Fußball-Ticker

Holstein Kiel hat eine Trainerentscheidung getroffen

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Holstein Kiel macht U23-Coach zum Chef

Ole Werner wird Interimstrainer beim Zweitligisten Holstein Kiel. Wie der Club am Montag mitteilte, folgt der bisherige U23-Coach auf den am Vortag freigestellten Andre Schubert. Der 31 Jahre alte Werner ist seit 2014 Trainer der Kieler Reserve, die er 2018 in die Regionalliga Nord führte.

"Ole Werner hat sich in unserem Verein stetig weiterentwickeln können“, sagte Holsteins Sportchef Fabian Wohlgemuth, der auch die Mannschaft des Tabellen-16. in die Pflicht nimmt. Das Team müsse "hochmotiviert sein, um Ole Werner bei der Vorbereitung auf unser Heimspiel gegen Hannover 96 bedingungslos zu unterstützen".

Die "Störche“ treffen an diesem Freitag (18.30 Uhr/Sky) im Krisengipfel auf den Bundesliga-Absteiger aus Niedersachsen, der punktgleich mit den Kielern auf Platz 15 rangiert.

Der neue Coach freut sich auf die Aufgabe: „Mein Fokus liegt nun darauf, mir schnellstmöglich ein Bild von der Mannschaft zu machen und uns gemeinsam mit dem eingespielten Funktionsteam auf unsere wichtige Aufgabe am kommenden Freitag vorzubereiten“, sagte Werner. Fabian Boll und Patrick Kohlmann bleiben weiterhin Co-Trainer.

Raman-Streit: Schalke und Fortuna einigen sich

Schalke und Fortuna Düsseldorf haben ihren Streit um die Offenlegung der vermeintlichen Ablösesumme für Benito Raman beigelegt. Wie die Düsseldorfer am Montag mitteilten, wurden in einem Telefonat zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann und Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider „Missverständnisse aus dem Weg geräumt“.

Nach dem 5:1-Erfolg der Schalker am Sonntagabend bei Aufsteiger SC Paderborn hatte Schneider Röttgermann der Lüge bezichtigt. „Was sich Röttgermann da erlaubt, ist ohne Worte. Wie man sich so über eine Vertraulichkeitsklausel hinwegsetzen kann, irritiert mich und den ganzen FC Schalke total. Das ist unkollegial, das ist nicht in Ordnung. Und es ist schlicht die Unwahrheit. Er suggeriert Zahlen, die nicht da sind“, sagte Schneider.

Auslöser des Streits war ein Bericht des Nachrichten-Magazins Der Spiegel. Röttgermann hatte öffentlich eine Ablösesumme „nördlich von 13 Millionen Euro“ für das Gesamtpaket des Raman-Transfers genannt und soll damit gegen die vereinbarte Verschwiegenheitspflicht verstoßen haben. Der belgische Nationalspieler war zur laufenden Saison von Düsseldorf nach Schalke gewechselt.

Dem Spiegel liegt nach eigenen Angaben der Transfervertrag Ramans vor, nach dem der Verkauf der Fortuna nur im „ungeahnten Erfolgslauf maximal zehn Millionen Euro“ einbringen könne. Düsseldorf wies die Darstellung in einer Stellungnahme als „falsch“ zurück.

Die Fortuna teilte am Montag mit, dass in dem Telefonat Einigkeit darin bestand, „dass Vertragsdetails bei Vereinbarungen zwischen beiden Clubs in Zukunft nicht mehr öffentlich kommentiert werden“.

Real Madrid auch ohne Marcelo bei PSG

Real Madrid muss im Champions-League-Auftaktspiel am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) bei Paris St. Germain auf Abwehrspieler Marcelo verzichten. Der brasilianische Nationalspieler erlitt eine Halswirbelverstauchung und muss voraussichtlich zwischen zehn und zwölf Tagen pausieren. Bei den Königlichen, Club des 2014er-Weltmeisters Toni Kroos, fehlt damit bereits der fünfte Spieler.

Nach 1:6 in Meppen: FCK trennt sich von Hildmann

Der viermalige deutsche Meister 1. FC Kaiserslautern hat sich wie erwartet von seinem Trainer Sascha Hildmann getrennt. Laut des Drittligisten habe man sich „nach gemeinsamen Gesprächen einvernehmlich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zu beenden“. Wer Nachfolger des 47-Jährigen wird, ist noch offen.

