Hamburg

Volleyball-Team beantragt die Lizenz für zweite Liga

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Außenangreiferin Saskia Radzuweit (26) soll auch in der Saison 2018/19 als Mannschaftsführerin agieren

Außenangreiferin Saskia Radzuweit (26) soll auch in der Saison 2018/19 als Mannschaftsführerin agieren

Foto: Andreas Laible

Etat für nächste Zweitligasaison sinkt auf 160.000 Euro. Welche Spielerinnen gehen müssen, welche dazu kommen.

Hamburg.  Die Unterschrift, die die Rettung perfekt machte, erhielt das Volleyball-Team Hamburg (VTH) am Sonnabend. Ulrich Kahl, Geschäftsführer des Hamburger Verbands, gab seine Zustimmung zum Wechsel des Lizenznehmers – für den TV Fischbek übernimmt nach internen Querelen die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT).

Damit war auch formell der Weg frei, um die Zweitligalizenz für die Spielzeit 2018/19 zu beantragen, die im September beginnt. Fristgerecht zum 2. Mai wird VTH-Präsident Volker Stuhrmann deshalb die notwendigen Unterlagen beim Ligaverband einreichen, der diese prüft und anschließend über die Zulassung befindet. Die Zustimmung der Liga zum Standort Hamburg ist aber sicher.

Notfalls mit privatem Geld bürgen

Keinesfalls sicher war in den vergangenen Tagen, dass die Zeit reichen würde, um die finanziellen Rahmenbedingungen für eine weitere Saison in Liga zwei zu schaffen. Stuhrmann hatte vor zehn Tagen in der Öffentlichkeit angesichts fehlender Sponsoren zum wiederholten Mal mit dem Aus gedroht. Nun konnte der 70-Jährige Vollzug melden. „Auch wenn die zugesagten Einnahmen noch nicht den Bedarf decken, werden wir die Lizenz beantragen. Es muss sich auch im nächsten Jahr niemand Sorgen machen, dass wir unsere Verpflichtungen nicht erfüllen“, sagte Stuhrmann, der notfalls mit privatem Geld bürgt. Ausdrücklich lobte er die Hilfe von Sportstaatsrat Christoph Holstein, die Alexander-Otto-Sportstiftung als größten externen Förderer und den neuen Lizenznehmer HNT als „sehr verlässlichen Unterstützer“.

Klar ist, dass angesichts des sportlichen Misserfolgs der abgelaufenen Saison – das Team war erneut nur Neunter geworden – erhebliche Einschnitte in den Etat nötig waren. Das Budget sinkt um gut 50.000 auf 160.000 Euro. Das bedeutet, dass sich der Verein von diversen Leistungsträgerinnen trennen wird. Dem Vernehmen nach sind dies die Mittelblockerinnen Nina Braack und Anisa Sarac sowie Außenangreiferin Lisa Schwarz. Insgesamt müssen sieben Spielerinnen gehen. Namen wollte Cheftrainer Jan Maier nicht bestätigen. „Wir werden sie im Laufe der nächsten Tage würdig verabschieden“, sagte er.

Neue Mentalität im Kader

Dann sollen auch die ersten Neuzugänge feststehen. Maier (45) hat in den vergangenen Wochen diverse Gespräche mit Kandidatinnen geführt, nun kann er mit der Sicherheit des Lizenzantrags im Rücken in die konkrete Planung einsteigen. Spielführerin Saskia Radzuweit (26) soll gehalten werden. Insgesamt fordert Stuhrmann „eine neue Kultur und eine andere Mentalität im Kader“. Gelänge es Maier, bei den Neuen darauf zu achten, könne das Vorhaben gelingen, mit weniger Geld mehr sportlichen Erfolg zu erreichen.

( bj )

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