Fußball-Oberliga

Rassismus-Skandal: Urteil löst kontroverse Reaktionen aus

Kevin Heitbrock (l.) und Lawrence Schön im BU-Fanblock

Kevin Heitbrock (l.) und Lawrence Schön im BU-Fanblock

Foto: Andre Matz

Barmbek-Uhlenhorst muss 1000 Euro wegen „vereinsschädigenden Verhaltens eines Mitglieds“ zahlen. Meiendorf zahlt 150 Euro.

Hamburg. Das Urteil des Sportgerichts im Fall des abgebrochenen Fußball-Oberligaspiels Barmbek-Uhlenhorst gegen Meiendorf hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. „Das Urteil enttäuscht mich sehr. Ich habe ,Der ist nicht ganz dicht da! Du Schwarzer!‘ gerufen und das auf die Trikotfarbe bezogen“, sagte Barmbeks Ex-Fanbeauftragter Detlef Grandt. Das Sportgericht befand ihn nach vielen teils widersprüchlichen Zeugenaussagen hauptsächlich auf Basis der Aussage des Schiedsrichterassistenten Marcel Hass der Äußerung „Verpiss dich, du Schwarzer“ für schuldig.

Zeichen gegen Rassismus

BU muss 1000 Euro wegen „vereinsschädigenden Verhaltens eines Mitglieds“ zahlen. Meiendorf zahlt 150 Euro für „schuldhaft verursachten Spielabbruch“, das Spiel wird mit 3:0 für BU gewertet. „Uns ging es nicht um die Punkte. Die Strafe zahlen wir gerne, wir haben ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Ich bin mit dem Urteil zufrieden“, sagte Meiendorfs Trainer Baris Saglam.