„Ich möchte mich im Namen des 1. FC Kaiserslautern ganz herzlich bei Sascha Hildmann für seinen Einsatz bedanken. Er hat den FCK in einer sehr schwierigen Situation übernommen und sich immer in den Dienst des Vereins gestellt. Er hat viele unserer jungen Spieler gefördert und weiterentwickelt und hat sich immer zu einhundert Prozent mit dem FCK und der Aufgabe hier identifiziert“, sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader: „Sascha kommt aus Kaiserslautern und lebt den FCK. Wir werden daher auch weiterhin verbunden bleiben.“

Der FCK hatte am Sonnabend 1:6 (1:3) beim SV Meppen verloren. Mit neun Punkten nach acht Spielen hinken die Roten Teufel weit hinter ihren Erwartungen zurück. Der gebürtige Lauterer Hildmann, der selbst beim FCK in der Jugend und bei den Amateuren aktiv war, hatte das Amt beim zweimaligen DFB-Pokalsieger am 6. Dezember 2018 von Michael Frontzeck übernommen.

Als neue Trainer auf dem Betzenberg werden unter anderem der frühere FCK-Profi Markus Anfang und Ex-Coach Jeff Strasser gehandelt. Am Samstag spielen die Pfälzer gegen den 1. FC Magdeburg.

BVB-Pech: Messi kehrt in Barça-Kader zurück

Der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi steht im Kader des spanischen Meisters FC Barcelona für das Champions-League-Spiel bei Borussia Dortmund am Dienstag (21.00 Uhr/Sky). Die Ärzte hätten nach dem Training am Vormittag in Barcelona grünes Licht gegeben, teilten die Katalanen am Montag vor ihrer Abreise nach Deutschland mit.

Der Argentinier Messi (32) kämpft seit Wochen mit einer Wadenverletzung. Während des Ligaspiels gegen den FC Valencia am Sonnabend (5:2) saß er noch auf der Tribüne. Wahrscheinlich kommt er für Trainer Ernesto Valverde nur als Joker in Betracht.

Hochemotional: Ronaldo weint in Interview

Superstar Cristiano Ronaldo (34) ist bei einem TV-Gespräch über seinen Vater in Tränen ausgebrochen. Sein Vater habe nie seine Erfolge gesehen und nie, dass er "die Nummer eins" sei, sagte der portugiesische Weltfußballer in einem Interview für den britischen Sender ITV.

"Er hat nicht gesehen, wie ich Auszeichnungen bekam. (...) Meine Familie hat es gesehen, meine Mutter, meine Brüder, sogar mein ältester Sohn. Aber mein Vater hat nichts gesehen." Ronaldos Vater war Alkoholiker und starb 2005. Der Stürmer von Juventus Turin hat mittlerweile selbst vier Kinder. Mit diesen präsentiert er sich in sozialen Medien gerne als guter Familienvater.

Trotz Leukämie: Mihajlovic coacht per Telefon zum Sieg

Der an Leukämie erkrankte FC-Bologna-Coach Sinisa Mihajlovic hat von der Klinik, in der er behandelt wird, per Telefon Hinweise gegeben und war somit am 4:3-Erfolg seiner Mannschaft bei Brescia Calcio beteiligt. Die gesamte Bologna-Mannschaft fuhr nach dem Spiel an Bord des Mannschaftsbusses am Sonntagabend zur Sant'Orsola-Klinik nach Bologna, wo sich Mihajlovic derzeit einer Chemotherapie unterzieht.

Die Spieler skandierten Sprechchöre unter dem Fenster von Mihajlovics Zimmer, bis sich dieser zeigte. "Ich hatte mit diesem Besuch nicht gerechnet. Jetzt könnt ihr in mein Zimmer kommen, damit wir über eure Fehler sprechen können“, flachste der 50 Jahre alte Trainer.

Zur Halbzeit hatte Bologna noch 1:3 zurückgelegen. Mihajlovic hatte über seinen Assistenten Emilio De Leo der Mannschaft taktische Ratschläge gegeben – mit Erfolg. Die Gäste konnten dem Spiel noch eine Wende geben und einen Auswärtssieg feiern.

