Fußball-Ticker

Nagelsmann äußert sich nach Flaschenwurf auf Zuschauer

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Chelsea müht sich gegen Bournemouth

Der englische Meister FC Chelsea tut sich in der Premier League weiter schwer, konnte am Samstag aber dennoch einen knappen Erfolg verbuchen. Mit 1:0 (0:0) siegten die Blues auswärts beim abstiegsgefährdeten AFC Bournemouth. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte der Belgier Eden Hazard in der 51. Minute. Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger stand in der Startelf.

Chelsea stand nach dem Sieg am Samstag auf Platz vier der Premier-League-Tabelle, hatte aber weiterhin neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Manchester City, der sich zuvor mit 3:2 bei West Bromwich Albion durchgesetzt hatte.

Torhüter fliegt wegen Urinierens

Weil er sich während eines Spiels in der siebten englischen Liga erleichterte, wurde der neuseeländische Torhüter Max Crocombe am Sonnabend mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor Ende des Spiels zwischen Salford und Bradford im Norden Englands. Demnach habe der 24 Jahre alte Schlussmann von Salford an die Seite einer Tribüne uriniert. Das berichteten Augenzeugen übereinstimmend. Der Vorfall wurde anschließend auch von einem Zuschauer der Polizei gemeldet.

„Er wurde zweimal gewarnt, es nicht zu tun, und trotzdem hat er es gemacht und gepinkelt“, sagte Colin Barker vom gastgebenden Club Bradford Park Avenue: „Ich habe es selbst nicht gesehen, aber der Schiedsrichter hat ihn definitiv deswegen vom Platz geschickt. Er wurde vom Linienrichter auf den Vorfall hingewiesen.“

Warum Crocombe seine Notdurft noch während der Begegnung verrichtete, wurde zunächst nicht bekannt. Der Vorfall ereignete sich in der 86. Minute, Salford gewann das Spiel mit 2:1.

Nagelsmann trifft Zuschauer mit Flasche

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hat sich nach der 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach für einen missglückten Flaschenwurf entschuldigt. „Ich hatte heute eine sehr dämliche, dumme Aktion“, sagte der 30-Jährige bei der Pressekonferenz nach dem Bundesliga-Spiel. Nagelsmann wollte nach dem Ausgleich der Gladbacher vor lauter Wut eine Trinkflasche an die Wand hinter der Trainerbank feuern. Sie rutschte ihm jedoch aus den Fingern, touchierte kurz die Überdachung der Trainerbank und flog hoch in die Zuschauerränge. Dort traf sie einen Mann direkt am Kopf.

Kurz nach dem Schlusspfiff war Nagelsmann zu dem Zuschauer geeilt, entschuldigte sich und umarmte ihn. „Es tut mir leid. Das war eine dumme Aktion, die mir nicht passieren darf - und auch nicht mehr passieren wird.“ Der Mann blieb offenbar unverletzt. Er erwiderte jedenfalls lächelnd die Umarmung des Hoffenheimer Trainers.

Klopp schlägt Freund Wagner klar

Im Premier-League-Duell der deutschen Trainer hat Jürgen Klopp einen klaren Sieg gegen seinen Freund David Wagner gefeiert. Klopps FC Liverpool schlug den Aufsteiger Huddersfield Town von Coach Wagner 3:0 (0:0). Daniel Sturridge (50. Minute), Roberto Firmino (58.) und Georginio Wijnaldum (75.) trafen in Anfield für die Reds, die auf den angeschlagenen Brasilianer Philippe Coutinho verzichten mussten. In der ersten Hälfte der Partie war Liverpool-Stürmer Mohamed Salah (42.) mit einem Foulelfmeter an Huddersfield-Keeper Jonas Lössl gescheitert.

Liverpool war in der Premier-League-Tabelle nach dem Sieg zunächst Sechster. Huddersfield stand auf Platz elf. Spitzenreiter blieb Manchester City, dass sich dank Toren von Leroy Sané (10.), Fernandinho (15.) und Raheem Sterling (64.) mit 3:2 (2:1) bei West Bromwich Albion durchsetzte. Auch der FC Arsenal feierte einen Sieg. Die Gunners gewannen mit Mesut Özil und Per Mertesacker 2:1 (0:1) gegen Swansea City.

