Fußball-Ticker

FC St. Pauli erkämpft Remis gegen Liga-Rivalen Bochum

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

FC St. Pauli spielt 1:1 im Testspiel

Der FC St. Pauli hat bei der Generalprobe für den Neustart in der 2. Liga einen Teilerfolg erzielt. Gegen den Liga-Rivalen VfL Bochum erkämpften die Kiezkicker am Mittwochabend ein 1:1 (1:1). Sami Allagui (12. Minute) brachte die Gastgeber vor rund 2500 Zuschauern im Millerntor-Stadion in Führung, die Johannes Wurtz (20.) für den VfL egalisieren konnte.

Beide Trainer nutzten die Testpartie zum Experimentieren und wechselten ihre Teams komplett durch. Die St. Paulianer bestreiten ihr erstes Punktspiel des neuen Jahres am 25. Januar bei Dynamo Dresden. Der VfL empfängt bereits zwei Tage vorher den MSV Duisburg.

Walcott wechselt von Arsenal zu Everton

Der englische Nationalspieler Theo Walcott wechselt innerhalb der Premier League vom FC Arsenal zum FC Everton. Die Ablösesumme für den 28 Jahre alten Stürmer beträgt 22,5 Millionen Euro und kann durch mögliche Bonuszahlungen auf bis zu 28,3 Millionen ansteigen.

Walcott war im Januar 2006 vom FC Southampton zu den Gunners gewechselt. Für die Londoner absolvierte der englische Nationalspieler 399 Pflichtspiele und erzielte dabei 108 Tore. In der laufenden Saison kam Walcott in der Liga unter Teammanager Arsene Wenger auf nur sechs Einsätze als Joker.

Stafylidis vor Wechsel nach England

Abwehrspieler Konstantinos Stafylidis vom FC Augsburg steht vor einem Wechsel in die Premier League. Der Grieche fehlte am Mittwoch im Training des Fußball-Bundesligisten und weilte bereits in England bei Stoke City. „Es läuft darauf hinaus, aber es sind noch keine Fakten geschaffen“, sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter zu dem bevorstehenden Leihgeschäft.

Zuvor hatten griechische Medien und die „Augsburger Allgemeine“ über den Deal berichtet, der den Schwaben 600 000 Euro bringen soll. Letzte Verhandlungen und der obligatorische Medizincheck standen am Mittwochnachmittag noch an.

Beim abstiegsgefährdeten englischen Erstligisten soll der 24-Jährige Spielpraxis sammeln. Er war im Sommer 2015 von Bayer Leverkusen nach Augsburg gewechselt und hatte sich in der vorigen Saison in der Stammelf etabliert. In dieser Spielzeit kam er auf der linken Abwehrseite hinter Top-Vorbereiter Philipp Max dann aber nicht zum Zug und bestritt nur zwei Bundesliga-Partien als Einwechselspieler.

Wegen Gewalt gegen Freundin: Klopp-Schützling verurteilt

Teammanager Jürgen Klopp vom früheren englischen Topclub FC Liverpool muss sich spätestens seit Mittwoch Gedanken über die Zukunft seines Profis John Flanagan machen. Der 25 Jahre alte Verteidiger wurde von einem Liverpooler Gericht zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit, 15 Tagen der "sozialen Wiedereingliederung" und 96 Euro Schmerzensgeld verurteilt, weil er seine Freundin in der Öffentlichkeit geschlagen und getreten hatte. Das hatten Aufnahmen einer Überwachungskamera belegt.

Flanagan spielt seit sieben Jahren für die "Reds". Der Abwehrspieler führte die Mannschaft sogar schon als Kapitän an und hatte einen Einsatz in der englischen Nationalmannschaft. Aufgrund einer schweren Knieverletzung fiel er zuletzt allerdings fast 20 Monate aus. In der aktuellen Saison kam Flanagan nur einmal zum Einsatz.

Laut seinem Anwalt bereut der gebürtige Liverpooler Flanagan seine Tat zutiefst und ist wieder mit seiner Freundin zusammen.