Der Serbe hatte im Juli bei einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass er an Leukämie erkrankt sei und dass er sich einer langwierigen Behandlung unterziehen müsse.

Höwedes liebäugelt mit Schalke-Rückkehr

Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes hofft nach insgesamt 16 Jahren bei Schalke auf eine Rückkehr zu den Königsblauen – allerdings erst in absehbarer Zeit. Aktuell sei eine Rückkehr kein Thema, sagte der derzeit bei Lokomotive Moskau spielende Höwedes der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig erklärte der 31-Jährige: "Mein primäres Ziel ist es, möglichst zeitnah wieder näher bei der Familie in Haltern am See zu sein. Klar kann Schalke demzufolge eine von mehreren Optionen sein."

Es gebe, so Höwedes, "aber auch Gedanken, dass ich mich mittelfristig noch stärker in gesellschaftlichen und sozialen Themen engagiere“. Beim russischen Pokalsieger hat Höwedes, der mit Lok am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) in der Champions League bei Bayer Leverkusen antritt, noch einen Vertrag bis 2021.

Die aktuelle Entwicklung auf Schalke will Höwedes, der 2017 vom damaligen Trainer Domenico Tedesco als Kapitän abgesetzt wurde und danach zunächst zu Juventus Turin wechselte, nicht detailliert beurteilen. „Was Schalke jetzt braucht, ist Konstanz und Ruhe. Und keinen Ex-Spieler, der aus Russland heraus Tipps gibt“, sagte er: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Jochen Schneider und David Wagner genau dafür sorgen und den Verein wieder in sichere Regionen bringen. Langfristig muss ein Verein wie Schalke aber auch wieder europäisch spielen. Das ist man den Fans und dem Umfeld schuldig.“

Dass Tedesco und der damalige Manager Christian Heidel inzwischen nicht mehr auf Schalke arbeiten, verschaffe ihm aber keine Genugtuung, versicherte Höwedes: „Überhaupt nicht. Im Gegenteil. Im Fußball gibt es immer wieder Gründe für eine Trennung. Das, was ich damals nicht verstanden habe, war die Art und Weise der Kommunikation.“ Er sei „überzeugt, dass Domenico Tedesco eine zweite Chance in der Ersten oder Zweiten Liga verdient hat“.

Fortuna-Boss Röttgermann lehnt Rücktritt ab

Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann hat einen Rücktritt nach medialen Vorwürfen ausgeschlossen. „Im Gegenteil: Ich bin kämpferisch. Ich lasse mich von solchen Querschüssen nicht aus der Ruhe bringen“, sagte Röttgermann im Interview mit der Bild-Zeitung.

In mehreren lokalen Medien wehrte sich der 58-Jährige erneut gegen Vorwürfe, „Vetternwirtschaft“ und Unwahrheiten im Zusammenhang mit dem Transfer von Benito Raman zum FC Schalke 04 verbreitet zu haben. Darüber hatte der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe und in Ansätzen zuvor bereits das Handelsblatt berichtet. Beide Redaktionen berufen sich dabei auf interne Unterlagen und Mails, die ihnen vorlägen. Röttgermann sieht sich dabei nicht selbst als Ziel.

„Ich glaube nicht, dass man mir schaden möchte“, sagte der frühere Geschäftsführer des Bundesliga-Konkurrenten VfL Wolfsburg der Rheinischen Post. „Getroffen ist der Verein im Ganzen. Gemeint ist die Führung im Verein. Jemand oder eine Gruppe haben offensichtlich eine andere Vorstellung, wie der Verein zu führen ist.“ Am Sonntag hatte nach der Spiegel-Veröffentlichung auch Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider gegen Röttgermann gewettert, und ihm vorgeworfen, über Vertragsinhalte beim Raman-Transfer Lügen verbreitet zu haben.

Eine Erklärung dafür, wie Interna nach außen gelangten, hat der Club noch nicht. „Es kann sein, dass wir gehackt wurden. Es kann sein, dass jemand die E-Mails abfotografiert hat. Oder jemand hat meinen E-Mail-Zugang benutzt“, sagte Röttgermann weiter.

Sportvorstand Lutz Pfannenstiel hofft, die Affäre von der Mannschaft fernhalten zu können. „Die Mannschaft kann nichts für die bewusst von außen hereingetragenen Störfeuer - und ich habe ihnen erklärt, dass wir alles daran setzen werden, das Ganze zu lösen“, sagte Pfannenstiel dem Express.

