Fußball-Ticker

Dank Saúl Ñíguez – Atlético schaltet Leicester aus

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Atlético steht im Halbfinale

Atlético Madrid hat erneut das Halbfinale der Fußball-Champions-League erreicht. Dem Vorjahresfinalisten reichte nach dem 1:0-Hinspielsieg in der vergangenen Woche im Viertelfinal-Rückspiel am Dienstag bei Leicester City ein 1:1 (1:0).

Saúl Ñíguez brachte die Gäste aus der spanischen Hauptstadt in der 26. Minute in Führung. Der Mittelfeldspieler hatte nach einer Flanke von Filipe Luís im Strafraum viel Platz und traf per Kopf ins Eck. Bei Leicester, das ohne den gelbgesperrten früheren deutschen Nationalspieler Robert Huth auskommen musste, vergaben der ehemalige Mainzer und Stuttgarter Shinji Okazaki (21.), Riyad Mahrez (34.) und Ben Chilwell (51.) gute Tormöglichkeiten, ehe Jamie Vardy zum Ausgleich traf (61.).

Der Tabellenzwölfte der englischen Premier League machte anschließend Druck, kam zu weiteren Möglichkeiten, erzielte aber kein Tor mehr. Das Halbfinale wird am Freitag im schweizerischen Nyon ausgelost.

Hecking kritisiert Dahouds Wechsel

Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking hat den Wechsel seines Mittelfeldspielers Mahmoud Dahoud im Sommer zum Bundesligarivalen Borussia Dortmund kritisiert. "Ich finde, dass der Schritt zum BVB nicht der beste für ihn ist – das habe ich ihm auch persönlich so gesagt", sagte der 52-Jährige in der "Sport-Bild".

"Mo ist ein toller Fußballer, aber er hat keine gute Vorrunde gespielt und sich jetzt mal stabilisiert. Es wäre gut gewesen, dies zunächst konstant zu bestätigen", sagte Hecking weiter und unterstrich, dass "ein weiteres Jahr in Gladbach sicher die bessere Lösung gewesen wäre". Vor dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Klubs am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) wünscht sich Hecking, dass die Fans den 21 Jahre alten Deutschsyrer nicht auspfeifen werden.

Bastia geht gegen Fans vor

Der SC Bastia hat nach den Ausschreitungen einiger seiner Fans im Spiel der französischen Ligue 1 gegen Olympique Lyon Anzeige erstattet. Das Spiel war nach Übergriffen auf Spieler der Gäste abgebrochen worden. Man habe Anzeige gegen unbekannt eingereicht und wolle in dem Verfahren als Nebenkläger auftreten, teilte der Club mit. Bastia kündigte auch Stadionverbote gegen alle Beteiligten an, die identifiziert werden. Zudem sollten die Sicherheitsvorkehrungen an einer Tribüne des Stadions Armand-Cesari verschärft werden.

Mehrere Dutzend Anhänger der korsischen Gastgeber waren vor der Partie am Sonntag auf den Rasen gestürmt und hatten Lyon-Spieler angepöbelt, die sich aufwärmten. Nachdem es in der Halbzeitpause erneut zu Auseinandersetzungen kam, stoppte die Profiliga LFP die Begegnung und kündigte eine Untersuchung an.

Schalke dreimal ohne Kehrer

FC Schalke 04 muss für zwei Spiele auf Thilo Kehrer verzichten. Der Verteidiger wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Begegnungen gegen Leipzig und Leverkusen gesperrt. Der 20-Jährige war am Sonntag bei der 1:2-Niederlage gegen Darmstadt 98 nach 81 Minuten wegen unsportlichen Verhaltens von Schiedsrichter Patrick Ittrich vom Platz gestellt worden. Auch im Europa-League-Spiel am Donnerstag gegen Ajax Amsterdam muss der U-21-Nationalspieler wegen einer Gelb-Sperre zuschauen.

Gibraltar erhält ein Uefa-taugliches Stadion

Die Nationalmannschaft von Gibraltar trägt ihre Länderspiele ab 2018 endlich in ihrem Heimatland aus. Der Fußballverband des britischen Territoriums (GFA) und die Regierung haben am Dienstag beschlossen, das städtische Victoria Stadium nach den internationalen Anforderung auf 8000 Plätze auszubauen. Seit der Aufnahme durch die Uefa 2013 trägt Gibraltar seine Spiele im portugiesischen Faro aus. So auch im Juni 2015 in der EM-Qualifikation gegen Deutschland (0:7).