Celtic verpatzt Generalprobe vor Bayernspiel

Drei Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern hat der schottische Tabellenführer Celtic Glasgow in der heimischen Liga einen Sieg verpasst. Gegen den Tabellenvorletzten FC Kilmarnock kam das Team von Trainer Brendan Rodgers nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Leigh Griffiths (43. Minute) hatte Celtic zunächst zwar in Führung geschossen. Doch eine gute Viertelstunde später erzielte Jordan Jones (60.) den Ausgleich für Kilmarnock.

Die erste Champions-League-Begegnung zwischen Bayern München und Celtic Glasgow hatten die Bayern am 18. Oktober mit 3:0 gewonnen.

ManUnited schlägt Spurs im Topspiel

Manchester United hat eine Woche nach der ersten Saisonniederlage bei Aufsteiger Huddersfield Town einen wichtigen Erfolg in der Premier League gefeiert. Gegen den zuvor punktgleichen Tabellennachbarn Tottenham Hotspur setzten sich die Red Devils am Sonnabend vor eigenem Publikum mit 1:0 (0:0) durch. Den entscheidenden Treffer im verregneten Old Trafford erzielte der eingewechselte Franzose Anthony Martial in der 81. Minute. Manchester United blieb durch den Sieg auf Platz zwei und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter Manchester City zumindest vorläufig auf zwei Punkte. Tottenham blieb Dritter.

United-Coach José Mourinho musste verletzungsbedingt auf Paul Pogba und Marouane Fellaini verzichten. Spurs-Trainer Mauricio Pochettino musste ohne seinen bisher achtmal erfolgreichen Toptorjäger Harry Kane auskommen, der wegen Beschwerden im Oberschenkel fehlte.

200 BVB-Fans lauern Wolfsburgern auf

Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben eine Auseinandersetzung zwischen Fußballfans von Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg verhindert. Rund 200 BVB-Fans hätten am Bahnsteig in Porta Westfalica auf einen Zug mit knapp 300 VfL-Fans gewartet, sagte ein Polizeisprecher. Er sprach von einer „gezielten Aktion der Dortmund-Fans“, von denen eine „erhebliche Anzahl“ vermummt gewesen sei. Polizisten, die den Zug der Wolfsburg-Fans begleiteten, hätten jedoch eine Auseinandersetzung verhindert. Verletzt wurde niemand. Ein Tatverdächtiger wurde von der Polizei gestellt.

Die rund 200 BVB-Fans reisten anschließend weiter zum Auswärtsspiel ihres Vereins nach Hannover. Dort wurde ihre Identität festgestellt. Sie erhalten nach Angaben der Polizei ein sogenanntes Betretungsverbot für Niedersachsen und werden zurück nach Nordrhein-Westfalen begleitet. Die Wolfsburg-Fans reisten weiter nach Gelsenkirchen zum Auswärtsspiel bei Schalke.

Drittliga-Tabellenführer Paderborn verliert

Tabellenführer SC Paderborn hat am 14. Spieltag der 3. Liga Federn lassen müssen. Die Paderborner verloren bei Carl Zeiss Jena mit 1:3 (0:2). Dagegen verbesserte sich Fortuna Köln durch ein 2:1 (0:1) gegen die Würzburger Kickers zunächst auf den zweiten Platz und schob sich am 1. FC Magdeburg vorbei. Der Rückstand auf Paderborn beträgt allerdings noch vier Zähler.

Der VfL Osnabrück stoppte durch ein 4:0 (2:0) gegen den FSV Zwickau seine Talfahrt und schob sich mit 13 Punkten wieder in Richtung der Nichtabstiegsplätze. Der SV Meppen verpasste die Chance, durch ein 0:2 (0:1) beim Halleschen FC Boden auf die Spitzenteams wettzumachen. Die SG Sonnenhof Großaspach holte dagegen durch ein 2:0 (2:0) bei den Sportfreunden Lotte einen Dreier und verbesserte sich ins Mittelfeld. Der VfR Aalen setzte sich zu Hause gegen Werder Bremen II 1:0 (1:0) durch.

