Fußball-Ticker

DFB-Vize: Auftritt von Helene Fischer "vielleicht blauäugig"

| Lesedauer: 28 Minuten

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

BVB: Zorc dementiert Aubameyang-Gerüchte

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund hat Medienberichte dementiert, wonach der Abgang von Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang unmittelbar bevorstünde. „Bis jetzt liegt uns nicht ein offizielles Angebot von welchem Club auch immer auf der Welt vor“, sagte Zorc den „Ruhr-Nachrichten“.

Französische und englische Medien hatten am Mittwoch gemeldet, dass Aubameyang für 70 Millionen Euro vom DFB-Pokalsieger zu Paris St. Germain wechseln würde. Der Gabuner, der beim BVB noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, hatte seine Zukunft stets offengehalten.

DFB-Vize räumt Fehler wegen Fischer ein

DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat sich zum heftigen Pfeifkonzert beim Halbzeitauftritt von Helene Fischer während des DFB-Pokalfinales zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt geäußert. „Wir waren letzte Woche der Meinung, dass die Fans das toll finden, das war vielleicht etwas blauäugig. Jetzt haben wir mitbekommen, dass es an diesem Samstag wohl nicht das Richtige war und daraus werden wir lernen und das auch gegebenenfalls nicht wiederholen“, sagte Koch bei "Sky Sport News HD". "Es bleibt der Umstand, dass die Gesellschaft eventisiert ist. Aber das Warnsignal ist auch ernst zu nehmen, wir dürfen es nicht überdrehen.“

Die Halbzeit-Show von Schlagerstar Helene Fischer im Pokalendspiel, das der BVB 2:1 gewann, wurde von lautstarken Schmähgesängen und einem Pfeifkonzert begleitet

Für Koch geht die wachsende Kritik am DFB und an der Kommerzialisierung des Fußballs nicht von der Mehrheit der Fans aus. „Wir haben eine überragende Mehrzahl an Fans, die sich für friedlichen Fußball einsetzen. Diejenigen, die dem DFB den Krieg erklären, sind diejenigen, die gestern in München die Sitze herausgerissen haben, auf den Platz geworfen haben, zehn Polizisten verletzt und sich am Tag zuvor in Braunschweig den Polizisten entgegengestellt haben.“

Beim Zweitliga-Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg hatten Ultras von 1860 München Sitzschalen, Stangen und andere Gegenstände in den Strafraum geworfen und eine 14-minütige Unterbrechung provoziert. Zuvor kam es in der Erstliga-Relegation gegen den VfL Wolfsburg zu einem Platzsturm durch Braunschweig-Anhänger.

Arminia verlängert mit Retter Saibene

Zweitligist Arminia Bielefeld hat nach der erfolgreichen Mission Klassenverbleib den Vertrag mit Retter Jeff Saibene verlängert. Der 48 Jahre alte Luxemburger unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Saibene hatte die Arminia am 19. März als vierter Trainer in dieser Saison übernommen und mit 14 Punkten und nur einer Niederlage in neun Spielen zum direkten Klassenverbleib geführt.

„Ich bin glücklich, dass wir uns einigen konnten und ich meine Arbeit bei Arminia fortsetzen kann“, sagte Saibene, der zuvor als Cheftrainer beim FC Thun, dem FC St. Gallen und dem FC Aarau in der Schweiz arbeitete. Geschäftsführer Samir Arabi erklärte: „Die Art und Weise, wie Jeff mit der Mannschaft und dem Trainerteam tagtäglich arbeitet, seine akribische Herangehensweise und nicht zuletzt das erfolgreiche Abschneiden im Saisonfinale haben uns bestätigt, in ihm den richtigen Cheftrainer gefunden zu haben. Gemeinsam möchten wir unsere Mannschaft kontinuierlich weiterentwickeln.“

Da Costa von Leverkusen nach Frankfurt

Abwehrspieler Danny da Costa wechselt von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Der 23-Jährige erhält beim Pokalfinalisten einen Vierjahresvertrag. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Da Costa kam in der abgelaufenen Saison nur dreimal in der ersten Liga zum Einsatz, nachdem er zuvor drei Jahre für den FC Ingolstadt aktiv war. „Danny ist für sein Alter ein sehr erfahrener Rechtsverteidiger, der bereits 103 Spiele in der 1. Bundesliga, der 2.Bundesliga, der Champions League und dem DFB-Pokal bestritten hat“, sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

Löw sieht Kroos und Khedira als CL-Entscheider

Bundestrainer Joachim Löw sieht Toni Kroos von Real Madrid und Sami Khedira von Juventus Turin als zwei Schlüsselspieler für das Endspiel in der Champions League. „Beide nehmen in ihren Teams eine sehr wichtige Rolle ein. Das ist natürlich auch für mich sehr erfreulich“, sagte Löw der Deutschen Presse-Agentur.

