soll bereits beim 0:0 gegen den 1. FC Magdeburg am Freitagabend im Stadion gewesen sein. "Bild" hatte zuerst darüber berichtet.

Uerdingen steht nach nur drei Siegen kurz vor den Abstiegsplätzen. Der vom umstrittenen russischen Investor Michail Ponomarew unterstützte Club hat in diesem Jahr bereits einige Trainer verschlissen. Effenberg war zuletzt in der Saison 2015/2016 als Coach des damaligen Zweitligisten SC Paderborn im Fußball direkt aktiv. Trotz eines Vertrages bis Sommer 2017 trennte sich der SCP aber bereits im März 2016 wieder von ihm.

Friedhelm Funkels 500. Spiel ging verloren

500 Spiele als Trainer in der Bundesliga, aber diese Pleite blieb Friedhelm Funkel nicht erspart. In seinem Jubiläumsspiel verdarb Hertha BSC dem 65 Jahre alten Düsseldorfer Fußballlehrer den Abend und beendete gegen die Fortuna eine fast 40-jährige schwarze Serie. Hertha setzte sich mit 3:1 (2:1) durch und gewann erstmals seit dem 8. Dezember 1979 wieder in Liga eins gegen die Rheinländer. Vedad Ibisevic (37. Minute) und Javairo Dilrosun (44.) mit ihren jeweils dritten Saisontoren sowie Vladimir Darida (62.) sorgten für den ungefährdeten dritten Hertha-Erfolg in der laufenden Spielzeit nacheinander. Rouwen Hennings hatte die Gäste vor 37.128 Zuschauern im Olympiastadion mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht (32.). Funkel bestritt auch am 8. Juni 1991 mit Bayer Uerdingen sein erstes Bundesligaspiel gegen Hertha.

Wiesbaden blamiert Stuttgart – Darmstadt hängt fest

Vier Pfostentreffer, keine Punkte: Nach einer peinlichen Niederlage droht Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart der Verlust der Tabellenführung. Die Schwaben verloren in der 2. Liga am Freitagabend sensationell und mit viel Pech gegen das bisherige Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden 1:2 (1:2). Dadurch kann der Hamburger SV am Sonnabend mit einem Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth vorbeiziehen und als Spitzenreiter in die Länderspielpause gehen. Darmstadt 98 und der Karlsruher SC trennten sich 1:1 (1:1).

Der VfB hatte vor 49.627 Zuschauern Ballbesitzwerte jenseits von 80 Prozent, auch jede Menge bester Torchancen, wurde aber von Wehens Kapitän Manuel Schäffler zweimal kalt erwischt. Der Torjäger traf in der 3. Minute - und in der 18. Minute nach einem Doppelfehler von Borna Sosa und VfB-Torhüter Gregor Kobel, der sich aus spitzem Winkel tunneln ließ. Schäffler steht nun bei acht Saisontoren, sechs davon in den vergangenen vier Spielen.

Hamadi Al Ghaddioui (11.) glich zwischenzeitlich für den VfB aus, nachdem der unglücklich agierende Mario Gomez den Ball nicht getroffen hatte. Später köpfte Gomez an den Innenpfosten (55.). Daniel Didavi und Sosa mussten zudem verletzt vom Feld. Wehen verteidigte den Sieg nach einer Roten Karte gegen Daniel Kofi-Kyereh (77., grobes Foulspiel) in einer skurrilen Schlussphase zu zehnt und rückte zumindest vorerst auf den 17. Rang vor.

Darmstadt war am Böllenfalltor die bessere Mannschaft, bekommt aber auch gegen Karlsruhe keinen Sieg mehr zustande und hängt im Tabellenkeller fest. Letztmals haben die Lilien am zweiten Spieltag Holstein Kiel bezwungen. Den frühen Führungstreffer von Dario Dumic (7.) konterte Philipp Hofmann per Kopf umgehend (9.), für die Gäste war es das dritte Unentschieden in Serie.

Ilkay Gündogan beklagt fehlende Wertschätzung

Der Ärger um die Fotos mit Mesut Özil und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hängt ihm offenbar noch an. Ilkay Gündogan (Manchester City) wünscht sich in der deutschen Öffentlichkeit und der Nationalmannschaft noch mehr Anerkennung. „Ja, ich fühle mich ein wenig unterschätzt“, sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City im "SZ"-Interview. „Aber ich habe auch Verständnis dafür. Ich habe einfach zu viel verpasst. Bei der Nationalelf schauen die Leute vor allem die Turniere, und da war ich halt nur zweimal dabei, bei der EM 2012 und der WM 2018.“ Dies sei „einfach zu wenig, um nachhaltig in den Köpfen der Leute zu bleiben“.

