Fussball-Ticker

Liverpool-Stars locken Werner – Rummenigge hat eine Idee

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Drastische Pyro-Strafe für Düsseldorf

Das DFB-Sportgericht hat Fortuna Düsseldorf zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Der Club muss für das Fehlverhalten seiner Anhänger beim Spiel in Mönchengladbach am 4. November eine Geldstrafe von 52.125 Euro bezahlen. Aus dem Gästeblock wurden zu unterschiedlichsten Zeitpunkten insgesamt 53 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Die Begegnung musste mehrmals für kurze Zeit unterbrochen werden. Die Fortuna hatte mitgeteilt, dass die Täter bereits identifiziert seien und in Regress genommen werden sollen.

Liverpool-Stars locken Timo Werner

Die Offensiv-Stars des FC Liverpool, Sadio Mané und Naby Keita, wünschen sich Timo Werner als Teamkollegen. Für den Fall eines Wechsel nach dieser Saison empfehlen beide den Nationalstürmer, an die Anfield Road zu kommen. „Sollte er wechseln, dann bitte ich Timo, dass er zu uns nach Liverpool kommt!“, sagte Keita, der Werner aus seiner Zeit bei RB Leipzig als einen seiner besten Freunde bezeichnete, der „Sportbild“.

Mané ist von der sportlichen Leistung Werners angetan. „Als klar war, dass Naby zu uns wechseln wird, habe ich mir die Spiele von Leipzig oft angesehen. Dabei ist mir Timo aufgefallen. Ich mag seine Art zu spielen: sehr kraftvoll, guter Abschluss, immer mit 100 Prozent dabei.“

Rummenigge: Champions League muss ins Free-TV zurück

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat eine Rückkehr der Champions League ins deutsche Free-TV gefordert. „Wir müssen bei der Uefa alles in die Waagschale legen, damit in Deutschland ab der nächsten Rechteperiode (2021 bis 2024, Anm. d. Red.) wieder mindestens ein Livespiel, idealerweise ein Topspiel, im Free-TV zu sehen ist“, sagte der 63-Jährige der „Sportbild“.

Angesichts eines deutlichen Rückgangs des Zuschauerinteresses an der Königsklasse sei dies der Wille der Fans, „und das müssen wir stärker berücksichtigen“, sagte Rummenigge, der von einem speziellen deutschen Markt sprach: „Wir sind nicht in England, wo die Spiele schon seit Jahr und Tag exklusiv im Pay-TV laufen, oder in Spanien. Wir haben eine andere Fußball-Kultur, und der sollte man Rechnung tragen.“

Rummenigge warnte auch davor, dass die lukrativen Sponsoring-Verträge in der Champions League bei einem Zuschauerrückgang von bis zu 84 Prozent nicht mehr ausreichend bedient werden könnten. „Der Mix aus Pay- und Free-TV muss stimmen, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Champions League mittelfristig selbst einen Schaden beim Sponsoring zufügt“, sagte der Ex-Profi.

Von neuen Plänen, die Königsklasse am Wochenende austragen zu lassen, hält Rummenigge nicht viel. Auch eine Modus-Änderung von acht Vierergruppen in vier Achtergruppen lehnte der Bayern-Boss ab. Es gebe schon jetzt zu viele bedeutungslose Spiele. „In Achtergruppen besteht die Gefahr, dass die Anzahl dieser ‘Dead Games’ eher noch steigt“, so Rummenigge.

ARD: Zukunft von Hitzlsperger offen

Die Zukunft von Thomas Hitzlsperger als Fußball-Experte bei der ARD ist noch nicht geklärt. „Er hat uns über seinen neuen Job informiert, aber wir haben noch keine Entscheidung getroffen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Wir haben da keinen Zeitdruck. Der nächste Einsatz wäre erst im April im DFB-Pokal.“ Der ehemalige Nationalspieler war am Dienstag als neuer Sportvorstand des VfB Stuttgart vorgestellt worden.