Titelverteidiger Kroos könnte am Samstag beim Finale in Cardiff zum dritten Mal in der europäischen Königsklasse triumphieren. „Toni Kroos konnte man zuletzt international einige Male bewundern. Mit welcher strategischen Klarheit er spielt und gleichzeitig mit welcher Kreativität und Phantasie, mit welcher guten Technik“, sagte der Bundestrainer.

Khedira, der mit Real Madrid im Jahr 2014 siegte, strebt nun mit dem italienischen Rekordchamp den Erfolg an. „Sami Khedira ist von der Persönlichkeit bei Juventus ganz hoch angesehen. Seine taktischen Fähigkeiten werden geschätzt, weil in Italien gerade die Finessen in diesem Bereich einen unglaublich hohen Stellenwert haben. Sami bringt Wucht und Dynamik ins Spiel, hat eine unglaubliche Erfahrung, Präsenz und Ausstrahlung“, erklärte Löw.

Osnabrück holt Danneberg aus Chemnitz

Drittligist VfL Osnabrück hat Mittelfeldspieler Tim Danneberg verpflichtet. Der 31-Jährige wechselt vom Chemnitzer FC zu den Veilchen und erhält einen Vertrag bis 2019. Zuvor hatte Danneberg seinen Kontrakt in Chemnitz aus familiären Gründen vorzeitig aufgelöst. "In Kürze werde ich zum zweiten Mal Vater und wollte als gebürtiger Mindener wieder näher an die Heimat", sagte er.

"Wir sind glücklich, dass wir mit Tim Danneberg einen Spieler mit so viel Erfahrung in der 3. Liga für den VfL begeistern konnten. Er kennt die Liga aus dem Effeff", sagte Lothar Gans, Leiter Profifußball beim VfL: "Durch seinen Wechsel werden wir variabler im Mittelfeld."

DFB-Vize Koch: Ismaik muss für 1860 zahlen

1860 München muss nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga womöglich um die Teilnahme an der 3. Liga bangen. "Die Lizenz ist nicht zu erlangen, ohne dass es zu weiteren Zahlungen von Herrn Ismaik kommt", sagte DFB-Vize Rainer Koch, gleichzeitg Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), am Mittwoch bei Sky Sport News HD.

Bis kommenden Freitag, 15.30 Uhr, müssen die Löwen ihre Unterlagen beim DFB eingereicht haben, diese würden dann bis spätestens Mitte Juni geprüft werden. Dazu sind, wie bereits seit Längerem bekannt, weitere finanzielle Mittel von Investor Hasan Ismaik erforderlich. Um bei einem Nichtabstieg eine Lizenz für die 2. Liga zu erhalten, hätte der jordanische Geschäftsmann bis Mittwoch (31. Mai) 21 Millionen Euro bereitstellen müssen.

Ismaik sei die "Schlüsselfigur", sagte Koch. Bis Freitag sei 1860 ein Drittligaverein, was er als BFV-Präsident allerdings sagen könne, sei, "dass wir gegebenenfalls auch Platz für eine 19. Mannschaft in der Regionalliga hätten".

Kiel holt Kinsombi aus Karlsruhe

Holstein Kiel hat Abwehrspieler David Kinsombi vom Karlsruher SC verpflichtet. Wie der Zweitliga-Aufsteiger aus Kiel am Mittwoch weiter bekanntgab, unterzeichnete der 21-Jährige bei den „Störchen“ einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Der Deutsch-Kongolese Kinsombi trug in der abgelaufenen Saison 26 Mal das Trikot des in die 3. Liga abgestiegenen KSC. Zuvor war er auch für Mainz 05, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Magdeburg im Einsatz.

