Fußball-Ticker

FC Bayern gibt Entwarnung bei Torwart Ulreich

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Fan-Gesänge: 20.000 Euro Strafe für Hellas Verona

Der italienische Erstligist Hellas Verona ist zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Hintergrund sind rassistische Fangesänge gegen den französischen Spieler Blaise Matuidi von Juventus Turin am vergangenen Samstag (1:3). Außerdem droht dem Club ein Geisterspiel und eine weitere Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro, sollte sich in der laufenden Saison ein weiterer Vorfall dieser Art ereignen.

FC Bayern München: "Kein längerer Ausfall" von Ulreich

Der FC Bayern München kann für den Rückrundenstart der Bundesliga nach aktuellem Stand mit Torwart Sven Ulreich planen. Der 29 Jahre alte Vertreter des nach wie vor verletzten Nationalkeepers Manuel Neuer hat sich im Trainingslager in Katar nur eine Verstauchung des rechten Mittelfingers zugezogen. Das teilte der deutsche Rekordmeister am Mittwoch nach genauen Untersuchungen der Hand in einem Krankenhaus in Doha mit.

Es drohe "kein längerer Ausfall". Der Wiedereinstieg von Ulreich ins Training sei von der Abschwellung des Fingers abhängig. Die Bayern bereiten sich noch bis Sonntag in Katar auf die Rückrunde vor. Am 12. Januar eröffnen sie die zweite Saisonhälfte mit dem Topspiel bei Bayer Leverkusen.

Reus zurück im Teamtraining – Schmelzer bricht ab

Nationalspieler Marco Reus macht erstaunliche gesundheitliche Fortschritte. Gut sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss absolvierte der Angreifer von Borussia Dortmund am frühen Mittwochabend im Trainingslager in Marbella die erste Einheit fast komplett mit der Mannschaft. Ursprünglich sollte der 28-Jährige in Spanien in erster Linie ein individuelles Programm absolvieren. Seine Rückkehr in das Team ist eigentlich erst für Februar geplant.

Dagegen musste Marcel Schmelzer das Training vorzeitig abbrechen. Der Kapitän klagte über Wadenprobleme.

Union Berlin verpflichtet Defensiv-Allrounder Dietz

Zweitligist Union Berlin hat den Defensiv-Allrounder Lars Dietz aus der U23 von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmunds verpflichtet. Der 20-Jährige erhielt bei den Eisernen einen Vertrag bis Juni 2021, der sowohl für die Bundesliga als auch für die zweite Liga gültig ist.

"Mit der Verpflichtung von Lars Dietz stellen wir uns in der Defensive noch breiter auf. Er kann sowohl auf verschiedenen Abwehrpositionen als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden", sagte Helmut Schulte, bei Union Leiter der Lizenzspielerabteilung, über den Neuzugang.

1. FC Köln: Torwarttrainer Bade verlässt den Club

Alexander Bade, langjähriger Torwarttrainer des Bundesligisten 1. FC Köln, wird den Club zum 31. Januar 2018 verlassen. Zu diesem Zeitpunkt wird der unbefristete Vertrag des 47-Jährigen aufgelöst. Dies teilte der FC am Mittwoch mit. Bereits am Dienstag hatte Köln die Verpflichtung von Andreas Menger als neuen Torwarttrainer der Profis verkündet, der ehemalige Profi Bade hätte innerhalb des Klubs eine andere Aufgabe übernehmen sollen.

"Wir haben uns in den vergangenen Tagen mehrfach zusammengesetzt und jetzt eine Lösung gefunden, mit der alle Seiten leben können. Darüber freue ich mich", sagte Bade, der in Köln seit 2009 als Torwarttrainer gearbeitet hatte: "Ich hatte in verschiedenen Funktionen eine sehr schöne Zeit beim 1. FC Köln und wünsche dem Klub, dem Team und den Mitarbeitern nur das Beste."

