Finale in Stuttgart

Futsaler können dem HSV ersten Meistertitel bescheren

Trickreich: Michael Meyer (l.) von den
HSV-Panthers.

Trickreich: Michael Meyer (l.) von den HSV-Panthers.

Foto: Matthias B.Scharf

Hamburger treffen auf den Lokalmatadoren TSV Weilimdorf. Rekordmeister feiert sein Comeback nach dreijähriger Abstinenz.

Hamburg. Derart komfortabel reisten die HSV-Panthers zuletzt zu vergangenen Europapokalzeiten an. Mit dem Flugzeug machen sich die Hallenfußballer am Freitag auf nach Stuttgart zum Finale um die deutschen Futsal-Meisterschaft. Dort treffen die Hamburger am Sonnabend (18 Uhr) auf Lokalmatador TSV Weilimdorf. Während die Gastgeber zum ersten Mal das Endspiel erreichten, feiert der Rekordmeister sein Comeback nach dreijähriger Abstinenz. Die Panthers wollen ihren fünften Titel nach 2012, 2013, 2015 und 2016. Es wäre ihr erster nach dem Zusammenschluss zur Saison 2017/18 mit und für den HSV.

„Dafür sind wir angetreten. Ich denke, auch für den Verein wäre dieser Titel besonders“, sagt Torwart Yalcin Ceylani. „Die Mannschaft hat uns in der K.-o.-Runde mehr als begeistert. Die Panthers firmieren nicht umsonst als Top-Team im Verein“, ergänzt Moritz Schaefer. Der HSV-Vizepräsident und Schatzmeister fieberte wie Amtskollege Thomas Schulz beim 6:4-Halbfinalerfolg im Rückspiel gegen den entthronten Meister VfL Hohenstein-Ernstthal auf der Tribüne mit. Präsidium und sportliche Leistung seien sich einig, das Engagement künftig auszuweiten.

Einführung einer Bundesliga

„Mit einem weiteren Titel auf der Visitenkarte könnten wir die Vermarktung forcieren“, sagt Schaefer über den schmalen Etat. Bislang konnte mit Capelli ein Ausrüster gefunden werden, der HSV übernimmt Spieltagsorganisation und Reisekosten. Auch der Supporters Club bringt sich ein, ein Fanbus nach Stuttgart fällt jedoch mangels Nachfrage aus.

Im Hinterkopf stets die Einführung einer Bundesliga, die der DFB beim Bundestag am 27. September zur Saison 2021/22 beschließen will. Zehn Gründungsteams soll es geben. Die Panthers sind ebenso oberster Anwärter wie Finalgegner Weilimdorf. Der Südchampion schoss sich ungeschlagen durch die Regionalliga. „Das ist eine Hausnummer. Dazu der Heimvorteil“, sagt Ceylani, „aber das stachelt uns nur an.“

K.-o.-Erfolge gegen Meister und Vizemeister (Köln) haben das Selbstbewusstsein gestärkt, die Anreise im Flieger schont Kräfte und Körper.