DFB-Pokal

München und Bayer Leverkusen erreichen das Pokal-Halbfinale

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Thomas Müller prallt heftig mit Paderborns Torwart Michael Ratajczak (r) zusammen.

Thomas Müller prallt heftig mit Paderborns Torwart Michael Ratajczak (r) zusammen.

Foto: dpa

Die Münchner dürfen nach Sieg über Paderborn weiter vom zweiten Triple träumen. Leverkusen macht es gegen Bremen spannend.

Leverkusen/Paderborn. Bayern München und Bayer Leverkusen haben das Halbfinale des DFB Pokals erreicht. Rekordchampion München besiegte am Dienstagabend ohne Probleme den Drittligisten SC Paderborn 6:0 (3:0). Leverkusen schaffte in einer packenden Partie gegen Werder Bremen nach Verlängerung einen 4:2 (2:2, 2:1)-Heimerfolg und zog erstmal seit 2009 wieder in die Runde der letzten vier Teams ein. Die zwei weiteren Halbfinalteilnehmer werden am Mittwoch in der Partie vom FSV Mainz 05 bei Eintracht Frankfurt und im Duell FC Schalke 04 gegen VfL Wolfsburg ermittelt.

Bremen startete furios und verspielte dann doch eine Zwei-Tore-Führung. Bayers Nationalspieler Karim Bellarabi brachte die Gastgeber in der zweiten Halbzeit der Verlängerung erstmals in Führung (111. Minute), kurz danach sorgte Kai Havertz für die Entscheidung (118.). Zuvor hatte Leverkusen im Pokal noch nie gegen die in dieser Saison vom Abstieg bedrohten Hanseaten gewinnen können.

Leverkusens zuletzt formstarker Angreifer Leon Baily traf in der 102. Minute

Zunächst gingen die Gäste durch Max Kruse (4./Foulelfmeter)und Aron Johannsson (7.) in Führung. Doch Nationalspieler Julian Brandt verkürzte noch vor der Pause (31.) und traf mit einem technisch anspruchsvollen Distanzschuss zum zwischenzeitlichen Ausgleich (55.). Nach dem Ausgleich entwickelte sich eine ausgeglichene Partie ohne klare Vorteile. Leverkusens zuletzt formstarker Angreifer Leon Baily traf in der 102. Minute mit einem direkten Freistoß nur den Pfosten.

München hatte zuvor am frühen Abend in Ostwestfalen überhaupt keine Schwierigkeiten und schaffte zum neunten Mal in Folge den Einzug ins Halbfinale. Gegen den durchaus mutigen Außenseiter bekam das Team von Trainer Jupp Heynckes vor 15 000 Zuschauern viele Räume und entschied die Partie schon in der ersten Halbzeit: Kingsley Coman (19.), Robert Lewandowski (25.) und Joshua Kimmich (42.) trafen vor der Pause. Nach dem Wechsel erhöhten Corentin Tolisso (55.) und Arjen Robben (86./89.). Ein Wermutstropfen für das Spitzenteam war, dass sich Nationalspieler Thomas Müller eine Oberschenkelprellung zuzog und ausgewechselt werden musste (32.).

„Wir haben ein sehr gutes Ergebnis erzielt und wunderschöne Tore“, sagte Heynckes. „Vor allem haben wir die Bodenverhältnisse angenommen und auch auf dem schweren Geläuf gut kombiniert“, analysierte der Coach. Beim Spitzenreiter der 3. Liga lief der enteilte Bundesliga-Tabellenführer in Topbesetzung auf und zeigte von Beginn eine konzentrierte und konsequente Leistung. „Der Gegner ist einfach zu groß für uns gewesen. Das muss man akzeptieren“, sagte SC-Trainer Steffen Baumgart im TV-Sender Sky.

( dpa )

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