Ulreich staucht sich den Mittelfinger

Erst die Schrecksekunde, dann die Entwarnung: Zum Auftakt des Trainingslagers in Katar hat Torwart Sven Ulreich die zweite Einheit von Bayern München abbrechen müssen. Der Stellvertreter von Kapitän Manuel Neuer erlitt jedoch nur eine Stauchung des Mittelfingers der rechten Hand. Dies ergab eine Untersuchung im Krankenhaus. Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic war zuvor schon davon ausgegangen, "dass Sven zum Rückrundenauftakt wieder im Tor steht".

Der 29-Jährige, schon in der Hinrunde Vertreter von Neuer, hatte sich beim Torwarttraining am Mittwochvormittag verletzt. Ulreich wurde noch auf dem Platz des Aspire-Geländes behandelt und dann mit einem Golfcart ins nahe gelegene Mannschaftshotel gebracht. Bei der zweiten Einheit am Mittwoch fehlte er. Als Ersatz für Ulreich müsste der FC Bayern erneut auf den 36-jährigen Tom Starke bauen, der bereits in der Hinrunde ausgeholfen hatte.

Verzichten mussten die Münchner bei den ersten Einheiten auf Torjäger Robert Lewandowski und Abwehrchef Mats Hummels. Lewandowski fehlte wegen Problemen an der Patellasehne, Hummels plagen Adduktorenprobleme.

Die Bayern waren am Dienstag nach Katar geflogen, wo sie sich bereits zum achten Mal in Folge auf die Rückrunde vorbereiten. Am Samstag (15.00 Uhr MEZ) steht ein Testspiel gegen Al-Ahli SC, einen Klub aus der Qatar Stars League, auf dem Programm. Der Rückflug nach München ist für Sonntag geplant.

Bayern: Kein schnelles Thiago-Comeback

Insgesamt hat Trainer Jupp Heynckes 25 Spieler in Doha dabei. Neuer und der angeschlagene Thiago absolvieren ihr Rehaprogram in München.

Bei letzterem rechnen die Bayern indes nicht mit einem raschen Comeback. "Den Zeitpunkt kann man nicht festlegen", sagte Salihamidzic in Katar. Er verwies vielmehr mehrfach darauf, dass der Mittelfeldspieler Ende November im Champions-League-Spiel gegen den RSC Anderlecht eine "große Muskelverletzung" erlitten habe.

Beim 2:1 in Brüssel hatte sich der 26 Jahre alte spanische Nationalspieler einen Muskelteilriss im Oberschenkel zugezogen. Salihamidzic hofft, dass der Spanier dem FC Bayern in der Rückrunde noch entscheidend helfen kann. "Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns." Bei Muskelverletzungen seien Zeitpläne jedoch schwierig zu benennen.

Profi isst Schoko-Wurfgeschoss auf

Ob da jemand seiner Weihnachts-Süßigkeiten endgültig überdrüssig wurde? Beim Spiel der zweiten schottischen Liga zwischen Greenock Morton und St. Mirren flog Gästespieler Stelios Demetriou bei einem Einwurf unter anderem ein Schokoriegel um die Ohren. Und wie reagierte der Verteidiger? Er hob die Süßigkeit auf, schob sie sich in den Mund und führte den Einwurf ungerührt aus. Am Ende nützte der Energieschub allerdings wenig – St. Mirren gab im Anschluss noch die Führung aus der Hand und musste sich am Ende mit einem 1:1 begnügen. Geschmeckt haben dürfte dieses Ergebnis allenfalls Demetriou...

40-Millionen-Mann für Roger Schmidt

Trainer Roger Schmidt erhält beim chinesischen Erstligisten Beijing Guoan eine teure Verstärkung. Der Verein verpflichtet den kongolesischen Stürmer Cedric Bakambu vom FC Villarreal. Der Transfer soll 40 Millionen Euro kosten.

Bakambu (26) hatte mit neun Saisontreffern in der spanischen Primera Division auf sich aufmerksam gemacht. Beijing Guoan beendete die Saison der chinesischen Super League auf dem achten Tabellenplatz. Prominentester Spieler im Kader war bisher Renato Augusto, der einst wie Schmidt bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stand.

