Tennis

Weltverband weist Williams’ Sexismusvorwürfe zurück

Serena Williams brüllte im Finale der US Open Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos an

Serena Williams brüllte im Finale der US Open Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos an

Foto: USA Today Sports / USA TODAY Sports

Serena Williams hat ihre drei Verwarnungen im Finale der US Open zu Recht erhalten, befindet die ITF.

New York.  Der Tennis-Weltverband ITF hat sich nach dem skandalösen Auftritt von Superstar Serena Williams im Damenfinale der US Open voll und ganz hinter die Entscheidungen des Schiedsrichters gestellt. „Carlos Ramos ist einer der erfahrensten und respektiertesten Schiedsrichter im Tennis. Seine Entscheidungen waren im Einklang mit den entsprechenden Regeln, und die Entscheidung, Serena Williams für drei Vergehen zu bestrafen, wurde bestätigt“, heißt es in einer offiziellen ITF-Stellungnahme.

Die ITF äußerte Verständnis dafür, dass die Vorfälle am vergangenen Sonnabend Debatten auslösen, legte aber Wert darauf, dass „Herr Ramos seine Pflichten gemäß den Regeln erfüllt und jederzeit professionell und integer gehandelt hat“.

Die 23-malige Grand-Slam-Gewinnerin Serena Williams hatte Carlos Ramos nach ihrem verlorenen Match gegen die Japanerin Naomi Osaka (2:6, 4:6) unter anderem Sexismus vorgeworfen. Der Portugiese hatte die 36 Jahre alte US-Amerikanerin dreimal verwarnt und ihrer Gegnerin den Regeln entsprechend zuerst einen Punkt und dann ein Spiel zugesprochen. Williams hatte Ramos als „Dieb“ und „Lügner“ bezeichnet. Sie wurde für ihre Ausfälle mit einer Geldbuße in Höhe von 17.000 Dollar (14.700 Euro) belegt.

WTA stärkte Williams den Rücken

Die Sexismusvorwürfe hatten für Wirbel gesorgt, Williams erhielt dafür von der Spielerinnenvereinigung WTA Rückendeckung. Es dürfe bei der Toleranz gegenüber den Gefühlsausdrücken keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf dem Tennisplatz geben, hieß es in einem Statement der WTA.

Das Damenendspiel von New York „habe die Frage aufgeworfen, ob es Unterschiede in den Standards der Durchführung von Frauen- und Männerpartien gebe“. Die WTA sei bereit, mit dem Sport zusammenzuarbeiten, damit alle Spieler gleich behandelt werden. „Wir denken nicht, dass das letzte Nacht (Sonnabend) der Fall war“, schrieb WTA-Chef Steve Simon in der Erklärung.

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