Fußball-Ticker

"Fürchterlich": Österreich spielt für verletzten Leipziger

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Österreich will für schwer verletzten Wolf siegen

Österreichs U21-Nationalmannschaft will bei der EM in Italien und San Marino ab sofort auch für den schwer verletzten Hannes Wolf spielen. "Hannes wird sicher ein halbes Jahr ausfallen. Das ist fürchterlich. Aber wir werden uns noch mehr anstrengen und würden weitere Erfolge ihm widmen", sagte Trainer Werner Gregoritsch über den Youngster, der am 1. Juli von RB Salzburg zu RB Leipzig wechselt.

Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich am Montag im Spiel gegen Serbien (2:0) bei einem Foul einen Bruch des rechten Außenknöchels zugezogen, zuvor hatte er das 1:0 erzielt (37.). "Diese Diagnose ist ein Schock", twitterte RB Leipzig. Österreich trifft am Sonntag zum Abschluss der Gruppenphase auf Deutschland.

Wolfs Ausfall ist nicht die erste Hiobsbotschaft für RB: In der vergangenen Woche hatte sich Leipzigs Tyler Adams in einem Testspiel der USA einen Leistenverletzung zugezogen. Der 20-Jährige muss sechs bis acht Wochen pausieren.

Kiel holt Eberwein von Fortuna Köln

Zweitligist Holstein Kiel hat Offensivspieler Michael Eberwein vom Drittliga-Absteiger Fortuna Köln verpflichtet. Dies teilten die Norddeutschen am Dienstag mit. Eberwein (23) erhält einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2021. Eberwein hatte in der vergangenen Saison 37 der 38 Ligaspiele für Köln absolviert. Er erzielte dabei vier Tore und bereitete fünf Treffer vor.

Kahn, Löw & Co.: Jovic Spieler der Saison

Ein Preis zum Abschied: Eintracht Frankfurts scheidender Jungstar Luka Jovic ist von einer Jury des Fußball-Magazins 11Freunde um Bundestrainer Joachim Löw und Oliver Kahn zum besten Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Saison gekürt worden. Der serbische Nationalspieler (21) verlässt die Hessen und schließt sich für 70 Millionen Euro Ablöse dem spanischen Rekordmeister Real Madrid an.

In der Trainerkategorie setzte sich sich das Team von Fortuna Düsseldorf um Chefcoach Friedhelm Funkel durch. "Typ der Saison" ist Max Kruse, der Werder Bremen verlässt, als "Newcomer" wurde Jadon Sancho von Borussia Dortmund gekürt. Bester Manager ist Frankfurts Fredi Bobic, bester Schiedsrichter der Berliner Manuel Gräfe. Als beste Fanaktion wurde der "Caravan of Love" des ehemaligen Bundesligisten TeBe Berlin geehrt. Dieser Preis wird von der Redaktion des "Magazins für Fußballkultur" vergeben.

Die Jury war erneut prominent besetzt. Neben Löw und Kahn waren zahlreiche aktuelle und frühere Profis sowie unter anderem auch Fachjournalisten vertreten.

Rekordspieler Danneberg Osnabrück-Assistent

Tim Danneberg wird nach dem Ende seiner Karriere Co-Trainer beim Zweitligisten VfL Osnabrück. Die Niedersachsen erweitern nach dem Aufstieg ihr Trainerteam und setzen dabei auf den bisherigen VfL-Spieler. Das teilte der Club am Dienstag mit, machte aber kein Angaben zur Vertragslaufzeit. Der VfL hatte den Vertrag als Spieler mit dem 33-Jährigen nach dem Zweitliga-Aufstieg nicht verlängern wollen. Danneberg ist mit 332 Partien Rekordspieler der 3. Liga. Die Saisonvorbereitung des VfL beginnt am Donnerstag.

BVB verlängert mit Lucien Favre

Borussia Dortmund hat den Vertrag mit seinem Trainer Lucien Favre vorzeitig um eine Saison bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Der 61 Jahre alte Schweizer hatte den Verein im vergangenen Sommer übernommen und inmitten eines Umbruchs beinahe zum Meistertitel geführt. Die Entscheidung zugunsten von Bayern München fiel erst am letzten Spieltag.