Stöger glaubt an Aubameyangs Verbleib

Peter Stöger glaubt weiter an eine Zukunft von Pierre-Emerick Aubameyang bei Borussia Dortmund. „Ich gehe davon aus“, antwortete der Trainer des Bundesligisten in einem Interview der „Sport-Bild“ auf die Frage, ob der Stürmer in diesem Winter beim Revierclub bleibt. Ein Verkauf des Angreifers wäre aus sportlichen Gründen ein großer Verlust: „Dann wäre es schwer, jemanden mit dieser Torquote zu ersetzen.“

Aubameyang war am vergangenen Sonntag von Stöger für die Partie der Borussia gegen Wolfsburg (0:0) suspendiert worden, weil er einer Teamsitzung ferngeblieben war. Seitdem wird über einen Transfer des 28 Jahre alten Gabuners noch in dieser, bis Ende Januar laufenden Transferperiode spekuliert. Nach Informationen der „Bild“ ist Aubameyangs Vater und Berater Pierre bereits nach London gereist, um dort mit dem FC Arsenal zu verhandeln.

Berger nach Krebs zurück

Die an Schilddrüsenkrebs erkrankte deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger vom englischen Erstligisten Birmingham City ist nach einer erfolgreichen Operation ins Training zurückgekehrt. Teammanager Marc Skinner ist optimistisch, dass die 27-Jährige in naher Zukunft ihre Comeback für Blues geben wird. "Für das Team ist es eine große Motivation, eine Person ihres Kalibers bei sich zu haben", sagte Skinner der BBC.

"Die OP ist sehr gut verlaufen, und die Diagnose ist sehr gut", hatte Berger am Freitag auf Twitter geschrieben. "Ich bin sehr glücklich, wieder den Ball in den Händen zu halten". Die schwere Erkrankung der früheren Torhüterin von Turbine Potsdam und Paris Saint-Germain, die seit Sommer 2016 für Birmingham spielt, war Ende November bekannt geworden.

Beneventos Kapitän für ein Jahr gesperrt

Fabio Lucioni, Kapitän des italienischen Erstligisten Benevento Calcio, ist wegen Dopings für ein Jahr gesperrt worden. Diese Entscheidung traf Italiens nationale Anti-Doping-Organisation. Der 30 Jahre alte Kapitän des Tabellenletzten war nach dem 0:1 gegen den FC Turin im September positiv auf das Steroid Clostebol getestet worden.

Für vier Jahre wurde Teamarzt Walter Giorgione ausgeschlossen, weil er Lucioni das Steroid verabreicht hatte. Die Sperre für den Profi wurde auf Oktober zurückdatiert. Demnach ist Lucioni schon zu einem frühen Zeitpunkt der kommenden Saison wieder spielberechtigt.

FC Bayern holt Leverkusens Chefscout

Der FC Bayern München hat nach Aussage von Bayer Leverkusens Manager Jonas Boldt den nächsten Kadermanager der Werkself verpflichtet. Chefscout Laurent Busser wechselt zum Rekordmeister, wie Boldt dem „Kicker“ am Dienstagabend sagte und damit eine Meldung der „Sport-Bild“ bestätigte.

„Es ist schade, aber es gibt kein böses Blut“, sagte Boldt der Online-Ausgabe des Fachblatts. „Laurent Busser hat immer alles für Bayer 04 rausgeholt.“ Der FC Bayern war für eine Reaktion zunächst nicht zu erreichen.

2014 hatten die Münchner schon Michael Reschke als Kaderplaner von Leverkusen an die Isar gelockt. Inzwischen ist dieser Sportvorstand beim VfB Stuttgart. Der Franzose Busser gilt als gut vernetzt und auch als Entdecker von Hinrunden-Shootingstar Leon Bailey.

Juventus will angeblich Özil

Weltmeister Mesut Özil vom englischen Erstligisten FC Arsenal steht offenbar bei Italiens Rekordmeister Juventus Turin ganz oben auf dem Wunschzettel. Nach Sami Khedira und Benedikt Höwedes könnte der Offensivspieler der dritte deutsche WM-Champion im Team der "Alten Dame" sein. Außerdem buhlt Juve um die Gunst von Emre Can vom FC Liverpool.

Laut "Corriere dello Sport" will Juve-Präsident Andrea Agnelli die Chance nutzen, um den ablösefreien Özil nach Turin zu holen. Angeblich ist aber auch Manchester United mit Teammanager José Mourinho am ehemaligen Schalker und Bremer interessiert. Mit Mourinho hatte Özil bei Real Madrid zusammengearbeitet.

