Fußball-Ticker

Barcelona diskutiert eine Rollerfahrt ter Stegens

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

ManUnited erobert Rang zwei zurück

Manchester United hat sich dank einer starken Aufholjagd am FC Liverpool vorbei auf den zweiten Platz der Premier League geschoben. Die Mannschaft von Teammanager Jose Mourinho siegte zum Abschluss des 29. Spieltags trotz 0:2-Rückstand durch ein Traumtor von Nemanja Matic in der ersten Minute der Nachspielzeit mit 3:2 (0:1) bei Abstiegskandidat Crystal Palace.

Rechtsaußen Andros Townsend (11.) und Abwehrspieler Patrick van Aanholt (48.) hatten die Gastgeber zunächst in Führung geschossen. United drehte die Partie durch Tore von Chris Smalling (55.), 100-Millionen-Stürmer Romelu Lukaku (76.) und Matic.

Gündogan stellt Passrekord in England auf

Nationalspieler Ilkay Gündogan hat in der englischen Premier League am Wochenende für einen Rekord gesorgt. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester City kam beim 1:0-Erfolg des Tabellenführers gegen Titelverteidiger FC Chelsea am Sonntag auf 174 Pässe. Zum Vergleich: Die gesamte Mannschaft von Stoke City wies am Sonnabend gegen Southampton (0:0) in der Statistik nur 162 Pässe auf.

Gündogan erzielte den höchsten Wert im Mutterland des Fußballs seit Beginn der Aufzeichnungen in der Saison 2003/04. Die alte Bestmarke stand bei 168 Pässen, aufgestellt von seinem Teamkollegen Yaya Toure im Dezember 2011. Bestechend war auch die Erfolgsquote von Passmaschine Gündogan. 96 Prozent der Anspiele kamen beim Mitspieler an.

Danso verletzt – Augsburgs Baum stöhnt

Der FC Augsburg muss voraussichtlich die nächsten Wochen auf Abwehrspieler Kevin Danso verzichten. Der 19-jährige Österreicher erlitt im Spiel gegen 1899 Hoffenheim einen Teilriss der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk. Die Verletzung wird konservativ behandelt.

"Die Niederlage gegen Hoffenheim bekommt durch diese Verletzung einen weiteren bitteren Beigeschmack. Wir sind aktuell leider sehr vom Verletzungspech verfolgt", sagte FCA-Trainer Manuel Baum: "Wer Kevin Danso kennt, der weiß, dass er in den kommenden Wochen alles tun wird, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden."

BVB verabschiedet Bartra gegen Salzburg

Borussia Dortmund wird den spanischen Verteidiger Marc Bartra im Rahmen des Hinspiels im Europa-League-Achtelfinale gegen RB Salzburg am Donnerstag offiziell verabschieden. Das gab der BVB am Montag auf seiner Homepage bekannt.

"Ich freue mich wirklich riesig über die Möglichkeit, so kurz nach meinem Wechsel noch einmal ein Heimspiel meiner alten Kameraden besuchen und mich bei dieser Gelegenheit auch von den fantastischen Fans von Borussia Dortmund verabschieden zu können. Gemeinsam haben wir viel erlebt und vieles durchstanden, deshalb wird das am Donnerstag ganz sicher noch einmal ein sehr emotionaler Moment, auf den ich mich sehr freue", sagte Bartra.

Der 27-Jährige war, trotz eines Vertrages bis 2020, in der Winterpause zum spanischen Erstligisten Betis Sevilla gewechselt. Seitdem kam er für die Andalusier in sechs Ligaspielen zum Einsatz. In Dortmund trug Bartra insgesamt 51-mal das Trikot der Schwarz-Gelben, erzielte fünf Tore und bereitete ebenfalls fünf Treffer vor.

Ende Januar hatte Bartra noch vor dem Landgericht zum Sprengstoffanschlag auf die BVB-Mannschaft im vergangenen Jahr ausgesagt. Dabei hatte er über die Folgen des Attentats auf seine Person berichtet, bei welchem er einen Armbruch und Fremdkörpereinsprengungen erlitten hatte.