"Lucien hat klare Strukturen geschaffen und unsere Spieler weiterentwickelt", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte, Favre habe "die Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt". Mit ihm in die Zukunft zu gehen, sei "folgerichtig".

Zieler: "Zweite Liga wird brutalschweres Brett"

Ex-Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler hat nach seiner Rückkehr zu Hannover 96 vor der anstehenden Saison des Bundesliga-Absteigers gewarnt. "Die Zweite Liga wird ein brutalschweres Brett", sagte der 30-Jährige am Dienstag. Der direkte Wiederaufstieg wie 2017 sei alles andere als selbstverständlich. "Es ist natürlich mein großes Ziel, so schnell wie möglich wieder in der Bundesliga zu spielen. Wann das sein wird, muss man dann sehen", sagte Zieler.

Der bisherige Stuttgarter war überraschend am Montag zurück nach Hannover gekommen. Für 96 hatte der gebürtige Kölner schon zwischen 2010 und 2015 gespielt. "Hannover ist meine Stadt, 96 mein Verein. Ich hoffe, dass das ein Zeichen ist und es auch eine Signalwirkung auf andere Spieler hat", sagte Zieler weiter, der bislang der einzige Neuzugang des Clubs ist. Am Montag hatte Trainer-Rückkehrer Mirko Slomka nur zwölf Feldspieler im Training, weitere Profis könnten zudem noch gehen.

DFL mahnt Viagogo ab

Die DFL warnt vor dem Ticketverkauf für den Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München auf dem nicht-autorisierten Zweitmarkt. Dabei nannte die DFL ausdrücklich die Internet-Ticketbörse Viagogo, die nicht nur im Fußball als höchst umstritten gilt. Es würden bereits Eintrittskarten für das Spiel am 3. August beim Vizemeister angeboten, obwohl der offizielle Vorverkauf noch nicht begonnen hat.

Käufer würden Gefahr laufen, am Ende keine Tickets zu erhalten oder nicht eingelassen zu werden. "Die DFL hält derartige Angebote für wettbewerbswidrig, hat daher am heutigen Dienstag eine entsprechende Abmahnung an Viagogo zugestellt und behält sich weitere rechtliche Schritte vor", heißt es in einer Pressemitteilung der Dachorganisation des Profifußballs vom Dienstag. Der freie Verkauf beginnt am 3. Juli. Gegen Viagogo sind bereits einige Vereine juristisch vorgegangen.

DFB-Frauen in Frankreich umgezogen

Abschied vom Mittelmeer, weiter Richtung Alpen: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist bei der WM in Frankreich am Dienstag von Montpellier nach Grenoble umgezogen. Einen Tag nach dem 4:0 (3:0) stieg der DFB-Tross am Vormittag in gelöster Stimmung in den Hochgeschwindigkeitszug TGV nach Valence. Von dort sollte es weiter mit dem Bus nach Grenoble gehen, wo die Mannschaft am Samstag ihr Achtelfinalspiel bestreitet. Wohnen wird die Mannschaft nicht direkt in Grenoble, sondern etwas außerhalb im Grand Hotel in Uriage-les-Bains.

Jäpel von Jena nach Zwickau

Drittligist FSV Zwickau hat Stürmer Denis Jäpel verpflichtet. Der 21-Jährige wechselt vom Ligakonkurrenten FC Carl Zeiss Jena nach Westsachsen und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 plus einer einjährigen Option. Er ist der bereits achte Neuzugang beim FSV für die kommende Saison.

In der vergangenen Saison war der in Weimar geborene Mittelstürmer an Regionalligist Germania Halberstadt verliehen, für den er in 29 Spielen acht Tore erzielte und vier weitere vorbereitete. Davor spielte er für die U23 des FC Carl Zeiss in der Oberliga.

Künftig kein DFL-Präsident mehr

Die deutschen Proficlubs haben sich bei ihrer Versammlung am Dienstag im Frankfurter Vorort Neu-Isenburg auf eine moderate Strukturreform der Deutschen Fußball Liga (DFL) verständigt.

Nach dem Willen der Vereine wird es künftig keinen Präsidenten mehr geben, das Präsidium soll aber unverändert aus sieben gewählten Mitgliedern der Klubs und zwei DFL-Vertretern bestehen. Sprecher des Gremiums wird DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (50).