Hitzlsperger hatte seinen Vertrag mit dem TV-Sender erst vor wenigen Tagen bis 2020 verlängert. Der 36-Jährige sollte demnach bis einschließlich der EM 2020 alle Fußball-Live-Übertragungen im Ersten an der Seite von Jessy Wellmer, Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel analysieren.

Neuer „wieder eine Option“ für Augsburg

Nationaltorhüter Manuel Neuer hat sich vor den Spielen des FC Bayern beim FC Augsburg und dem FC Liverpool einsatzfähig gemeldet. „Er hat keine Beschwerden gehabt, so dass er für das Spiel am Freitag wieder eine Option ist“, berichtete Trainer Niko Kovac zwei Tage vor der Auswärtspartie am Freitag in Augsburg.

Vier Tage später könnte Neuer demnach auch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League an der Anfield Road wieder im Tor des deutschen Fußball-Rekordmeisters stehen. Der Kapitän fehlt seit zwei Wochen wegen einer Daumenverletzung.

Witsel: Reus ist bester deutscher Spieler

Dortmund-Star Axel Witsel hat seinem Mannschaftskollegen Marco Reus ein großes Kompliment gemacht. „Ich habe keinen deutschen Spieler in den letzten sechs Monaten gesehen, der besser ist als er. Marco hat schon 17 Pflichtspieltore für uns geschossen und elf Vorlagen gegeben. Er ist einer der wichtigsten Spieler für uns, und wir sind Tabellenführer der Bundesliga“, sagte der Belgier dem „Sportbuzzer“.

Reus ist im Champions-League-Hinspiel des BVB am Mittwoch (21 Uhr) bei Tottenham Hotspur allerdings nicht dabei. „Schade, dass er im Hinspiel fehlen wird“, sagte Witsel. Neben Reus muss der BVB auch auf Paco Alcácer verzichten. Auch Lukasz Piszczek (Fersenprobleme) und Julian Weigl (krank) sind nicht Borussia Dortmund mit nach London geflogen.

Der 30-Jährige Belgier glaubt nicht, „dass die Premier League in Gänze besser als die Bundesliga ist. Es geht dabei vor allem um den medialen Hype“, sagte Witsel. Viel mehr Menschen in der Welt würden die Premier League im TV sehen, weil sie fast überall empfangbar sei. „Die internationalen Medien orientieren sich auch aus historischen Gründen eher nach England als nach Deutschland, Italien oder Frankreich. Ich sehe aber keinen gravierenden Unterschied in der Qualität des Fußballs.“

Bundesliga feiert 14. Rekord in Folge

Der deutsche Profifußball hat zum 14. Mal in Folge einen Umsatzrekord aufgestellt. In der vergangenen Saison beliefen sich die Gesamterlöse der 36 Klubs aus der Bundesliga und der 2. Liga auf 4,42 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 4,01 Milliarden. Allein die Bundesliga verzeichnete für die vergangene Saison einen Umsatz von 3,81 Milliarden Euro. In der Spielzeit 2016/17 waren es 3,37 Milliarden.

Klinsmann: BVB gegen Spurs könnte auch Finale sein

Der frühere Bundestrainer und ehemalige Tottenham-Stürmer Jürgen Klinsmann sieht die Champions-League-Partie zwischen dem BVB und den Spurs als Duell auf Augenhöhe. „Das könnte ganz eng werden. Da braucht man dann am Ende zwei Mal eine gute Tagesform und das notwendige Quäntchen Glück“, sagte Klinsmann.

Dortmund trifft am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse im Londoner Wembley-Stadion auf Tottenham Hotspur. „Es ist ein Achtelfinale, könnte aber durchaus auch ein Halbfinale oder gar ein Finale sein. Es ist ein Top-Spiel, auf das sich alle Fußballfans freuen können. Auch ich freue mich“, sagte der 54-Jährige, der 1994/1995 und 1998 für Tottenham in der Premier League spielte.