Millionenstreit zwischen Bielsa und Lille

Der ehemalige argentinische Nationaltrainer Marcelo Bielsa (62), Spitzname "El Loco" (Der Verrückte), muss seinem ehemaligen Arbeitgeber OSC Lille eine Entschädigung von 300.000 Euro zahlen. Diese Strafe verhängte wegen grober Fahrlässigkeit am Montag ein Handelsgericht in Lille. Dem Fußballlehrer wurde vom Gericht zur Last gelegt, dass er mit einer eigenen Klage auf Entschädigung die mögliche Insolvenz des Clubs billigend in Kauf genommen habe.

Bielsa hatte selbst den Verein auf Zahlung von ausstehenden Gehältern von 12,9 Millionen Euro sowie einer Entschädigung von weiteren fünf Millionen Euro wegen Rufschädigung verklagt. Sollte er mit seiner Klage recht bekommen, würde OSC bankrottgehen.

Der Südamerikaner war am 1. Juli 2017 von OSC Lille als Coach verpflichtet worden. Schon im November 2017 hatte Bielsa nach mäßigen Resultaten vorzeitig gehen müssen. Am 13. März findet vor dem Arbeitsgericht in Lille der nächste Gerichtstermin statt. Bielsa ist sich keiner Schuld bewusst und bestreitet, dass es einen Anlass gegeben habe, ihn zu entlassen.

Ter Stegen sorgt mit Rollerfahrt für Aufsehen

Auf dem Elektro-Roller durch das Szeneviertel: Nationaltorwart Marc-André ter Stegen hat mit einer Fahrt durch sein Wohngebiet in Barcelona für Aufsehen gesorgt. Wie die spanische Presse am Montag berichtete, war der 25-jährige Keeper des FC Barcelona vor dem Spitzenspiel gegen Atlético Madrid (1:0) mit einem elektrischen Roller durch den Stadtteil Gracia gefahren, um Brot fürs Frühstück zu kaufen.

Die Zeitung „El Periódico de Catalunya“ wandte ein, dass der Ex-Gladbacher damit möglicherweise gegen die Sicherheitsstandards verstoßen habe, die Barça für seine Profis festgelegt habe. Das Sportblatt „Marca“ sah darin dagegen ein Indiz dafür, dass ter Stegen sich immer besser in das Leben in der katalanischen Metropole integriere. Der Keeper spreche nicht nur fließend Spanisch, sondern äußere sich zuweilen auch auf Katalanisch.

Der Torwart, der seit fast vier Jahren bei Barça unter Vertrag steht, war im vorigen Jahr aus dem Prominenten-Wohnort Castelldefels an der Küste nach Barcelona in den Stadtteil Gracia umgezogen. Das Viertel liegt oberhalb der Altstadt und ist mit seinen engen Gassen, Boutiquen und Szenelokalen in den vergangenen Jahren in der katalanischen Metropole immer mehr in Mode gekommen.

Astori-Tod: Fahrlässige Tötung?

Nach dem Tod des italienischen Nationalspielers Davide Astori hat die Staatsanwaltschaft von Udine Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. "Wir müssen ergründen, ob Astoris Tod ein tragischer Vorfall ist, oder ob jemand hätte bemerken sollen, wie es um ihn gesundheitlich stand", sagte der Staatsanwalt von Udine, Antonio De Nicolo, laut Medienangaben. Im Moment würde es noch keine Verdächtige geben.

Alle Auswahlmannschaften des Fußballverbandes FIGC werden in den kommenden Tagen als Zeichen der Trauer in ihren Spielen Schweigeminuten einlegen und mit Trauerflor antreten, teilte zudem der Verband mit. Den Anfang habe Italiens U19-Team der Frauen gemacht, das am Sonntag gegen Norwegen mit Trauerflor gespielt hatte.

Astori, Kapitän des Erstligisten AC Florenz, war am Sonntag im Alter von 31 Jahren in einem Hotel in Udine tot aufgefunden worden. Er war nach Angaben der Behörden an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben.

Der Verband hatte alle Sonntagsspiele der Serie A und Serie B abgesagt. Die Fiorentina wird am Dienstag wieder das Training aufnehmen, teilte der Club mit.

Slapstick-Torhüter versteigert Trinkflasche

Nach der Slapstick-Einlage von Mark Flekken mit einer Trinkflasche hat Zweitligist MSV Duisburg das Utensil des Torwarts für 1619,02 Euro versteigert. Den Zuschlag bekam die Duisburger Firma Krohne, die das Höchstgebot abgegeben hatte. Pechvogel Flekken erhöhte den Betrag aus eigener Tasche auf 2000 Euro.