DFL-Präsident Reinhard Rauball hatte im September des vergangenen Jahres seinen Rückzug nach zwölf Jahren an der Spitze angekündigt. Der 72-Jährige hatte gleichzeitig eine neue Ordnung angeregt. Seitdem war die DFL auf der Suche nach einem Konsensmodell.

Nach DFB-Klatsche: Estland-Trainer gibt auf

Wenige Tage nach der 0:8-Klatsche in der EM-Qualifikation gegen Deutschland hat Estlands Nationaltrainer Martin Reim seinen Rücktritt bekannt gegeben. Zusammen mit dem Chefcoach legten auch der übrige Trainerstab – die Co-Trainer Andres Oper und Hanno Kivisild sowie Torwarttrainer Mart Poom - ihre Ämter nieder. Die Rücktritte seien auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung am Montagabend angenommen worden, teilte der estnische Fußballverband in Tallinn mit.

"Nach der Niederlage in der vergangenen Woche hätten wir künftig keinen Spielraum mehr für Fehler gehabt. Dies hätte eine Atmosphäre für die kommenden Spiele geschaffen, die dem Team nicht geholfen hätte. Wir haben uns im Trainerteam beraten, uns mit dem Vorstand des Fußballverbands getroffen und beschlossen, unseren Rücktritt einzureichen", wurde Reim in der Mitteilung zitiert.

Reim trainierte Estland seit Herbst 2016. Mit dem ehemaligen Nationalspieler (157 Länderspiele) an der Seitenlinie gewann der Baltenstaat 13 von 36 Länderspielen bei acht Remis und 15 Niederlagen. Mit einem Sieganteil von 36,1 Prozent sei Reim nach Verbandsangaben der bisher erfolgreichste Trainer Estlands gewesen. Mit dem 0:8 gegen die deutsche Nationalmannschaft am 11. Juni in Mainz kassierte die estnische Auswahl unter seiner Führung aber auch die höchste Pflichtspielniederlage der Verbandshistorie.

Jonathan Klinsmann wechselt in die Schweiz

Jonathan Klinsmann, zuletzt zwei Jahre als Torhüter bei Hertha BSC, spielt zukünftig für den FC St. Gallen. Der 22 Jahre alte Torhüter unterschrieb beim Schweizer Erstligisten einen Zweijahresvertrag.

"Nach meinen beiden Ausbildungsjahren bei Hertha, die mich enorm weitergebracht haben, sind meine Ziele klar definiert: Ich will dem FC St. Gallen helfen, die Euro League zu erreichen. Und ich will so schnell als möglich Stammtorhüter werden, sagte der Sohn des einstigen Weltmeisters Jürgen Klinsmann: "Daneben will ich mich natürlich mit der US-Auswahl für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizieren."

Der Berliner Bundesligist war die erste Station für Jonathan Klinsmann im Profifußball. In den zwei Spielzeiten bei Hertha spielte er 24 Mal für die 2. Mannschaft. Für die Profis bestritt er im Dezember 2017 in der Europa League gegen Östersund (1:1) eine Partie und hielt einen Elfmeter. Zu einem Einsatz in der Bundesliga reichte es nicht. In St. Gallen bildet Klinsmann mit dem Österreicher Dejan Stojanovic (25) ein Torhüter-Duo.

In St. Gallen bildet Klinsmann mit dem Österreicher Dejan Stojanovic (25) ein Torhüter-Duo. Mit einer "für diese Position nötigen gesunden Rivalität sowie der gegenseitigen Unterstützung können beide Goalies enorm voneinander profitieren", erklärte St. Gallens Sportchef Alain Sutter, der früher auch für den 1. FC Nürnberg, den FC Bayern und den SC Freiburg in der Bundesliga gespielt hatte.

Spielertausch zwischen Düsseldorf und Schalke?