Salihamidzic äußert sich zu Goretzka

Bayern Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat die Zurückhaltung im Werben um Leon Goretzka (22) teilweise abgelegt. "Dass Leon Goretzka ein Top-Spieler ist, wissen wir alle. Er ist deutscher Nationalspieler, an deutschen Nationalspielern haben wir immer Interesse, das ist klar. Mehr gibt es darüber nicht zu sagen", sagte Salihamidzic im Trainingslager der Bayern in Doha/Katar.

Der Mittelfeldstar Goretzka von Schalke soll Medienberichten zufolge im Sommer ablösefrei zum Rekordmeister kommen. "Er gehört Schalke 04 bis zum 30. Juni, das werden wir natürlich respektieren", betonte Salihamidzic vielsagend. Vor wenigen Tagen hatten die spanische Sportzeitung Marca und Sport Bild den Transfer als perfekt gemeldet. Der Vertrag des gebürtigen Bochumers bei den Königsblauen läuft am Saisonende aus.

Schalke hat seinem "Juwel" ein Angebot zur Verlängerung mit einem deutlich höheren Gehalt gemacht. Neben München sollen auch die spanischen Renommierclubs Real Madrid und FC Barcelona sowie der FC Liverpool aus der englischen Premier League an Goretzka interessiert sein.

"Der Junge hat eine klasse Entwicklung genommen, der gefällt mir", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes erst am Dienstag. Laut seines Assistenten Peter Hermann sei Goretzka ein "aufgeweckter und intelligenter Junge. Der weiß schon genau, was für ihn das Beste ist."

Babbel hört als Trainer in Luzern auf

Ex-Nationalspieler Markus Babbel (1992 bis 1994 beim HSV) wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag als Trainer des FC Luzern nicht verlängern. Babbel, der den Erstligisten aus der Schweiz im Oktober 2014 übernommen hatte, gab interne Probleme als Grund für seinen Abschied an.

"Für mich passt die Zusammenarbeit so nicht mehr, ich kann mich nicht verbiegen", sagte der Europameister von 1996 der Luzerner Zeitung. Die Kritik gelte vor allem Geschäftsführer Marcel Kälin. Zuletzt hatten mehrere Mitarbeiter die Geschäftsstelle des abstiegsbedrohten Clubs verlassen. "Auch wir im Sport leiden unter der miesen Stimmung", sagte Babbel.

Babbel (45) hatte 2007 seine aktive Laufbahn beendet. Im Anschluss arbeitete er als Trainer beim VfB Stuttgart, bei Hertha BSC und 1899 Hoffenheim.

Gomez im VfB-Trainingslager dabei

Gemeinsam mit Rückkehrer Mario Gomez sind alle Spieler des VfB Stuttgart im Trainingslager im spanischen La Manga angekommen. Wenige Stunden nach der Landung setzte Trainer Hannes Wolf bereits für Mittwochnachmittag (15.30 Uhr) die erste Trainingseinheit an. Alle 23 Spieler inklusive des zuletzt monatelang verletzten Carlos Mané sollten am Mannschaftstraining an der spanischen Mittelmeerküste teilnehmen, wie ein Sprecher sagte. Der VfB bereitet sich bis zum 9. Januar in Spanien auf die Rückrunde in der Bundesliga vor. Vor der Abreise bestreiten die Schwaben noch zwei Testspiele gegen Twente Enschede und KV Oostende.

Duisburg holt Ex-Düsseldorfer Gartner

Der MSV Duisburg hat Christian Gartner unter Vertrag genommen. Nach Angaben des Zweitligisten vom Mittwoch bekommt der 23 Jahre alte Österreicher einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Der Mittelfeldspieler war bis zum Ende der vergangenen Saison für den Duisburger Liga-Konkurrenten Fortuna Düsseldorf aktiv. Seit November 2017 hielt sich Gartner beim MSV fit. Er wird mit dem Team des Tabellensiebten am kommenden Montag in das Trainingslager in Almancil in Portugal reisen.