"Das ist sensationell, unfassbar. Allen, die mitgemacht haben, ein Riesen-Dankeschön, dass sie aus meinem Fauxpas eine so großartige Geschichte gemacht haben", sagte Flekken. Der Erlös der Versteigerung kommt dem Zebrakids e.V. zugute.

Der Zebrakids e.V. engagiert sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich für sozial benachteiligte Kinder in Duisburg und der Region. "Die Arbeit, die die Zebrakids mit so viel Herzblut machen, ist sehr, sehr wichtig. Es liegt deshalb auch mir am Herzen, diesen Einsatz zu unterstützen", äußerte Flekken.

Der 24-Jährige hatte vor knapp zwei Wochen im Netz Berühmtheit erlangt, als er mit dem Rücken zum Spielfeld einen Schluck aus seiner Trinkflasche nahm und den Gegentreffer beim 2:1-Sieg gegen den FC Ingolstadt kassierte. Flekken hatte angenommen, das Spiel sei unterbrochen.

Ginter würde Streich die Bayern zutrauen

Nationalspieler Matthias Ginter traut seinem früheren Trainer Christian Streich den Job als Nachfolger von Jupp Heynckes beim FC Bayern München zu. „Er ist ein super Trainer und sein Fachwissen kann er unabhängig vom Standort einbringen. Allerdings weiß er auch, was er in Freiburg hat“, sagte der 24-Jährige am Montag über den Coach des SC Freiburg. Die „Bild“ hatte am Wochenende über eine Kontaktaufnahme seitens der Bayern berichtet, was Streich jedoch dementierte.

Abwehrspieler Ginter von Borussia Mönchengladbach befand sich am Montag in seiner Geburtsstadt Freiburg, um seine neu gegründete „Matthias Ginter Stiftung“ für bedürftige Kinder vorzustellen. Streich selbst hatte auf die Spekulationen teils humorvoll, teils verärgert reagiert. "Bei den Bayern wird ja jede Woche ein anderer Name gehandelt. Julian Nagelsmann, Niko Kovac, Thomas Tuchel. Da wäre ich ja beleidigt gewesen, wenn mein Name nicht auch einmal aufgetaucht wäre", sagte er nach der 0:4-Niederlage seiner Freiburger gegen die Bayern am Sonntag.

Pizarro viertältester Bundesligaschütze

Claudio Pizarro hat am Sonntag mit seinem Treffer für den 1. FC Köln zum 1:0 gegen den VfB Stuttgart (2:3) seinen persönlichen Trefferrekord ausgebaut. In 18 Jahren war der 39 Jahre alte Peruaner damit in Erstligaspielen erfolgreich. Insgesamt stehen für den Angreifer - inklusive der zwei Tore für den FC Chelsea in der Premier League - 194 Treffer zu Buche.

Begonnen hatte Pizarros Torserie in der Saison 1999/2000 bei Werder Bremen. Nur in seiner letzten Saison bei Bayern München (2014/15) ging der Südamerikaner leer aus. Durch seinen Torerfolg gegen die Schwaben ging Pizarro zudem als viertältester Bundesliga-Profi in die Annalen ein. Älter waren nur Mirko Votava, Manfred Burgsmüller und Morten Olsen.

Mourinho wird russischer WM-Experte

Jose Mourinho wird bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) für den vom Kreml gegründeten TV-Sender RT als Experte arbeiten. Dies gab der Sender am Montag bekannt. Welches Honorar der Teammanager von Englands Rekordmeister Manchester United einstreichen wird, wurde nicht bekannt.

Er sei "sehr glücklich und freue mich, die WM im Sommer in Russland besuchen zu können und die Zuschauer an meinem Blick auf die Spiele teilhaben zu lassen", zitierte RT den Coach. Als Präsenter arbeiten für den Sender bereits der ehemalige ManUnited-Torwart Peter Schmeichel und der frühere Aston-Villa-Angreifer Stan Collymore.

Interessanterweise hat RT keine Live-Rechte für die WM-Endrunde gekauft, sondern muss sich mit Live-Kommentaren und Hintergrundberichten begnügen.