Fortuna Düsseldorfs Cheftrainer Friedhelm Funkel geht davon aus, dass der belgische Torjäger Benito Raman wohl zu Schalke 04 wechseln wird. "Ich glaube schon, dass man sich einigen wird", sagte der Coach dem Express. Raman, der bei Fortuna noch bis zum 30. Juni 2022 vertraglich gebunden ist, hatte seinen Wechselwunsch bereits geäußert, der FC Schalke sein Interesse bekundet. Knackpunkt dürfte die Ablösesumme sein. Die Rheinländer erwarteten wohl einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich, Schalke will weniger investieren.

Grundsätzlich würden die Düsseldorfer den 24-Jährigen, der in der abgelaufenen Spielzeit zehn Treffer erzielte, gerne behalten, doch möglicherweise bahnt sich auch ein Spielertausch mit den Schalkern an. Nach Kicker-Informationen könnte sich Fortuna neben einer Ablösesumme zumindest auf Leihbasis auch die Dienste von Bernard Tekpetey sichern. Den 21-Jährigen verpflichtete Schalke für 2,5 Millionen Euro vom Aufsteiger SC Paderborn.

15 Bundesligaprofis beim Afrika-Cup

15 Profis aus Deutschland sind für den Afrika-Cup in Ägypten gemeldet. Dies geht aus den offiziellen Kaderlisten für das am Freitag beginnende Turnier hervor. Zu den namhaften Spielern gehören Ibrahima Traoré (Guinea/Borussia Mönchengladbach) und Salif Sané (Senegal/FC Schalke 04). Erstliga-Rückkehrer SC Paderborn stellt mit Jamilu Collins (Nigeria) und Mohamed Dräger (Tunesien) gleich zwei Akteure.

Das diesjährige Turnier wird erstmals mit 24 statt wie bisher mit 16 Mannschaften ausgetragen. Ursprünglich hätte der Wettbewerb in Kamerun gespielt werden sollen. Dem Land war die Austragung wegen erheblicher Verzögerungen von Infrastrukturvorhaben und Bedenken bei der Sicherheitslage aber entzogen worden. Daraufhin bekam Ägypten den Zuschlag. Das Land von FC Liverpools Superstar Mohamed Salah hat den Afrika-Cup schon sieben Mal gewonnen. Titelverteidiger ist Kamerun.

Frauen-Star Hegerberg beklagt Sexismus

Ballon d'Or-Gewinnerin Ada Hegerberg hat die noch immer fehlende Anerkennung von Frauenfußball in der Gesellschaft kritisiert. "Fußball ist nach wie vor sehr stark männlich dominiert, Sexismus und Diskriminierung sind immer noch sehr ausgeprägt", sagte die Norwegerin (23) dem Zeit-Magazin. Ihr Sport genieße "noch nicht die Anerkennung, die er verdient", meinte sie.

Die "schlechten Bedingungen" für Frauen sieht Hegerberg auch "im Leistungssport insgesamt und in anderen Bereichen der Gesellschaft". Aus diesem Grund hatte sie sich 2017 entschieden, aus der norwegischen Nationalmannschaft zurückzutreten, weshalb sie aktuell bei der WM in Frankreich fehlt.

Hegerberg, die mit DFB-Spielmacherin Dzsenifer Marozsan bei Champions-League-Sieger Olympique Lyon spielt, hat sich das Thema Gleichberechtigung auf die Fahne geschrieben. "Es geht mir jetzt nicht mehr nur um Fußball, um Siege oder Tabellenplatzierungen - es geht darum, gemeinsam voranzukommen. Das ist größer als das Spiel", sagte sie.

Katar-WM: Platini in Polizeigewahrsam

Der frühere Uefa-Präsident Michel Platini ist laut einem Agenturbericht von der französischen Polizei in Gewahrsam genommen worden. Hintergrund sei eine Ermittlung zu der umstrittenen WM-Vergabe nach Katar, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Justiz-Quellen. Die zuständige Staatsanwaltschaft war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen.

Mehr zu Platinis Festnahme lesen Sie hier.

Augsburg holt Schweizer für vier Millionen

Bundesligist FC Augsburg treibt seine Planungen für die kommende Saison voran und hat den Schweizer U21-Nationalspieler Ruben Vargas vom FC Luzern verpflichtet. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler dürfte rund vier Millionen Euro gekostet haben und erhält einen Vertrag bis 2024.