AfD-Anzeige gegen Eintracht-Boss Fischer

Die beiden Landessprecher der AfD Hessen haben Strafanzeige gegen Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. "Wir hätten gern auf diesen Schritt verzichtet. Aber die völlig inakzeptablen Bezeichnungen wie 'braune Brut' und 'Nazis' von Herrn Fischer, die sich gegen alle AfD-Wähler und damit auch gegen uns richten, können und dürfen so nicht beibehalten werden", sagte Sprecher Klaus Herrmann in einer Mitteilung des AfD-Landesvorstands vom Mittwoch.

Er und sein Sprecherkollege Robert Lambrou haben die Anzeige demnach in Vertretung des Landesvorstands der Partei gestellt. Das Polizeipräsidium in Frankfurt am Main bestätigte dies.

Vorausgegangen war ein öffentlicher Schlagabtausch des Eintracht-Präsidenten mit der AfD Hessen. Zunächst hatte Fischer in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt: "Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen." Nach Kritik aus der AfD legte er in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk nach: "Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben." Die AfD Hessen hatte danach angekündigt, juristische Schritte gegen Fischer zu prüfen.

Ulreich bricht ab, Lewandowski und Hummels fehlen

Der erste komplette Trainingstag des FC Bayern München in Katar hat mit einer Schrecksekunde begonnen. Torwart Sven Ulreich musste die Übungseinheit am Mittwochvormittag in Doha abbrechen. Der 29-Jährige verletzte sich beim Torwarttraining offensichtlich an der Hand. Ulreich wurde zunächst behandelt und dann mit einem Golfwagen vom Trainingsplatz ins angrenzende Teamhotel gefahren. Eine genaue Diagnose gab es vor weiteren medizinischen Untersuchungen nicht.

Ulreich wird auch in der ersten Phase der Rückrunde Kapitän Manuel Neuer im Münchner Tor vertreten müssen. Neuer befindet sich nach einem dritten Mittelfußbruch aktuell im Rehatraining. Einen Zeitpunkt für ein Comeback des Nationaltorhüters gibt es nicht. Ulreichs Stellvertreter wäre im Verletzungsfall Tom Starke. Der 36 Jahre alte Routinier hatte Ulreich bereits in der Bundesliga-Hinrunde in zwei Partien ersetzt.

Die ersten zwei Einheiten im Trainingslager fanden auch ohne Mats Hummels und Robert Lewandowski statt. Innenverteidiger Hummels kann wegen Adduktorenproblemen bislang nicht mit dem Team trainieren. Torjäger Lewandowski hat Probleme an der Patellasehne.

Strafe für Werder-Zuspätkommer Sané

Abwehrspieler Lamine Sané ist mit einem Tag Verspätung ins Trainingslager von Werder Bremen im spanischen Algorfa gestartet. Der 30 Jahre Senegalese war beim Auftakt am Dienstag nicht dabei, weil er seinen Flieger nach Spanien verpasst hatte. Wegen der kurzen Winterpause durften die Profis individuell anreisen.

"Das hatte nichts mit Pech oder mangelnder Disziplin zu tun, sondern private Gründe", hatte Werder-Sportchef Frank Baumann gesagt. Bremens Kapitän Zlatko Junuzovic habe jedoch eine Strafzahlung Sanés in die Mannschaftskasse angekündigt, wie das Internetportal Deichstube.de berichtete.

Guardiola: "Werden Spieler noch umbringen"

Teammanager Pep Guardiola vom englischen Tabellenführer Manchester City schlägt angesichts der hohen Belastung in der Premier League mit eindringlichen Worten Alarm. "Wir werden unsere Spieler noch umbringen", warnte der frühere Bayern-Trainer nach dem 3:1 (2:0) gegen den FC Watford am Dienstagabend.

Die Premier League hat über die Weihnachtstage und Silvester wie üblich ohne Winterpause durchgespielt – im Gegensatz zu anderen großen Ligen, die pausieren. "Ich weiß, dass die Show in England immer weitergehen muss", sagte Guardiola, "aber das ist nicht normal, Leute! Da müssen die Verantwortlichen drüber nachdenken."

Die Profis in der Liga spielten "elf Monate lang durch", klagte der Spanier. Die Spieler müssten geschützt werden: "Wir müssen über die Hauptdarsteller reden. Aber ich weiß, dass das nicht passieren wird."