Hitzfeld äußert Verständnis für ter Stegen

Der frühere Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld hält die Unzufriedenheit von Torhüter Marc-André ter Stegen über seine Ersatzrolle in der Nationalmannschaft für normal. „Das ist bitter für ter Stegen, dass er in seiner Generation Manuel Neuer hat“, sagte der 70-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Dass Jogi Löw an Neuer festhält, ist ein logischer Schritt. Man darf ter Stegens Kritik nicht überbewerten. Das ist eine menschliche Reaktion.“

Ter Stegen hatte es als „schweren Schlag“ bezeichnet, dass er bei den jüngsten EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) nicht zum Einsatz gekommen war. In beiden Partien spielte Kapitän Neuer. „Wir müssen froh sein, dass wir Neuer und ter Stegen haben. Für Jogi Löw ist es ein Privileg, über zwei Welttorhüter zu verfügen“, sagte Hitzfeld. „Neuer ist der Stammtorhüter. Er hat es bewiesen, Löw konnte sich immer auf ihn verlassen.“

Aue-Profi: Team trägt Mitschuld an Trainerwechseln

Clemens Fandrich vom FC Erzgebirge Aue sieht die Mannschaft nach den vielen Trainerwechseln in der Pflicht. Denn der Mittelfeldspieler erlebt gerade mit Dirk Schuster den siebten Cheftrainer seit 2015. Jeder Wechsel sei irgendwie traurig gewesen, "du als Spieler oder besser wir als Mannschaft tragen irgendwo ja auch immer eine Mitschuld an einem Wechsel“, sagte Fandrich in einem Kicker-Interview.

Den meisten Input bekam er von Domenico Tedesco, der nach seiner Rettungsmission in Aue nach nur drei Monaten zum FC Schalke 04 wechselte. „Was wir in der Zeit von einigen Tagen, vielleicht einer Woche, über den Haufen geworfen haben, technisch, taktisch, spielerisch, das war schon brutal. Das war der krasseste Umbruch, den ich je miterlebt habe“, sagte der 28-Jährige vor dem Auswärtsspiel an diesem Sonntag beim Hamburger SV und sprach von „großem Kino“.

Baumgart nach 1:5-Klatsche: "Tut sehr weh"

Auf "so ne Reise“ wie das 1:5 gegen Schalke 04 hätte Steffen Baumgart gern verzichtet. "Das tut sehr weh. Aber das war hochverdient, auch in der Höhe“, sagte der Trainer von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn nach dem ersten heftigen Schuss vor den Bug im Oberhaus.

Auch am 4. Spieltag traf seine Mannschaft in der Anfangsviertelstunde durch Cauly Oliveira Souza (8.) und sorgte damit für ein Novum in der Bundesliga, doch spätestens in der letzten halben Stunde fand Paderborn keine Lösungen mehr gegen die Wucht des Gegners. Salif Sane (33.), Suat Serdar (49.), Amine Harit (71./85.) und Ahmed Kutucu (83.) schossen den klaren Schalker Sieg heraus, der durchaus noch höher hätte ausfallen können.

"Wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir kassieren vier Gegentore nach Situationen, in denen wir vorher in Überzahl waren“, merkte Baumgart an und nahm nach dem Abrutschen auf Tabellenplatz 17 vor allem sich selbst in die Pflicht: "Ich bin gefragt und muss sehen, dass ich da wieder Ordnung reinkriege.“

An seiner voll auf Offensive ausgerichteten Spielphilosophie will der 47-Jährige ungeachtet der klaren Niederlage in jedem Fall festhalten: „Es gab viele kleine Situationen, die aber nichts mit Schalke zu tun hatten.“

Nach dreieinhalb gefälligen Spielen im Oberhaus, aber nur einem Punkt auf dem Konto, steht den Ostwestfalen ein richtungweisendes Spiel bevor: Am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) kommt es zum Kellerduell beim punktgleichen Schlusslicht Hertha BSC.

Zwölf Juve-Ultraführer festgenommen

Zwölf Hooliganchefs des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin sind am Montag vorläufig festgenommen worden. Sie werden beschuldigt, das Juve-Management erpresst zu haben, um Vorteile zu erhalten, unter anderem kostenlose Eintrittskarten für Heimspiele.