Die GFA wird das Stadion für etwa 19 Millionen Euro von der Regierung kaufen und einen etwa ebenso hohen Betrag für die Modernisierung nach Uefa-Kategorie-4-Normen ausgeben. Finanziert wird das Projekt auch durch Hilfen von Uefa und Fifa. Derzeit fasst das Victoria Stadium nur 2500 Zuschauer.

Besonderer Appell an Fans von Schalke und Ajax

Zwei Tage vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Viertelfinale zwischen Schalke und Ajax Amsterdam (Donnerstag/21.05 Uhr/Sport1) hat die Polizei an beide Fan-Lager für ein friedliches Miteinander appelliert. „Wir bitten alle Fanverbände und jeden einzelnen Fußballfan, insbesondere nach den dramatischen Vorfällen in Dortmund, ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt und für Frieden und Sicherheit zu setzen“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei Gelsenkirchen auch mit Blick auf den Terroranschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund.

Die örtliche Behörde postete beim Kurznachrichtendienst Twitter sowohl auf Deutsch als auch auf Niederländisch einen Brief an die jeweiligen Fangruppen. Die Polizei rief zudem dazu auf, das Abbrennen von Pyrotechnik und das Zünden von Böllern zu unterlassen. Schalke hatte das Hinspiel in Amsterdam mit 0:2 verloren.

Beamte rekonstruieren Anschlag auf BVB-Bus

Genaue eine Woche nach dem Anschlag auf die Fußball-Profis von Borussia Dortmund hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag das Geschehen des Anschlags auf den Teambus des BVB durch Beamte des Bundeskriminalamtes und der nordrhein-westfälischen Polizei rekonstruieren lassen. Die für den Abend anberaumte Rekonstruktion diene der Nachzeichnung des Tatgeschehens vom 11. April 2017 und der Zuordnung von Tatspuren, hieß es in einer Pressemitteilung. Zuvor sei der Ort „weiträumig nach weiteren Tatspuren abgesucht worden“.

Bei dem Attentat vor dem Viertelfinalhinspiel der Champions League gegen AS Monaco war der BVB-Profi Marc Bartra am Handgelenk und Arm verletzt worden; der Spanier musste operiert werden. Ein Polizist, der den Bus auf dem Motorrad begleitete, erlitt ein Knalltrauma und einen Schock. Als Täter kommen Islamisten, Rechtsextremisten, gewaltbereite Fußballfans und Allgemein-Kriminelle infrage.

Schalkes Goretzka wirbt um Geschlossenheit

Leon Goretzka wirbt vor Schalkes Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Ajax Amsterdam um Geschlossenheit. „Jetzt Schuldige zu suchen, halte ich nicht für richtig. Wir sollten, wie Coke es gesagt hat, enger zusammenrücken. Das ist der richtige Ansatz“, sagte der 22 Jahre alte Olympia-Zweite am Dienstag auf die Frage, ob nach dem 1:2 der Königsblauen in Darmstadt drastische Maßnahmen getroffen werden müssten.

Coke hatte nach der Enttäuschung in Darmstadt erklärt, dass man allen Leuten zeigen müsse, „dass Schalke ein sehr großes Team“ sei. Der Bundesligaelfte hatte das Hinspiel gegen Ajax 0:2 verloren. Für das Spiel am Donnerstag (21.05 Uhr/Sport1) gegen den niederländischen Rekordmeister hat Trainer Markus Weinzierl weiterhin mit personellen Problemen zu kämpfen, vor allem in der Abwehr. Ob Weltmeister Benedikt Höwedes (Wadenprobleme) und Sead Kolasinac (Adduktorenprobleme), die in Darmstadt fehlten, gegen Amsterdam spielen können, ist noch nicht bekannt.