Umso mehr wünsche er sich auch persönlich Erfolge bei der EM 2020 und der WM 2022, sagte Gündogan. „Wir haben beim DFB zuletzt häufig mit Fünfer-Abwehrkette gespielt, und dann ist da nur Platz für zwei zentrale Mittelfeldspieler. Da sind Joshua Kimmich als defensiver Part und Toni Kroos als offensiver Part momentan gesetzt“, sagte Gündogan.

Real: Schlimme Gerüchte um Psyche von Courtois

Real Madrid hat Gerüchte über angebliche Angststörungen von Torwart Thibaut Courtois entschieden zurückgewiesen. Die Zeitung „Okdiario“ hatte über die angeblich nach einer medizinischen Untersuchung diagnostizierten psychischen Probleme berichtet. Bei Courtois sei eine akute Gastroenteritis, eine Entzündung der Magen- und Darmschleimhäute, diagnostiziert worden. Deswegen sei Courtois am Dienstag beim 2:2 in der Champions League gegen den FC Brügge zur Pause ausgewechselt worden. Der 27-Jährige hatte bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen und war von den eigenen Fans ausgebuht worden. Real teilte mit, Courtois werde wegen Dehydrierung und Elektrolyt-Ungleichgewicht behandelt, er spreche gut auf die Behandlung an.

Zorc attackiert ehemaligen Spieler Aubameyang

Michael Zorc hat mit Unverständnis auf die Verbalattacke des ehemaligen Dortmunder Profis Pierre-Emerick Aubameyang gegen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke reagiert. „Ich finde, Auba hat sich im Ton vergriffen und in der Wortwahl. Als er bei uns war, haben wir uns fast immer hinter ihn gestellt. Deshalb kann ich diese überzogene Reaktion nicht nachvollziehen“, sagte der Sportdirektor.

Damit reagierte Zorc auf einen Tweet von Aubameyang, in dem Watzke am Donnerstag als „Clown bezeichnet worden war. Der Geschäftsführer hatte zuvor in der „Süddeutschen Zeitung“ über Spieler gesprochen, die wegen des Geldes zu Vereinen wechseln, die nicht in der Champions League spielen. „Pierre-Emerick Aubameyang, der beim FC Arsenal großartig spielt, wird wahrscheinlich warm ums Herz, wenn er auf sein Konto schaut“, hatte Watzke gesagt: „Aber mittwochs guckt er bei der Champions League regelmäßig nur im Fernsehen zu und ist traurig.“

Die Antwort von Aubameyang ließ nicht lange auf sich warten. „Es ist besser für Sie, wenn ich nie darüber rede, warum ich Dortmund wirklich verlassen habe, Herr Watzke. Sie sind so ein Clown“, schrieb der Stürmer aus Gabun und schloss mit den Worten: „Lassen Sie mich bitte in Ruhe.“

Die indirekte Drohung von Aubameyang, über die Hintergründe seines Transfers zum FC Arsenal im Januar 2018 für 63 Millionen Euro sprechen zu wollen, lässt Zorc kalt: „Was er damit meint, weiß ich nicht. Wir haben uns nichts vorzuwerfen.“

Mönchengladbach ärger sich über türkische Polizei

Borussias Vereinsspitze und der Oberbürgermeister von Mönchengladbach sind entsetzt. „Das hätten wir uns niemals vorstellen können, auch auf anderen Reisen nicht“, klagte Geschäftsführer Stephan Schippers auf dem Rückflug des Fußball-Bundesligisten nach dem Europa-League-Spiel bei Basaksehir Istanbul über das Vorgehen der türkischen Polizei. Vor allem dass den rund 1400 Borussen-Fans Fahnen mit dem Stadtwappen Mönchengladbachs und dem darin erhaltenen christlichen Kreuz abgenommen worden waren, stieß dem Club übel auf.

„Dass Fußballfans aus Mönchengladbach in Istanbul daran gehindert werden, eine Fahne mit unserem alten Stadtwappen, das den Heiligen Vitus als Schutzpatron unserer Stadt zeigt, mit ins Stadion zu nehmen, ist für mich nicht akzeptabel“, sagte OB Hans Wilhelm Reiners (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Das Wappen enthält ein Kreuz, das die Polizei in Istanbul im Stadion des Lieblingsclubs vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht sehen wollte. Schippers will sich bei der Uefa beschweren, Reiners forderte Basaksehir auf, „sich von einem solchen Verhalten“ zu distanzieren.

