Ski-Rennläuferin

"Schneekönigin" Shiffrin: Sie siegt und siegt und siegt

Mikaela Shiffrin aus den USA auf dem Weg zum Sieg in Koratien (Zagreb)

Foto: Daniel Kasap / dpa

Mikaela Shiffrin aus den USA auf dem Weg zum Sieg in Koratien (Zagreb) Foto: Daniel Kasap / dpa

Ski-Rennläuferin Mikaela Shiffrin aus den USA gewinnt auch den Weltcup-Slalom in Zagreb. Ihre Dominanz ist erneut erdrückend.

Zagreb. Mikaela Shiffrin, wer sonst? Die derzeit beste Ski-Rennläuferin der Welt hat beim Weltcup-Slalom in Zagreb ihre Konkurrenz, die tatsächlich keine ist, einmal mehr gedemütigt. In bekannt unwiderstehlicher Manier fuhr die immer noch erst 22 Jahre Amerikanerin zu ihrem 38. Sieg – in der ewigen Bestenliste, in der sie bislang gleichauf mit der Österreicherin Marlies Schild (37 Siege) lag, besetzt sie nun alleine Rang sechs. Vorübergehend.

Während Shiffrin am Bärenberg zu ihrem siebten Saisonsieg traditionell auch den Titel der "Schneekönigin" verliehen bekam, gewann Kombinationsweltmeisterin Wendy Holdener (Schweiz) das Rennen um Platz eins hinter der Gesamtweltcupsiegerin, Olympiasiegerin und Weltmeisterin. 1,59 Sekunden betrug ihr Rückstand, die drittplatzierte Frida Hansdotter (Schweden) lag bereits 2,11 Sekunden zurück.

Marina Wallner ist mit Läufen nicht zufrieden

Beste Deutsche war auf weicher Piste Marina Wallner (Inzell) auf Rang zwölf (+3,62 Sekunden), gefolgt von Christina Geiger (Oberstdorf) auf Rang 19 (+4,34) und Lena Dürr (Germering) auf Rang 29 (+6,35). "Es ist ein bisschen deprimierend", sagte Geiger zu den 3,47 Sekunden Rückstand auf Shiffrin, die sie sich schon im ersten Lauf eingehandelt hatte. Unabhängig vom störenden Wind und der nachlassenden Piste bemängelte sie aber auch: "Ich bin zu viele Kurven gefahren, ich habe es mir nicht zugetraut."

Auch die erfrischend selbstkritische Marina Wallner war trotz einer kämpferischen Fahrt im Finallauf wenig erbaut von sich und ihren Leistungen: "Ich bin mit beiden Läufen nicht ganz zufrieden", sagte sie im ZDF, "ich weiß, dass ich mehr kann." Dies gilt auch für Lena Dürr, deren Fahrt im zweiten Durchgang indiskutabel war: Mit der zweitschlechtesten Laufzeit fiel sie von Rang 22 zurück.

Shiffrin fährt unterdessen weniger gegen die aktuelle Konkurrenz, sondern gegen die Erfolge ehemaliger Größen. Demnächst wird sie wohl Anja Pärson (Schweden/42 Siege) von Rang fünf der ewigen Bestenliste verdrängen und dann eher früher als später die Führung in der Liste der Slalom-Siegerinnen übernehmen: Dort liegt derzeit noch Schild (35 Siege) vor Vreni Schneider (Schweiz/34). Und noch einmal sei erwähnt: Shiffrin ist erst 22 Jahre alt.

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