"Für uns": Klopps kleiner Denglisch-Ausflug

In der Premier League hat Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Durch den 1:0-Sieg an Ostersonntag bei West Bromwich sind die "Reds" seit sieben Spielen ungeschlagen und bis auf Champions-League-Platz drei vorgerückt. Entsprechend erfreut zeigte sich Klopp nach dem Spiel in der Pressekonferenz – in der sich der 49 Jahre alte Teammanager auch einen kleinen "Denglisch"-Ausflug erlaubte (zu hören nach 14 Sekunden):

Thon beschwört erneut Eurofighter-Mythos

Eurofighter-Kapitän Olaf Thon hat den Glauben an den Halbfinaleinzug von Schalke in der Europa League noch nicht aufgegeben. „So, wie das Spiel in Darmstadt und vor allem das Hinspiel gelaufen sind, muss man schon Optimist sein“, sagte Thon der Deutschen Presse-Agentur vor dem Viertelfinal-Rückspiel am Donnerstag (21.05 Uhr/Sport1 und Sky) gegen Ajax Amsterdam: „Aber das möchte ich gerne sein. Vielleicht kommt in diesem Spiel ja die Strahlkraft der Eurofighter zurück.“

Thon hatte die bis heute verehrte Generation 1997 zum Titel im Uefa-Cup geführt. Eine Wiederholung 20 Jahre später ist nach dem 0:2 in Amsterdam schwierig. „Das Hinspiel macht schon Sorge“, sagte Thon: „Es wird wahnsinnig schwer. Zumal bei Ajax in Lasse Schöne und Kasper Dolberg auch noch zwei wichtige Spieler zurückkommen.“

Die Chancen stünden „sicher bei unter 50 Prozent. Aber Schalke hat es in der Vergangenheit immer wieder geschafft, dann besonders stark zu sein, wenn keiner mehr einen Pfifferling auf sie gesetzt hat“.

Thon erinnerte auch an das Halbfinale 1997: „Da haben wir in Teneriffa durch einen von mir verschuldeten Elfmeter 0:1 verloren und sind durch ein 2:0 im Rückspiel dennoch weitergekommen.“ Die junge Mannschaft von Ajax sei „bei allem Elan auch verwundbar. Und wenn im Fußball die Jungen gegen die Alten spielen, gewinnen am Ende meistens die Alten“.

BVB in Monaco noch stärker geschützt

Nach dem Attentat auf die Spieler von Borussia Dortmund geht AS Monaco im zweiten Duell des Champions-League-Viertelfinales am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) auf Nummer sicher. "Dortmund hat nichts von uns gefordert, aber wir werden die Sicherheitsvorkehrungen um die Mannschaft und den Bus verstärken", kündigte Innenminister Patrice Cellario an.

Allerdings glaubt er nicht, dass es unter den Fans aus beiden Lagern ein Problem geben wird: "Nach der spontanen Gastfreundschaft im Hinspiel glauben wir nicht, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans kommen wird, aber wir passen natürlich auf." Beim Hinspiel hatten Anhänger der Dortmunder spontan französische Fans zu Übernachtungen eingeladen, nachdem die Begegnung aufgrund des Anschlags um einen Tag verlegt worden war.

Der BVB hat knapp 1000 Eintrittskarten für seine Anhänger von den Monegassen erhalten, allerdings werden rund 3000 Anhänger der Schwarz-Gelben im Stade Louis II erwartet.

Frings freut sich über Holland

Fabian Holland bleibt Darmstadt 98 auch im Falle eines Bundesliga-Abstiegs treu. Der Abwehrspieler verlängerte seinen Vertrag mit dem Tabellenletzten am Dienstag vorzeitig bis 2020. „Fabi ist ein Spieler, der in der Öffentlichkeit vielleicht nicht so im Fokus steht – aber umso wichtiger ist er für unser Team. Er spielt extrem konstant auf hohem Niveau“, sagte Trainer Torsten Frings. Der 26-Jährige kam 2014 von Hertha BSC zu den „Lilien“ und ist Stammspieler auf der linken Abwehrseite.

Grindel gegen Pokalfinale im Ausland

DFB-Präsident Reinhard Grindel (55) hat sich gegen die Austragung des Pokalfinales im Ausland ausgesprochen. "Das DFB-Pokalfinale ist hierzulande der Feiertag des Fußballs. Seit mehr als 30 Jahren und hoffentlich noch so lange wie möglich", ließ der DFB-Chef via Facebook verlauten: "Das DFB-Pokalfinale an einem festen Ort, nämlich in Berlin, auszutragen, ist eine tolle Erfolgsgeschichte, es ist zu einer eigenen Marke geworden. Das Berliner Olympiastadion ist als deutsches Wembley längst ein Mythos. Ein Mythos, der lebt."