„David besitzt für sein junges Alter bereits Erfahrung aus seiner Zeit in der 2. und 3. Liga“, sagte Holsteins Sportdirektor Ralf Becker. „Er passt sportlich und menschlich ausgezeichnet in unser Anforderungsprofil und ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung.“

Wenger bleibt doch bei Arsenal

Die seit 21 Jahren währende Ära Arsène Wenger beim englischen Pokalsieger FC Arsenal geht in die Verlängerung. Wie der Club der deutschen Weltmeister Per Mertesacker, Mesut Özil und Shkodran Mustafi am Mittwoch bestätigte, erhält der Teammanager einen neuen Zweijahresvertrag. Der Franzose wäre beim Ablauf des Kontrakts im Jahre 2019 70 Jahre alt.

"Ich liebe diesen Club und schaue mit Optimismus und Vorfreude in die Zukunft", sagte Wenger. Der amerikanische Mehrheitseigentümer Stan Kroenke betonte: "Unser Ziel ist es, die Premier League und andere große Trophäen in Europa zu gewinnen (...) und wir werden nicht ruhen, ehe wir das erreicht haben. Arsène ist die beste Person, um uns zu helfen, das zu schaffen."

Wenger hatte die ganze abgelaufene Saison über stark in der Kritik gestanden, am Ende verpasste er erstmals in seiner Zeit bei den Gunners die Top 4. Damit ist Arsenal nach 19 Jahren in der Champions League in der kommenden Spielzeit erstmals nicht mehr in der Königsklasse vertreten. Am vergangenen Wochenende rettete Arsenal die Saison aber mit dem FA-Cup-Triumph über den FC Chelsea (2:1).

Berichte: Aubameyang-Wechsel zu PSG perfekt

Der Wechsel von Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund) zum schwerreichen französischen Renommierclub Paris St. Germain ist laut übereinstimmenden englischen Medienberichten perfekt. Demnach soll der 27 Jahre alte Gabuner, der beim DFB-Pokalsieger einen Vertrag bis 2020 besitzt, für rund 70 Millionen Euro Ablöse Teamkollege von Weltmeister Julian Draxler und Torhüter Kevin Trapp werden. Eine Bestätigung des Transfers gab es indes bislang nicht.

Aubameyang wechselte 2013 vom französischen Erstligisten AS St.Etienne zum BVB. In 125 Pflichtspielen erzielte der Angreifer 85 Tore für die Schwarz-Gelben.

Bülow wechselt den Absteiger

Der Karlsruher SC verstärkt sich für die kommende Saison in der 3. Liga mit Kai Bülow. Wie der Zweitliga-Absteiger mitteilte, wechselt der 31-Jährige ablösefrei von 1860 München an den Wildpark. Der Vertrag des Defensivspezialisten, der am Dienstag mit den Löwen ebenfalls in die 3. Liga abgestiegen war, läuft bis zum 30. Juni 2019.

"Kai passt genau in unser sportliches Anforderungsprofil: Er bringt Erfahrung, körperliche Stabilität und Kopfballstärke mit", sagte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer über den Neuzugang.

Bei den Münchenern stand Bülow in 171 Zweitliga-Spielen auf dem Platz. Zuvor absolvierte er für Hansa Rostock 130 Partien in der Bundesliga und der 2. Bundesliga.

Offiziell: Schwarz Trainer von Mainz 05

Der bisherige U23-Trainer Sandro Schwarz ist bei Mainz 05 wie erwartet zum Chefcoach befördert worden. Das gaben die Rheinhessen am Mittwoch bekannt. Der 38-Jährige folgt auf Martin Schmidt, der zwei Tage nach dem letzten Saisonspiel am 22. Mai entlassen worden war.

Schwarz ist gebürtiger Mainzer. Er spielte in der Jugend und ab 2004 für die Profis im Mittelfeld des FSV, ehe er nach Stationen in Essen und Wiesbaden ins Trainergeschäft wechselte. 2013 kehrte er zu den 05ern zurück und trainierte bis 2015 die U19, dann bis zuletzt die zweite Mannschaft, mit der er aus der 3. Liga abstieg.

Traumtor von Ochs bei U-20-WM

Das war gerade noch rechtzeitig für eine mögliche Nominierung zur Wahl des "Tor des Monats" im Mai: Mit einem Traumtor hat sich Hoffenheims Philipp Ochs am Mittwoch bei der ARD-"Sportschau" beworben.