Bei Meetings im Vorfeld waren entsprechenden Symbole offenbar nicht als problematisch eingestuft worden. „Das macht mich extrem traurig, dass wir 2019 in Europa solche Zustände haben, dass die Polizei diktieren kann, welche Fahnen mit ins Stadion kommen“, schimpfte Gladbachs Sportdirektor und sprach gar von einer „Polizeidiktatur“.

Dass die Uefa als Europapokalausrichter zudem stets Toleranz predigt, hinterließ im Gladbacher Lager einen verstörenden Eindruck. „Im Zeitalter von Toleranz passt das einfach nicht“, befand Weltmeister Christoph Kramer. Überhaupt empfanden die Gladbacher den Umgang mit den Borussen-Fans in Istanbul als Schikane. „Unsere Fans bereichern diesen Totentanz hier, dass hier zumindest etwas Stimmung aufkommt und werden dann von Anfang drangsaliert. Sie müssen mit Bussen anreisen und dürfen sich nicht wie normale Menschen selbstständig zum Stadion bewegen. Das sind für mich bizarre und groteske Bilder und Szenen, die man heutzutage in Europa nicht mehr erwartet“, wetterte Eberl. Das Spiel im Trabantenstadtteil Basaksehir hatte vor gerade einmal rund 5000 Zuschauern stattgefunden.

Unter anderem waren auch zwei Gladbacher Fans vorübergehend in Gewahrsam genommen, später aber wieder frei gelassen worden. Ihnen war vorgeworfen worden, Polizisten geschlagen zu haben. Videoaufnahmen belegten später aber das Gegenteil. Schippers lobte die aus Deutschland angereisten Zuschauer für ihre besonnene Reaktion, die eine Eskalation verhindert hätte. „Natürlich waren die Fans und auch die Ordner etwas geknickt. Trotzdem hat man sich zurück gehalten“, sagte Schipppers.

Nationalteam schlägt EM-Trainingslager in Seefeld auf

Bundestrainer Joachim Löw wird die deutsche Nationalmannschaft im österreichischen Wintersportort Seefeld auf die Fußball-EM 2020 vorbereiten. Die letzten Verhandlungen sind abgeschlossen. Das DFB-Team wird im Hotel Nidum wohnen, das bereits viele internationale Spitzenclubs für ihre Trainingslager nutzten. Für die Trainingseinheiten stehen zwei nahe gelegene Naturrasenplätze und ein zusätzliches Kleinfeld im Bereich der Skisprungschanzen zur Verfügung, teilte der DFB mit. Die EM-Endrunde wird vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 in zwölf europäischen Städten ausgespielt.

Erstmals geht der Deutsche Fußball-Bund mit einem Trainingscamp in die Olympiaregion Seefeld. Wahrscheinlich wird das Löw-Team kurz nach dem DFB-Pokalfinale am 23. Mai 2020 für rund zwei Wochen das Quartier in Tirol beziehen. „Das Trainingslager ist ein wichtiger Schlüssel für ein erfolgreiches Turnier. Da gilt es, sich einzuspielen, Automatismen zu festigen, aber sich auch jenseits des Platzes zu verstehen“, sagte Löw: „Die Voraussetzungen in Seefeld und die große Erfahrung unserer Gastgeber haben mich absolut überzeugt.“

DFB-Direktor Oliver Bierhoff verwies auf das „Gesamtkonzept der kurzen Wege“. Der Flughafen Innsbruck liegt nur 25 Minuten entfernt. Zu den Trainingsplätzen können die Spieler vom Quartier mit dem Fahrrad fahren.

Während des EM-Turniers wird das Nationalteam beim DFB-Sponsor Adidas in Herzogenaurach wohnen. Das war vom Verband schon Anfang Juli verkündet worden. Auf dem Campus der World of Sports wird extra noch eine Unterkunft für das Team errichtet.

Ter Stegen darf für DFB-Team spielen, Amiri debütiert

Joachim Löw hat die Hackordnung in der pikanten Torhüterfrage schon bei der Kader-Nominierung für die anstehenden Länderspiele zementiert. Wie der Bundestrainer am Freitag bekannt gab, wird Herausforderer Marc-Andre ter Stegen das deutsche Tor im Testspiel gegen ein geschwächtes Argentinien ohne Weltstar Lionel Messi am 9. Oktober in Dortmund hüten. Kapitän Manuel Neuer darf vier Tage später im wichtigen EM-Qualifikationsspiel in Estland (beide 20.45 Uhr/RTL) ran.