Der neue adidas-Chef Kasper Rorsted hatte zuletzt für die Austragung wichtiger nationaler Spiele im Ausland geworben. "Was spricht dagegen, wenn künftig ein DFB-Pokalfinale statt in Berlin auch einmal in Shanghai ausgetragen würde", hatte der Däne, der dem Sportartikelhersteller seit Oktober 2016 vorsteht, der Süddeutschen Zeitung gesagt: "Ich befürworte das und sehe das als Chance."

Laut Rorsted habe die lokale und regionale Bindung für Proficlubs keine große Bedeutung mehr, außerdem ließen sich Fußballspiele durch die Digitalisierung überall auf der Welt live verfolgen.

Klopp adelt "heißen" Trainer Wagner

Jürgen Klopp traut seinem Trauzeugen David Wagner den Aufstieg in die Premier League zu - mit oder ohne Huddersfield Town. "Er ist der am heißesten gehandelte Trainer in England aktuell. Das freut mich persönlich extrem", sagte der Teammanager des FC Liverpool im Interview mit Sport1. Wagner kämpft derzeit mit Zweitligist Huddersfield um den Aufstieg.

"Jetzt ist das die Fußballsensation in England, vergleichbar mit Leicester letztes Jahr", sagte Klopp: "Etatmäßig sind sie komplett hinten dran in der Liga, mit vielen Leihspielern. Sie haben Spieler aus Deutschland geholt, die eingeschlagen haben wie eine Bombe. Sie haben der Liga echt Farbe gegeben."

Klopp (49) und Wagner (45) hatten beim FSV Mainz 05 zusammen gespielt. Als Klopp mit Borussia Dortmund Erfolge feierte, trainierte Wagner die zweite Mannschaft des BVB. Seit November 2015 ist er Teammanager in Huddersfield und liegt vier Spiele vor dem Ende der regulären Saison auf Kurs Relegation.

Künftiger Werderaner mit Ratten beworfen

Fans des dänischen Erstligisten Brøndby IF haben sich im Lokalderby gegen den FC Kopenhagen am Montagabend (0:1) zu einer besonders geschmacklosen Aktion hinreißen lassen. Als der schwedische FCK-Profi Ludwig Augustinsson einen Eckball ausführen wollte, warfen sie mehrere tote Ratten in dessen Richtung. "Das war richtig eklig", sagte der künftige Bremer Augustinsson, "ich hatte schon Bier und Münzen - aber Ratten? Das war über der Grenze."

Brøndby entschuldigte sich beim Rivalen und kündigte an, alles zu unternehmen, um die Übeltäter ausfindig zu machen. "Ratten - das ist so krass über der Grenze", sagte Sportdirektor Troels Bech: "Es ist ärgerlich, dass wir verloren haben, aber mindestens genau so ärgerlich, dass manche Zuschauer sich nicht zu benehmen wissen." Aber die Sicherheitsleute suchten bei der Einlasskontrolle eben "nach härteren Gegenständen als nach Pelztieren", fügte er an.

Kopenhagens Coach Ståle Solbakken (früher 1. FC Köln) regte als Reaktion augenzwinkernd eine "Sperre für die Ratten" an: "Ich glaube nicht, dass die Brøndby-Fans stolz darauf sind." Das Ekstrabladet kommentierte, das Spiel sei verfolgt worden von "23.405 Zuschauern - und vier toten Ratten". Glücklicherweise seien die Werfer "ähnlich treffsicher wie (die Brøndby-Stürmer) Pukki und Wilczek" gewesen.

Augustinsson, der im Sommer für 3,5 Millionen Euro an die Weser wechselt, führte den Eckball aus, nachdem er und sein Teamkollege Benjamin Verbic die Ratten weggekickt hatten. Der Slowene Verbic stellte den Sieg mit seinem Treffer sicher (65.), Titelverteidiger Kopenhagen um den Ex-Stuttgarter William Kvist führt die Tabelle nun mit zwölf Punkten Vorsprung auf den Zweiten Brøndby an.

BVB ohne neue Sorgen nach Monaco

Borussia Dortmund kann das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) beim AS Monaco ohne neue verletzte Profis bestreiten. Bis auf die Langzeitverletzten Mario Götze, André Schürrle und Sebastian Rode waren alle Spieler am Dienstagvormittag beim Abflug der Mannschaft dabei.

Der angeschlagene Sven Bender, der vier Tage zuvor beim 3:1 gegen Eintracht Frankfurt wegen Muskelbeschwerden ausgewechselt werden musste, trat die Reise ins Fürstentum ebenso an wie Marco Reus. „Die Mannschaft hat in der vergangenen Woche Außergewöhnliches geleistet. Das gibt ihr Kraft“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor dem Abflug mit Blick auf die Tage nach dem Sprengstoff-Anschlag auf den Mannschafts-Bus.