Der Stürmer traf in der 37. Minute des Achtelfinales der U-20-WM in Südkorea zum 1:0 der DFB-Auswahl gegen Sambia mit einem fulminanten Freistoß. Mit links wuchtete Deutschlands Nr. 10 den Ball aus halbrechter Position an die Unterkante der Latte, von wo der Ball ins Netz sprang.

Der Treffer war am Ende jedoch lediglich ein Trostpflaster auf das deutsche WM-Aus: In der Verlängerung verlor das Team von Trainer Gudio Streichsbier noch mit 3:4.

Brooks-Wechsel nach Wolfsburg perfekt

Der Wechsel des Innenverteidigers John Anthony Brooks von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg ist perfekt. Bei den Niedersachsen erhält der 24 Jahre alte US-Nationalspieler einen Vertrag bis 2022. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Berichten zufolge soll Berlin 20 Millionen Euro kassieren.

"Wir freuen uns sehr über die Verpflichtung von John Anthony Brooks. Mit ihm verstärkt ein hochtalentierter und ambitionierter Verteidiger unsere Defensive. Mit seinen 24 Jahren verfügt er zudem bereits über eine große Erfahrung", sagte VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe.

"Die Entscheidung, meine Geburtsstadt zu verlassen, fiel mir nicht leicht. Aber nach den Gesprächen mit Olaf Rebbe und Andries Jonker wollte ich unbedingt nach Wolfsburg wechseln, weil mich beide schnell von ihren Plänen mit dem VfL überzeugen konnten. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der VfL wieder an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen kann", sagte Brooks.

Fanprojekt-Leiter beklagt "ganze Menge Zynismus"

Die Gewalteskalationen von Fans sind nach Ansicht von Michael Gabriel, Leiter der Frankfurter Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), auch ein Problem des Fußballs selbst. „Mit Blick auf die Vermarktung des Fußballs ist da eine ganze Menge Zynismus mit im Spiel: Wenn man zur besseren Vermarktung die Emotionen auf die Spitze treibt und sich hinterher beschwert, dass die Fans ihre Emotionen nicht im Griff hatten“, sagte Gabriel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

„Das, was gestern bei 1860 München passiert ist, geht noch über den bitteren sportlichen Abstieg hinaus. Hier geht es um die Existenz eines ganzen Vereins“, sagte der Sportwissenschaftler. „Es sind die Fans, die das Spiel durch ihre Emotionen mit Bedeutung aufladen. Es wird aber viel zu oft missachtet, dass der Fußball und die Vereine vom Engagement ihrer Fans leben“, sagte Gabriel. Für die Anhänger sei ein drohender Abstieg eine existenzielle Frage. „Und das wird in der überflüssigen Relegation noch einmal auf die Spitze getrieben.“

Hannover bedient sich in Hoffenheim

Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96 steht vor der Verpflichtung von Pirmin Schwegler von 1899 Hoffenheim. Die 96er twitterten am Mittwoch ein Bild vom Medizincheck. Der Vertrag des 30 Jahre alten Mittelfeldspielers läuft bei den Kraichgauern aus, er kann ablösefrei wechseln. In der vergangenen Saison kam Schwegler auf zehn Liga-Einsätze für Hoffenheim.

Der Schweizer wäre nach Matthias Ostrzolek (Hamburger SV) und Michael Esser (Darmstadt 98) der dritte Zugang der Niedersachsen.

Anklage gegen Großkreutz-Prügler

Nach der Prügelattacke auf Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen zwei junge Männer erhoben. Einem 17- und einem 18-Jährigen werde gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, sagte Behördensprecher Jan Holzner am Mittwoch, nachdem die „Bild“-Zeitung darüber berichtet hatte.

Großkreutz war bei einer nächtlichen Party-Tour in Stuttgart Ende Februar in eine Schlägerei verwickelt worden. Der 18-Jährige soll den Fußballprofi mit der Faust geschlagen haben, der heute 17-Jährige soll ihn getreten haben. Großkreutz sei kurzzeitig bewusstlos gewesen, sagte Holzner. Er musste ins Krankenhaus.

Die beiden einschlägig vorbestraften Verdächtigen sitzen in Haft. Laut Staatsanwaltschaft bestreiten sie die Tat. Die Schlägerei veranlasste den damaligen Zweitligisten VfB Stuttgart, sich von Großkreutz zu trennen. Der 28-Jährige ist von der kommenden Saison an bei Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 unter Vertrag.

