Tennis

Zverev, Kerber und Görges sind heiß auf die Australian Open

Könnten Deutschland erstmals seit Boris Becker und Anke Huber vor 23 Jahren wieder in das Endspiel des Hopman Cups führen: Angelique Kerber und Alexander Zverev

Könnten Deutschland erstmals seit Boris Becker und Anke Huber vor 23 Jahren wieder in das Endspiel des Hopman Cups führen: Angelique Kerber und Alexander Zverev

Foto: dpa

Norddeutsches Duo lässt Bouchard und Pospisil beim Hopman Cup keine Chance. Derweil marschiert Görges durch das Turnier in Auckland.

Perth. Angelique Kerber nimmt wieder Schwung auf, Alexander Zverev ist zurück in der Erfolgsspur, und Julia Görges hat ihre gute Form über die Saisonpause ins neue Tennisjahr gerettet: Das deutsche Top-Trio sammelt auf dem Weg zu den Australian Open (ab 15. Januar) weiter Matchpraxis und Selbstvertrauen.

Auch wenn beim Hopman Cup in Perth die Ergebnisse nicht im Mittelpunkt stehen, war Kerber hoch zufrieden mit ihrem souveränen Sieg über die Kanadierin Eugenie Bouchard. "Ich habe mich vom ersten Ballwechsel an sehr gut gefühlt", sagte die Kielerin nach dem 6:1, 6:3 gegen die ehemalige Wimbledon-Finalistin in nur 59 Minuten: "Ich war sehr aggressiv und habe mein Spiel einfach durchgezogen. Gegen Genie zu spielen, ist nie einfach, aber ich habe ein gutes Match abgeliefert."

Zverev: "Bin glücklich über das Match heute"

Alexander Zverev ließ beim anschließenden 6:4, 6:2 gegen Vasek Pospisil keinen einzigen Breakball zu und feierte nach der Auftaktniederlage gegen den belgischen Vizeweltmeister David Goffin seinen ersten Saisonsieg. "Ich habe mich heute auf dem Platz viel besser gefühlt", sagte der Weltranglistenvierte aus Hamburg: "Ein erstes Match gegen Goffin ist natürlich nicht einfach, aber ich bin glücklich über das Match heute."

Schon vor dem Mixed (4:3, 4:3) hatten Zverev (20) und Kerber (29) damit ihren zweiten Sieg in Perth gesichert und stehen vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Australien unmittelbar vor dem Einzug ins Finale. Der dritte deutsche Titel beim Hopman Cup nach Michael Stich/Steffi Graf 1993 und Boris Becker/Anke Huber 1995 wäre eine ordentliche Motivationsspritze für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.

Görges klare Favoritin im Viertelfinalduell

Die braucht Julia Görges (29) derzeit nicht. Die beste deutsche Tennisspielerin, die im vergangenen Herbst zwei Turniere gewonnen hatte, tritt in Auckland auf, als habe es die Saisonpause nicht gegeben. Dem Dreisatzsieg über Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico folgte ein deutlicher Erfolg (6:4, 6:0) über die slowakische Qualifikantin Viktoria Kuzmova. Auch im Viertelfinalduell mit der Slowenin Polona Hercog ist die an Position zwei gesetzte Görges klare Favoritin.

Ebenfalls erfolgreich war Peter Gojowczyk (28) im Achtelfinale von Doha. Der Münchner setzte sich mühelos mit 6:2, 6:2 gegen Matteo Berrettini aus Italien durch. In der nächsten Runde könnte Gojowzcyk auf Jan-Lennard Struff (Warstein) treffen, der in seinem Achtelfinale gegen Gael Monfils spielt.

Schlechter erging es Mischa Zverev (30) im Achtelfinale von Brisbane. Die Nummer acht der Setzliste unterlag dem 19 Jahre alten Amerikaner Michael Mmoh nach 2:6, 7:5, 4:6. Der Hamburger muss bis zum Turnierbeginn in Melbourne seine Form verbessern, sonst droht ein Absturz in der Weltrangliste. Im vergangenen Jahr hatte er bei den Australian Open das Viertelfinale erreicht.

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