Zu den Aussichten, nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel doch noch das Halbfinale zu erreichen, meinte Watzke: „Wir sind keine Träumer. Wir wissen, dass die Chance klein ist - aber es gibt eine.“

Transfercoup für den VfB Lübeck

Regionalligist VfB Lübeck hat den österreichischen Nachwuchs-Nationalspieler Nico Löffler zur neuen Saison unter Vertrag genommen. Der 19 Jahre alte Offensivspieler wechselt vom Erstligisten FC Admira Wacker Mödling an die Lohmühle. Löffler, der bislang insgesamt 14 Spiele für die Nachwuchsteams der Alpenrepublik bestritt, unterschrieb für zwei Jahre beim Tabellen-Fünften.

Kahn verkennt Karlsruhes Lage

Ein Dauer-Poster ist Oliver Kahn wahrlich nicht. Der ehemalige Welttorhüter meldet sich meistens erst dann im Kurznachrichtendienst zu Wort, wenn er wirklich etwas zu sagen hat. Am Ostermontag war es wieder soweit: "Erst im Aufgeben liegt das wahre Scheitern. Ihr packt das noch", schrieb Kahn auf Twitter sowie auf Facebook. Doch der Kalenderspruch galt nicht etwa seinem langjährigen Arbeitgeber Bayern München vor der Wunder-Mission im Champions-League-Rückspiel bei Real Madrid, sondern Kahns Heimatverein Karlsruher SC.

Prompt wunderten sich dessen Anhänger in den sozialen Netzwerken über die mutmaßlich fehlgeleitete Aufmunterung. "Da leidet wohl jemand an Realitätsverlust", schrieb etwa einer bei Facebook. Zum Vergleich: Während die Bayern "nur" eine 1:2-Heimniederlage wettmachen müssen, sind des für den KSC in der Zweiten Liga bei fünf ausstehenden Spielen zehn Punkte Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz.

Möglicherweise möchte sich Kahn durch den verklärenden Tweet aber auch selbst oder seinen Vater in Position bringen – schließlich hatte Oliver Kahn schon einmal die Werbetrommel für einen KSC-Präsidenten Rolf Kahn gerührt. "Jetzt kommst du, wo es rum ist. Lachhaft, die Aussage!", lautete prompt einer der Kommentare auf Facebook: "Willst auf dich aufmerksam machen oder was läuft bei dir net richtig?"

Essien und Cole kicken ohne Erlaubnis

Die früheren Premier-League-Stars Michael Essien (34) und Carlton Cole (33) haben ihren ersten Einsatz in der indonesischen Liga am Sonnabend ohne Arbeitserlaubnis absolviert. Wie ihr Club Persib Bandung mitteilte, seien die notwendigen Dokumente noch nicht eingetroffen, Verband und Liga hätten jedoch die Spielerlaubnis erteilt.

Dennoch bat die Einwanderungsbehörde den Verein zu einem Gespräch, auf das Manager Umuh Muchtar verärgert reagierte. "Jeder weiß, dass Essien ein Weltklassespieler und kein illegaler Einwanderer ist", sagte Muchtar.

Der Ghanaer Essien, der zwischen 2005 und 2015 für den FC Chelsea, Real Madrid und den AC Mailand auflief, war seit seinem Weggang vom griechischen Klub Panathinaikos Athen im vergangenen Sommer vereinslos gewesen. Der Brite Cole spielte unter anderem für Chelsea und West Ham United. Beide unterzeichneten im März Verträge in Bandung, ihr erstes Spiel endete torlos.

Frankfurts Kovac vor "Matchball"-Spiel

Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac hält das nächste Heimspiel gegen den FC Augsburg für die wichtigste Partie der bisherigen Saison. „Wir wissen, dass das für uns ein Matchball ist“, sagte er zu Beginn der Trainingswoche vor der Partie am kommenden Sonnabend. „Wir können in diesem Spiel alles klarmachen, das heißt: Wir können mit einem Sieg den Klassenerhalt abhaken und uns danach vielleicht oder hoffentlich noch auf andere Ziele stürzen.“

Die Eintracht hat nach ihrer Negativserie in der Bundesliga-Rückrunde nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Dort steht der nächste Gegner Augsburg. „Nach zehn sieglosen Spielen wird es mal Zeit, dass wir wieder gewinnen“, sagte Kovac.