Forciert Forsbergs Berater einen Wechsel?

Der Berater von RB-Leipzig-Star Emil Forsberg (25) hat offen mit einem Wechsel seines Klienten zu einem europäischen Topclub kokettiert. Der schwedischen Zeitung Aftonbladet sagte Hasan Cetinkaya: "Ich werde nie kommentieren, um welche Vereine es sich handelt – aber es gibt große Clubs, die sehr an Emil interessiert sind. Er hat in Deutschland Geschichte geschrieben."

Zwar schloss Cetinkaya einen Verbleib des bis 2021 vertraglich gebundenen Schweden in Leipzig nicht aus, forderte für diesen Fall jedoch ziemlich unverblümt eine Gehaltsaufstockung für seinen Schützling: "Natürlich weiß RB, dass sie zusehen müssen, dass Emil zufrieden ist, wenn sie ihn behalten wollen. Er hat dem Verein bislang alles zehnfach zurückbezahlt. Vielleicht ist es für ihn jetzt an der Zeit, sich einmal in einem der großen Clubs zu beweisen."

Als mögliche Interessenten brachte Aftonbladet unter anderem Bayern München, den FC Arsenal und den FC Liverpool ins Gespräch. Forsberg führte den Aufsteiger RB Leipzig in der zurückliegenden Bundesliga-Saison mit acht Treffern und 22 Torvorlagen in 30 Einsätzen sensationell zur Vizemeisterschaft.

Alex Meier will weitermachen

Für Eintracht Frankfurts Torjäger Alex Meier ist ein Karriereende weiter kein Thema. Auch nach einem Triumph im DFB-Pokal-Finale, das seine Mannschaft mit 1:2 gegen Borussia Dortmund verlor, wäre der 34-Jährige nicht zurückgetreten. „Überhaupt nicht, dazu habe ich viel zu viel Spaß am Fußball“, sagte Meier auf eine entsprechende Frage der „Bild“-Zeitung. „Außerdem bin ich wieder gesund. Es würde gar keinen Sinn machen, aufzuhören.“

Meier litt zuletzt unter einer Fersenverletzung und war unter Trainer Niko Kovac nicht mehr Stammspieler. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. „Ich bin zwar 34, aber ich glaube, es wird hier eh viel zu viel über mein Alter geredet und als Argument genommen“, sagte der Erstliga-Torschützenkönig von 2015. „Und ob man nun 18 oder 34 ist, sollte egal sein. Hauptsache, man istfit – und das bin ich!“

1860 einigt sich mit Runjaic

1860 München hat alle Vorwürfe gegen Ex-Trainer Kosta Runjaic fallen gelassen und sich mit dem Coach "einvernehmlich" auf die Beendigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses geeinigt. Das teilte Runjaics Anwalt am Mittwoch mit. Der Kontrakt wird demnach zum 30. Juni 2017 aufgelöst.

Runjaic (45) hatte im Juni 2016 bei den Löwen einen Zweijahresvertrag unterschrieben, war aber bereits Ende November von seiner Tätigkeit freigestellt worden. Der Klub hatte daraufhin versucht, ihm vereinsschädigendes Verhalten nachzuweisen.

"Im Zuge der nun erzielten Einigung stellt der TSV 1860 München klar, dass sich Kosta Runjaic jederzeit absolut loyal gegenüber dem Verein verhalten hat", hieß es nun in der Erklärung. Die im Rahmen der auch vor Gericht geführten Auseinandersetzung vonseiten der Sechziger erhobenen Vorwürfe seien "vollumfänglich zurückgenommen" worden.

Zieler denkt auch an Bundesliga-Rückkehr

Nach seiner unbefriedigend verlaufenen Saison in der Premier League denkt Ron-Robert Zieler über eine Rückkehr in die Bundesliga nach. "Ich verfolge, was in Deutschland passiert. Eine Rückkehr in die Bundesliga ist für mich durchaus vorstellbar“, sagte der Ex-Torwart von Hannover 96 in einem Interview des Portals „Sportbuzzer“. Aktuell führe er Gespräche mit der Vereinsführung von Leicester City.