„Für die beiden Spiele habe ich gemeinsam mit Andy Köpke entschieden, dass Marc in Dortmund und Manu in Tallinn spielen wird. Das haben wir auch mit beiden Spielern so besprochen“, wurde Löw in einer DFB-Pressemitteilung zitiert. In einem Video-Interview ergänzte er: „Ich war überrascht, dass die Diskussion so stattfindet auf dem Level, weil der Manu seit der WM zehn von zwölf Spielen gemacht hat. Daher erübrigt sich die Frage nach der Nummer 1. Aktuell ist das klar.“ Neuer sei bis zur EM sein Kapitän – „wenn nichts Außergewöhnliches passiert“.

Als einziger Neuling steht etwas überraschend der Leverkusener Nadiem Amiri (22) im wegen zahlreicher Ausfälle nur 21 Profis umfassenden Kader. Der frühere Hoffenheimer gehörte zur U21, die im Sommer das EM-Finale erreicht hatte, das sie trotz Amiris Treffer 1:2 gegen Spanien verlor. Amiri habe beim Turnier „und in den Spielen mit seinem Club gute Leistungen gezeigt und sich eine Berufung verdient“, sagte Löw.

1899 Hoffenheim bietet "Klima-Ticket" an

Die TSG Hoffenheim bietet ihren Fans künftig ein sogenanntes „Klima-Ticket“ zur Unterstützung von Klimaschutzprojekten in Afrika an. Wie die Kraichgauer am Freitag mitteilten, haben Käufer einer Eintrittskarte der TSG in Zukunft die Möglichkeit, zusätzlich einen freiwilligen Beitrag für das Projekt „Kleinbauern in Uganda forsten Wälder auf“ der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation „myclimate Deutschland“ zu leisten.

Am Ende des Bestellvorgangs wird den Online-Nutzern hierfür die Option geboten, für einen Euro oder mehr Setzlinge zu kaufen, die dann im Rahmen des Projekts gepflanzt werden. Die Spenden-Initiative ermutigt Kleinbauern, Wälder aufzuforsten und bestehende Wälder so zu bewirtschaften, dass sie als Fundament für eine langfristig nachhaltige Landnutzung und die Absorption von CO2 dienen können.

Hoffenheim hatte in dieser Saison bereits alle seine Handlungen klimaneutral gestellt und kompensiert zudem die Anreise des Gäste- sowie der Schiedsrichterteams.

Özil ist bei Arsenal nur noch eine Randfigur

Mesut Özil gerät beim FC Arsenal immer mehr aufs Abstellgleis. „Wenn ich entschieden habe, dass er nicht im Kader steht, dann weil ich denke, dass andere Spieler es mehr verdient haben“, sagte Teammanager Unai Emery über die Nicht-Berücksichtigung des Rio-Weltmeisters für das Europa-League-Spiel gegen Standard Lüttich (4:0).

Emery hatte seine Mannschaft nach dem 1:1 am Montag gegen Manchester United auf zehn (!) Positionen verändert und stark verjüngt - für Özil war aber wie zu Wochenbeginn kein Platz im Aufgebot. „Ich biete immer die Spieler auf, von denen ich denke, dass sie die besten für das jeweilige Spiel sind“, sagte der Spanier Emery. Özil müsse „weiter arbeiten“ und sich im Training empfehlen.

Der 30-Jährige ist der am besten bezahlte Profi in der Klubgeschichte der Gunners, seine Beziehung zu Emery aber galt immer schon als schwierig. In dieser Saison bestritt er nur zwei von zehn Pflichtspielen, sechs Mal stand er gar nicht erst im Kader. Ein einziges Mal fehlte er erkrankt, ansonsten aus Leistungsgründen.

„Wir müssen den jungen Spielern die Chance geben - und sie nutzen sie ja auch“, sagte Emery. Gegen Lüttich erzielte das 18 Jahre alte Talent Gabriel Martinelli zwei Tore (13., 16.). Die weiteren Treffer besorgten in Joe Willock (20/22.) und Dani Ceballos (23/57.) ebenfalls junge Spieler. Auch der frühere Hoffenheimer Reiss Nelson (19) stand neben dem Ex-Nationalspieler Shkodran Mustafi in der Anfangsformation und bereitete das 2:0 vor.