Merk verliert Schiedsrichter-Prozess

Ex-Schiedsrichter Markus Merk hat nach über einem Jahrzehnt einen Prozess gegen das Finanzamt verloren. Der Bundesfinanzhof in München hat den Fall nun endgültig entschieden, der 55-Jährige musste demnach seine Einnahmen als Fifa- und Uefa-Schiedsrichter von 2001 bis 2003 als Gewerbeeinkünfte versteuern – was der heutige Fernsehexperte beim Fußballsender Sky nicht wollte. Doch das Finanzamt darf demnach von Fußballschiedsrichtern Gewerbesteuer auch für Einsätze im Ausland verlangen, wie aus der Urteilsbegründung hervorgeht.

Dagegen hatte Merk schon im vergangenen Jahrzehnt Klage eingereicht und in der ersten Gerichtsverhandlung vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz in Neustadt auch gewonnen. Doch das oberste deutsche Finanzgericht sieht das anders: Steuerrechtlich ist die Tätigkeit als Schiedsrichter für die Fifa und die Uefa im Ausland demnach ein Gewerbebetrieb - weil Merk sich nach Meinung der Richter wirtschaftlich selbstständig betätigte und auch Gewinn erzielen wollte. Um die Besteuerung von Schiedsrichtern bei Bundesliga-Spielen und anderen Inlandseinsätzen ging es in dem Verfahren nicht.

Merk empfindet das Urteil als „vollkommen unrechtmäßig“, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte: „Die Schiedsrichter-Tätigkeit als Gewerbe zu bezeichnen, ist paradox. Wir haben gar keinen freien Markt. Und Spieler zahlen ja auch keine Gewerbesteuer.“

Selbstverständlich habe er all die Jahre Einkommenssteuer bezahlt, vorsichtshalber sogar Gewerbesteuer. Diese könne er nun aber nicht zurückfordern. Merk leitete bei der WM 2002 in Japan/Südkorea zwei Spiele, bei der WM 2006 in Deutschland drei. Er war über viele Jahre der bekannteste Schiedsrichter in der Bundesliga und arbeitet inzwischen für den TV-Sender Sky.

Fans spielen dem Grünwalder Stadion einen Streich

Regionalligist 1860 München ist offenbar Opfer eines Fan-Streichs der Anhänger von Lokalrivale FC Bayern geworden. Bislang unbekannte Täter haben aus dem Grünwalder Stadion, wo die Löwen seit Sommer wieder ihre Heimspiele austragen, die Zahlenschilder der Anzeigetafel entwendet. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge liegt der Verdacht nahe, dass die Diebe Bayern-Fans waren.

Anders als Sechzig hat die zweite Mannschaft des FC Bayern an der Grünwalder Straße in diesem Jahr bereits gespielt. Bei beiden Begegnungen war die historische, nicht elektronische Tafel leer geblieben. Die erste Partie von Regionalliga-Tabellenführer 1860 nach der Winterpause war wegen der vereisten Westtribüne, wo die härtesten Löwen-Fans stehen, verschoben worden.

Der TSV bestätigte der SZ, dass die Schilder von Unbekannten gestohlen worden seien. Nach Informationen der Zeitung soll sich die Tat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vorvergangener Woche ereignet haben - und damit einige Tage vor dem angesetzten Löwen-Spiel.

Der Diebstahl fiele zudem mit dem zehnten Jahrestag einer legendären Aktion der Bayern-Fans zusammen: Ende Februar 2008 hatten diese die Stufen der Westkurve Rot und Weiß gestrichen.

Italiens Presse trauert um Daniele Astori

Nach dem Tod des italienischen Nationalspielers Davide Astori werden alle Auswahlmannschaften des Fußballverbandes FIGC in den kommenden Tagen als Zeichen der Trauer in ihren Spielen Schweigeminuten einlegen und mit Trauerflor antreten. Den Anfang habe Italiens U19-Team der Frauen gemacht, das am Sonntag gegen Norwegen mit Trauerflor gespielt habe, teilte der FIGC am Montag mit. Die Frauen-Nationalmannschaft trete am Montag in ihrer Partie gegen Finnland ebenfalls mit Trauerflor an.