Zielers Vertrag beim letztjährigen englischen Meister läuft noch bis 2020. Nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer von Hannover nach Leicester konnte sich Zieler gegen seinen Kontrahenten Kasper Schmeichel aber nicht durchsetzen und saß meist auf der Bank.

"Jeder, der mich kennt weiß, dass es mein Anspruch ist zu spielen. Daran hat sich auch nach einem Jahr Premier League nichts geändert", sagte Zieler. "Natürlich mache ich mir meine Gedanken. In dieser Saison habe ich 13 Partien für Leicester absolviert, ich durfte Champions League spielen. Ich mache aber keinen Hehl daraus, dass es für mich zu wenig war, um zufrieden zu sein. Ich will regelmäßig spielen.“ Zieler absolvierte bislang sechs Länderspiele und stand beim WM-Titelgewinn 2014 im Kader der deutschen Nationalmannschaft.

DFB-Pokal erst ab September?

Die Diskussion über eine mögliche Reform des DFB-Pokals könnte dazu führen, dass die erste Runde erst im September angepfiffen wird. Das berichtet die "Sport Bild" mit Verweis auf die Gespräche zwischen DFL und DFB. Bislang startet der Pokal vor der Liga im August.

Der Vorteil für die großen Clubs wäre, dass sie sich im Sommer noch länger im Ausland präsentieren können. Zuletzt war berichtet worden, dass die DFL den Pokal ab der Saison 2019/20 (bis dahin laufen die aktuellen TV-Verträge) von derzeit 64 auf 182 Mannschaften und auf acht statt sechs Runden aufstocken will. Offizielle Ergebnisse der Spitzengespräche gibt es noch nicht.

Spalletti will Rüdiger mit zu Inter lotsen

Nationalspieler Antonio Rüdiger steht offenbar vor einem Wechsel von AS Rom zu Inter Mailand. Das berichtet der Corriere dello Sport. Der italienische Trainer Luciano Spalletti, der sich am Dienstag von der Roma trennte, will ebenfalls bei Inter anheuern und seine bisherigen Schützling Rüdiger mit zu den Lombarden nehmen.

70 Millionen Euro sei Inter bereit, auf den Tisch zu legen, um Rüdiger und den belgischen Mittelfeldspieler der Roma, Radja Nainggolan, zu verpflichten, schrieb der Corriere. Rüdiger wird vom Mailänder Klub auf rund 35 Millionen Euro taxiert.

Nach einem Kreuzbandriss, der ihn die EM-Teilnahme 2016 kostete, und einer langen Pause spielte Rüdiger seit Oktober kontinuierlich wieder für die Roma. Der 24-Jährige hatte unter Trainer Spalletti einen Stammplatz bei der Roma.

Inter hatte Anfang Mai Trainer Stefano Pioli entlassen. Der 51-Jährige wurde für die restlichen Saisonspiele durch Nachwuchscoach Stefano Vecchi ersetzt. Inter schloss die Serie-A-Saison auf Platz sieben ab und verfehlte die Saisonziele klar.

Pogatetz zurück nach Österreich

Abwehrspieler Emanuel Pogatetz wechselt ablösefrei vom Zweitligisten Union Berlin in seine österreichische Heimat, zum Erstliga-Aufsteiger Linzer ASK. Das gab der Verein auf seiner Homepage bekannt.

Der 61-malige österreichische Nationalspieler Pogatetz, der in seiner Karriere unter anderem für Bayer Leverkusen, Hannover 96, VfL Wolfsburg und den 1. FC Nürnberg aktiv war, unterzeichnete in Linz einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. In der abgelaufenen Saison absolvierte der 34-Jährige sechs Zweitliga-Partien für Union.

Fünf Abstiege für 1860 München

Mit der 0:2 (0:2)-Pleite im Relegations-Rückspiel gegen Jahn Regensburg sind beim ehemaligen deutschen Meister 1860 München gleich fünf Mannschaften abgestiegen. Neben der Profimannschaft, die erstmals seit der Saison 1992/93 (damals Bayernliga) wieder in der 3. Liga antreten muss, traf es am Dienstagabend auch die U21.

Diese wurde in der Regionalliga Bayern zwar souverän Vize-Meister vor der Reserve des Stadtrivalen FC Bayern, muss aber in die 5. Liga, weil der DFB zwischen erster und zweiter Mannschaft einen Abstand von zwei Ligen vorschreibt. Einzige Ausnahme: Die Profis spielen in der 2. Liga und die Amateure in Liga 3.