Für Jena trafen Christian Strohdiek (17.) per Eigentor, Marisu Grösch (22) und Maximilian Wolfram (64.). Marlon Ritter (63.) gelang das zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstor für den SC. In Köln erzielte Marco Königs (2.) früh das Führungstor für die Kickers. Daniel Keita-Ruel (55.) zeichnete für den Ausgleich der Hausherren verantwortlich. Markus Pazurek (58., Foulelfmeter) sorgte für das 2:1 der Fortunen.

Für Osnabrück waren Jules Reimerink (19.), Marcos Alvarez (45.), Adam Susac (58.) und Marc Wachs (72.) erfolgreich. In Halle markierte Martin Röser (6.) das Führungstor für die Gastgeber gegen Meppen. Klaus Gjasula (50.) erhöhte auf 2:0. Sascha Traut (40.) stellte mit seinem Tor die Weichen auf Sieg für Aalen gegen die zweite Mannschaft von Bremen.

Am Freitag war Rot-Weiß Erfurt noch tiefer in den Abstiegskampf gerutscht. Die Thüringer verloren 0:1 (0:0) beim Chemnitzer FC und blieben im sechsten Spielen in Serie sieglos. Aufsteiger SpVgg Unterhaching kassierte mit 0:3 (0:1) gegen Hansa Rostock nach fünf Siegen in Serie einen herben Dämpfer.

Sammer kritisiert Bayern-Mittelfeld

Ex-Nationalspieler Matthias Sammer sieht aufgrund der Leistung im Pokalspiel bei RB Leipzig noch deutliches Steigerungspotenzial bei Bayern München. "Bayern ist nach wie vor eine Spitzenmannschaft, aber sie müssen noch viele Dinge verbessern: Ihre Geschlossenheit, ihre Abläufe, ihre Selbstsicherheit und insbesondere im zentralen Mittelfeldbereich. Das wirkt unrund und nicht abgestimmt. Ich sehe da große Reserven", sagte der Europameister von 1996 am Freitagabend bei Eurosport.

Am Sonnabendabend treffen die Bayern im Bundesliga-Spitzenspiel (18.30 Uhr/Sky) erneut auf den Vizemeister aus Leipzig. Im DFB-Pokal hatten die Bayern am Mittwoch durch ein 5:4 im Elfmeterschießen glücklich die Oberhand behalten. Die Sachsen mussten ab der 54. Minute nach der Gelb-Roten Karte für Naby Keita in Unterzahl spielen.

Sammer war angetan von der Vorstellung von RasenBallsport: "Von der Art und Weise, von der Ausstrahlung und von der Stabilität war es ein richtiger Schritt nach vorn. Das war beeindruckend."

Höwedes kurz vor dem Juve-Debüt

Benedikt Höwedes kann bei Italiens Fußball-Meister Juventus Turin nach überstandener Oberschenkelverletzung offenbar in Kürze seinen Einstand feiern. "Nächste Woche ist Benedikt zum Debüt bereit", sagte Juve-Coach Massimiliano Allegri in italienischen Medien zur Situation des vor gut zwei Monaten vom Bundesligisten Schalke 04 ausgliehenen Abwehrspielers.

Turin empfängt am 5. November (Sonntag) das momentan noch punktlose Schlusslicht Benevento Calcio. Der letzte Auftritt der "Alten Dame" im Oktober am Samstag beim AC Mailand hingegen kommt für Höwedes laut Allegris Einschätzung noch zu früh.

Höwedes war Ende August aufgrund mangelnder Perspektiven unter Schalkes neuem Trainer Domenico Tedesco nach Turin gewechselt. Allerdings ist der 29-Jährige seitdem beim Klub seines Weltmeister-Kollegen Sami Khedira wegen Verletzungsproblemen noch nicht zum Einsatz gekommen.

Turin hatte sich im Leihgeschäft mit Höwedes auch eine Kaufoption für den Verteidiger gesichert. Juve kann allerdings von einer endgültigen Verpflichtung zurücktreten, wenn Höwedes in der laufenden Saison nicht mindestens 25 Spiele für Turin bestreiten sollte.