Eishockey

Crocodiles-Trainer Hohenberger von Talenten enttäuscht

 Verlangt mehr von seinen jungen Spielern: Crocodiles-Trainer Herbert Hohenberger, 48

Verlangt mehr von seinen jungen Spielern: Crocodiles-Trainer Herbert Hohenberger, 48

Foto: Witters

"Ich spreche so oft mit ihnen, aber es kommt nichts", sagt der Coach. Ein anderes Problem scheint vor dem Spiel gegen Essen gelöst.

Hamburg.  Herbert Hohenberger (48) bringt so schnell nichts aus der Fassung. Auf eine Sache reagiert der Trainer der Crocodiles Hamburg aber allergisch: wenn Spieler nicht für ihre Aufgabe brennen. Vor allem bei Talenten ärgert sich der Österreicher, der mit seinem Team in der Oberliga Nord auf die Moskitos Essen trifft (Fr, 20 Uhr, Eisland Farmsen): "Einige Spieler sind wissbegierig, wollen lernen, und einige sind einfach nur da."

Wer nicht hören will, muss fühlen. Bestes Beispiel bei den Crocodiles ist Richard Henze. Das Sturmtalent hatte in der Vorsaison ein solides Debüt im Herrenbereich, auf dem sich der 18-Jährige in dieser Spielzeit nun ausruht. Auch im Training drängt sich der Offensivspieler nicht auf. Die Folge: In den vergangenen Spielen bekam Henze keine Eiszeit. Eine erzieherische Maßnahme des Trainers: "Die Jungen müssen sich im Training anstrengen. Das tun sie nicht. Ich spreche so oft mit ihnen, aber es kommt nichts. Sie müssen zeigen, dass sie wollen."

Fan-Ärger war Missverständnis

Unterdessen hat sich der befürchtete neue Ärger unter den Fans als Missverständnis herausgestellt. Nach dem 2:1-Sieg am Dienstagabend gegen Halle hatte die Mannschaft beim Schlussjubel das Eis vorzeitig verlassen, nachdem sich Teile der Fans geweigert hatten, sich für die Feierlichkeiten zu den restlichen Anhängern zu stellen. Dies ist seit Saisonbeginn auf Initiative des Teams Usus, nachdem in der vergangenen Spielzeit nur vor der Kurve mit den alteingesessenen Fans gefeiert worden war.

Hintergrund für die Weigerung war allerdings kein neu aufgeflammter Konflikt zwischen den von den Freezers übergewanderten „Supporters“ und den langjährigen Crocos-Fans. Vielmehr hatte sich die Fangemeinde eine neue Jubelvariante ausgedacht, bei der die „Supporters“ wegen der besseren Beschallung in ihrer Kurve bleiben sollten. „Leider konnten wir das vor dem Spiel nicht mit dem Team klären, deshalb kam es zu dem Kommunikationsproblem. Es ist definitiv nicht so, dass sich die Supporter abgrenzen wollten“, erklärte der Fanbeauftragte. Im Heimspiel gegen Essen soll alles besser laufen.