German Masters

Curling: Europas Topteams messen sich in Hamburg

Skip Alexander Baumann will den Angriff
der Jugend abwehren

Skip Alexander Baumann will den Angriff der Jugend abwehren

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Beim German Masters kämpft ein 16 Jahre alter Deutscher um seine WM-Chance. Nominierung wird nach Turnier verkündet.

Hamburg.  Wenn die beiden besten deutschen Teams auf einige der besten Europas treffen, dann darf man sicherlich von Spitzensport reden, der in Deutschlands bester Curlinghalle geboten wird. Und die steht in Stellingen (Hagenbeckstraße 132a), wo bis zum Sonntag 20 Teams aus zehn Nationen um den Titel bei den German Masters spielen. Topfavorit ist dabei das Team um den früheren Junioren-Weltmeister und aktuellen EM-Zweiten Kyle Smith aus Schottland, der das Turnier als Olympia-Vorbereitung nutzt.

Aus deutscher Sicht geht es um einen Generationenkampf. Da muss der arrivierte Alexander Baumann (34) aus Baden-Baden den Angriff des nicht einmal halb so alten Klaudius Harsch aus Baden Hills abwehren. Der 16-Jährige, der als bester deutscher Nachwuchs-Skip seit vielen Jahren gilt, hat mit seinem Junioren-Team Baumann erst vor wenigen Wochen bei den deutschen Meisterschaften geschlagen. Und da es dem Älteren nicht gelungen ist, das Olympiaticket für Pyeongchang zu lösen, erwarten nicht wenige, dass der Curlingverband den Nachwuchs zur Weltmeisterschaft nach Las Vegas (31. März bis 8. April) schicken wird.

Nominierung wird nach Turnier verkündet

„Die Nominierung wird nach dem Turnier verkündet“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Wolfgang Burba. Das Masters sei zwar keine Qualifikation, aber das Abschneiden spiele natürlich eine Rolle. Er plädiert für einen Neubeginn, nachdem sowohl die Männer als auch die Frauen Olympia verpasst haben. „Wann, wenn nicht jetzt?“, fragt er. An Selbstbewusstsein mangelt es dem jungen Skip Klaudius Harsch jedenfalls nicht. „Klar traue ich uns die WM zu“, sagt er. Aber erst einmal misst er sich in Hamburg mit 19 Teams. Nervös ist er deswegen keineswegs: „Wir sind es ja gewohnt, immer die Jüngsten zu sein.“

Für den Hamburger Nachwuchs kommt das Turnier noch zu früh. „Aber in zwei, drei Jahren traue ich das unseren Junioren um Christoph Noack zu“, sagt Lenard Schulze, Präsident des gastgebenden Curling-Clubs Hamburg. Er hofft auf viele Zuschauer bis Sonntag. „Der Eintritt ist frei, und wir erklären jedem gern die Regeln“, betont er. Gespielt wird heute und morgen von 8.30 bis 22 Uhr in vier Gruppen. Am Sonntag gibt es ab 9 Uhr die Halbfinale und um 15 Uhr das Finale.