Einzelkritik

Mesut Özil blühte erst auf, als Deutschland spanisch spielte

Mesut Özil blieb blass. Erst gegen Ende der Partie ließ er Teile seines Könnens aufblitzen

Mesut Özil blieb blass. Erst gegen Ende der Partie ließ er Teile seines Könnens aufblitzen

Foto: Lars Baron / Bongarts/Getty Images

Kimmich verschlief die Anfangsphase. Khedira passte nicht ins Spiel und ter Stegen überragte einmal. Die Einzelkritik der DFB-Kicker.

Ter Stegen: Beim Gegentor machtlos. Zeigte später einen überragenden Reflex gegen Isco (57.). Ein Rückhalt.

Kimmich: Schien zu Beginn noch im Teamhotel zu rasten. Steigerte sich aber schnell wie der Rest des Teams.

Boateng: Rettete nach anfänglicher Gemütlichkeit mehrfach in brenzligen Situationen. Ließ sich nur beim Gegentreffer zu früh aus der Abwehr ziehen.

Hummels: Bewunderte Iniestas Zuspiel auf Rodrigo vor dem 0:1, anstatt den Passweg zuzustellen. Zeigte dann, dass er auch kein Schlechter ist.

Hector: Ordentlicher Auftritt.

Khedira (bis 53.): Das Brachiale des Turiners passte nicht zum Feingeistigen des Spiels. Verletzte sich am Knöchel.

Gündogan (ab. 53.): Ihn hätte man sich früher gewünscht.

Kroos: Stand erst im Schatten des überragenden Iniesta. Als der zur Halbzeit rausging, fiel das Licht wieder wie gewohnt auf den deutschen Tempomaten.

Müller (bis 79.): Schoss sein 38. Tor in der Nationalelf. Setzte der spanischen Kombinationskunst seine Unberechenbarkeit entgegen.

Goretzka (ab 79.): Dass er erst spät rein durfte, zeigt die Qualität im Mittelfeld.

Özil: Als die deutsche Elf zunehmend spanischer spielte, blühte er auf.

Draxler (bis 68.): Schob Isco vom Feld wie ein Tanklaster ein Verkehrshütchen. Hat man selten von ihm gesehen.

Sané (ab 68.): Hat was, ihm zuzusehen.

Werner (bis 84.): Zeigte viele Sprints, was der Tiefe des deutschen Spiels gut tat. Nutzte nur seine Chancen nicht.

Gomez (ab 84.): Kam etwas zu spät.