Pistorius will Polizeieinsätze weiter bezahlen

Auch nach dem brisanten Niedersachsen-Derby in Hannover will Innenminister Boris Pistorius (SPD) die Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen weiter aus der Länderkasse zahlen. Das Land wolle sich auch in Zukunft die Kosten für gewaltige Polizeieinsätze nicht von den Vereinen zurückholen, sagte der SPD-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). „Veranstaltungen können nicht davon abhängig sein, ob ich mir die Rechnung für den Polizeieinsatz leisten kann.“ Auch in der Vergangenheit hatte Pistorius diese Position vertreten. Bremen schickt dagegen regelmäßig Rechnungen für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen an die DFL.

Allerdings müsse künftig eine bessere Abstimmung mit der DFL erreicht werden, sagte Pistorius. Ähnlich hatte sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) geäußert. Am Wochenende waren im Norden mit den Partien Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig und Werder Bremen gegen HSV gleich zwei Hochrisikospiele angesetzt. Am Sonnabend und Sonntag waren Großaufgebote der Polizei im Einsatz, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Zola entlässt sich in England selbst

Trainer-Urgestein Harry Redknapp wird Nachfolger des Italieners Gianfranco Zola als Teammanager des englischen Zweitligisten Birmingham City. Das gab der Club am Dienstag bekannt.

Der 70 Jahre alte Redknapp hatte im vergangenen Jahr kurzfristig für zwei Spiele als Interims-Nationaltrainer in Jordanien gearbeitet. Seine erfolgreichste Zeit hatte er beim FC Portsmouth, den er 2003 in die Premier League und 2008 zum FA-Cup-Triumph führte, sowie bei Tottenham Hotspur. Die Spurs schafften 2010 unter Redknapp erstmals die Qualifikation für die Champions League, der Coach wurde zum "Trainer des Jahres" in England gekürt.

Zola (50) hatte am Montag nach dem 0:2 gegen Burton Albion die Konsequenzen aus einer stetigen Talfahrt seit seiner Amtsübernahme im Dezember gezogen, als der Klub noch den achten Platz belegt hatte. Nach zwei Siegen aus 22 Spielen hat City nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

"Ich habe mich selbst entlassen. Ich übernehme die volle Verantwortung für die schlechten Ergebnisse. Es ist nicht so, dass ich es mag, die Brocken hinzuschmeißen, aber Birmingham hat Besseres verdient", sagte der ehemalige Weltklasse-Offensivspieler Zola.

Erstes Spiel für Redknapp mit City ist das Birmingham-Derby am Sonntag bei Aston Villa.

Ex-Leipziger warnen RB vor Doppelbelastung

Die beiden ehemaligen Lok-Spieler Olaf Marschall und Heiko Scholz haben vor der Rückkehr von Leipzig in den Europapokal vor der Doppelbelastung für die RB-Profis gewarnt. „Die wird sich schon bemerkbar machen. Vor allem bei den vielen jungen Spielern“, meinte Scholz in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: „RB wird personell einiges tun müssen, sonst merken sie den Substanzverlust, gerade wenn sie Champions League spielen sollten. Aber auch da haben sie einen Plan, glaube ich.“

Der aktuelle Trainer von Lok Leipzig gehörte wie Marschall zur Leipziger Mannschaft, die am 26. Oktober 1988 in der 2. Runde des Uefa-Pokals gegen den SSC Neapel mit Argentiniens Weltmeister Diego Maradona das bis dato letzte Europapokalspiel in der Messestadt bestritt. Nach dem 1:1 im Hinspiel schied Lok durch ein 0:2 in Neapel aus.

Auch Marschall, der als Scout für den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern tätig ist, betonte: „Die größte Belastung ist aus meiner Erfahrung vor allem das ständige Hin und Her. Du bist kaum an einem Ort und musst schon wieder weg.“ Für die Nationalspieler kämen noch weitere Reisen hinzu. „Das schlaucht vor allem im Kopf. Du kriegst keine Ruhe rein.“

RB Leipzig ist die Europapokal-Teilnahme fünf Spieltage vor Schluss schon nicht mehr zu nehmen. Sie spielen garantiert um die Qualifikation um die Champions League. Als aktueller Zweiter in der Bundesliga wollen sie aber auf direktem Weg in die europäische Meisterklasse.