Buffon rührt mit Gedanken an Astoris Tochter

Der 31 Jahre alte Astori, Kapitän des Erstligisten AC Florenz, war am Sonntag in der Stadt Udine tot aufgefunden worden, wo Florenz am Sonntag gegen den lokalen Club antreten sollte. Er war nach Angaben der Behörden an einem Herzstillstand gestorben. Der Verband sagte alle Sonntagsspiele der Serie A und Serie B ab. Astori hatte 14 mal für die italienische Nationalmannschaft gespielt. Vor dem Sitz und den Ausbildungsstätten des Verbandes wehten die Flaggen auf halbmast.

FCK-Etat würde bei Abstieg halbiert werden

Der 1. FC Kaiserslautern würde seinen Etat im Fall eines Abstieg in die 3. Liga auf etwa fünf Millionen Euro halbieren. Dies kündigte der neue Sport-Vorstand Martin Bader in einem Kicker-Interview an.

„Neben dem Thema Stadionmiete muss man Einsparungen in allen Bereichen vornehmen“, sagte der 50-Jährige. „Der Weg des FCK würde jünger und einen Tick regionaler werden - mit einer höheren Identifikation bei den Spielern.“ Bader öffnete zudem Ex-Trainer Jeff Strasser eine Hintertür, um zu den Pfälzern zurückzukehren.

Der 43 Jahre alte Luxemburger musste im Januar während des Spiels in Darmstadt wegen Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus gebracht werden. Er wurde am 1. Februar durch Michael Frontzeck ersetzt. Beim Klassenverbleib der Pfälzer gilt Strassers Vertrag noch bis 2019.

„Entscheidend ist ja nicht nur, was wir gerne möchten, sondern auch, was sich Jeff vorstellt. Sobald er wieder gesund und voll belastbar ist, ist es unser klarer Wunsch, ihn in irgendeiner Funktion wieder in den Verein einzubinden“, sagte Bader. Der vierfache deutsche Meister liegt auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Liga, hat aber in diesem Jahr bereits zwölf Punkte aus sieben Spielen geholt.

Sané-Wechsel von Werder in die USA perfekt

Der Wechsel des ehemaligen Werder-Profis Lamine Sane in die Major League Soccer (MLS) zum Orlando FC ist perfekt. Der 30 Jahre alte Abwehrspieler erhielt kurz vor dem Saisonauftakt in den USA die Freigabe für seinen neuen Club, kam jedoch im Heimspiel gegen D.C. United (1:1) noch nicht zum Einsatz,

Der Vertrag zwischen den Bremern und Sane war Anfang Februar vorzeitig aufgelöst worden. Der Senegalese war an der Weser in Ungnade gefallen, nachdem er im Januar Trainingseinheiten und andere offizielle Termine geschwänzt hatte, um einen Wechsel zu erzwingen.

FC ermittelt nach Fan-Gepöbel gegen Zieler

Der 1. FC Köln hat nach den üblen Beleidigungen und Schmährufen einiger Fans gegen den Stuttgarter Torhüter Ron-Robert Zieler Ermittlungen aufgenommen. Dies teilte der FC einen Tag nach der 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart am Montag mit. "Der FC wird versuchen, den oder die Täter zu ermitteln, und behält sich Konsequenzen gegen diese Personen vor", hieß es in einem Statement.

Der DFB-Kontrollausschuss wiederum leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den 1. FC Köln ein und forderte den Club zu einer zeitnahen Stellungnahme auf. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird das Gremium über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Nach Informationen des Express werde der FC nun alle Informationen prüfen und Videobilder auswerten. FC-Ultras hatten den in Köln geborenen Zieler in der zweiten Halbzeit übel beleidigt, als der Stuttgarter Torhüter vor der Südkurve spielte. Dies war über die TV-Mikrofone deutlich zu hören. Dabei sollen Sätze wie "Zieler, warum bringst Du Dich nicht um?" und "Deine Mutter ist mit Enke verwandt" gerufen worden sein.

Zieler (29) nahm die Vorfälle gelassen hin. "Was soll ich machen? Natürlich höre ich das, der Typ steht ja fünf Meter hinter mir", sagte der Weltmeister von 2014 dem Express: "Ich nehme das sportlich, als Torwart ist man einiges gewohnt. Und: Ich bin Kölner, von ganzem Herzen, und das bleibe ich auch."