ManCity hat seit Anfang Dezember zehn Pflichtspiele bestritten, davon acht in der Premier League. Der souveräne Tabellenführer holte sieben Siege und ein Unentschieden, der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Manchester United beträgt nach 22 Spieltagen 15 Punkte.

Erneut Führungswechsel in Kaiserslautern

Der abgeschlagene Zweitliga-Tabellenletzte 1. FC Kaiserslautern muss in der sportlichen Krise auch noch seine Führungsetage neu aufstellen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Thomas Gries wird den Verein verlassen. Das teilte der FCK am Mittwoch mit. Gries hatte im April 2016 die Nachfolge von Stefan Kuntz angetreten.

"Die vor uns liegenden Aufgaben bedingen gerade jetzt ein unbelastetes Führungs-Team, dem man das volle und nachhaltige Vertrauen schenkt, die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft des FCK zu treffen", sagte Gries. Dieses Vertrauen habe er "bei dem neu gewählten Aufsichtsrat nicht verspürt", daher mache er den Weg frei für eine personelle und strukturelle Erneuerung des Vorstandes.

Sein Nachfolger wird Finanzchef Michael Klatt. Satzungsgemäß wird laut Verein das bisherige Aufsichtsratsmitglied Jürgen Kind zudem "ehrenamtlich und kommissarisch die geforderte Position des zweiten Vorstandes" neben Klatt übernehmen. Bis dahin wird sein Aufsichtsratsmandat ruhen. Gries sah sich zuletzt immer wieder Kritik ausgesetzt. Unter anderem stockte die Suche nach Sponsoren und potenziellen Investoren.

Sportlich sieht es für Kaiserslautern düster aus. Der Traditionsverein hat in der 2. Liga nach 18 von 34 Spieltagen zehn Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Platz. Ein Abstieg könnte angesichts der Finanzprobleme auf Dauer den Abschied vom Profifußball bedeuten.

Reus beim BVB dabei, Aubameyang fehlt

Mit dem lange verletzten Nationalspieler Marco Reus, aber ohne Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang hat Borussia Dortmund als letzter Bundesligist die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen. Reus flog am Mittwoch nach siebenmonatiger Pause wegen seines im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) erlittenen Kreuzbandrisses mit ins Trainingslager nach Marbella. Der 28-Jährige könnte im Februar sein Comeback geben.

Auf Aubameyang muss Trainer Peter Stöger in den ersten Tagen in Spanien unterdessen verzichten. Der Gabuner nimmt an der Gala zur Preisverleihung zu "Afrikas Fußballer des Jahres" teil und stößt erst am Freitag zur Mannschaft.

Der Tabellendritte bestreitet im Trainingslager (bis 9. Januar) zwei Testspiele gegen Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (6. Januar) und den belgischen Pokalsieger SV Zulte Waregem (8. Januar). Der Rückrundenauftakt erfolgt am 14. Januar gegen den VfL Wolfsburg.

Darmstadt holt Bregerie zurück

Zweitligist Darmstadt 98 leiht Romain Bregerie vom Ligarivalen FC Ingolstadt aus. Der Innenverteidiger, der 2014/15 schon einmal für die Lilien gespielt hatte, erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. In Ingolstadt war der 31-jährige Franzose zuletzt nur noch Ergänzungsspieler. Sein letzter Liga-Einsatz war am 9. September.

Roggisch als Pokal-Losfee

Oliver Roggisch wird am 7. Januar die DFB-Pokal-Viertelfinals auslosen. Der Handball-Weltmeister von 2007 und heutige Manager der Nationalmannschaft zieht die Paarungen der Männer und Frauen im Rahmen der Sportschau (18 Uhr/ARD) im Deutschen Fußballmuseum Dortmund.

Die Männer-Viertelfinals werden am 6. und 7. Februar ausgetragen, die Halbfinals am 17. und 18. April. Das Endspiel im Berliner Olympiastadion findet am 19. Mai statt.

Die Frauen spielen ihre Viertelfinals am 14. März, gefolgt von den Halbfinals am 15. April und dem Finale in Köln (19. Mai).

