Beachvolleyball

Kira Walkenhorst wieder verletzt – Zukunft ungewiss

Kira Walkenhorst wurde mit Laura Ludwig Olympiasiegerin und Weltmeisterin und zweimal Sportlerin des Jahres

Kira Walkenhorst wurde mit Laura Ludwig Olympiasiegerin und Weltmeisterin und zweimal Sportlerin des Jahres

Foto: Andreas Laible

28 Jahre alte Drillings-Mama und Olympiasiegerin muss das Comeback an der Seite ihrer HSV-Partnerin Laura Ludwig verschieben.

Hamburg.  Es geht einfach nicht. Und neben dem Frust über die erneuten gesundheitlichen Probleme mischen sich nun langsam aber stetig auch Ängste über das Ende der sportlichen Karriere. Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst ist erneut zu einer Pause gezwungen, das für Anfang des kommenden Jahres geplante Comeback an der Seite von ihrer Goldpartnerin Laura Ludwig muss verschoben werden. Wann – und ob – das HSV-Duo wieder gemeinsam antreten kann, ist völlig unklar.

„Ich konnte in den letzten Wochen nie länger als 30 Minuten trainieren. Entweder ist mir unter Belastung die Rippe rausgesprungen oder die Hüfte bzw. die Schulter haben dicht gemacht“, berichtete die 28-jährige Hamburgerin am Dienstag. „Trotz aller Behandlungen hat sich der Zustand nicht verbessert, was für alle Ärzte und Physios ein echtes Rätsel ist.“ Für geplante Turniere im Januar und Februar, die bereits für die Qualifikation zu Olympia 2020 zählen, musste das Paar absagen. Das beste deutsche Beach-Duo hatte 2016 in Rio de Janeiro Olympia-Gold geholt.

Walkenhorst hat einige OPs hinter sich

Walkenhorst hatte sich nach dem WM-Sieg 2017 in Wien zwei Operationen unterzogen. Im Oktober dieses Jahres brachte ihre Ehefrau Maria Drillinge zur Welt. Die 32 Jahre alte Ludwig hatte nach der Geburt ihres Sohnes gemeinsam mit Walkenhorst gerade erst wieder mit dem Training begonnen. „Nachdem ich immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, wurde mir jetzt eine Zwangspause verordnet“, schrieb Walkenhorst bei Facebook.

Sie hat bereits neun Operationen hinter sich. Auch an der deutschen Meisterschaft im September in Timmendorf konnte sie wegen einer ausgerenkten Rippe nicht teilnehmen. Angesichts des fragilen körperlichen Zustandes der Blockspezialistin hat Niclas Hildebrand, der Sportdirektor Beachvolleyball im DVV, mit Blick auf Tokio 2020 bereits Überlegungen für eine Ersatzpartnerin für Ludwig angestellt. Infrage käme unter anderem die Hamburger Blockspielerin Margareta Kozuch (32).