Maradona von Tochter brüskiert

Argentiniens Idol Diego Maradona gerät durch die Hochzeit seiner Tochter Dalma (30) in eine familiäre Zwickmühle. Wie nationale Medien berichten, wurde Maradonas Ehefrau Rocio Oliva (27) nicht zur Vermählung eingeladen – und der 57-Jährige muss sich nun entscheiden. "Wenn meine Frau nicht eingeladen ist, dann gehe ich nicht hin", sagte Maradona der Zeitung "Diario Popular": "Dalma ist nicht die erste Braut und sie wird nicht die letzte sein, die ohne ihren Vater heiratet."

Dalma Maradona und Andrés Caldarelli werden im April vermählt. Dalma ist eine von zwei Töchtern Maradonas aus der Ehe mit Claudia Villafane. "Für mich ist das sehr schmerzhaft", sagte der Weltmeister-Kapitän von 1986: "Ich habe Dalmas Namen eintätowiert, weil ich sie liebe. So, wie ich all meine Kinder liebe. Diese Entscheidung tut mir in der Seele weh, aber es ist die einzig mögliche."

Goldgrube Beraterbranche

Die Spielerberater und Agenturen haben im Zeitraum von 2013 bis 2017 1,27 Milliarden Euro im Transfergeschäft verdient. Das geht aus dem aktuellen Vergleichsbericht der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hervor. Untersucht wurden rund 2000 Transfers, bei denen die Berater insgesamt 12,6 Prozent der Ablösesumme verdienten. In Deutschland bekamen die Agenten durchschnittlich 15 Prozent des Gesamtbetrages.

An den 96 "großen" Transfers im Sommer 2017 (Ablösesummen über 15 Millionen Euro) waren mehr als 70 Berater und Agenturen beteiligt.

Historisch: Erstes Videobeweis-Tor in England

Historische Premiere im englischen Fußball: Erstmals ist nach dem Einsatz des Videobeweises eine Entscheidung des Schiedsrichters revidiert worden. Beim FA-Cup-Spiel zwischen Leicester City und Fleetwood Town erzielte Kelechi Iheanacho am Dienstagabend beide Tore zum 2:0-Sieg, der zweite Treffer in der 77. Minute wurde zunächst wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben. Doch nach Intervention des sogenannten Video Assistant Referees (VAR) entschied der Schiedsrichter nach 70-sekündiger Unterbrechung richtigerweise doch auf Tor.

„Für diese Entscheidung mag ich natürlich die Technik“, sagte Leicester-Trainer Claude Puel. „Es ist eine gute Sache, es war gut, dass es nicht so lange gedauert hat, das Video anzuschauen und die Entscheidung zu fällen.“

Der Videobeweis wird in England in dieser Saison in den Pokalwettbewerben FA Cup und League Cup getestet, nicht aber in der Premier League. In der vergangenen Woche kam er bereits beim Pokalspiel zwischen Brighton und Crystal Palace (2:1) erstmals zum Einsatz. Damals bestätigte der VAR die Entscheidung des Referees, den späten Siegtreffer anzuerkennen.

Ex-Weltfußballer Ronaldinho macht Schluss

Brasiliens Altstar Ronaldinho hat seine aktive Karriere im Alter von 37 Jahren endgültig beendet. Das teilte der Bruder und Manager des Weltmeisters von 2002 am Dienstag (Ortszeit) mit. "Er hat aufgehört, es ist definitiv vorbei“, wurde Roberto de Assis Moreira in brasilianischen Medien zitiert. Sein letztes Match hatte der zweimalige Weltfußballer 2015 für den brasilianischen Club Fluminense Rio de Janeiro bestritten.

In Europa spielte er unter anderem für Paris Saint-Germain, den FC Barcelona und AC Mailand. „Camp Nou's immer lächelnder Magier. Danke für alles!“, twitterten die Katalanen über einem Bild Ronaldinhos im Barça-Trikot. Mit dem spanischen Spitzenclub hatte Ronaldinho 2006 die Champions League und 2005 und 2006 die Meisterschaft gewonnen. Zum Weltfußballer wurde er 2004 und 2005 gewählt.

Nach der Weltmeisterschaft in Russland seien noch Abschiedsspiele in Brasilien, Europa und Asien geplant, sagte de Assis Moreira.