Schalke holt Nürnbergs Teuchert

Schalke 04 hat den deutschen U21-Nationalspieler Cedric Teuchert von Zweitligist 1. FC Nürnberg verpflichtet. Der 20-Jährige erhält beim Tabellenzweiten einen Vertrag bis Juni 2021, sobald er den Medizincheck absolviert hat, wie Schalke mitteilte. Teuchert wird noch am Mittwoch ins Trainingslager der Gelsenkirchener ins spanische Benidorm reisen. Er kam bereits als 17-Jähriger erstmals in der 2. Liga zum Einsatz und erzielte für Nürnberg in 41 Spielen elf Tore. An Teuchert war bis zuletzt auch Werder Bremen interessiert.

"Wir haben uns intensiv um Teuchert bemüht und freuen uns sehr, dass er sich jetzt für einen Weg mit Schalke 04 entschieden hat", sagte Sportvorstand Christian Heidel. Schalke-Trainer Domenico Tedesco fügte hinzu: "Cedric ist ein junger, talentierter Spieler, der über eine freche Spielweise und einen guten Torriecher verfügt. Wir wollen, dass er mit uns gemeinsam den nächsten Schritt macht und sich entsprechend weiterentwickelt."

Teuchert trifft bei Schalke auf alte Bekannte aus Club-Zeiten: Im Sommer 2016 wechselte Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf aus Franken ins Ruhrgebiet, im Januar 2017 verpflichtete S04 den Nürnberger Torjäger Guido Burgstaller.

RB kauft Leipziger Stadion und will ausbauen

Die Red Bull Arena gehört RB Leipzig. Vorstandschef Oliver Mintzlaff bestätigte in einem Interview der "Bild"-Zeitung, dass der Verkauf des Leipziger Stadions perfekt ist. "Ja, nachdem wir im August unterschrieben haben, sind mittlerweile alle Bedingungen eingetreten, und der Kaufvertrag konnte vollzogen werden", sagte der 42-Jährige. Damit seien Red Bull und RB Leipzig die neuen Gesellschafter der Besitzgesellschaft.

Der Stadtrat hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres einem Besitzerwechsel zugestimmt. RB kaufte das für die WM 2006 in Deutschland für 116 Millionen Euro umgebaute ehemalige Zentralstadion von Michael Kölmel ab. Details wurden nicht bekannt.

RB will nun den geplanten Ausbau vorantreiben. Zunächst hatte es geheißen, das Fassungsvermögen der Arena solle von derzeit 42.558 auf rund 57.000 Zuschauer erhöht werden. Mintzlaff sagte nun: "Es ist noch offen, welche Kapazitätserweiterung wir letztendlich in der Red Bull Arena haben werden." Die Planungen sollen bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein. Der Verein hofft auf eine Baugenehmigung im Frühjahr, im Sommer sollen Mintzlaff zufolge die ersten Maßnahmen umgesetzt werden.

Augsburg bangt um Finnbogason

Der FC Augsburg bangt zum Rückrundenstart am 13. Januar gegen den HSV um Torjäger Alfred Finnbogason. Den 28 Jahre alten Isländer plagen Achillessehnenprobleme. "Da müssen wir vorsichtig sein. Beim Rückrundenstart wird er wohl nicht dabei sein", sagte FCA-Manager Stefan Reuter der "Bild"-Zeitung im Trainingslager der Schwaben auf der Kanareninsel Teneriffa.

Finnbogason fehlte dort beim ersten Training. "Ich muss von Tag zu Tag denken", sagte der Stürmer, der mit elf Treffern hinter Bayern Münchens Robert Lewandowski (15) und dem Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (13) drittbester Bundesliga-Torschütze der Hinrunde war.

Der FCA dünnt indes seinen riesigen Kader etwas aus. Georg Teigl und Tim Rieder sollen ausgeliehen werden. Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen wird der Österreicher Teigl bis Sommer 2019 zu Zweitligist Eintracht Braunschweig wechseln. Rieder soll beim polnischen Erstligisten Slask Breslau Spielpraxis sammeln. Beide reisten nicht mit ins Trainingslager. Dennoch hat Trainer Manuel Baum 33 Profis in Teneriffa dabei.

