Fussball-Ticker

Ex-Bayern-Star Xabi Alonso drohen acht Jahre Haft

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Xabi Alonso drohen acht Jahre Haft

Dem ehemaligen Bayern-Profi Xabi Alonso drohen laut Medienberichten in Spanien wegen Steuerhinterziehung acht Jahre Gefängnis. Seit drei Jahren laufen bereits Ermittlungen gegen den Weltmeister, der zu den großen Stars der Furia Roja in den Glanzjahren 2008 bis 2012 zählte.

Angeblich hat der heute 36-Jährige seine Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten als Profi nicht entsprechend deklariert. Offenbar wurden die Untersuchungen gegen Alonso in diesem Fall wieder aufgenommen. Laut Darstellung von "El Confidencial" haben die Ermittler nun sogar so viel belastendes Material gefunden, dass der ehemalige Bundesliga-Profi sogar ins Gefängnis wandern soll. Angeblich hat Alonso über eine Briefkastenfirma auf Madeira seine Einkünfte am spanischen Fiskus vorbeigeschleust. Im vergangenen Sommer hatte der Mittelfeldspieler seine Karriere beendet.

Es geht offenbar um Einnahmen von umgerechnet rund fünf Millionen Euro aus Bildrechten zwischen 2010 und 2012. Auch gegen die Superstars Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona) wurde in der Vergangenheit wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Spanien ermittelt.

Messi und sein Vater Jorge haben nach Auffassung des Gerichts über Scheinfirmen in Belize, Großbritannien, der Schweiz und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen. Messi junior wurde in erster Instanz zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt, die er allerdings nicht antreten musste.

Auch gegen Ronaldo ermitteln die spanischen Steuerfahnder wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Über mehrere Jahre hinweg soll der Torjäger mittels Modells durch Briefkastenfirmen im Ausland seine Abgaben auf rechtswidrige Weise verringert haben.

Bayern: Entwarnung bei Thiago

Der spanische Nationalspieler Thiago muss nach Club-Angaben nur eine "kurze Trainingspause von wenigen Tagen" einlegen. Bayerns Mittelfeldspieler hatte sich beim Champions-League-Spiel in Istanbul (3:1) eine Zerrung der Sehnenplatte im Bereich der linken Fußsohle zugezogen, weshalb der Torschütze zum 1:0 in der 35. ausgewechselt wurde.

Hrubesch will Nachfolger bis Juni

Der DFB will sich bei der Suche nach einer neuen Trainerin oder einem neuen Trainer für die Frauen-Nationalmannschaft nicht unter Zeitdruck setzen. Spätestens bis zum Länderspiel am 10. Juni der deutschen Frauen in Kanada soll jedoch die Nachfolge für die am Dienstag freigestellte Bundestrainerin Steffi Jones geregelt sein. Das bestätigte DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch.

Am Dienstag war Steffi Jones als Bundestrainerin abgesetzt worden. „Es ist unser Plan, bis zum Spiel in Kanada einen neuen Trainer oder eine neue Trainerin zu präsentieren“, sagte Hrubesch (66), der die DFB-Auswahl nur in den beiden WM-Qualifikationsspielen am 7. April in Halle/Saale gegen Tschechien und am 10. April in Slowenien interimsmäßig betreut. „Als wir uns in dem Prozess unserer Analyse an dem Punkt befunden haben, den Weg mit Steffi nicht weitergehen zu können, haben wir frühzeitig gemeinsam überlegt, wie wir die beiden kommenden Qualifikationsspiele angehen wollen. Da kamen wir schnell dazu, dass wir für eine dauerhafte Lösung mitten in der Saison noch Zeit benötigen.“

Er habe nicht gezögert, die Aufgabe vorübergehend zu übernehmen. „Als die Idee entstand, war es für mich keine Frage, Verantwortung zu übernehmen. Es ist jedoch auch abgesprochen, dass ich es nur für die beiden Spiele mache. Diese beiden Spiele wollen wir unbedingt positiv gestalten.“

Die Nachfolge-Suche ist bereits im Gange. „Wir haben natürlich schon Gespräche geführt. Es wäre ja blauäugig, das nicht zu tun. Wir wissen, wo wir hinwollen“, sagte Hrubesch. Man habe einen Kandidatenkreis. „Wir werden diesen aber sicher nicht zu groß aufstellen, da wir ein klares Anforderungsprofil haben. Namen werde ich jetzt aber sicher nicht kommentieren.“

Wurden Chelsea-Fans in Barcelona von Ordnern verletzt?

Vor dem Champions-League-Spiel des FC Barcelona gegen den FC Chelsea ist es am Stadion Camp Nou laut britischen Medienberichten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Chelsea-Fans und spanischen Sicherheitskräften gekommen, wodurch Fans aus London verletzt worden seien. Auf Videos in sozialen Medien war zu sehen, wie Sicherheitskräfte Schlagstöcke einsetzten. Außerdem sollen viele Chelsea-Anhänger erst nach dem Anpfiff ins Stadion gelangt sein, hieß es.