Zuvor waren bereits die U19 und die U17 der über Jahre für ihre überaus erfolgreiche Nachwuchsarbeit gerühmten Löwen jeweils als Tabellenvorletzte aus der Junioren-Bundesliga Süd/Südwest abgestiegen. Und: Wegen des Absturzes der U17 muss auch deren Reserve, die U16, aus der Bayernliga absteigen - trotz Platz sieben in der abgelaufenen Saison.

Der Zwangsabstieg der U21 der Löwen hat aber auch Gewinner: Regionalligist SV Schalding-Heining entgeht dadurch der Relegation, in der stattdessen der eigentlich als Tabellen-17. direkt abgestiegene SV Seligenporten ran darf.

Kroos will Karriere in Madrid beenden

Toni Kroos plant bis zum Ende seiner Laufbahn keinen Vereinswechsel mehr. "Die Karriere bei Real Madrid zu beenden, ist auf jeden Fall meine Idee", sagte der deutsche Nationalspieler vom spanischen Meister der "Bild"-Zeitung.

Kroos (27) spielt seit drei Jahren für die Königlichen, am Sonnabend (20.45 Uhr/ZDF und Sky) geht es für den Mittelfeldspieler im Finale von Cardiff gegen Juventus Turin um das "Triple" in der Champions League. "Mein dritter Titel in der Königsklasse - schön wäre es und ich habe nichts dagegen", so Kroos. Es sei schließlich "mit das Größte, was man als Fußballer schaffen kann."

Da beim Gegner Sami Khedira spielt, geht auf jeden Fall ein deutscher Weltmeister als Sieger vom Platz. "Es ist nicht unmöglich, dass sich unsere Wege kreuzen", sagte Kroos: "Ich freue mich für Sami, dass er in Italien schon zwei Titel geholt hat. Wenn er nicht unser Gegner wäre, würde ich ihn auch den dritten gönnen." Turin wurde in diesem Jahr bereits Meister und Pokalsieger.

Bayern viertwertvollster Club Europas

Bayern München ist unter den wertvollsten Fußballclubs in Europa weiter die Nummer vier. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Bei der Untersuchung wurden die Einnahmen der Spielzeiten 2014/15 und 2015/16, die Erfolge in den europäischen Wettbewerben und die Popularität in sozialen Medien berücksichtigt.

Manchester United, Rekordmeister in England, wird von KPMG mit einem Wert von rund drei Milliarden Euro auf dem ersten Platz geführt, dahinter folgen die spanischen Schwergewichte Real Madrid (2,9) und FC Barcelona (2,7). Beim FC Bayern beträgt die theoretische Kaufsumme laut der Analyse 2,4 Milliarden Euro.

Aufstiegsheld Wagner in Leverkusen gehandelt

Nach dem überraschenden Aufstieg mit Huddersfield Town in die englische Premier League will der deutsche Trainer David Wagner zeitnah über seine Zukunft entscheiden. "Ich setze mich in den nächsten Tagen mit meinem Besitzer zusammen, weil wir durch den Aufstieg eine ganz andere Situation haben. Dann müssen wir schauen, wie er darüber denkt. Danach entscheide ich, wie es weiterläuft", sagte Wagner der "Bild"-Zeitung.

Das Blatt konfrontierte den besten Kumpel von Trainerkollege Jürgen Klopp vom FC Liverpool auch mit einem angeblichen Interesse Bayer Leverkusens. "Ich lese auch die deutschen Zeitungen. Deshalb weiß ich, dass mein Name in dem Zusammenhang schon gefallen ist", sagte der 45-Jährige.

Bislang habe sich Wagner jedoch angeblich noch nicht mit einem möglichen Engagement beim Werksclub beschäftigt. "Ich feiere jetzt und lasse mir mit allem anderen Zeit. Ich habe das alles ganz weit von mir weggelegt. Die Geschichte bis gestern war so groß, da wollte ich mich total darauf konzentrieren", sagte Wagner, der den Aufstieg mit den Terriers am Sonntag durch einen Erfolg im Play-off-Finale in Wembley gegen den FC Reading (4:3 i.E.) perfekt gemacht hatte.

( sid/dpa/HA )

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