Vargas erzielte in der vergangenen Saison in 31 Spielen für Luzern acht Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Er bestritt drei Partien für die Schweizer U21 und wurde auch bereits zur A-Nationalmannschaft eingeladen. Neben der Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt er auch jene der Dominikanischen Republik.

"Mit Ruben Vargas ist es uns gelungen, ein großes Schweizer Talent zu verpflichten, an dem auch andere europäische Vereine interessiert waren. Ruben hat sich in Luzern toll entwickelt und ist nun bereit für den nächsten Schritt. Wir glauben fest daran, dass er für unseren Kader eine große Verstärkung ist", sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter.

AS Rom schlägt im Streit mit Totti zurück

Der AS Rom hat die scharfe Kritik von Club-Ikone Francesco Totti zurückgewiesen. "Auch wenn wir verstehen, wie schwierig es für ihn war zu entscheiden, die AS Roma nach 30 Jahren zu verlassen, können wir nur feststellen, dass seine Wahrnehmung der Tatsachen und der vom Club getroffenen Entscheidungen fantasievoll und weit entfernt von der Wirklichkeit ist", hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Totti, der nach dem Ende seiner Spielerkarriere 2017 dem Management des US-Clubchefs James Pallotta beigetreten war, hatte den Klub am Montag verlassen. Er hatte unter anderem bemängelt, über die wesentlichen Beschlüsse Pallottas nicht informiert worden zu sein. "AS Rom ist mein zweites Zuhause, ich hätte nie gedacht, dass es zu dieser Trennung kommen würde. Es war sehr hart, diese Entscheidung zu treffen", hatte der 42-Jährige erklärt und angefügt: "Es wäre besser gewesen, zu sterben, als diese Trennung durchmachen zu müssen."

Der Verein bedauert diesen Schritt. "Wir wollten Francesco helfen, den Übergang von einem großen Spieler zu einem großen Manager zu schaffen. Die Rolle des Sportdirektors ist der Posten, in dem er hätte wachsen können", teilte der Verein mit.

Frauen schlagen U21 im TV-Duell

Den 4:0-Erfolg der deutschen Frauen gegen Südafrika bei der WM in Frankreich am Montag verfolgten in der Live-Übertragung der ARD 5,98 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil betrug bei dem 18-Uhr-Spiel 32,4 Prozent.

Den Gruppensieg vom Team um Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sahen damit mehr Zuschauer, als den Auftakt der U21-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Italien und San Marino. Den 3:1-Sieg gegen Dänemark bei der um 21 Uhr beginnenden Partie verfolgten 4,92 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 20,2 Prozent entsprach.

Ex-Hoffenheimer Vargas beglückt Chile

Der frühere Hoffenheimer Bundesligaprofi Eduardo Vargas hat Chile bei der Copa America mit zwei Toren zu einem erfolgreichen Auftakt der Mission Titelverteidigung geführt. Die Chilenen besiegten in der brasilianischen Metropole Sao Paulo die als Gäste zur Südamerika-Meisterschaft eingeladenen Japaner mit 4:0 (1:0) und zogen in der Gruppe C mit Tabellenführer Uruguay gleich.

Mit seinen Treffern in der 54. und 83. Minute setzte sich Vargas, der zwischen Sommer 2015 und Winterpause 2017 zwei Mal für Hoffenheim in der Bundesliga getroffen hatte, mit 38 Toren hinter Alexis Sanchez (42) auf Rang zwei der ewigen Torjägerliste Chiles. Mit zwölf Treffern ist er zudem der beste noch aktive Copa-Torschütze.

Vor den 23 253 Zuschauern, die das Morumbi-Stadion nur knapp zu einem Drittel füllten, setzte sich die Erfahrung der Chilenen, bei denen der Leverkusener Charles Aranguiz 90 Minuten spielte, gegen das verstärkte Olympiateam Japans durch. Erick Pulgar (41.) und Sanchez (82.) steuerten die weiteren Treffer bei.

Chile trifft am Sonnabend (1.00 Uhr MESZ) auf Ecuador, das seine Auftaktpartie 0:4 gegen Uruguay verloren hatte. Die Urus mit dem Traumsturm Luis Suarez/Edinson Cavani messen sich bereits in der Nacht auf Freitag (1.00 Uhr MESZ) mit Japan.