Die Ermittlungen wurden aufgrund einer Anzeige des Juve-Managements in die Wege geleitet, teilte die Polizei von Turin einer Pressemitteilung mit. 2017 hatte es bereits Schlagzeilen um mögliche Kontakte zwischen Fangruppen von Juve und der kalabrischen Mafia gegeben.

Die Ultra-Anführer sollen nach italienischen Medienberichten auch hinter dem Schwarzhandel mit Tickets stecken. Sie hätten den Tickethandel für die Fankurve "militärisch kontrolliert" und sollen Juventus-Mitarbeiter erpresst haben, um an günstigere Karten zu kommen, hieß es in den Berichten unter Berufung auf die Ermittler. Bei der Operation "Last banner" seien in ganz Italien Razzien gelaufen.

Der Club von Superstar Cristiano Ronaldo und den Deutschen Sami Khedira und Emre Can stand immer mal wieder wegen Problemen mit Ultras in den Schlagzeilen.

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann sieht im Dauerduell zwischen Manuel Neuer und seinem Konkurrenten Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona den Kapitän von Bayern München in der DFB-Auswahl vorne. "Wenn beide einhundert Prozent spielen, dann ist Neuer besser. Er hat halt alles und ist komplett“, sagte der 49-Jährige bei Sky90.

Lehmann: Neuer ist besser als Ter Stegen

Dem ehemaligen England-Legionär vom FC Arsenal gefällt Neuers "leicht arrogante“ Art: "Er bestätigt das auch auf dem Platz und hat daher alle Argumente, weiterzuspielen.“

Ter Stegen hatte sich zuletzt in Spanien über seine Reservistenrolle in den EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) beklagt. Neuer hatte die Beschwerden des Ex-Gladbachers am Sonnabend nach dem 1:1 in Leipzig zurückgewiesen.

Lehmann hat jedoch kein Problem mit den offensiven Äußerungen von ter Stegen. "Ich finde eigentlich ganz gut, dass er das gesagt hat“, betonte der Ex-Bundesliga-Profi, "ich finde es prinzipiell gut, wenn Spieler Ansprüche äußern, spielen zu wollen.“

Nagelsmann gibt Einblicke in seine Arbeit

Julian Nagelsmann verlangt von seinen Spielern im täglichen Trainingsbetrieb enorm viel. Daher kommen einige Neuzugänge von RB Leipzig erst langsam in Schwung. „Weil wir viel versprachlichen. Wir haben viele Video-Sequenzen, bei denen Text dransteht. Und dann ist es nicht einfach, wenn man die Sprache noch nicht kann“, meinte Nagelsmann in einem Kicker-Interview. Zudem unterstrich der Nachfolger von Ralf Rangnick, dass er "im Training viel mit Überforderung und Provokationsregeln – wie limitierte Ballkontakte" arbeitet.

"Mancher braucht noch ein bisschen Entwicklungszeit, weil er bei seiner vorherigen Station nicht so den Spielrhythmus hatte“, betonte Nagelsmann und gibt zu, dass er sehr ungeduldig sei: "Bei mir muss alles schnell super funktionieren.“ Kommt aus Spielerkreisen mal ein Spruch, dann "bricht mir kein Zacken aus der Krone. Natürlich darf der Spieler nicht sagen: Nagelsmann, du Vollidiot, halt mal die Klappe. Weil ich ja auch nicht sage: Du Vollidiot, lauf mal da hin. Wichtig ist am Ende, immer einen respektvollen Umgang miteinander zu haben.“

Ibrahimovic brilliert bei LA-Kantersieg

Superstar Zlatan Ibrahimovic war als dreifacher Torschütze der überragende Spieler von Los Angeles Galaxy beim 7:2-Kantersieg in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) gegen Sporting Kansas City. Der 37-jährige Schwede traf in der 32., Handelfmeter, 51. und 85. Minute.

Mit 26 Treffern in dieser Saison stellte Ibrahimovic einen Klubrekord auf und verbesserte die bisherige Bestmarke von Carlos Ruiz (24 Tore im Jahr 2002). In der MLS-Torjägerliste rangiert der Skandinavier nur noch zwei Treffer hinter dem Mexikaner Carlos Vela.