Kroos kehrt bei Real für PSG-Spiel zurück

Toni Kroos steht Titelverteidiger Real Madrid für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei Paris St. Germain zur Verfügung. Der 28-Jährige gehört nach seiner Knieverletzung zum 24-köpfigen Kader für die Partie im Prinzenpark-Stadion. Dies teilte der Verein am Montag mit. Kroos war am Sonntag wieder ins Training zurückgegekehrt.

Kroos hatte sich im Hinspiel gegen Paris (3:1) am 14. Februar eine Verstauchung im Außenband des linken Knies zugezogen und war die vergangenen fünf Spiele in der Primera Division ausgefallen. Neben Kroos steht der ebenfalls zuvor verletzte Spielmacher Luka Modric wieder im Aufgebot.

Bayern sichten Argentinier als Kimmich-Backup

Nationalspieler Joshua Kimmich steht vor einer vorzeitigen Verlängerung seines Vertrages beim FC Bayern. Wie der Kicker berichtet, soll der 23 Jahre alte Rechtsverteidiger demnächst unterschreiben.

Nur die neue Laufzeit seines Arbeitspapiers sei noch offen, hieß es. Im Gespräch ist ein Vertragsende 2022 oder 2023. Der aktuelle Kontrakt von Kimmich, der 2015 von RB Leipzig zum deutschen Rekordmeister kam, läuft bis 2020.

Als Backup für Kimmich auf der rechten Abwehrseite sichten die Bayern laut kicker seit geraumer Zeit den Argentinier Fabricio Bustos. Der 21-Jährige ist noch bis 2019 an CA Independiente gebunden. Bustos kann auch im rechten Mittelfeld eingesetzt werden.

Außerdem werde der Portugiese Diogo Dalot (18/FC Porto) mit den Bayern in Verbindung gebracht. Wie Kimmich spielt in München Rafinha rechts hinten, der Vertrag des 32-Jährigen läuft aber aus.

Der uruguayische Stürmer Diego Rossi hat Los Angeles FC bei der Premiere des Klubs in der nordamerikanischen Profiliga MLS einen Sieg beschert. Der Treffer des Angreifers (11.) einen Tag vor dessen 20. Geburtstag bescherte der Mannschaft von Trainer Bob Bradley ein 1:0 (1:0) bei Vizemeister Seattle Sounders.

Magic Johnson jubelt über Premierensieg

Der LAFC gehört einer Gruppe um Basketballlegende Magic Johnson, Hollywood-Schauspieler Will Ferrell und der früheren US-Nationalspielerin Mia Hamm an. Geschäftsführender Vorsitzender ist der Unternehmer Peter Gruber, der auch Mitbesitzer des NBA-Clubs Golden State Warriors und der MLB-Franchise Los Angeles Dodgers ist.

"Ich bin so begeistert, dass meine Fußballmannschaft ihr erstes Spiel in der MLS gewonnen hat", schrieb Johnson bei Twitter und gratulierte den Spielern, dem früheren US-Nationaltrainer Bradley sowie seinen Partnern und den Fans zum Sieg.

Star in Bradleys Team ist der mexikanische Nationalspieler Carlos Vela, der den Siegtreffer vorbereitete. Weil das Heimstadion von Los Angeles noch im Bau ist, wird der Club erst am 29. April seine Premiere vor Heimpublikum geben. Der Club wurde 2014 gegründet und übernahm die MLS-Lizenz vom aufgelösten CD Chivas USA.

FA-Chef verärgert jüdische Gemeinde

Martin Glenn, Geschäftsführer des englischen Fußball-Verbandes FA, hat mit unglücklichen Aussagen die britische jüdische Gemeinde gegen sich aufgebracht. Glenn hatte den Davidstern als politisches Symbol bezeichnet, das die FA genau wie das Hakenkreuz nicht in Fußballstadien sehen wolle.

Simon Johnson, Geschäftsführer des Jewish Leadership Council und einst führender FA-Offizieller, nannte dies "beleidigend und unangemessen". Glenns Aussage fiel bei dem Versuch, das Vorgehen des Verbandes gegen Pep Guardiola zu rechtfertigen.

Der Teammanager von Manchester City hatte zuletzt als Zeichen seiner Solidarität mit inhaftierten Führern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung eine gelbe Schleife getragen. Die FA sieht darin einen Verstoß gegen das Verbot, politische Symbole zu tragen.