Dem BVB zollte Klinsmann großen Respekt. „Was die Verantwortlichen in Dortmund um Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc und jetzt auch Sebastian Kehl auf die Beine gestellt haben, ist herausragend. Ich sehe den BVB gerne spielen. Man kann nur den Hut ziehen vor diesem Verein, aber eben auch vor Tottenham, das Team spielt eine tolle Saison“, sagte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft.

München bewirbt sich um CL-Finale

Der FC Bayern und die Stadt München hoffen sieben Jahre nach dem „Finale dahoam“ auf ein neues Champions-League-Endspiel. Der Stadtrat beschloss nach ausführlicher Diskussion eine Bewerbung für das Finale im Jahr 2021. „Ich finde es richtig für München, dass wir uns bewerben. Ich werde die Bewerbung unterstützen, ob sie erfolgreich ist, werden wir sehen“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Die Bewerbungsunterlagen für das Champions-League-Finale müssen bis zum Freitag bei der Uefa eingereicht werden. Die Entscheidung über den Austragungsort 2021 wird im Mai bekannt gegeben werden. Einziger Konkurrent von München ist laut Uefa St. Petersburg.

München war bislang dreimal Schauplatz des Endspiels. 1993 besiegte Olympique Marseille den AC Mailand im Olympiastadion mit 1:0. 1997 triumphierte Borussia Dortmund im Olympiastadion mit 3:1 gegen Juventus Turin. Im Jahr 2012 verloren die Bayern das erstmals in der Allianz Arena ausgetragene Finale im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea.

Juve bringt „Ronaldo-Anleihe“ auf Markt

Juventus Turin bringt eine Anleihe im Wert von 150 Millionen Euro auf den Finanzmarkt. Die fünfjährige Anleihe ist institutionellen Anlegern vorbehalten – private Investoren haben kein Zugriffsrecht. Der italienische Rekordmeister will frisches Geld zur Eindämmung der Verschuldung auftreiben, die infolge des millionenschweren Transfers von Weltfußballer Cristiano Ronaldo entstanden ist. Daher bezeichneten Medien die Anleihe auch als „CR7-Bond“.

Ende Juni 2018 betrug die Verschuldung des börsennotierten Clubs noch 310 Millionen Euro. Der Transfer Ronaldos im Juli kostete die „Alte Dame“ laut eigenen Angaben insgesamt 112 Millionen Euro, dazu kommt das Netto-Salär des Portugiesen von insgesamt 120 Millionen Euro für vier Spielzeiten samt Steuern und Abgaben.

Der Verein mit den deutschen Nationalspielern Sami Khedira und Emre Can war Ende 2001 als dritter Serie-A-Club nach Lazio Rom und AS Rom an die Mailänder Börse gegangen. Der damalige Emissionskurs betrug 3,70 Euro. Hauptanteilseigner ist mit 63,2 Prozent der Aktien die niederländische Investment-Firma Exor aus dem Besitz der italienischen Industriellen-Familie Agnelli (Fiat-Chrysler), für die Andrea Agnelli die Geschicke bei Juventus leitet.

Sommermärchen-Skandal: Blatter soll aussagen

Der frühere Fifa-Präsident Joseph S. Blatter soll Ende März vor der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) zur Aufklärung des Sommermärchen-Skandals beitragen. Das berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“. Den Bericht vom Mittwoch, wonach Blatter als Auskunftsperson vorgeladen wurde, wollte die BA allerdings nicht kommentieren.

Die BA ermittelt seit 2016 gegen die damaligen Macher des deutschen Sommermärchens Franz Beckenbauer, Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt sowie gegen den früheren Fifa-Generalsekretär Urs Linsi. Der hatte Blatter im Steuerverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt, das im vergangenen Oktober in erster Instanz eingestellt wurde, laut NZZ schwer belastet.

Im Kern der Untersuchung steht die Rückzahlung der weiterhin dubiosen 6,7 Millionen Euro vom DFB über die Fifa an den früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus im Jahr 2005. Angeblich soll Linsi von Blatter exakte Anweisungen erhalten haben, um zwischen Geldgeber- und Empfänger zu vermitteln. Bisher ist noch kein Fall zur Anklage gekommen.