„Wir kennen Berichte von Vorfällen außerhalb des Stadions vor dem Spiel, bei denen mehrere Chelsea-Fans verletzt wurden“, sagte ein Sprecher des FC Chelsea. „Wir bitten unsere Anhänger darum, uns zu kontaktieren und uns ihre Erfahrungen bei der Ankunft abends am Stadion mitzuteilen, damit wir das ordnungsgemäß mit den Behörden klären können.“

Heidel lobt Mertesacker

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat Per Mertesacker für dessen Aussagen zum Druck im Profifußball gelobt. "Ich habe mich gewundert, dass es so spät kommt", sagte der Manager. "Ich finde es gut, dass sich ein Spieler ein bisschen öffnet." Heidel betonte, dass von der enormen mentalen Belastung nicht nur die Spieler betroffen seien. "Wir müssen alle ehrlich sein. Es gibt Phasen, da geht der Druck an die Grenze", sagte er, "er ist auf Verantwortliche, die nicht auf dem Platz stehen, genauso groß."

Die Bundesliga-Clubs müssten sehr genau beobachten, wie Spieler mit dem extremen Leistungsdruck umgingen. "Wir haben die Verpflichtung, den Jungs Unterstützung zu geben", betonte Heidel. Mertesacker hatte im "Spiegel" unter anderem über seine Versagensängste während der WM 2006 gesprochen. Die Privilegien seien ihm bewusst, aber "irgendwann realisierst du, dass alles eine Belastung ist, körperlich und mental. Dass es null mehr um Spaß geht, sondern dass du abliefern musst, ohne Wenn und Aber. Selbst wenn du verletzt bist", sagte er.

Bayern-Stars schmunzeln über Katze

Über den kurzen Champions-League-Auftritt der rot getigerten Katze mussten auch die Stars des FC Bayern schmunzeln. „Ich weiß nicht, wie viele Katzen hier im Stadion zu Hause sind. Aber das war schon ein bisschen ein komischer Moment“, sagte Weltmeister Thomas Müller nach dem 3:1 der Münchner im Achtelfinal-Rückspiel bei Besiktas Istanbul. „Das ist ja auch für die Ordner nicht ganz so einfach, eine Katze zu jagen.“

Wäre es ein Hund gewesen, dann hätte Angreifer Sandro Wagner möglicherweise eingegriffen. „Ich habe einen Hund, den hätte ich eingefangen. Mit Katzen kenne ich mich nicht so gut aus“, witzelte der Nationalspieler. Außenverteidiger David Alaba fand es „schon witzig“, dass sich die Katze auf den Rasen verirrt hatte und das Spiel deswegen kurz unterbrochen werden musste.

„Man hat gesehen, dass die Katze ein bisschen verängstigt war. Deswegen waren wir froh, dass sie dann den Sprung über die Werbebande geschafft hat“, sagte Müller.

Rumpelfußball-Kritik prallt an Tedesco ab

Schalke-Trainer Domenico Tedesco sich gegen die Vorwürfe an der angeblich nicht so attraktiven Spielweise der Königsblauen zur Wehr gesetzt. „Die Kritik, dass wir unansehnlichen Fußball spielen, trifft uns nicht. Es war in Mainz kein Spektakel. Umso schöner ist es, dass das Team in puncto Siegeswille und Körperhaltung voll da ist“, sagte der Coach.

Er verwies auf starke Auftritte in München und Leverkusen: „Wir hatten viele gute Halbzeiten und wissen es intern richtig einzuschätzen.“ Klar sei aber auch: „Wir müssen uns strecken, um Spiele zu gewinnen. Natürlich wollen wir uns fußballerisch entwickeln.“

Iniesta-Entscheidung über Wechsel nach China naht

Barca-Kapitän Andres Iniesta will seine Entscheidung über einen möglichen Wechsel nach China bis Ende April bekannt geben. „Ich muss abschätzen, was für mich und für den Club das Beste ist“, sagte der 33-Jährige, der mehr als 400 Spiele für Barcelona bestritten hat, nach dem 3:0 seines Teams gegen den FC Chelsea. „Ich werde die Entscheidung bis zum 30. April dem Verein mitteilen, danach wird es die Öffentlichkeit erfahren.“

Iniesta, der erst im Oktober des vergangenen Jahres seinen Vertrag verlängert hatte, war zuletzt mit Tianjin Quanjian in Verbindung gebracht worden. Der Verein aus dem Reich der Mitte hatte Gerüchte über eine Verpflichtung des Europameisters von 2008 und 2012 aber zuletzt energisch zurückgewiesen.