Auf der Liste an Dingen, die der Verband nicht sehen wolle, stehen laut Glenn "starke religiöse Symbole, der Davidstern, Hammer und Sichel, das Hakenkreuz und so etwas wie Robert Mugabe auf dem Shirt". Guardiolas gelbe Schleife sei ganz klar ein politisches Symbol, "und ich versichere Ihnen, dass viele Spanier darüber stinksauer sind".

Johnson, der Englands gescheiterte Bewerbung für die WM 2018 geleitet hatte, betonte: "Der Davidstern ist ein religiöses jüdisches Symbol von gewaltiger Bedeutung für Juden weltweit." Es gehe nicht an, dieses Zeichen auf eine Stufe mit dem Hakenkreuz oder dem früheren Diktator Robert Mugabe aus Simbabwe zu stellen.

Russen-Coach: Uns betrifft Doping nicht

100 Tage vor der WM will sich Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow von Medien-Debatten über Doping nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Uns betrifft das nicht“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. „Ich bin zuständig für die Mannschaft, und darauf konzentriere ich mich. Jeder macht hier seinen Job.“ Eine Antwort auf die Frage, wie er auf konkrete Doping-Vorwürfe reagieren würde, lehnte er als spekulativ ab.

In den vergangenen Monaten hatten westliche Medien Doping-Vorwürfe auch gegen Spieler der russischen WM-Mannschaft 2014 in Brasilien aufgegriffen. Die Debatten wurden aber nicht so konkret wie im russischen Wintersport und in der Leichtathletik. Unter dem Eindruck des russischen Doping-Skandals war Multifunktionär Witali Mutko im Dezember von seinen Posten als Chef des Fußballverbands und WM-Cheforganisator zurückgetreten, blieb aber Vizeregierungschef.

Zu Mutkos Rückzug sagte Tschertschessow: „Das hat keine Unruhe bei uns ausgelöst. Den Alltagsjob erledigt jetzt Alexander Alajew, der geschäftsführende Verbandspräsident, aber Mutko bleibt Mutko. Wir stehen permanent in Kontakt miteinander.“ Mutko habe sich eine Auszeit von bestimmten Aufgaben genommen. Das wolle er nicht bewerten, er respektiere es einfach, sagte Tschertschessow.

Frauen mit Goeßling nur Remis gegen England

Die deutschen Frauen haben beim Vier-Nationen-Turnier in den USA den ersten Sieg verpasst. Drei Tage nach dem 0:1 gegen die Amerikanerinnen kam die Mannschaft von Bundestrainerin Steffi Jones am Sonntag gegen England nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Vor 25.706 Zuschauern in Harrison brachten Hasret Kayikci (17. Minute) und ein Eigentor von Millie Bright (51.) die DFB-Auswahl zweimal in Front. Doch Ellen White (18./73.) glich jeweils aus und verhinderte den 21. deutschen Erfolg im 25. Duell mit England.

Damit hat die deutsche Elf keine Chance mehr auf den Turniersieg beim SheBelieves Cup. Vor dem abschließenden Spiel gegen die Französinnen am Mittwoch in Orlando (22.00 Uhr MEZ/Sport1) ist Deutschland mit nur einem Punkt Tabellen-Dritter hinter den punktgleichen Teams aus England und Gastgeber USA (beide 4) sowie Frankreich (1). Vor der deutschen Partie hatten sich die USA und Frankreich mit 1:1 getrennt.

Jones musste gegen das Team des neuen englischen Trainers Phil Neville auf Abwehrchefin Babett Peter verzichten, die sich gegen die USA eine Achillessehnenverletzung zugezogen hatte und schon wieder nach Deutschland gereist ist. Für sie rückte Lena Goeßling in die Startelf, zudem spielte Stürmerin Kayikci für Leonie Maier.

In der temporeichen Partie schenkten sich die Kontrahentinnen nichts. Die Führung der Freiburgerin Kayikci nach einem Gewühl im Strafraum glich White mit einem abgefälschten Schuss postwendend aus. Beide Team erspielten sich noch einige Möglichkeiten. Nach Brights kuriosem Billard-Eigentor sicherte White den Engländerinnen mit ihrem zweiten Treffer noch das verdiente Remis.