Giro d'Italia

Chaves gewinnt Giro-Spektakel am Ätna – Yates in Rosa

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Der Kolumbianer Esteban Chaves hat beim Giro d'Italia im ersten großen Showdown der Favoriten triumphiert

Der Kolumbianer Esteban Chaves hat beim Giro d'Italia im ersten großen Showdown der Favoriten triumphiert

Foto: Photonews/Panoramic / imago

Spektakuläre Bergankunft: Der Kolumbianer setzte sich beim Giro d'Italia vor seinem Teamkollegen Simon Yates durch.

Der Kolumbianer Esteban Chaves hat beim Giro d'Italia im ersten großen Showdown der Favoriten triumphiert. Bei der spektakulären Bergankunft am Ätna auf Sizilien setzte sich der 28-Jährige vom Team Mitchelton-Scott nach 164 km auf 1736 m Höhe vor seinem zeitgleichen Teamkollegen Simon Yates (Großbritannien) durch, der damit das Rosa Trikot des Gesamtführenden vom Australier Rohan Dennis (BMC) übernahm.

Der zuletzt schwächelnde Topfavorit Christopher Froome (Großbritannien/Sky) hatte im Finale immer wieder Schwierigkeiten, kam aber in der ersten Verfolgergruppe an der Seite von Titelverteidiger Tom Dumoulin (Niederlande/Sunweb) als Zehnter 26 Sekunden hinter Chaves ins Ziel, der letztes verbliebenes Mitglied einer großen Ausreißergruppe war.

Der deutsche Hoffnungsträger Maximilian Schachmann (Berlin/Quick-Step Floors) fuhr erneut stark und musste erst auf dem letzten Stück des 15 km langen und bis zu 15 Prozent steilen Schlussanstiegs zum Ziel am Observatorium auf halber Höhe des höchsten Vulkans Europas (3323 m) abreißen lassen.

Schachmann rutscht aus den Top 10

Schachmann verlor seinen sechsten Gesamtplatz und rutschte aus den Top 10. In der Gesamtwertung führt Yates nun mit 16 Sekunden Vorsprung auf Dumoulin, Dritter ist Chaves (+26 Sekunden zurück). Dennis (+53) rutschte auf Rang sechs ab, Froome (+1:10 Minuten) machte einen Sprung von Platz 19 auf acht.

Nico Denz (Waldshut-Tiengen) vom Team AG2R hielt sich lange in der starken 28 Fahrer umfassenden Fluchtgruppe um Chaves, die am Fuße des Ätna aber auseinanderfiel. Yates schloss kurz vor Schluss zu Chaves auf, überließ seinem Teamkollegen aber den Tagessieg. Rüdiger Selig (Zwenkau) aus der deutschen Equipe Bora-hansgrohe trat erkrankt nicht mehr zur sechsten Etappe an.

Ab Freitag wird der Giro auf italienischem Festland fortgesetzt, zunächst mit der 159,0 km langen Flachetappe zwischen Pizzo und Praia a Mare in Kalabrien. Schon am Samstag folgt die nächste Bergankunft auf 1260 m Höhe am Kloster von Montevergine, die allerdings deutlich einfacher als der Anstieg am Ätna ist.