Spanische Medien hatten zuletzt über einen bevorstehenden Wechsel Iniestas berichtet. Als Ablösesumme waren rund 35 Millionen Euro im Gespräch. Tianjin hatte im Sommer 2016 sowie zu Beginn des Jahres 2017 durch die Verpflichtung von Anthony Modeste vom 1. FC Köln für 29 Millionen Euro sowie den Transfer des belgischen Nationalspielers Axel Witsel (20 Millionen Euro) und des Brasilianers Alexandre Pato (18 Millionen Euro) für Aufsehen gesorgt.

Skandal um Revolver-Auftritt erreicht Politik

Der griechische Skandal um den Revolver-Auftritt des Paok-Saloniki-Besitzers Ivan Savvidis schlägt nun auch Wellen in der Athener Politik. Griechenlands konservative Opposition warf dem linken Regierungschef Alexis Tsipras vor, enge Kontakte zu dem Boss des Traditionsvereins in Nordgriechenland zu unterhalten. Der aus Russland stammende Unternehmer sei „ein Oligarch“, sagte der Chef der Partei Nea Dimokratia (ND), Kyriakos Mitsotakis, im staatlichen Fernsehen ERT. „Wir sind aber keine postsowjetische Republik.“

Savvidis besitzt neben Paok Saloniki auch die Athener Tageszeitung „Ethnos“, den TV-Sender Epsilon und einen Nachrichten-Radiosender. Diese Medien sympathisieren alle mit der Tsipras-Regierung.

Die Linksregierung ging derweil auf Distanz zu dem Paok-Clubchef. Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos wies die Vorwürfe der Opposition zurück. Die Tsipras-Regierung werde den griechischen Fußball sanieren, ohne dabei an die politischen Kosten zu denken, sagte er.

Die Fifa hatte am Vortag strenge Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt im griechischen Fußball gefordert. Andernfalls könnten griechische Mannschaften im Rahmen eines „Fußball-Grexits“ von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen werden.

Der Skandal hatte sich daran entzündet, dass der Paok-Besitzer am Sonntag beim Spitzenspiel seines Clubs gegen AEK Athen mit einem Revolver an seinem Gürtel auf’s Spielfeld gegangen war. Er wollte gegen eine Annullierung eines Tores seiner Mannschaft wegen Abseitsstellung protestieren. Dies löste eine Welle der Empörung im ganzen Land aus. Die griechische Regierung ordnete daraufhin die Unterbrechung der Meisterschaft für unbestimmte Zeit an.

Völler und Rummenigge kritisieren die Fifa

Kurz vor der Sitzung des Fifa-Councils wächst in der Bundesliga die Kritik an einer möglichen Aufstockung der Club-WM auf 24 Teilnehmer und die Einführung einer Global Nations League. Nach Karl-Heinz Rummenigge machte auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler seinen Unmut deutlich. „Der Kalender ist randvoll mit Terminen, das ist jetzt schon grenzwertig. Ich bin der Auffassung, dass keiner der diskutierten Wettbewerbe notwendig ist“, sagte Völler.

Rummenigge hatte bereits am Dienstag deutliche Worte gefunden und indirekt mit einem Boykott gedroht. „Ich muss offen und ehrlich sagen, ich sehe langsam die Fifa und die Uefa in einer Situation, die, ich muss fast sagen, schamlos und aggressiv, die Gesundheit der Spieler gefährdet“, beschwerte sich Rummenigge. Der Vorstandschef des FC Bayern empfahl beiden Verbänden, „die Rechnung nicht ohne die Clubs zu machen“.

Beim Treffen des Fifa-Rates am Freitag in Bogota will Präsident Gianni Infantino seinen Plan einer von sieben auf 24 Teams ausgeweiteten Club-WM als Sommerturnier vorantreiben. Die Uefa steht aufseiten der kritischen Clubs aus Europa und lehnt die Pläne ab. Stattdessen will man aber die gerade gegründete Nations League um ein weltweites Finalturnier ergänzen und so die Global Nations League etablieren.

Keine Zukunft im internationalen Spielekalender wird hingegen mehr dem Confederations Cup eingeräumt, den Deutschland im vergangenen Sommer in Russland gewinnen konnte.

Southampton: Hughes folgt auf Pellegrino

Der abstiegsgefährdete FC Southampton hat den Waliser Mark Hughes zum neuen Teammanager ernannt. Der 54-Jährige tritt bei den Südengländern die Nachfolge des am Montag entlassenen Argentiniers Mauricio Pellegrino an. Hughes, der in der Saison 1987/88 für Bayern München gestürmt hatte, erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.

Von seinen vorherigen Stationen Blackburn Rovers, Manchester City, FC Fulham, Queens Park Rangers und Stoke City bringt Hughes die Erfahrung von rund 450 Spielen auf der Trainerbank in Englands Eliteklasse mit. Außerdem war Hughes von 1999 bis 2004 Trainer der walisischen Nationalmannschaft.