Biathlon

Peinliche Hymnen-Panne bei der WM-Siegerehrung

Im zweiten Versuch sangen Anton Schipulin, Anton Babikow, Maxim Zwetkow und Alexej Wolkow (v. l.) die russische Hymne umso inbrünstiger mit

Im zweiten Versuch sangen Anton Schipulin, Anton Babikow, Maxim Zwetkow und Alexej Wolkow (v. l.) die russische Hymne umso inbrünstiger mit

Foto: imago/Pressefoto Baumann

Statt der aktuellen russischen Hymne spielten die Veranstalter eine veraltete ab. Ein TV-Moderator schuf spontan Abhilfe.

Hochfilzen.  Ein peinlicher Hymnen-Fauxpas hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen am Sonnabendabend für reichlich Aufregung gesorgt. Die Veranstalter spielten für die frisch gebackenen Staffel-Weltmeister aus Russland bei der Medaillenvergabe auf der Bühne vor mehreren Tausend Zuschauern im Ortszentrum eine veraltete Nationalhymne und sorgten damit für Pfiffe und Buhrufe.

Daraufhin stürmte ein bekannter russischer TV-Journalist auf die Bühne und entriss dem Moderator das Mikrofon. Er stimmte selbst die richtige russische Hymne an, die die Biathleten Alexej Wolkow, Maxim Zwetkow, Anton Babikow und Anton Schipulin daraufhin lauthals ohne Musik in ein Mikrofon sangen. Anschließend wurde die korrekte Hymne doch noch vom Band abgespielt, und die Veranstalter entschuldigten sich für den unangenehmen Fehler.

Die russische Mannschaft um den deutschen Trainer Ricco Groß hatte das WM-Rennen im Pillerseetal am Nachmittag vor Frankreich und Gastgeber Österreich gewonnen. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) um Schlussläufer Simon Schempp schaffte es nur auf den vierten Rang.