Heldt über Sané-Gerüchte: "Blödsinn"

Hannovers Manager Horst Heldt hat Gerüchte über einen Abgang von Abwehrspieler Salif Sané als "Blödsinn" bezeichnet. "Es gibt keine Anfrage", sagte Heldt der "Bild"-Zeitung. Der Spieler wolle die Niedersachsen nicht verlassen, und 96 habe auch nicht die Absicht, den Innenverteidiger gehen zu lassen. Als angeblicher Interessent war in den Tagen zuvor der englische Spitzenclub Tottenham Hotspur genannt worden.

Der 27 Jahre alte Senegalese hat beim Aufsteiger noch einen Vertrag bis 2020 - ab Sommer greift aber eine Ausstiegsklausel. Über deren Höhe machte der Club auf dpa-Anfrage keine Angabe. Medienspekulationen zufolge soll die Ablösesumme im Sommer bei acht bis elf Millionen Euro liegen.

Näher rückt indes ein Transfer von Verteidiger Josip Elez zu 96. Der 23-Jährige soll Medienberichten zufolge vom kroatischen Meister HNK Rijeka kommen. Hannover bestätigte Gespräche über einen möglichen Wechsel.

Irischer Profi räumt im Lotto ab

Der irische Profi Kevin O'Connor ist zu Weihnachten nachträglich besonders reich beschenkt worden. Wie nun bekannt wurde, hat der Verteidiger des englischen Zweitligisten Preston North End eine Million Euro in der irischen Weihnachtslotterie gewonnen.

"Wir haben am Montag gegen Middlesbrough gespielt, und ich habe überhaupt nicht mehr an die Verlosung gedacht", sagte O'Connor. Erst dank einer Erinnerung seiner Mutter, die mitbekommen hatte, dass das Gewinnerlos in ihrer Heimatstadt verkauft wurde, überprüfte der Defensivspieler die Zahlenfolge.

Der ehemalige irische U21-Spieler hatte ein Ticket für die Verlosung von seinem Onkel geschenkt bekommen. Das berichtete die Irish Times. Demnach habe er es dem Fußballer mit den Worten "ich wünsche Dir viel Glück" überreicht.

Der 22-jährige O'Connor hat seine Gewinnsumme am Dienstag in Dublin abgeholt und anschließend mit Familie und Freunden gefeiert. Seinen Job will er trotz des überraschenden Geldsegens nicht kündigen, stattdessen wird O'Connor am Mittwoch auf den Trainingsplatz seiner Mannschaft Preston North End zurückkehren.

Sportartikelhersteller setzen auf deutsche WM-Elf

Im neuen Jahr hoffen die Sportartikelhersteller wieder auf den Umsatzgiganten Fußball. Vor allem ein erfolgreiches Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland dürfte den Gewinn antreiben, wie Branchenvertreter meinen. Der Sprecher des Einkaufsverbunds Intersport, Michael Steinhauser, verwies auf die Folgen des WM-Siegs 2014. Damals habe es dank der Verkäufe des Deutschland-Trikots mit dem vierten Meisterstern noch einmal einen deutlichen Schub gegeben.

Hingegen würden die Olympischen Winterspiele, das zweite sportliche Großereignis in diesem Jahr, eher als Event gesehen, das für den Sport an sich begeistert und Aufmerksamkeit bringt, sagte Steinhauser. Allerdings könnten die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang dem einen oder anderen Zuschauer "den Antrieb geben, vielleicht noch mal die Skier herauszuholen und auf die Piste zu gehen - wenn das Wetter denn mitspielt."

Regensburg holt Spieler aus Lotte

Zweitligist Jahn Regensburg hat Hamadi Al Ghaddioui vom Drittligisten Sportfreunde Lotte verpflichtet. Der 27 Jahre alte Angreifer unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

"Mit Hamadi gewinnen wir einen körperlich robusten, ballsicheren und torgefährlichen Spieler für unsere Offensive hinzu", sagte Jahn-Geschäftsführer Christian Keller.

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